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PD gegen »Sudtirolo«.

Das Land hat auf Vorstoß von Landesrätin Martha Stocker beschlossen, die Auslandssüdtiroler (Südtiroler in der Welt) auf Italienisch fortan nicht mehr als altoatesini all’estero, sondern als sudtirolesi nel mondo zu bezeichnen, wobei dies gar kein mutiger Schritt, sondern eine Anpassung an die Realität ist: Der KVW, der die gesamte Arbeit in diesem Bereich übernommen hat, benutzt den Begriff schon seit geraumer Zeit. Trotzdem ist es schön, dass das ‘trennende’ A. Adige auch amtssprachlich zumindest etwas aufgeweicht wird.

Doch prompt meldet sich Widerstand, natürlich von den Postfaschisten. — Nein, weit gefehlt: Es ist Vanda Carbone vom Meraner PD, die sich beschwert, man würde mit dieser Bezeichnung die Komplexität unseres Landes verschleiern, die auch sein Reichtum sei. Per se ist »Komplexität« jedoch kein positiv konnotierter Begriff, kann er hier doch einerseits für »Pluralismus«, andererseits für »Trennung« stehen. Und die zwanghafte Aufrechterhaltung strikt getrennter Landesbezeichnungen für italienisch- und deutschsprachige Südtirolerinnen fällt wohl recht eindeutig in zweitere Kategorie. Ein gemeinsamer Name hingegen wäre ein symbolischer Schritt zu mehr Inklusion und in Richtung einer gemeinsamen Heimat.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/

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12 replies on “PD gegen »Sudtirolo«.”

… den allermeisten Südtirolern ist es vollkommen wurscht auch als aa.sini bezeichnet zu werden und die sudtirolesi nel mondo werden sich schon zu melden, wenn sie lieber als hochätschländer angesprochen werden wollen …
– Ich jedenfalls weis, warum ich mich schon länger als “Tirolese della Provincia di Bolzano”, bzw. als “Tiroler von südlich des Brenners” bezeichne!

… ich protestiere damit gegen die Entsprechung AA für Südtirol! – Ich hoffe, ich muss die Gründe dafür nicht erklären … oder vorsorglich doch (?): AA wurde in der Geschichte zwei-mal und jedes mal deshalb eingeführt um gleichzeitig die Verwendung von TIROL (in jeder Form) zu verbieten, von den Landkarten zu tilgen!
– Und dass AA im Jahre 2014 immer noch die offizielle Entsprechung für ST ist, weil es offenbar für bestimmte MitbürgerInnen (und für deren politische Exponenten, die gewählt werden wollen) eine Zumutung darstellt SUDTIROLO über die Lippen zu bringen … und damit wohl eben das Nebeneinander authentisch benannt und sichtbar haben wollen!
– Es sei denn, man geht der besseren “Verständlichkeit” dazu über, HOCHETSCH anstatt ST einzuführen?!
– Vielleicht zum “Hundertsten” Jahr der siegreichen Eroberung …

Nein für
Ich jedenfalls weis, warum ich mich schon länger als ”Tirolese della Provincia di Bolzano”, bzw. als ”Tiroler von südlich des Brenners” bezeichne!

Alto Adige bezeichnet den nördlichsten Teil des Südens, Südtirol den südlichsten Teil des Nordens. Somit richtet es sich ein jeder wie er es mag. Die eine Seite will großteils kein sudtirolese sein und die andere kein Hochetscher.

.. gute Frage, – eine Antwort darauf wird so surreal ausfallen wie der Zustand der Toponomastik im Stammland Tirol nun eben ist !

… man stelle sich vor, ein Mädchen auf den Namen Luigina getauft und von allen so gerufen, wird von ein paar Einfaltspinseln Aloisia gerufen …

Die Italienischen unionistischen Parteien, besonders die linken wie der PD, sollten endlich lernen auch einen Schritt in die richtige Richtung zu machen. Aber das ist der Beweis dass alle Italienischen politischen Parteien und Bewegungen in Südtirol immer noch an die “Italianità¡” und somit am Joch Italien hängen und hängen wollen bleiben. Schon gar nicht zur reden von den rechten und rechtsextremen Parteien. Das gleiche gilt für die Abschaffung des Regierungsskommissars …. Zum Schämen! Sie sind leider alle noch nationalistisch eingestellt, ich hoffe das italofone Volk in Südtirol fängt aber an anders zu denken.

Ich frage mich wieso die Italiener in Südtirol überhaupt noch rechte Parteien brauchen wenn schon die linken Parteien wie der PD dieselben Positionen haben?

Wichtig scheint nur zu sein das schmutzige Wort “Tirol / Tirolo” nicht in den Mund nehmen zu müssen. Auch eine Art Realitätsverweigerung.

. die Ewiggestrigen sind zwar nicht in den eindeutigen Parteien vertreten, aber wie man sieht in den “staatstragenden” Parteien würdig vertreten! – SVPD eine innige Masse !

Etliche höhere Beamte der Landesverwaltung haben mir schon vor über 10 Jahren erklärt, dass es bei bestimmten Themen in Südtirol zwischen italienischen Linksparteien auf der einen und Rechtsparteien auf der anderen Seite keine allzugroßen Unterschiede gibt.

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