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Kostenlose Menstruationsprodukte.
Vorreiter Schottland

Vor wenigen Tagen genehmigte das schottische Parlament in erster Lesung das sogenannte Period Products (Free Provision) Scotland Bill, auf dessen Grundlage die Abgabe von Menstruationshygieneprodukten schon bald kostenlos werden soll. Rekordverdächtige 112 Abgeordnete stimmten bei einer Enthaltung für die Vorlage, Gegenstimme gab es keine. Damit wird Schottland voraussichtlich das erste Land der Erde, wo Frauen für Tampons und Binden kein Geld mehr ausgeben müssen. In zweiter Lesung wären allerdings noch Änderungsanträge möglich.

Dem Vorschlag zufolge werden die Produkte gegen Vorlage eines Vouchers in öffentlichen Einrichtungen ausgegeben. Unter Beteiligung an den Versandspesen soll auch die Zustellung frei Haus ermöglicht werden.

In vielen Staaten — auch im Vereinigten Königreich — wurde letzthin zwar eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Menstruationsprodukte diskutiert und teilweise umgesetzt. So weit wie Schottland, wo Tampons und Binden schon seit 2018 an Bildungseinrichtungen kostenlos verfügbar sind, ist bisher jedoch noch kein Land gegangen.

Unter anderem verfolgt die soziale Maßnahme, die jährlich geschätzte 24 Millionen Pfund kosten wird, das Ziel, die wirtschaftliche Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau zu verbessern und die sogenannte period poverty zu beseitigen.

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