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BBD

Abgeschieden.
Verkehrsprojekte

Vorausgeschickt: Ich bin tendenziell für den Ausbau des Bozner Flughafens und gegen den Bau des BBT. Eine gefestigte Meinung habe ich jedoch vor allem zu letzterem noch nicht, weil ich zugeben muss, dass ich mich bis dato zu wenig damit auseinandergesetzt habe. Mit Sicherheit stört mich die bürgerferne, arrogante Vorgangsweise der BBT-Bauer.

Dennoch drängt sich mir die Frage auf, ob diejenigen, die beide Projekte gleichermaßen bekämpfen, nicht viel zu leichtfertig unseren Anschluss an die Außenwelt für einen manchmal etwas populistischen Umweltschutz opfern. Wären funktionierende Flugverbindungen, außer für den Wirtschaftsstandort, nicht auch und vor allem für unseren kulturellen Fortschritt von großem Nutzen — wenn nicht gar überlebenswichtig? Sicher wäre es mit einem Airport einfacher, unsere Uni mit renommierten Dozenten und »Visiting Professors« zu bestücken. Kongresse und Messen von überregionaler Bedeutung abzuhalten. Institutionen und Veranstaltungen wie das Stadt- bzw. Landestheater, das neue Museion, die Transart oder den Tanzsommer für ein internationales Publikum attraktiv zu machen — und von einem größeren Austausch zu profitieren. Neue Veranstaltungen zu etablieren oder hierzulande anzusiedeln. Und nicht zuletzt einen aufgeklärten Kulturtourismus zu fördern, der keine weitere Naturzerstörung (für Skipisten, Bettenburgen…) benötigt, und unserem Land auch inhaltlich zu Wachstum verhülfe.

Die Argumente der Flugplatzgegner kann ich zum Teil nachvollziehen, auch wenn sie großteils nach Mission und weniger nach basisdemokratischem Kampf um die Wählergunst klingen. Aber da bin ich vielleicht durch Vorwissen (Stichwort: Nimby) belastet. So wir uns jedoch gegen den »Airport Bozen Dolomiten« aussprechen – können wir uns wirklich leisten, auch noch auf eine Hochgeschwindigkeitsverbindung zu wichtigen Drehscheiben im Norden und im Süden zu verzichten? Wäre das nicht die endgültige Besiegelung unserer Zukunft als Provinzkaff, das seine besten Köpfe zur Flucht ins Ausland antreibt?

Vergleichbare Städte in der (gewiss nicht umweltfeindlich gesinnten) Schweiz haben sich für einen Flughafen und für die Anbindung an den schnellen Zugverkehr entschieden. Die Frage nach den Proportionen ist besonders im Fall des BBT mit Sicherheit erlaubt. Aber einen Rückschritt sollten wir uns nicht leisten.

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20 replies on “Abgeschieden.
Verkehrsprojekte

Hm, Pè, Bozen ist nicht Dublin. (Ich war im vergangenen August in Dublin. Der irische Aufschwung ist ohne Ryan Air nur schwer erklärbar.)
Habe unlängst eine Tagung organisiert, und dabei war es nicht leicht, die ReferentInnen in Venedig, Muc und Bergamo “aufzulesen”. Mein Vorschlag wäre allerdings, verstärkt einen komfortablen Zubringer von den Flughäfen am Alpenrand zu organisieren (Verona und Muc), von mir aus auch Ibk.
Schlimm finde ich den Zustand der Bahn: Hier verzichten wir – und Italien – auf einen qualitativ hochwertigen Tourismus. Immer mehr Touristen wollen sozial und ökologisch nachhaltig reisen.

We, genau das sagt auch die Alpenkonvention! Ein Flugplatz in Bozen macht wirtschafltich (und ökologisch) gar keinen Sinn. Fliegen auf mittlere Distanzen ist heute zwar üblich, aber mit Sicherheit ein Auslaufmodell. Sogar Bush scheint mittlerweile anzufangen, über das Klimaproblem nachzudenken!

Ich bin für eine zeitgemäße Eisenbahn. Und eine solche besteht aus einem modernen Nahverkehr auf dedizierten Gleisen (tipo Vinschger Bahn) und für den Fern- und Güterfernverkehr aus einem Hochleistungsnetz. Mit dem Neubau Neapel-Berlin wird eine der wichtigsten modernen Bahnverbindungen Europas realisiert. Anstatt sich in Südtirol darüber zu freuen, dass wir auch einen Anschluss an dieses moderne, effiziente und ökologisch vertretbare Transportsystem bekommen (90% weniger CO-2-Ausstoss pro Passagier wie bei einem Flugzeug oder PKW!), wird protestiert. Eine zeitgemäße Bahn ist der einzige heute gangbare Weg zu einem nachhaltigen Transportsystem in Europa. Daher hat sich die EU für diesen Weg entschieden. Wo es schon moderne Strecken gibt, werden die Flugverbindungen abgeschafft und die Bahn wird Verkehrsmittel Nr. 1.

Natürlich verstehe ich die Befürchtungen der Anrainer, in der Bauphase, die ja mehrere Jahre andauern wird, Belastungen zu erleiden. Dieses Problem kann und darf nicht wegdiskutiert werden. Aber hierfür kann es großteils Lösungen geben, die die Belastungen der Baustellen deutlich verringern. Wenn es die Schweizer und die Nordtiroler (siehe Unterinntal) können, dann müssen wir als Klimahaus-Nation das doch auch können, oder?

Für eine entschiedene Stärkung und Modernisierung der Bahn bin ich zweifellos. Doch dass ein Zubringer aus Verona und München genügen würde, wage ich zu bezweifeln. Bei Kontinentalflügen bedeutet ein Umstieg auf die Bahn fast immer eine glatte Verdoppelung der Reisezeit. Ob sich das lohnt?

Oh Gott, was ist das, eine Propagandaseite der Betoniererlobby??
Erstens wenn schon ein Flughafen für Touristen, dann müsste er wohl in Bruneck gebaut werden (Kronplatz und Dolomiten das Tourismuszentrum), wie kommt mensch denn bitte schön von Bozen nach Bruneck? Entweder im Stau steckend auf der Straße, oder in einem vergammelten Zug! Nein der Flughafen dient doch nur einigen Großkopfaten die von Bozen schnell nach Rom müssen und das auf Kosten der geknechteten Bevölkerung!
Und der BBT dient sicher auch nicht dem komfortablen Reißen (wie gesagt ALLE Tourismuszentren liegen nicht auch auf der Brennerachse!) und wer möchte schon eine Stunde in einem dunklem, bedrückenden Tunnel fahren ohne etwas von der schönen Landschaft mitzukriegen? Ach ja und war er nicht für den Güterverkehr gedacht gewesen?
Vielleicht wäre es mal besser erst zu wissen was da überhaupt gebaut werden soll…
Solange es in unserem Land immer noch Menschen gibt die mit 350€ im Monat auskommen müssen, darf das Geld nicht für solch einen Schwachsinn hinausgeworfen werden!

Michi

Hallo Michi, nein, das ist keine Propaganda der »Betoniererlobby«. In der Tat sehe ich mich manchmal mit dieser und ähnlichen Kritiken konfrontiert, die aber kein Beitrag zu einer inhaltlichen Diskussion sind. Ich bin für eine basisdemokratische Entscheidung, doch dies schließt einen respektvollen Umgang mit jenen ein, die einen anderen Standpunkt vertreten als man selbst.

Ich habe hier Argumente vorgebracht, die meiner persönlichen Einschätzung nach für einen Ausbau des Bozner Flughafens sprechen. Das wären Vorteile, die gerade nicht den »Großkopfeten« zugute kommen würden – jedenfalls nicht mehr als allen anderen.

– Die Landeshauptstadt scheint mir naturgemäß der beste Standpunkt für einen Flughafen zu sein; sie ist zentral gelegen, und außerdem sollte der Airport eben nicht vor allem etablierten (Winter)Sportgebieten zugute kommen, sondern neue Bereiche fördern; wenn du aber in Bruneck einen Platz findest, kannst du gerne eine Verlegung anregen.

– Die Erweiterung wird gewiss nicht jenen zugute kommen, die mal schnell nach Rom müssen, denn das ist eines der wenigen Ziele, die bereits jetzt – mehr schlecht als recht – erreichbar sind.

– Die Flugplatzerweiterung schließt eine Verbesserung des ÖPNV, wie er zur Erschließung der Täler nötig ist, nicht aus, wie auch die Schweiz beweist. Im Gegenteil, sie macht sie dringender denn je. Dasselbe gilt für den Schienen-Fernverkehr, den die Eidgenossen massiv ausbauen. Doch der wird eine Verbindung nach Moskau, Stockholm, London oder L. A. nicht leicht ersetzen können.

“… das ist keine Propaganda der »Betoniererlobby«…”
Dass dies hinzugefügt werden muss ist ja an sich schon traurig genug! ;) OK genug gestänkert, aber ich bin doch weitgehend geschockt! Mit solchen Beiträgen hätte ich eher auf der SVP-Seite gerechnet…

“…respektvollen Umgang mit jenen ein, die einen anderen Standpunkt vertreten als man selbst…”
Ich weiß, dass du das nicht so gemeint hast, aber andere könnten da böses herauslesen…ich habe jedenfalls niemanden als Person angegriffen, sondern seine legitime Meinung…sollte dies etwa nicht mehr erlaubt sein?

Deine Argumente in Ehren, aber wenn du den Flughafen nur erweitern möchtest um die globale Intelligentia möglicherweise zu uns zu holen, muss ich sagen, dass dies in keinem Verhältnis zu den Leiden der Anwohner und der Umweltverschmutzung steht.
(Am Rande könnte mensch ja auch über Internet oder per Konferenzschaltung arbeiten- dies wäre sofort machbar ohne teuer Dozenten einzufliegen)
Weiters ist eine Landung in Bozen ja weitestgehend Glücksache, bisher jedenfalls.

Ok jetzt haben wir nunmal einen Flughafen, der sich nicht rentiert. Ist es gesichert, dass sich dies durch einen Ausbau ändern würde. Ist uns die Bekämpfung der “Provinzialität” auch soviel wert? Und glaubst du wirklich, dass wir das mit dem Ausbau auch schaffen würden? Aber so wie ich die Mächtigen in diesem Land beurteilen kann, schaffen sie es allein durch ihren Mief alle Renommierten fernzuhalten. Aber naja ich wohne ja nicht am Flughafen…genauso wenig wie du.

Wegen eines Flughafens in Bruneck…das war satirisch gemeint. Werde in Zukunft wohl besser darauf hinweisen, um Missverständnisse zu vermeiden.

“…Die Flugplatzerweiterung schließt eine Verbesserung des ÖPNV, wie er zur Erschließung der Täler nötig ist, nicht aus, wie auch die Schweiz beweist…”
Wenn das dann auch wirklich so ist, wäre dies zumindest ein Trostpflaster! Aber hinter dem ÖPNV stehen leider keine “großen Interessen”. In der Schweiz kann die Bevölkerung wenigstens selbst entscheiden wofür das Geld verschwendet wird…ich gäbe mich da sicher geschlagen wäre das Volk für ABD oder BBT.

So long, Michi

Naja, ich weiß nicht. Die laufenden Kosten, die relative Nähe zu Ibk und Verona und natürlich die ökologischen Gesichtspunkte sprechen meines Erachtens gegen den Ausbau des Flughafens Bozen. Der Bozner Talkessel ist bereits jetzt sehr stark belastet. Da wäre mir Bruneck schon lieber… ;-))) Na, bloß nicht, im Sommer bin ich im Ahrntal.

Kein Flughafen. Bozen soll mit anderen Aspekten der Qualität locken, nicht mit der guten Erreichbarkeit per Flugzeug. Außerdem: Wenn ein Event “in der Peripherie” stattfindet, was dann? Mein Obervintschgauer Verwandter, seines Zeichens Hotelier, träumt schon von einem Obervintschger Flughafen. Platz und flaches Gelände genug gäbe es ja.

Zur Bahn: Zum BBT habe ich auch noch keine vollkommen definitive Meinung. Meine Sorge ist, dass der Bau zu viele Ressourcen abzieht, die in die bestehende Strecke – und vor allem das bestehende Rollmaterial – investiert werden könnten. Studien zeigen, dass nicht nur die Dauer der Bahnfahrt ins Gewicht fällt, sondern in erster Linie die Zuverlässigkeit und der Komfort. Sicher: 120 Minuten für 136 km (BZ – Ibk) sind wahrlich keine Glanzleistung im 21. Jahrhundert, aber etwas Verbesserung dürfte schon noch möglich sein. Ein zentrales Problem ist meiner Meinung (und Erahrung) der Komfort. Dreckige Züge mit unsäglich inkompetentem und dienstleistungsUNwilligem Personal; eine Verpflegung, die mit wenigen Ausnahmen (man mag mich der Austrophilie zeihen, ich liebe aber die ÖBB-Garnitur Val Gardena/Grödnertal) zum Würgen ist, wenig Laptopanschlüsse in den ECs der DB und von – wie heißen sie jetzt? – Trenitalia (fehlen sogar in der ersten Klasse!!!!).

Aus meiner Sicht: Wenn all diese Aspekte sich verbessert haben, von mir aus auch die Riggertalschleife und die Güterzugumfahrung Bozen gebaut ist, die Bahnhöfe sauber und angenehm sind (jo, jo, wie jener Ibks), dann erst sollten wir uns Gedanken über die Notwendigkeit des BBT machen.

Und vielleicht wäre es sinnvoll, zuerst die Zulaufstrecken zu bauen und dann den (oder das) Tunnel. Nur: wer finanziert das ganze Riesenprojekt?

Um Mißverständnisse zu vermeiden: Ich habe natürlich die Cartaviaggio von Trenitalia. Und wenn ich nach Rom sause, pfeife ich auf die engen Sitze, den überfüllten Zug, der von den Pendlern zwischen Fi und Bo gestürmt wird, weil die Pendlerzüge ausfallen und die bereits in Trient schmutzigen WCs.

Im Ernst: Zumindest “wir” sollten versuchen, den Zugverkehr öffentlich auszuschreiben. Hoffentlich gewinnen die SBB.

Dass dies hinzugefügt werden muss ist ja an sich schon traurig genug!

Es muss nicht per se hinzugefügt werden, sondern weil es zu diesem an und für sich unhaltbaren Vorwurf kommt. Und dies ist in der Tat traurig. Unhaltbar ist der Vorwurf auch deshalb, weil der Ausbau ein extrem geringer baulicher Eingriff wäre; während im ganzen Land munter betoniert, zersiedelt und verschandelt wird, konzentrieren sich die Umweltschützer auf diesen Furz von einem Flughafen. Was hingegen die zukünftigen Emissionen betrifft, kann ich die Aufregung schon eher nachvollziehen. Doch ich glaube, dass das diesbezügliche Einsparungspotenzial (durch einen funktionierenden ÖPNV, Mauterhöhungen, Nachtfahrverbote u.v.m.) in keinem Verhältnis zur Belastung durch den Airport steht.

[…] wenn du den Flughafen nur erweitern möchtest um die globale Intelligentia möglicherweise zu uns zu holen […]

Nein, ich möchte den Flughafen nicht nur deshalb erweitern, wie du gelesen hast. Es geht darum, einen Anschluss an die Welt zu haben. Akademikern eine Perspektive zu geben. Wichtige Südtiroler Firmen nicht in die Abwanderung zu drängen. Den Kongress-, Bildungs- und Kulturbetrieb zu fördern.

Und glaubst du wirklich, dass wir das mit dem Ausbau auch schaffen würden?

Mit dem Ausbau allein wahrscheinlich nicht. Doch die Voraussetzungen sind z. T. schon da: Eine engagierte Uni, führende (aber leider noch zu wenig forschende) Betriebe, manch ausgezeichnetes Museum (Museion, Archäologie…), vielbeachtete Messen (v.a. die Klimahaus…) und andere Veranstaltungen (Filmtage, Transart…) mit einem großartigen Entwicklungspotential.

Besonders der Ausbau des ÖPNV wäre noch von zentraler Wichtigkeit – und denke: Wer mit dem Flugzeug kommt, wird hier im Lande nicht mehr viel »emittieren«.

Wegen eines Flughafens in Bruneck…das war satirisch gemeint.

Das hatte ich schon kapiert, keine Sorge.

In der Schweiz kann die Bevölkerung wenigstens selbst entscheiden wofür das Geld verschwendet wird…ich gäbe mich da sicher geschlagen wäre das Volk für ABD oder BBT.

Das sollte uns doch Hoffnung machen: Ich bin ebenfalls für eine Befragung. Das letzte Wort dem Volk. Aber dann sei es mir gestattet, meine Überlegungen vorzubringen, selbst wenn sie gerade nicht dem oppositionellen Mainstream entsprechen.

Bozen soll mit anderen Aspekten der Qualität locken, nicht mit der guten Erreichbarkeit per Flugzeug.

Bozen lockt bereits mit gewissen positiven Aspekten. Doch im Grunde ist die Erreichbarkeit stets ein ausschlaggebendes Argument. Wer will schon – mindestens – doppelt so lang unterwegs sein wie nach Salzburg oder Zürich? Wer plant eine Veranstaltung dort, wo ihm ein Teil des potentiellen Publikums schon aus Zeitgründen wegzubrechen droht?

Mein Obervintschgauer Verwandter, seines Zeichens Hotelier, träumt schon von einem Obervintschger Flughafen.

Im Ernst: Ob nun das Volk oder die Landesregierung entscheidet, mehr als einen Flugplatz wird es nicht geben. Aber wenn für deinen Bekannten schon Bozen in der Ferne liegt, wie entlegen sind dann erst Innsbruck, Verona und München?

Deine Ansichten zu ÖPNV und BBT teile ich zur Gänze, We. Die SBB wären für Südtirol ein Segen! Versuchen wir’s.

Also, dann muss ich mich auch einmal einmischen.
Pérvasion, ich lese deine Seite und deine Beiträge schon seit Jahren und war grosso modo eigentlich immer einverstanden. Ich schätze an dir, dass du nicht davor zurückscheust, auch unbequeme Positionen einzunehmen und sie zu verteidigen. Wie gesagt, bis jetzt kamen mir deine Positionen durchdacht und logisch vor. Was du jetzt zu Flugplatz und BBT schreibst, erscheint mir echt paradox zu sein.

“Wer mit dem Flugzeug kommt, wird hier im Land nicht mehr viel emittieren” – wahrscheinlich, weil die Gäste dann zu Fuß weitergehen? Wenn Wintertouristen aus Edinburgh ankommen, werden sie dann in den allerseltensten Fällen mit der SAD nach St. Ulrich fahren oder mit dem Zug zum Kronplatz. Auch wenn demnächst der ST-Halbstundentakt kommen sollte, ist und bleibt das unrealistisch.
Und welche Art von Touristen sprichst du mit dem Flugplatz an? Sicher keine Qualitätstouristen, die man so gerne haben würde. Dafür sorgen LaudaAir mit Billigangeboten nach Wien und in Zukunft vielleicht auch andere Reiseveranstalter, die mit Pauschalangeboten sicher keine Kulturtouristen, wie man sie sich im besten Sinn des Wortes vorstellt, anlocken.

Ich muss zugeben, ich bin vorbelastet – ich bin Anrainer des Flugplatzes. Ich hätte x Argumente dagegen, auf die ich jetzt verzichte.
Doch am meisten stört mich die Haltung “Solange es nicht vor meiner Haustür ist, passt’s”. Wenn ich bei offenem Fenster Radio höre und ein Flugzeug kommt, muss ich das Radio stets lauter schalten. Das gleiche passiert bei den Sportfliegern, den staatlichen Hubschraubern, den Fallschirmspringern, usw. Soll ich allen Ernstes für einen Ausbau des Flugplatzes sein?
Die leichte Erreichbarkeit, wie du schreibst, ist in meinen Augen ein Alibi. Ein zuverlässiger, komfortabler und effizienter Shuttledienst wäre hier viel eher angebracht, wie andere vor mir schon geschrieben haben.

Man kann sagen, was man will – letztlich werden “wir” dennoch verlieren. Der Flugplatz wird in bester Südtiroler Manier ausgebaut werden, ob Referendum oder nicht. Die Enttäuschung nimmt bei mir ständig zu, obgleich ich politikbegeistert bin. Mehrheitsentscheidungen, indirekte Demokratie, alles OK, als Betroffener wird man allerdings nicht gehört.

Und sollte jetzt der Eindruck entstanden sein, ich sei “fortschrittsfeindlich, Berufsprotestierer, Fundi” oder sonst was – stimmt alles nicht. Ich bin sogar für den BBT (in einer besseren Art+Weise als das jetzt geplant ist), aber das “spare” ich mir für ein anderes Mal auf…

irgendwann wird der UNMUT und das ZUSEHEN zuviel.
“unsere schöne demokratie” ist doch nichts weiteres als eine durch scheinargumenten, desinformation und rhetorischen kunststücken schönpropagierte kleptokratie – oder einfach “Modernes Raubrittertum”.

Mehr direkte Demokratie…

Was in der Schweiz seit den 90er Jahren durch grün-linke “Gutmenschpolitik” alles an Schwachsinn passiert ist, ist unglaublich. Uneingeschränkte Zuwanderung – Masseneinbürgerungen für Ex-Jugoslawen (gezahlt vom Steuerzahler).
Jetzt steht CH vor einem Riesenproblem: Zum einen knapp an die 22% Ausländer, zum anderen die Balkan- und Türken-Parallelgesellschaft.

Die Rechte möchte den Grossteil wieder nach Hause schicken, die Linken möchten noch mehr Einbürgerungen…
Überall wo die Linken drin sind wird die Demokratie unterwandert, es wird elitär von oben runter gesagt was gut ist für die Gesellschaft und wie diese zu empfinden habe.

Siehe letzte Aussagen der SP (“Schweizer macht man sowieso besser über Einbürgerungen” – In der Debatte bzgl. Familienpolitik; “Die Schweizer wissen nicht was gut für sie ist” – Bzgl. den 80% Nein zur Einheitskrankenkasse, besser bekannt als “Demokratiemonster”)

Aber wie sichs für Linke (elitär, hochnäsig und realitätsfern) gehört, wird der Wille der Bevölkerung mit Füssen getreten, denn die nächste Beitritts-Abstimmung kommt so schnell wie möglich nachgeschoben (Letzte Abstimmung Beitritt zur EU: ca. 80% NEIN)

Demokratie könnte so schön sein hier in CH… wenn es die SP nicht gäbe :)

salü zämme

Der Beitritt zur Conföderatio wäre unter bestimmten Gesichtspunkten nicht einmal so abzulehnen. Noch besser wäre es aber, diese Elemente, die “we” aufgezählt hat, bei uns umzusetzen.

Denn WIR brauchen JETZT eine Handhabe gegen unsinnige Projekte und hirnrissiges Verhalten von bestimmten Politikern, denn wir müssen hier und jetzt mit den Auswirkungen von schlechter Politik leben.

Flugplatz ja/nein: Allem voran muss das Thema positioniert werden…

Die Diskussion um den Flughafen hat sich zu einem gordischen Knoten entwickelt. Jedes Argument, ob von Befürwortern oder von Gegnern, scheint die dem Thema zugrundeliegende Thematik ins Abseits zu stellen: Die internationale Anbindung des Wirtschaftss…

[…] »Landesgesetz zur Verminderung des Flugverkehrs«. Diese Vorlage verdient hier eine gesonderte Behandlung, da sich dafür nicht direkt eine Empfehlung aus den BBD-Grundsätzen ableiten lässt. Ich persönlich empfehle hier mit NEIN zu stimmen, da ich der Meinung bin, dass Südtirol zusätzlich zu einem starken und funktionierenden Bahn- auch ein passendes Flugangebot benötigt. Begründet habe ich das hier. […]

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