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BBD

Bhf. Franzensfeste.

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Ja, wir sind ein mehrsprachiges Land… und ja, wir sind eine beneidete Modellautonomie.

Siehe auch:
Discriminaziun Mobilität Plurilinguismo Recherche Service Public Sprachpfusch Verbraucherinnen Vorzeigeautonomie | Bilinguismo negato Italianizzazione | | | Südtirol/o | RFI | Deutsch

11 replies on “Bhf. Franzensfeste.”

Sich über die manchmal noch fehlende Zweisprachigkeit zu beschweren ist eine Sache, aber über die eher unbedeutenden Fehler in den deutschen Texten der italienischen Eisenbahn oberlehrerhaft sich zu mokieren, ist meiner Meinung nach, ein Schlag unter der Gürtellinie. Seid froh, dass viele Italiener schon so weit sind und manche von ihnen sprechen und schreiben sogar viel besser Deutsch, als manche von Ihnen. Ich bin kein Italiener und ich hoffe aber, dass mein Kommentar jetzt für alle Eingebildeten Deutsch genug ist.

Eigentlich ist es mir ziemlich egal, von wem diese (miserablen) Übersetzungen stammen – meinetwegen gerne von einem Südtiroler deutscher Muttersprache. Tatsache ist aber, dass die Bahn einen gesetzlichen Auftrag zur Zweisprachigkeit hat, dem sie viel zu oft gar nicht, und wennschon mehr schlecht als recht nachkommt. Das ist eine Schande, und spiegelt im Übrigen die allgemein schlampige Unternehmenskultur dieses Betriebes wieder.

In der Schweiz schaffen es die SBB CFF FFS (Schweizerische Bundesbahnen – Chemins de Fer Fédéraux – Ferrovie Federali Svizzere!), in jedem Kanton sämtliche Informationen korrekt in der dort offiziellen Sprache zur Verfügung zu stellen; wahrscheinlich bedienen sie sich „sogar“ eines Übersetzers. Schon mal über diese exotische Möglichkeit nachgedacht, Trenitalia??????????????

Und, Tirolensis: Ich werde mich bestimmt nicht über deine Fehler mockieren – du bist ja kein Übersetzer. Ein öffentlicher Betrieb dagegen muss sich (i. d. F. meine) Kritik schon gefallen lassen.

@ pérvarsion. Ich habe gerade im Wörterbuch der deutschen Sprache nachgeschaut und das Wort „mokieren“ schreibt man eben so und nicht anders, d.h. nicht mit „c“, nämlich „mockieren“. Genauso ist es mit“ß“, dass man überall im deutschsprachigenraum mit „ss“ jetzt schreiben darf. Also, auch ich will nicht deine Fehler ausbessern, aber stiftet bitte keine sprachliche Verwirrung auf der Seite der „Brennerbasisdemokratie“, indem man eigene Regeln der deutschen Sprache einführt. Deine Kritik ist vieleicht in diesem Fall berechtigt, aber übertrieben, würde ich meinen. Man muss doch den guten Willen der Italiener zur Zweisprachigkeit in diesem Fall honorieren. Es hat sich doch jemand bei Trenitalia brav bemüht diese Bestimmung einzuhalten, und es ist eben nich ganz perfekt geworden, aber so gut wie, was soll´s. Italien ist meistens eben nicht perfekt und sehr oft in vielen Bereichen herrscht dort ein kreatives Chaos, daher ist es sinnlos Italien als Vorbild die Dreisprachigkeit der perfekten und oft langweiligen Schweiz vorzuhalten. Südtirol ist aber nicht Italien, von der Staatszugehörigkeit abgesehen. Ich würde mich in erster Linie um solche Fälle kümmern, wo jemand ganz bewusst und frech diese Bestimmungen der Mehrsprachigkeit in Südtirol ganz umgeht. Die Südtiroler haben selbstverständlich das Recht auf Zweisprachigkeit und man muss es auch umsetzen können. Würde das Land die ganze Kontrolle über alle Bahnhöfe in Südtirol übernehmen, dann würde sich das aufhören mit der Einsprachigkeit bei Trenitalia. In Österreich habe ich auch manchmal schlecht übersetzte Texte auf Italienisch gelesen. Die Italiener nehmen es mit Humor und wissen es zu schätzen, dass jemand dort sich die Mühe macht die Gäste in ihrer Muttersprache in den öffentlichen Einrichtungen, oder in den Broschüren anzusprechen.

Ganz richtig – auch ich bin nur ein Mensch und auch ich mache Fehler. Selbst Schriftsteller, Übersetzer, Journalisten brauchen Lektoren.

Was aber nicht geht, ist, dass ein Unternehmen, das zur Zweisprachigkeit verpflichtet ist, diese Verpflichtung systematisch umgeht, u. z. mit fehlenden und/oder unbrauchbaren Übersetzungen. Ein Vergleich mit Österreich hat keinen Sinn, denn in Südtirol ist Deutsch nicht wie dort ein zusätzlicher Dienst für Touristen, sondern die am meisten gesprochene – und nicht zuletzt eine offizielle – Sprache. Die man demnach auch nicht als Anhängsel behandeln darf. Es geht eben nicht um den »guten Willen« der Italiener, sondern um ein gesetzlich verbrieftes Recht, das umgekehrt auch vor deutscher Einsprachigkeit schützt.

Im Übrigen stimmt die von dir genannte Eszett-Regelung so nicht. Das erinnert mich daran, dass ich schon lange einen Nachruf auf das »scharfe S« schreiben wollte, was ich in nächster Zeit nachholen wollte.

[Achja, gelangweilt habe ich mich in der Schweiz eigentlich nie, bei pünktlichen, sauberen Zügen und ebenso pünktlichen Informationen in einer klaren und verständlichen Sprache. Gelangweilt habe ich mich zuletzt jedoch am Bahnhof Bozen, in Erwartung eines zunächst mit 60, dann 75 Minuten verspäteten Eurocity-Zuges.]

Geschätzter Pérvasion,

bist Du „the Observer“?

Wenn ja (also: falls das zutreffen sollte), möchte ich Dir bei dieser Gelegenheit auch gleich mitteilen, wie ich auf diesen Gedanken gekommen bin.

Es ist sehr wohl möglich, dass ich mich täusche… „Systemimmanenz“… hmm…

„Italien ist meistens eben nicht perfekt und sehr oft in vielen Bereichen herrscht dort ein kreatives Chaos, daher ist es sinnlos Italien als Vorbild die Dreisprachigkeit der perfekten und oft langweiligen Schweiz vorzuhalten. “

Die Schweiz ist viersprachig, Südtirol dreisprachig :-)

Bitte leiten Sie jetzt noch die Pünktlichkeit Schweizer Züge von dubiosen Sekundäreigenschaften ab ( zB diese Pünktlichkeit ist eher ein Beweise der Verkniffenheit der Eidgenossen)

Ach übrigens: ist Ticino una terra irredenta? :-)))))

Die Schweiz ist fünfsprachig, Schwizerdütsch ist Heute schon eine eigene identitätsstiftende Landessprache. Ticino ist vieleicht in den kranken Hirnen der italienischen Irredentisten oder Faschisten eine Terra irredenta. Wer weiss, vor denen ist ja niemand sicher. Neurlich habe ich von dieser Seite gehört, wenn die Südtiroler mit ihren Selbstbestimmungumtrieben nicht bald aufhören, dann gibt es einen neuen Marsch auf Innsbruck und ganz Tirol als terra iredenta gehört Italia, auch eine Möglichkeit der Landeseinheit. Die Züge in der Schweiz sind wirklich sehr sauber, sauberer und pünktlicher als z.B. in Österreich. Ich reise oft und viel. Die italienischen Züge wecken bei mir, vor allem was die Sauberkeit betrifft, die Assoziazionen mit Südost Europa oder Nordafrika. Eine tiroler Tageszeitung hat einmal berichtet, dass man sich in den Zügen von Trenitalia aufgrund der mangelnden Hygiene ( kostet viel Geld), vor allem im Sommer alle möglichen Hautkrankeiten zuziehen kann, darüber hinaus Mitbringsel, wie Wanzen oder Läuse einhandelt. Ob das stimmt, weiss ich nicht. Sollte es der Fall sein, dann müsste man die Passagiere in beiden Sprachen auf Schildern oder in Flugzetteln davor warnen. Dafür ist aber sicher kein Geld bei Trenitalia vorhanden. Mein Beitag war jetzt humoristisch gemeint, bitte nicht jedes Wort auf die Goldwage legen, auch wenn die geschilderten Fakten angeblich belegt sind und der oft genug herrschenden traurigen Wirklichkeit bei Trenitalia entsprechen würden.

Hey,

tut mir leid – habe bloss laut gedacht. Beziehe mich auf das stol-Forum. „Teleobjektiv“ hat dort http://www.stol.it/community/forum/beitraege.asp?move=6&t=1375&SID=8392157594658082247
seinem Sprachfetischismus freien Lauf gelassen, doch das Niveau war etwas… na ja, lies selbst, wenn du Zeit hast.

Dass es sich um „König L.“ handeln könnte, ist die wahrscheinlichste Annahme.

I’m sorry ;-)

P.S.: Neuigkeiten bezüglich der Google-Petition?

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