Anlässlich des 80. Jahrestages des Gruber-Degasperi-Abkommens findet am Montag, den 12. Oktober in der Conference Hall der Eurac eine gemeinsame Tagung von Michael-Gaismair-Gesellschaft und Center for Autonomy Experience statt.
»Menschen und Verträge« – mit diesem Titel erinnert Claus Gatterer in seinem Dokumentarfilm von 1969 daran, dass internationale Abkommen nicht nur zwischen Staaten geschlossen werden, sondern das Leben der Menschen prägen. An diese Überlegungen knüpft die Tagung »Menschen und Verträge. Das Pariser Abkommen 1946–2026« an.
Ungeachtet seines teils offenen Wortlauts prägte der »Pariser Vertrag« über Jahrzehnte die österreichisch-italienischen Beziehungen. Er begründete die internationale Verantwortung beider Staaten, die Zukunft Südtirols regelbasiert und im guten Glauben zu gestalten. Was zunächst als politischer Kompromiss erschien, erwies sich als unverhoffter Türöffner zur Internationalisierung der »Südtirol-Frage«.
Die Entstehung und besondere Wirkung des Pariser Abkommens bilden den Ausgangspunkt für den Blick auf gegenwärtige Friedens-, Minderheiten- und Autonomieabkommen. Achtzig Jahre nach der Unterzeichnung des Gruber-De Gasperi-Abkommens fragt die Tagung nach der Bedeutung internationaler Verträge
in einer veränderten Weltordnung: Welche Wirkung entfalten bilaterale Vereinbarungen? Welche Rolle spielen multilaterale Foren beim Schutz von Menschen- und Minderheitenrechten? Und unter welchen politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Bedingungen kann langfristig Vertrauen geschaffen und Frieden gesichert werden?
Die Tagung ist Teil der Veranstaltungsreihe »Das Pariser Abkommen 1946–2026« der Michael-Gaismair-Gesellschaft und des Center for Autonomy Experience von Eurac Research.
– aus der Veranstaltungsankündigung
Das Programm kann hier heruntergeladen werden.
Die Veranstaltungssprachen sind Deutsch, Italienisch und Englisch. Es findet eine Simultanübersetzung statt.
Eine Anmeldung unter diesem Link ist aus organisatorischen Gründen nötig. Die Teilnahme ist kostenlos.

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