Vor gut einem Monat hatte mich bereits ein Leser darauf hingewiesen, heute konnte ich mich mit eigenen Augen davon überzeugen: Im Zuge kürzlich durchgeführter Bodenmarkierungsarbeiten in Mühlbach wurde auf die deutsche Sprache gepfiffen.
Mehrere »reservierte« Parkplätze hat man einfach mit dem einsprachig italienischen Hinweis riservato versehen:
Zu verantworten hat diese — wohl illegale — Marginalisierung der Minderheitensprache nicht der Podestà, sondern die Gemeindeverwaltung unter Bürgermeister Heinrich Seppi (SVP). Laut Sprachgruppenerhebung von 2024 machen die deutschsprachigen Einwohnerinnen von Mühlbach 93,54 Prozent aus.
Das ist übrigens jene Gemeinde, wo man sich so (pseudo-)sprachsensibel gibt, dass man der Tourismusbezeichnung Gitschberg-Jochtal unbedingt ein einnamig italienisches tolomeisches Rio Pusteria hinzufügen musste.
Seit die einsprachige Bodenmarkierung angebracht wurde, ist über ein Monat vergangen. Für eine Korrektur wäre also Zeit genug gewesen.
Cëla enghe: 01 02 03 04 05 06 07 08 09


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