CasaPound als Gesprächspartner.
Weitere Legitimierung der FaschistInnen durch die Medien

Der Corriere berichtet in seiner heutigen Südtirolbeilage über eine Gewalttat, die sich gestern vor dem Postamt von Bozen-Oberau zugetragen haben soll: Eine ältere Frau sei nach einer Auseinandersetzung von einer jungen Farbigen subsaharianischer Herkunft (!) niedergestreckt worden und musste deshalb im Bozner Spital versorgt werden. Die Täterin sei von der Polizei gefasst worden und müsse mit einer Anzeige wegen Körperverletzung rechnen.

Und wen lässt ein »seriöses« Blatt zu Wort kommen, um den Vorfall zu kommentieren? Richtig: Die rechtsextremistische CasaPound (CPI). Lang und breit zitiert Silvia Fabbi, Autorin des Zeitungsartikels, CPI-Mitglied Michael Sini. Wer wäre auch besser geeignet, eine Gewalttat zu beurteilen, als das Mitglied einer schon öfter als Schlägertruppe in Erscheinung getretenen Partei?

Natürlich präsentiert denn CPI den Artikel auch stolz auf der eigenen Facebookseite. Berichte wie dieser tragen dazu bei, das Zerrbild zu verbreiten, die Faschisten des dritten Jahrtausends könnten zur Lösung von Gewaltexzessen beitragen. Dabei würde man nur den Bock zum Gärtner machen.

Siehe auch: [1] [2] [3] [4] [5]