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Die Turiner Buchmesse und Altaforte.
Verleger bezeichnet sich als Faschist

Rund um die diesjährige Buchmesse von Turin, die vom 9. bis zum 13. Mai stattfinden wird, ist ein Skandal entstanden, der mit dem rechtsextremen Verlag Altaforte zusammenhängt. Mehrere Teilnehmerinnen, darunter das Schriftstellerinnenkollektiv Wu Ming, Autor Carlo Ginzburg und ANPI-Chefin Carla Nespolo werden der Messe fernbleiben, wenn der CasaPound-nahe Verlag wie geplant mit einem eigenen Stand anwesend sein wird.

Altaforte-Chef Francesco Polacchi bestätigte heute seine Gesinnung ohne Umschweife, als er in der Radiosendung Un giorno da pecora angab, »Faschist im einzig möglichen Sinne« zu sein. Der Antifaschismus sei in Italien »das wahre Übel«.

Besonders unerträglich: In Polacchis Verlag — der in Bozen unlängst einen Laden eröffnet und in einem gemeindeeigenen Saal eine Buchvorstellung abgehalten hat — ist gerade das neue Interviewbuch von Vizepremier und Innenminister Matteo Salvini (Lega) erschienen.

Nachtrag vom 9. Mai 2019: Altaforte wurde schlussendlich von der Buchmesse ausgeschlossen. Unter anderem hatte das Museum von Auschwitz-Birkenau inzwischen angekündigt, andernfalls einen geplanten Vortrag der Holocaust-Überlebenden Halina Birenbaum abzublasen. Stadt Turin und Region Piemont hatten Verleger Polacchi wegen seiner Aussagen verzeigt.

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