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Frankreich und Neuseeland bekämpfen Periodenarmut.

Die französische Ministerin für Hochschulbildung, Forschung und Innovation, Frédérique Vidal, hat am 23. Februar angekündigt, dass Menstruationsprodukte für Studentinnen im Land schon bald kostenlos sein werden. Damit ist Frankreich das erste Land in Europa, das bei der Bekämpfung der sogenannten Periodenarmut dem schottischen Beispiel folgt.

Dort jedoch wurde die Maßnahme bereits auf alle Frauen ausgeweitet, die sich entsprechende Hygieneprodukte nicht leisten können, und ist nicht auf Studentinnen begrenzt.

Früher im Februar hatte bereits die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern verlautbart, ein millionenschweres Programm gegen Periodenarmut nach schottischem Vorbild auflegen zu wollen. Davon sollen ab Juni sämtliche Schulen des Inselstaates betroffen sein.

Anlässlich der Ankündigung der Maßnahme in Frankreich teilte Madame Vidal mit, ein Drittel der Personen in der Hochschulbildung hätten einer Studie zufolge finanzielle Unterstützung nötig, um Tampons und Binden kaufen zu können. Es gehe jedoch nicht an, dass Menschen zwischen Ernährung und Hygiene wählen müssten, so die Ministerin.

Die neuseeländische Regierung, die bereits ein vielversprechendes Pilotprojekt an 15 Schulen mit rund 3.200 Schülerinnen abgeschlossen hat, spricht von positiven Auswirkungen auf den Schulbesuch. Eine von zwölf Schülerinnen (über 8%) sei in Neuseeland bislang aufgrund von Periodenarmut dem Unterricht ferngeblieben.

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