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USA: Monumente müssen weichen.

Annapolis, Austin, Baltimore, Brooklyn, Daytona Beach, Durham, Franklin, Frederick, Gainesville, New Orleans, Louisville, Los Angeles, Madison, Orlando, Rockville, San Diego, St. Louis…

In einer fortwährend aktualisierten Liste zählt die New York Times detailliert auf, wo in den Staaten kürzlich Monumente abgebaut oder versetzt wurden, die der Konföderation und der ihr zugrundeliegenden rassistischen Bewegung huldigten.

Es sind vor allem Progressisten wie die ehemalige Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi (Demokraten), die sich für diese Form der Aufarbeitung starkmachen, die Rechtsextremen ein Dorn im Auge ist. Währenddessen werden ähnliche Forderungen hierzulande als politischer Ikonoklasmus gebrandmarkt.

In Boston wurde ein Denkmal verhüllt, bis eine Entscheidung über seine Zukunft gefällt ist. In weiteren Städten wie Jacksonville, Lexington, Memphis, Nashville, Richmond, San Antonio, Tampa, Washington D.C. steht die Entfernung von Monumenten aktuell im Raum — und möglicherweise kurz bevor.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/ 5/ 6/ 7/ 8/

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2 replies on “USA: Monumente müssen weichen.”

Im Leitartikel des heutigen Corriere (Südtirolausgabe) gibt Ferruccio Cumer dem US-Präsidenten Donald Trump recht, wenn dieser sich der Entfernung von Denkmälern widersetzt. Stattdessen, so Cumer, sollten sich die Amis in Südtirol umsehen und unseren angeblich vorbildlichen Umgang mit faschistischen Monumenten kopieren. (Dass zahlreiche Statuen, die in den Staaten nun abgebaut werden, bereits mit Erklärungstafeln »historisiert« worden waren, bevor sich diese Praxis in Südtirol ausgebreitet hat, dürfte Cumer entgangen sein).

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