Rück-Schrittmacher.

Vor rund einem Jahr hatten wir die Entwicklung beanstandet, ganze Tourismusregionen in Südtirol — ohne demokratische Mitbestimmung — der nationalstaatlichen Logik folgend nur noch mit dem italienischen (meist während des Faschismus aufoktroyierten) Namen zu vermarkten.

Eines der damals genannten Negativbeispiele war das Hochpustertal, welches sich selbst deutschen Gästen nur noch als Sextner Dolomiten – Alta Pusteria präsentierte. Der in politischen Sonntagsreden verkündeten Absicht, Grenzregionen (wie das Osttiroler und das Südtiroler Hochpustertal) zusammenwachsen zu lassen, steht dies sogar diametral entgegen.

Die heurige Werbekampagne an Südtirols Bushaltestellen geht sogar noch einen Schritt weiter. Auch die Sextner Dolomiten werden jetzt sprachübergreifend nur noch als Dolomiti di Sesto bezeichnet:

Die Tourismusvereine setzen ihre Italianisierungsarbeit also unbeirrt fort. Die Entwicklung schreitet — dem subjektiven Eindruck nach — sogar so schnell voran, wie nie zuvor seit Ende der faschistischen Ära. Dies, während man sich andernorts längst auf die eigenen Wurzeln und auf Authentizität besinnt .

Außendarstellung Grenze Kunst+Cultura Mitbestimmung Ortsnamen Politik | | | | | |
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