Hammer-Erdbeeren aus A. Adige.

Als ich letzthin bemerkte, dass Erdbeeren aus dem Martelltal ausschließlich mit der einnamigen AA-Version des Südtiroler Qualitätszeichens (Abbildung rechts) zum Kauf angeboten werden, war ich zunächst verblüfft. Dass es zum Beispiel auf Südtiroler Milchprodukten normalerweise »Qualità Südtirol« und fast nie »Qualität Südtirol« heißt, ist nichts Neues. Italienerinnen mögen schlau sein, aber sicher nicht so schlau, dass sie das Wort »Qualität« als »qualità« interpretieren könnten.

Nun also »Qualità A. Adige«. Da fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren: Klar doch, in Martell hatte sich bei der letzten Volkszählung erstmals niemand der italienischen Sprachgruppe zugehörig erklärt. Da ist man umso mehr gefordert, die eigene Italianità zu unterstreichen, die bekanntlich zwingende Voraussetzung ist, um eine Erdbeere zu verkaufen. Was böte sich da besseres an, als sich dem unangefochtenen Meister des Faches — Ettore Tolomei selbst — anzuvertrauen, die deutschsprachige Marteller Bäuerin nach A. Adige zu versetzen und somit der Tiroler Erdbeere reißenden Absatz zu verschaffen?

Passend dazu: Das Rezept für Val Martello strawberry jam mit sun-ripened Val Venosta strawberries auf der Homepage der Obstgenossenschaft:

Siehe auch: [1] [2] [3] [4] [5] [6]