Mehr Vertrauen in die Institutionen.

Das Landesstatistikinstitut (Astat) hat neue Erkenntnisse über das Vertrauen der Südtirolerinnen in die Institutionen publik gemacht. Im Vergleich zu 2015 haben die Werte (Summe aus »sehr großem« und »ziemlich großem« Vertrauen) sogar durchwegs zugenommen. Die Euregio war einmal mehr nicht Teil der Erhebung.

Gleich geblieben ist die Reihenfolge: Je näher eine Institution sich räumlich zu den Bürgerinnen befindet und je kleiner sie ist, desto mehr Vertrauen genießt sie. Einzige Ausnahme: der italienische Staat, der — wiewohl auch er jetzt etwas mehr Vertrauen genießt, als noch vor drei Jahren — weit abgeschlagen an letzter Stelle liegt.

Über fünf Prozentpunkte konnten die Gemeinden* im Vergleich zu 2015 zulegen; sie genießen nunmehr sehr oder ziemlich großes Vertrauen von 75,6% der Bürgerinnen. Knapp dahinter liegt das Land Südtirol, das im Vergleichszeitraum 7,5 Prozentpunkte dazugewinnen und den Abstand zu den Gemeinden verringern konnte.

Bereits etwas abgeschlagen befindet sich die Region Südtirol-Trentino, die aber ebenfalls ein Plus von 7,5 Punkten verzeichnet und nunmehr das Vertrauen von über der Hälfte der Südtirolerinnen genießt.

Die Europäische Union schafft es hingegen trotz (statistisch nicht relevanter) Verbesserung nicht, die 50%-Marke zu erreichen. Knapp mehr als die Hälfte (50,7%) der Bürgerinnen im Land haben wenig oder gar kein Vertrauen in die EU.

Katastrophal schneidet der Zentralstaat ab: 53,2% der Südtirolerinnen haben nur geringes Vertrauen in ihn, weitere 23,8% gar keines.

Einmal mehr bestätigt sich übrigens das große Vertrauen der Bürgerinnen italienischer Muttersprache ins Land: Während 28,4% der Deutschsprachigen und 26,9% der Ladinischsprachigen geringes oder gar kein Vertrauen ins Land Südtirol haben, sind es bei den Italienischsprachigen nur 8,0%.

Siehe auch:

*) die jeweilige Wohnsitzgemeinde der Befragten

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