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Was wollt ihr denn?
Quotation 196

Was wollt ihr denn? Wollt ihr Lager? Ihr sagt, überall sind Einbrecher, die frei herumlaufen. Wenn sie eingesperrt werden, da ist nicht Platz dafür. Wollt ihr Konzentrationslager einführen?

Senator Parlamentsabgeordneter Florian Kronbichler gegenüber Matthias Hofer (STF) bei »Daum im Stadtcafé«

Diese ungeheuerliche Anschuldigung, auf welche Hofer erstaunlicherweise gar nicht reagierte, war einer der Tiefpunkte, des an Tiefpunkten nicht armen Gesprächs zur Sicherheitslage in Südtirol zwischen dem grünen Senator Parlamentarier und dem Jungpolitiker der STF.

Persönliche Erfahrungen werden als »Beweise« breitgetreten, absurde Forderungen wie kostenlose Alarmanlagen vorgebracht. Zahlenbelege bleibt man schuldig, dafür vermischt man munter die Themen Zuwanderung und Asyl. Wenigstens dem freiheitlichen Waffenwahn erteilten beide Disskutanten eine Absage.

Dennoch. Wie sollen da am Ende vernünftige Lösungen rauskommen, wenn die Akteure, die diese ausarbeiten sollen, derart hemdsärmelig und kompetenzbefreit vorgehen?

Siehe auch: 1/ 2/

Medien Migraziun Polizei Sicherheit | Zitać | Florian Kronbichler | TAZ | Südtirol/o | STF Vërc | Deutsch

7 replies on “Was wollt ihr denn?
Quotation 196

Hat Kronbichler eigentlich seinen Standpunkt klar formuliert, oder war sein einziger Anwesenheitsgrund jener, die Diskussion zu zerreden? Bin ich der einzige, der nicht verstanden hat, worauf er denn eigentlich hinaus will?

Zur eigentlichen Frage:

Wie sollen da am Ende vernünftige Lösungen rauskommen, wenn die Akteure, die diese ausarbeiten sollen, derart hemdsärmelig und kompetenzbefreit vorgehen?

Tja…wir werden wohl solange herumplänkeln, bis uns das dicke Ende (wie immer das auch aussehen mag) dann unerwartet überrollt und wir uns fragen, wie um alles in der Welt wir so viel Zeit und Energie verschwenden konnten.
Früher war der folgende Satz für mich nur ein Kalenderspruch, heute erzeugt er schon ein leicht beklemmendes Gefühl in der Magengegend:

Jetzt sind die guten, alten Zeiten, nach denen wir uns morgen sehnen werden.

Sah ich erst kürzlich beim Heimgehen mit großen Buchstaben an der Wand einer Wohnung im ersten Stock : “Es ist nie zu spät für eine schöne Vergangenheit”.

Hat das Zeug zum Lebensmotto.

Die glorreichen Vier der Südtiroler Politik: Roland Lang, Markus Lobis, das Kommentarschreiberkollektiv auf tageszeitung.it und die bbdisten. Ohne euch und eure (*) Feinde wäre Südtirol todlangweilig. In Tausenden Kilometern Entfernung noch ergötzt man sich. Macht bitte weiter so! <3

PS: F. K. ist doch nicht senatore, H. K., was fällt dir eigentlich ein! Ein einfacher deputato nur.
PPS: Meine Liste soll euch selbstverständlich nicht in ein rotbraunes Licht rücken, wohlgemerkt.

* In diese Klammer wollte ich "imaginären" schreiben, ich habe aber Angst vor einem comentars-eliminés-Schicksal.

Vor Kurzem noch wären mein vier gewesen: Michl Ebner, Karl Zeller, Gerhard Brandstätter und Luis Durnwalder.
Oder vielleicht sind sie es auch noch immer…
Sieben würde ich vielleicht auch noch zusammenbringen um beim Original (The Magnificent Seven) zu bleiben, obwohl der Bischof heute schon weniger zählt als früher.
“Hände falten, Goschn halten”, das waren halt noch gute Zeiten…

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