Vor wenigen Tagen hat die Gemeinde Bozen auf ihrer Homepage eine Pressemitteilung veröffentlicht, mit der auf die Schließung einer Lücke im Radwegenetz hingewiesen wurde.
Auf dem beigefügten Bild, das ich hier wiedergebe, ist das neue Verkehrsschild zu sehen, das auf exemplarische Weise die Geringschätzung der deutschen Sprache in der Landeshauptstadt vor Augen führt:
Quelle: Gemeinde Bozen
Deutsch ist nicht bloß — wie so oft — zweitgereiht. Da steht auch nicht »nur« Penegal-Str. und Mendel-Str. statt Penegalstr. und Mendelstr., was man noch als Schlampigkeit abtun könnte.
Ein Blick auf Google Maps zeigt allerdings, dass die Namen auf den eigentlichen Straßenschildern korrekt zusammengeschrieben werden:
Quelle: Google Maps
Man wüsste es also eigentlich, schert sich aber offensichtlich nicht darum.
Und damit ist noch nicht genug: Was auf Italienisch via della Mendola heißt, trägt auf Deutsch den amtlichen Namen Alte Mendelstraße. Eine Mendelstraße, wie sie auf dem Durchfahrtsverbotsschild steht, gibt es in Bozen gar nicht. Die deutsche Fassung ist somit nicht nur fehlerhaft geschrieben, sondern verwendet auch noch einen nichtamtlichen — also falschen — Straßennamen.
Dass dann auch noch das Wort »zwischen« mit »ie« geschrieben wird, schlägt dem Fass — pardon: dem Fasse — endgültig den Boden aus.
Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 08



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