Categories
Autorinnen und Gastbeiträge

Selbstbestimmung? Logo! Sofort und täglich!

Da Markus Lobis riceviamo e volentieri pubblichiamo:

Wie schon früher in einigen bemerkenswerten Debatten auf dem stillgelegten ff-Forum hervorgehoben, hat das Konzept der Selbstbestimmung eine ganze Reihe von Facetten. In der Zuspitzung der Frage auf die Inanspruchnahme des Selbstbestimmungsrechtes in Form einer Volksbefragung für die SüdtirolerInnen wird die Debatte viel zu eng geführt und übersieht den für mich wichtigsten Aspekt: Jenen der persönlichen, der individuellen Selbstbestimmung.

Wir haben viele Möglichkeiten und Chancen für ein selbst bestimmtes Leben. Wir verfügen über eine gute Ausstattung an Menschen- und Individualrechten und sind im wesentlichen frei von existenziellen Bedrohungen. Wir haben gute Ausbildungsmöglichkeiten und in Südtirol kommt hinzu, dass die Mehrsprachigkeit, die einzigartige Möglichkeit bietet, sich in unterschiedlichen Kulturkreisen zu bewegen und persönlich dort zu wachsen, wo man es selber wünscht. Selbst bestimmt, eben!

Diese Chancen erschließen sich dem, der erkennt, dass Einsprachigkeit heilbar ist und die Mehrsprachigkeit den Schlüssel für gute persönliche Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Dies umso mehr, wenn man sich den Grundwerten des Abendlandes verbunden fühlt, die für mich weniger mit dem Kruzifix oder Andreas Hofer zu tun haben, sondern vielmehr mit Platon, Augustinus, Galileo Galilei, Luther, mit der Aufklärung, der Französischen Revolution, Marx, Sartre, Marcuse – um nur einige Begriffe und Namen zu nennen, die mir in den Sinn kommen.

Heute hat jede/r SüdtirolerIn die Möglichkeit zu einem Leben, das in erster Linie von der individuellen Selbstbestimmung geprägt wird. Einschränkungen sehe ich am ehesten im Versuch, den individuellen Entscheidungsrahmen durch künstlich aufgeblähte Konflikte zu begrenzen und zu manipulieren, die durch die geschichtlichen Entwicklungen in unserem Land bedingt sind. In einem tendenziell konservativ-patriarchalischen Umfeld kommt hinzu, dass es Versuche gibt, den Einzelnen im Interesse irgendwelcher höher gereihten Gemeinschaftsinteressen in ein großes Ganzes einzubinden, dessen Existenzberechtigung in Südtirol auch aufgrund mangelnder Demokratie- und Streitkultur zu wenig hinterfragt wird.

Da wir eine politische Regionalverfassung haben, die auf Trennung und Ausgrenzung beruht und in der es sich die politischen Akteure recht bequem eingerichtet haben, muss natürlich auch ein bestimmter Standard an entsprechenden Problemen aufrecht erhalten werden — wenn es sein muss, mit allen Mitteln.

Ich denke aber, dass sich ständig größer werdende Teile der Südtiroler Gesellschaft immer schneller vom Stand der politischen Verfasstheit weg bewegen und dass es an der Zeit ist, die Politik an den Stand der soziokulturellen Entwicklung anzupassen und nicht ständig zu versuchen, die gesellschaftspolitische Entwicklung unter Hinweis auf irgendwelche fragwürdigen Prinzipien und Prämissen der regionalen Politik zu behindern.

Diesen Grundkonflikt der Südtiroler Entwicklung lösen wir nicht mit der Frage, ob wir (wer, wir?) lieber bei Österreich wären, bei Bayern, Italien oder Schweden. Diese Debatte sehe ich eher als Ablenkungsmanöver.

Die Herausforderung für Südtirol liegt nicht in der territorialen Einbettung, sondern im Herzen der Südtiroler Gesellschaft. Sind wir in der Lage, aus eigener Kraft einen Rahmen zu schaffen, der uns eine pluralistische, offene Zukunft bietet und in dem der Stand der persönlichen Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung die wichtigste Meßlatte ist?

Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.

18 replies on “Selbstbestimmung? Logo! Sofort und täglich!”

Nach den medientheoretischen, kulturkritischen und Herrschaft radikal in Frage stellenden Exkursen – p***, ich habe nur schwer der Versuchung widerstehen können, den Quasi-Südtiroler Johannes/Giovanni Agnoli mit seiner Kritik am Kapitalismus und seiner Usurpierung der polyarchischen Elitenherrschaft, vulgo Demokratie genannt, zu bemühen – bin ich über den “handhabbaren” Artikel von Markus Lobis sehr froh.

Ich bitte um Entschuldigung für meine banale Feststellung: Bei aller Akzeptanz individuellen Voluntarismus – natürlich stehen allen SüdtirolerInnen wie beinahe allen Menschen im privilegierten Europa – prinzipiell sämtliche Formen der individuellen Selbstbestimmung bis hin zur Auswanderung und dem Rückzug ins Private offen -, scheinen mir staatliche Strukturen doch äußerst prägend zu sein. Ob dieses Territorium (ich habe Hemmungen, das potentiell exkludierende “Land” zu schreiben) weiterhin eine autonome Provinz Italiens bleibt oder zu einer Form der Selbstbestimmung findet, ist aus meiner Sicht sehr wohl relevant. Natürlich: Ich kann mich im heutigen Südtirol ruhig als Mensch definieren, dessen Enkulturationsprozesse sich hauptsächlich an österreichischen Entwicklungen orientieren, ohne deshalb irgend eine Sanktion befürchten zu müssen, schon gar nicht von staatlicher Seite.

Es gibt allerdings – jenseits aller Fassaden – doch durch und durch Prägungen durch staatliche Institutionen: Ich nenne einen Bereich, in dem ich mich etwas auskenne, nämlich jenen des Wirtschafts- und Sozialsystems. Italien gilt z.B. als Wirtschaftssystem, in dem den “distretti industriali” eine hervorragende wirtschaftliche Bedeutung zukommt. Das gesamte Entwicklungs- und Innovationswunder des italienischen Nordost und Mittelitaliens wird auf diese Form wirtschaftlicher Governance zurückgeführt: Netzwerkbeziehungen zwischen den privaten Akteuren bei gleichzeitiger Schwäche des öffentlichen Akteurs. Südtirol lässt sich in dieses Schema kaum einordnen? Das “Land” profitiert wohl stark von den zweifellos vorhandenen Kooperationsbeziehungen zwischen privaten und – bei aller Kritik – leistungsfähigen öffentlichen Akteuren. Zweiter Aspekt (auch dieser wird nur exemplarisch angeführt): das italienische individuelle wie kollektive Arbeitsrecht “passt” für Südtirol denkbar schlecht. Die Regelung der neuen Arbeitsvertragsformen trägt der besonderen Form des lokalen Arbeitsmarktes und der Einstellung der hier beschäftigten ArbeitnehmerInnen nur unzureichend Rechnung; vergleichbares gilt für die Formen der Beziehungen zwischen Unternehmen/BetriebsinhaberInnen und ArbeitnehmerInnen bzw. deren Organisationen. Das größtenteils auf freiwilligen Vereinbarungen beruhende italienische System der Interessenvertretungen und des sozialen Interessenausgleiches trifft auf die Südtiroler Realität, in der aus meiner Sicht gesetzlich vorgesehene Modelle der ArbeitgeberInnen -wie ArbeitnehmerInnenbeziehungen (ja, Betriebs- und Arbeitsverfassungen wie in der Schweiz, in Österreich und der BRD) angemessener wären.

Es gäbe noch weitere Aspekte, deren Ausführung ich euch und mir ersparen möchte: vom Steuersystem, dem Schulsystem (abgesehen von der hier diskutierten Frage), über das System der regionalen Governance (des Zusammenwirkens der Akteure bzw. den Regelungen) bis hin zum Justiz- und Sicherheitsapparat.

Um abschließend doch noch den leider verstorbenen G/J. Agnoli bemühen zu dürfen: Pluralismus ist für ihn die Kehrseite gesellschaftlichen Narzismus. Ein Phänomen ist ohne das andere nicht denkbar. Ich hoffe, dieser unzureichend ausformulierte Gedanke wird jetzt nicht zum “Dreh- und Angelpunkt” der weiterführenden Diskussion.

Da wir eine politische Regionalverfassung haben, die auf Trennung und Ausgrenzung beruht und in der es sich die politischen Akteure recht bequem eingerichtet haben, muss natürlich auch ein bestimmter Standard an entsprechenden Problemen aufrecht erhalten werden – wenn es sein muss, mit allen Mitteln.

Ich denke aber, dass sich ständig größer werdende Teile der Südtiroler Gesellschaft immer schneller vom Stand der politischen Verfasstheit weg bewegen und dass es an der Zeit ist, die Politik an den Stand der soziokulturellen Entwicklung anzupassen und nicht ständig zu versuchen, die gesellschaftspolitische Entwicklung unter Hinweis auf irgendwelche fragwürdigen Prinzipien und Prämissen der regionalen Politik zu behindern.

Diesen Grundkonflikt der Südtiroler Entwicklung lösen wir nicht mit der Frage, ob wir (wer, wir?) lieber bei Österreich wären, bei Bayern, Italien oder Schweden. Diese Debatte sehe ich eher als Ablenkungsmanöver.

Dies ist meines Erachtens der Kern des obigen Beitrags, in dem die Widersprüchlichkeit der Aussage – freilich nur im Lichte unserer Auffassung von Selbstbestimmung – sehr deutlich wird: Natürlich ist die individuelle Selbstbestimmung conditio sine qua non für die gesellschaftliche.

Unsere »Verfassung« hindert uns aber – wie Markus richtig feststellt – tatsächlich an einer freien, zeitgemäßen gesellschaftlichen Entwicklung, weil in ihr, gleichsam unveränderlich, der heutige, starre Zustand festgeschrieben ist. Minderheitenschutz in dieser Form ist demokratiehemmend. Dagegen ist der einzelne machtlos, und dies macht ein politisches Engagement unaufschiebbar. Die Chance, das Grundgesetz der Autonomie mittels eines gesellschaftlichen, demokratischen Prozesses, Argumentierens, Debattierens zu verändern und den wahren Bedürfnissen unseres Südtirolo anzupassen, existiert heute de facto nicht: Selbstbestimmung nur mit dem Wunsch gleichzusetzen, sich einer neuen Obrigkeit zu unterwerfen, ist daher aus unserer Perspektive mehr als irreführend. Unser Ziel ist die endgültige Absage an die alten Nationalstaaten (mögen sie nun Italien, Österreich oder Schweden heißen), die Grundsteinlegung für mehr Handlungsspielraum, mehr Demokratie, mehr Gestaltungsmöglichkeiten vor Ort.

Lieber pérvasion,

ich plädiere nicht dafür, dass sich “unser Südtirolo” einer neuen staatlichen Obrigkeit unterwirft. Obwohl, dem inklusiven und egalitären schwedischen Sozialstaat könnte ich schon positive Aspekte abgewinnen… ;-)

Ich denke, viele der zutiefst humanistischen kultur- und medientheoretischen Thesen, wie sie von “unserer” hervorragenden Abteilung für politische Philosophie diskutiert werden, sind wohl von überregionaler Gültigkeit – ich zähle nur die jüngst genannten Namen, die ich mir merken konnte – stellvertretend auf: nämlich Slavoj, Karl, Herbert und Ulrich. So weit, so gut. Die Anschlussfähigkeit “unserer” Diskussionen an europäische Konzepte ist ungemein wichtig, genügt aber nicht.

Das Grundthema bleibt für mich, was Markus und Du “politische Regionalverfassung” nennt: Sie ist in vielem sehr politisch, auch weil sie in entscheidenden Belangen auf die gesamtstaatliche Verfassung (und Verfasstheit) verweist, wie ich in meinem Beitrag exemplarisch aufzuzeigen versucht habe. Es geht also nicht nur darum, was die AP (Autonome Provinz) alles entscheiden darf, es geht auch darum, was die AP nicht entscheiden muss. Es sind gerade diese Nichtentscheidungen (etwa im Bereich der Steuer-, Sozial-, Schul- und Arbeitspolitik), die aus meiner Sicht zutiefst politisch sind. Und, wenn der Hinweis aus “links-emanzipativer” Sicht erlaubt ist, zur Perpetuierung von im Wesentlichen kleinbürgerlicher kapitalistischer Herrschaft beitragen.

Ich habe keine Einwände gegen eine breite und intensive individuelle Selbstbestimmung. (Wie gerne hätte ich im Straßenverkehr mehr individuelle Selbstbestimmung und würde mich dem Diktat der dominanten Motorisierung entziehen! Wie gerne würde ich privatwirtschaftliche und öffentliche Wirtschaftssubjekte mit genossenschaftlichen Formen des Wirtschaftens ergänzen und damit kollektive wie individuelle Selbstbestimmung üben!) Kernthema ist und bleibt für mich die Unabhängigkeit eines unabhängigen postethnischen Südtirolos. Die Legitimation für dieses Bemühen sehe ich allerdings darin, dass es – zumindest drei – “Ethnien” [in und mit allen Kombinationen und Überlappungen!] in diesem Land gibt, die sich zu einem “Demos” entwickeln (sollen).

Ho letto con attenzione il contributo di Markus, che giudico buono ed onesto. Anch’io sono però dell’opinione che egli sorvoli su una contraddizione che lui stesso (involontariamente?) è costretto ad ammettere. La replica di pérvasion mi pare a questo proposito centrata e non c’è bisogno che io la traduca in italiano.

Mi voglio invece soffermare più minutamente su questo passaggio:

Diesen Grundkonflikt der Südtiroler Entwicklung lösen wir nicht mit der Frage, ob wir (wer, wir?) lieber bei Österreich wären, bei Bayern, Italien oder Schweden. Diese Debatte sehe ich eher als Ablenkungsmanöver.

Il punto decisivo è quello contenuto tra parentesi: “wer, wir?” In effetti non è possibile giungere a nessun superamento del “Grundkonflikt” se PRIMA non riusciremo a raggiungere (praticandola) una definizione sufficientemente inclusiva di questo “NOI” (quello che Langer indicava col termine “Sudtirolesi indivisi”).

Da qui la domanda: la cornice istituzionale dell’autonomia (di QUESTA autonomia) è in grado di favorire l’evoluzione di un simile NOI? Io penso di no, proprio perché l’autonomia è fondamentalmente intesa come la migliore risposta possibile ad un conflitto che essa, per sua stessa natura, deve mantenere in uno stato di permanente latenza.

La nostra proposta, caro Markus, intende propriamente togliere plausibilità  all’idea che il conflitto sia esclusivamente temperabile, ma non risolvibile alla radice. E questa radice non è psicologica (o almeno: non è soltanto psicologica), bensì eminentemente ISTITUZIONALE.

Lieber Werner, ganz meine Rede! Ich habe meinen Kommentar als Antwort auf Markus’ Beitrag verfasst, er ist also nicht als Widerspruch zu deiner Stellungnahme zu verstehen. Ganz im Gegenteil: Mit großer Genugtuung stelle ich während meiner »Latenz« fest, wie eingespielt wir als Plattform trotz oder gerade aufgrund unterschiedlicher Blickwinkel sind. Du hast da einen Beitrag verfasst, den ich so nie schreiben könnte, weil ich nicht das nötige Wissen habe – den ich aber zu 100% unterschreiben würde.

Sorry, dass ich so lange nichts von mir hören gelassen habe. Ich habe momentan leider weniger Zeit, als ich gerne hätte.

Deshalb nur recht kurz und oberflächlich: Natürlich prägen der Staat und seine Strukturen die Wahrnehmung des persönlichen Umfeldes und die eigene Befindlichkeit. So wie es auch das Geschehen im unmittelbaren Umfeld und Ereignisse auf globaler Ebene tun. Oder ein Buch, dass man gerade liest und dass einen umkrempelt.

Das alles auf der Grundlage einer persönlichen Prädisposition, die eine Geschichte hat und die die Wahrnehmung enorm beeinflusst. Will sagen: Nicht was von außen auf mich zukommt, prägt meine Wahrnehmung, sondern wie ich es von meinem Inneren heraus sehe.

Das gilt natürlich auch für die Bewertung der persönlichen Befindlichkeit in einem System. Ich muss Bewußtsein für das erlangen, was mich stören könnte. Sonst wird es mich nicht stören, kein Antrieb für Veränderung kommt zu Stande.

Deshalb pflegt man Analyse, Erfahrungsausstausch, Debatte, Meinungsbildung, Dialektik. Je intensiver, desto besser.

Je weniger, desto fremdbestimmter. Dann ist das relevant, was mir jemand einhämmert und das ich nicht reflektieren kann/will/soll.

Nonostante Markus Lobis ci abbia detto che le sue considerazioni sono “brevi” e “superficiali”, io penso che in maniera spontanea egli abbia messo benissimo a fuoco il nocciolo del suo discorso e, con ciò, esposto perché finora questo nostro dialogo sia stato soltanto apparente.

(Qui, prima di andare avanti, desidero inserire una parentesi. Quando il mio amico Lobis dice che “non ha tempo” dice una cosa ovviamente vera, ma è una verità  che diventa in un certo senso ancora più “vera” alla luce della constatazione che, per lui, una discussione come quella che noi stiamo sostenendo costituisce una reale “perdita di tempo”: tempo che per esempio Lobis vedrebbe meglio impiegato se noi ci occupassimo delle questioni delle quali lui stesso si occupa)

Dunque, dicevo che finora il dialogo tra noi e Lobis è stato un dialogo apparente. Lui ha scritto un contributo di un certo tipo, noi gli abbiamo risposto, lui ha risposto alle nostre risposte, ma è come se ci fossimo parlati rimanendo ognuno conficcato sulle sponde di un fiume non unito da nessun ponte visibile. Perché?

Ancora una volta la chiave è qui:

Natürlich prägen der Staat und seine Strukturen die Wahrnehmung des persönlichen Umfeldes und die eigene Befindlichkeit…

È “ovvio” – ci dice Lobis – che ci muoviamo in una cornice istituzionale e che questa influisce su di noi, MA…

Ecco, quel “MA” è il fiume che ci divide, che divide i nostri interessi prevalenti e il nostro punto di vista. Provando a sintetizzare: mentre per noi la soluzione di determinati problemi non può prescindere da un ripensamento della cornice istituzionale entro la quale viviamo, per Lobis è invece possibile prescinderne occupandoci concretamente di tutta una serie di problemi che, secondo lui, possono essere risolti proprio non dando troppa importanza a quella cornice istituzionale.

Eppure, anche sulla scorta della differenza tra i “nostri” Verdi e quelli scozzesi alla quale ci rimanda opportunamente pérvasion, io penso che questa forma di “indifferenza” istituzionale non sia né lungimirante né tanto meno strategicamente opportuna. È proprio qui, anzi, che io vedo il punto debole della politica dei Verdi in relazione, per esempio, al tema dell'”interetnicità “. Perché – come si afferma a ragione – i Verdi hanno smarrito il senso dell’interetnicità  che li contraddistingueva? Secondo me perché non hanno più nulla da opporre a QUESTO modello autonomistico, che loro infatti sostanzialmente accettano e non ritengono sia il caso di modificare in profondità . Per questo motivo, anche, essi sottovalutano il tema del “disagio” e non riescono più ad attrarre elettori di lingua italiana (lasciandoli nelle mani delle destre). È vero, se i Verdi proponessero una radicale riforma dell’autonomia in direzione di una maggiore dose di autogoverno (come sosteniamo noi) ci sarebbe il rischio di “spaventare” ancor di più l’elettorato italiano e di confermarlo nelle sue paure crescenti. Eppure, tra la conservazione dello status quo e la prospettiva di affrontare sul serio, radicalmente, le contraddizioni del sistema presente, non mi pare che “far finta di nulla” sia una buona soluzione mediana. Mi piacerebbe davvero sapere cosa ne pensa Markus al proposito.

Ich möchte vorausschicken, dass ich weder berechtigt noch berufen bin, für die Südtiroler Grünen zu sprechen. Obwohl ich gerne ein Grüner bin und mich gerne für eine ökosoziale, eine grüne Politik einsetze.

Grüne Politik sollte sich meines Erachtens in erster Linie darum kümmern, die Voraussetzungen für ökologische und soziale Nachhaltigkeit zu verbessern und nach Möglichkeit: zu schaffen. Dass dabei eine kleine und verhältnismäßig unbedeutende Partei am Werken ist, macht diese Herkules-Aufgabe nicht leichter.

Am Einspruch von Ètranger kann man leicht festmachen, wie unterschiedlich die Vorstellungen von und die Anforderungen an die Grünen sein können und das Merkmal für die Grenzlinie in der Auffassung ist – wie so oft! – die Zugehörigkeit zu einer der Sprachgruppen.

Während viele der italienischsprachigen SüdtirolerInnen bei den Südtiroler Grünen in erster Linie die “Interetnicità ” als Bestimmungsgrund politischen Handelns sehen (übrigens: Ich übersetze interetnicità  nicht mit dem im deutschsprachigen Wahrnehmungfeld verfemten Wort “Interethnizität” sondern mit “Sprachgruppen übergreifender Ausrichtung”), finden die deutschsprachigen Südtiroler, die den Grünen gewogen sind, eher den Einsatz für die Umwelt, Landschaftsschutz, Bürgerrechte, Transparenz und Demokratie als bestimmend. Die SüdtirolerInnen deutscher Zunge, die ihre Ablehnung gegen die Grünen bekunden wollen, tun dies mit Hinweis auf die “interetnicità “, meist ohne tiefer darüber nachzudenken. Es wurde ihnen einfach eingeimpft, von Rampold, Magnago, Hosp, Stocker und Co.

Hier sind die Grünen an einer Schwelle angelangt. Diese spezifische Südtiroler Ausprägung des grünen Selbstbildes, die wir einfach nicht leugnen können, hemmt die Entwicklung der Grünen nachhaltig und muss überwunden werden.

Dass die italienisch akkulturierten SüdtirolerInnen darüber hinaus den Bipolarismo als politische Prämisse in sich tragen und die deutschsprachigen Grünen den Anti-Monopolarismo gegenüber dem Edelweiss macht die Sache nur verwirrender. Wer sich als deutschsprachige/r SüdtirolerIn dafür entscheidet, in die Opposition zu gehen, wird im System Südtirol von einem Mitglied der “Miar” zu einem Vertreter der “Anderen” und muss damit rechnen, lebenslang Oppostionspolitik zu betreiben oder sich irgendwann einmal dem System Südtirol gegenüber zu ergeben und frustriert das politische Handtuch zu werfen.

Italienischsprachige Grüne können es sich vorstellen, im Sinne des Bipolarismo die SVP an der Regierung zu unterstützen, für deutschsprachige Grüne ist das ein sehr theoretischer Diskurs, denn eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein/e deutschsprachige/r Grüne/r in einer Koalition mit der SVP eine Rolle spielen könnte. Die SVP könnte jederzeit die Grünen auseinandertreiben, indem sie etwa (wie in Meran geschehen) die Italiener bei den Grünen als Bündnispartner einbindet, weil sie aufgrund des Autonomiestatutes eben Mal Quotenitaliener braucht….

Und bitte nicht vergessen: Der italienischsprachige Wähler hat in Südtirol immer eine breite Palette von Wahlmöglichkeiten, die alle ideologischen oder gruppenzugehörigkeitsezogenen Aspekte des Alltagslebens abdecken. Dort riskieren die Grünen unterzugehen, zumal – und da liegt die Crux – die interetnicità  beim Wählerverhalten der italienischsprachigen Wähler anscheinend doch nicht den entscheidenden Ausschlag für das Wahlverhalten gibt, bzw. das Wahlverhalten einer ständig kleiner werdenden Gruppe von Wählern beeinflusst…

Da bin ich jetzt wohl etwas abgechweift, aber man sieht wie komplex die Gestaltung grüner Politik in Südtirol ist.

Ètranger schreibt von einer Unterschätzung des disagio durch die Südtiroler Grünen. Nun, wenn unter disagio die Larmoyanz einer Sprachgruppe oder die wahrnehmbare Ausprägung eines weinerlichen vittimismo verstanden wird, sollte man sich hüten, ihn zu ernst zu nehmen.

Der disagio wurde bereits politisch instrumentalisiert, unabhängig davon, ob es ihn in dieser ethnozentrierten Form überhaupt gibt oder nicht.

Ich denke eher, dass es eine Form des Sprachgruppen übergreifenden disagio/Unbehagen gibt, die ihre Ursache im zementierten politischen System Südtirols hat. Ich fordere hier: Auch die deutsch- und ladinischsprachigen Südtiroler haben ein Recht auf disagio, sensible und kritische ZeitgenossInnen haben sogar die Pflicht dazu!

Alexander Langer hat – meiner unmaßgeblichen Interpretation zufolge – die Grünen als neue europäische Kraft empfunden, in die er seine kuriose Mischung aus APO-Fans, Alt- und Neulinken und seinen urkatholischen Wurzeln einbringen konnte und hat diesen Weg gewählt.

Nun stellt sich die Frage, ob wir in der Lage sind, die Vergangenheit hinter uns zu lassen und ein neues Selbsverständnis als Grüne zu entwickeln, dass meiner Meinung nach auch wieder mehr italienischsprachige Aktivisten und Wähler ansprechen wird.

Und zwar als Vertretung von ökosozial und zumindest in Ansätzen auch postmaterialistisch denkenden Südtirolerinnen und Südtirolern aller Sprachgruppen, die sich als Vertreter einer offenen Gesellschaft mit hohen Ansprüchen an die Qualität der Demokratier verstehen und für die Mehrsprachigkeit eine Selbstverständlichkeit ist. Jener Gruppe von SüdtirolerInnen also, die schon heute einen bedeutenden Anteil an der Südtiroler Gesellschaft darstellen und die fordern, dass sich die Politik endlich an den Entwicklungsstand der Gesellschaft anpassen soll. Heute ist eher das Gegenteil der Fall, die Politik verlangt die Anpassung der Gesellschaft an bestimmte Prämissen, die von immer mehr Menschen nicht als die ihren erkannt werden.

Darüber sollten wir uns etwas ausführlicher unterhalten.

Commento per adesso (solo) questo:

à‰tranger schreibt von einer Unterschätzung des disagio durch die Südtiroler Grünen. Nun, wenn unter disagio die Larmoyanz einer Sprachgruppe oder die wahrnehmbare Ausprägung eines weinerlichen vittimismo verstanden wird, sollte man sich hüten, ihn zu ernst zu nehmen.

È del tutto evidente che io NON uso il termine “disagio” in questa accezione. Questa accezione esiste, ovvio, ma io penso che essa debba essere interpretata come un segno che rimanda a qualcos’altro (un po’ come dire: il “disagio” è l’espressione di… un certo disagio). Attenzione: non sto giocando con le parole e vorrei dimostrarlo andando avanti nel commento.

Der disagio wurde bereits politisch instrumentalisiert, unabhängig davon, ob es ihn in dieser ethnozentrierten Form überhaupt gibt oder nicht.

È vero. Il disagio è stato strumentalizzato cristallizzandosi nel “disagio”. Il problema, dunque, non è quello di evitare la strumentalizzazione NEGANDO che un determinato disagio esista, ma consiste piuttosto nell’afferrare concettualmente i motivi che l’hanno prodotto e, successivamente, cristallizzato per l’appunto nella sua espressione prevalente.

Ich denke eher, dass es eine Form des Sprachgruppen übergreifenden disagio/Unbehagen gibt, die ihre Ursache im zementierten politischen System Südtirols hat. Ich fordere hier: Auch die deutsch- und ladinischsprachigen Südtiroler haben ein Recht auf disagio, sensible und kritische ZeitgenossInnen haben sogar die Pflicht dazu!

Sono del tutto d’accordo con questa tua affermazione, ma ritengo che tu non ne tragga le conseguenze che possono o devono esserne tratte. E con ciò vengo alla mia personale interpretazione del disagio.

Il termine dal quale dobbiamo muovere, qui, è “sistema” (System Südtirol, come dici tu stesso). Se è il “sistema” a produrre disagio, non possiamo negare che, data la particolare struttura di questo sistema, il disagio (avvertibile da tutti) viene vissuto in modo diverso dai diversi gruppi linguistici. Per questo ha senso chiedersi in che modo la produzione di questo disagio si scompone necessariamente in varianti diversamente accentate e, a mio avviso, ha ancora più senso porsi il problema di come affrontarlo tenendo conto delle diverse sensibilità  che lo vivono.

Ma è precisamente QUESTO che a mio avviso, nella politica dei Verdi, sembra essere scomparso. Tu stesso, in quello che scrivi, dimostri di non “comprendere” la necessità  di una tematizzazione specifica dei vari disagi che, per così dire, confluiscono in un disagio più ampio.

Tanto per parlare chiaro: da parecchi anni a questa parte gli italiani, in Sudtirolo, contano “meno”. Contano “meno” perché il loro ruolo è ormai solo quello di “rappresentare se stessi”, anzi, rappresentare il proprio “residuo”. Un ruolo di per sé umiliante e meschino, e lasciamo perdere il fatto che, nonostante tutto, gli italiani non siano nemmeno in grado di svolgere questo ruolo a dovere. Visto che tu citi Langer, ti voglio ricordare quello che diceva Langer:

(…) Il nocciolo del problema è che, fino a quando questo assetto etnocentrico durerà , un italiano potrà  al massimo aspirare a diventare il vice di qualcuno (…) [A. Langer, Italiani sul binario morto, 1988]

Incredibile vero? Sembra quasi di sentire Urzì. Invece è Langer. Ma in fin dei conti non è importante sapere chi afferma una roba del genere. Più importante sarebbe riuscire a capire se è vero (e a me pare vero) e, soprattutto, se questo può, alla lunga costituire un tratto permanente del panorama sociale e politico del Sudtirolo.

Ecco, a me pareva che i Verdi di un tempo (quelli di Langer) si ponessero il problema di immaginarsi una società  sudtirolese nella quale, muovendo determinate cose, questa storia degli eterni secondi dovesse finire. Dai Verdi di adesso, invece, non si sente nulla del genere. Heiss, nell’intervista all’ff di agosto, addirittura dice che se nei Verdi non ci fossero più italiani (o, per estensione, se anche nessun italiano votasse per i Verdi) questo non significherebbe che il “nocciolo genetico” posto da Langer verrebbe meno. Boh. Mi pare un’affermazione di gratuito (o rassegnato) idealismo.

Chiudo con un paio di domande secche che ripropongono il tema, il nostro tema, di un “autogoverno” di questa terra che sappia coinvolgere (in modo paritetico!) tutti coloro che ci vivono. I Verdi sono ancora in grado di proporre un modello per l’evoluzione di questa società  nel quale l’assetto etnocentrico (cioè il System Südtirol) venga messo radicalmente in questione? Se è il “sistema” che genera “mostri etnici”, in che modo si può cambiare? E soprattutto: è possibile cambiare questo sistema mantenendo in piedi un’impalcatura istituzionale nella quale si ragiona sempre e comunque per gruppi linguistici rigorosamente separati? DARÜBER, lieber Markus, sollten wir uns etwas ausführlicher unterhalten.

Hm… Ich teile die Analyse von Gabriele (ohne dass damit der vermessene Gedanke verbunden ist, ich hätte sie ebenso brillant formulieren können).
Und noch ein Hm… Prämisse: Ich bin jemand, der politisches, auch parteipolitisches Engagement sehr schätzt, weil es ein unverzichtbares Element repräsentativer Demokratie ist. Allerdings finde ich es schon bemerkenswert, dass Herr Lobis sehr stark in wahlstrategischen Kategorien denkt. Legitim, aber bezeichnend.
All seinen Argumenten kann ich nicht folgen, nehme aber an, dass Herrn Lobis Daten zur Verfügung stehen (etwa über die Wahlmotive der GrünwählerInnen).
Ich denke, es geht auf diesem Blog und in diesem Thread weniger um die “Grünen an sich”, sondern um den Beitrag der Grünen zu einer neuen institutionellen Architektur. Diese muss nicht den Intentionen von [bbd] entsprechen; es wäre allerdings interessant, wie sich die Grünen die institutionelle Weiterentwicklung des Südtirolo vorstellen.

Ich denke wir haben da ein paar Sachen durcheinander gebracht. So wie Ihr denke ich, dass der bereits im Gange befindliche gesellschaftliche Wandel nicht mit dem aktuellen Stand des Autonomiestatutes vereinbar ist, ganz zu schweigen von zukünftigen Entwicklungen.

Wenn ich behaupte, dass die momentane Südtiroler Verfassung nicht mehr dem Stand der Gesellschaft entspricht, dann meine ich ja genau dies.

Südtirols Politiker sind immer sehr stolz auf ihre Autonomie, die nach ihrer Definition dynamisch ist. Unter dynamischer Autonomie wurde aber weniger eine gewisse inhatliche Schwerpunktverschiebung gemeint, sondern immer nur die Zunahme von Kompetenzen und Landeshaushalt.

Nun ist es an der Zeit – natürlich!!! – über die Aspekte der Autonomie zu diskutieren, die dynamisiert werden müssen und es ist klar, dass ein Weg gefunden muss, die fundamental auf Trennung ausgerichtete “Landesverfassung” von diesem Ballast zu befreien.

Ein Aspekt dabei ist sicher, dass der ethnische Proporz sicher nicht mehr sehr lange gehalten werden kann, da er im Sinne der europarechtlichen Entwicklungen und Sichtweisen diskriminatorische Elemente enthält.

Ich könnte mir vorstellen, dass für einen Übergangszeitraum der Proporz noch gelten könnten, gleichzeitig aber die Kategorie “zweisprachig” als Proporzkategorie aufgenommen wird und berücksichtigt werden muss und zwar für jene, die auf Grund eines objektiven Sprachtests als zweisprachig zertifiziert sind.

Der Weg in die Zukunft führt über die faktische und zertifizierte Mehrsprachigkeit. Das wird für die Menschen sicher nicht einfacher, es wird aber gerechter!

Jetzt muss ich zum Zug, ich melde mich wieder!

Jetzt hab’ ich den Zug verpasst, weil ich vor lauter Hektik beim Start etwas liegen gelassen habe, was mir erst kurz vor dem Bahnhof wieder in Erinnerung kam…

Tja, wir waren also dabei, den Proporz auslaufen zu lassen. Wie gesagt, in einer Übergangsphase könnten zertifiziert Zwei- oder Dreisprachige, die die Amtssprachen in Südtirol nachgewiesenermaßen beherrschen, als eigene Kategorie bei Stellenbesetzungen und sogar bei der Volkszählung geführt werden. Das könnte dann so geregelt werden, dass beispielsweise 6 Stellen für deutschsprachige SüdtirolerInnen und 4 für italienischsprachige ausgeschrieben werden, die beispielsweise zu je 50% mit “Mehrprachigen” besetzt werden, wenn diese sich bewerben und auch die anderen Voraussetzungen mitbringen, natürlich.

Damit wäre auch der Weg für EU-Bürger frei, die bald auch zu Stellen in der öffentlichen Verwaltung Zugang bekommen werden, was das diskriminatorische Element des Proporzes richtig evident und daher nicht mehr EU-rechtskonform machen wird.

Damit hätten wir eine Säule umgebaut, dürfen uns aber nicht einbilden, damit politische Probleme vom Hals zu haben, im Gegenteil. Daher muss parallel zu diesem mittelfristigen Autonomie-Umbauprozess das Bewußtsein verankert werden, dass Einsprachigkeit heilbar ist und die Bildungseinrichtungen müssen ihre Angebote systematisch in Richtung Mehrsprachigkeit entwickeln.

Dafür werden zur Zeit an der Uni in Brixen die Grundlagen gelegt. Die Politik ist noch nicht so weit, aber der Druck nimmt massiv zu, zur Zeit.

Wir müssen aber auch einen Weg finden, wie wir die politische Vertretung organisieren und ob es dann überhaupt noch relevant sein kann, welcher Sprachgruppe ein/e SüdtirolerIn angehört. Ich sage nein, denn ich halte es für unzulässig, dass die Zugehörigkeit zu einer Sprachgruppe überhaupt ein qualifizierendes Merkmal ist: Nicht für einen Job, nicht für eine Wohnung und erst recht nicht für die politische Vertretung.

Deshalb sollten die, die glauben eine in diese Richtung gehende Zukunftsvision für Südtirol zu haben, schon heute nicht mehr in ethnischen Kategorien denken und Politik für Südtirol machen.

Wenn in Brixen 70 Mikrogramm Stickoxide pro Kubikmeter Atemluft gemessen, dann ist es völlig unerheblich, ob diese Luft eine deutsche, italienische oder mehrsprachige Lunge durchströmt. Um nur ein Beispiel zu nennen.

Wir Grünen laufen manchmal Gefahr, vor lauter politischer Korrektheit einen internen Proporz zu fördern, der teilweise noch abstruser ist als jener, den wir bekämpfen.

Also lassen wir die Deutschsprachigen, die lieber deutsch sind als Südtiroler und die italienischsprachigen, die lieber italienisch sind als Südtiroler bei den alten und mittelfristig aussterbenden monoethnischen Parteien und gestalten unsere politische Arbeit so, wie sehr viele von uns schon leben: mehrsprachig!

Tutto lì.

Una persona, diciamo uno dei massimi dirigenti dei Verdi, ha letto quanto stiamo scrivendo e mi ha fatto pervenire un commento lapidario. Lo riporto senza “svelare” chi sia (lo farà  magari lui/lei direttamente, nel caso volesse non limitarsi ad un commento così breve), tanto per tenere viva la curiosità :

Tutta la distinzione tra verdi tedeschi ecologici e verdi italiani interetnici mi pare una forzatura, che interpreta per linee etniche anche noi stessi. Mah.

Mi sembrano pregiudizi di chi non conosce le cose. Non una descrizione, ma una profezia fatta perché si avveri.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You are now leaving BBD

BBD provides links to web sites of other organizations in order to provide visitors with certain information. A link does not constitute an endorsement of content, viewpoint, policies, products or services of that web site. Once you link to another web site not maintained by BBD, you are subject to the terms and conditions of that web site, including but not limited to its privacy policy.

You will be redirected to

Click the link above to continue or CANCEL