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Sparen am falschen Ende.

Jetzt weiß ich es ganz sicher: das mit den Einsparungen im Bildungsbereich kann leider doch kein Zufall, kein Versehen gewesen sein. Sonst würde die Landesregierung jetzt nicht auch noch — im Laufe einer Pandemie — an Sozialorganisationen wie jenen für die Alzheimer- und Parkinsonkranken sparen. Das passt perfekt zusammen und ist genauso unerhört.

Es geht jeweils um wenige tausend Euro, die für die betroffenen Vereine einen enormen Unterschied machen, die aber im Landeshaushalt kaum auffallen werden. Vermutlich hätte man die Beiträge sogar verdoppeln können, ohne die Bilanz zu gefährden.

Gleichzeitig werden den üblichen Verdächtigen weiterhin Millionen in den Allerwertesten gepumpt. Klar, auch sie haben es nach den Lockdowns nötiger als zuvor, doch es steht in keinem vernünftigen Verhältnis.

Umso verantwortungs- und stilloser: die Kürzungen kamen für die ohne Gewinnabsicht arbeitenden Organisationen — wie sie übereinstimmend beklagen — sogar unbesprochen und unangekündigt.

Vielleicht war schon was anderes kein Zufall: die Koalition der SVP mit der menschenfeindlichen Lega. Die jetzigen Maßnahmen, diese bestürzende Prioritätensetzung, passen jedenfalls genau ins Bild.

Es macht mich sprachlos, traurig… und wütend.

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2 replies on “Sparen am falschen Ende.”

da wird die SVP-SogenannteVolksPartei von heute, noch allerhand bereit halten, auch ohne Lega …

Man hätte die Beträge auch verhundertfachen können ohne den Landeshaushalt zu gefährden. Es zeigt sich, wie bereits verstärkt in den letzten 2-3 Jahrzehnten, dass die “Volkspartei”, die früher eher noch ein Ohr für die sozial Schwachen hatte, sich längst schon davon entfernt hat.
Dabei warnt z.B. Caritas seit mehr als 10 Jahren vor einer Spaltung der Südtiroler Bevölkerung in Arm und Reich, die demographische Entwicklung, Zuwanderung, die horrenden Immobilien- und Lebenshaltungspreise und die niedrigen Löhne werden diese beunruhigende Entwicklung beflügeln. Die soziale Frage wird DAS Thema der Zukunft und BBD ist herzlich eingeladen hier nicht locker zu lassen.
Im Prinzip darf sich Herr/Frau Südtiroler jedoch nicht beschweren, da die Oppositionsparteien schwach sein mögen, jedoch ein breit gefächertes Spektrum bieten. Und wer mit den Maßnahmen der Gruppierung, die seit 70 Jahren die Geschicke des Landes (und in letzter Zeit mehr schlecht als recht) leitet, nicht einverstanden ist, soll und muss auf der anderen Seite das Kreuzchen machen, sonst darf er sich danach auch nicht beschweren.
Zur Allianz mit der Lega ist eigentlich eh schon alles gesagt. LH Kompatscher hat hier, wie in anderen Fällen auch, seine Führungsschwäche erkennen lassen. Und wenn eine deutsche Partei, die für Minderheitenschutz und christliches Weltbild eintritt, aber mit einer faschistoiden Lega koaliert, spricht das für ihren Niedergang. Das Dilemma der SVP mit der Lega zeigt sich auch im aktuellen Savoi-Fall, bei welchem z.B. eine Frau Oberhammer (SVP und Frauenrechtlerin) sich in Schweigen hüllt, obwohl sie bei weitaus kleineren Fällen stets das Wort ergreift.

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