Poste: meglio chiuse che sudtirolesi.

Sembra questa ormai la massima del governo centrale, applicabile ai contesti più svariati. Da mesi il governo sudtirolese sta proponendo invano a Roma di assumersi l’onere della distribuzione postale, in attuazione di un meccanismo previsto dall’accordo di Milano: contribuire al risparmio attraverso l’assunzione di nuove competenze. Ora apprendiamo che invece saranno chiusi ben tredici uffici postali, ad Antholz, S. Paolo (Appiano), Sulden, Oberbozen, Sinigo, Kardaun, Girlan, Blumau, St. Johann (Ahrntal), Deutschnofen, Reschen, Steinegg, Stelvio. Assieme alla chiusura, ormai quasi certa, delle sezioni distaccate del Tribunale e a quella prevista, ma per ora sventata, dei piccoli ospedali, si tratta di un contributo alla cannibalizzazione della qualità  della vita nei centri minori.

Così, invece che a un risanamento, stiamo assistendo alla distruzione, giorno dopo giorno, di un tessuto economico funzionante. Sono di oggi le notizie che in Sudtirolo, rispetto al 2011, sono aumentati in maniera preoccupante sia la disoccupazione, sia i fallimenti aziendali.

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12 replies on “Poste: meglio chiuse che sudtirolesi.”

Und wieder werden Postämter geschlossen. Damit werden nach und nach die Lebensqualität und Arbeitsbedingungen in ländlichen Gegenden verschlechtert, ein Thema, das in Südtirol ganz zentral sein muss. Ganz nebenbei zeigt sich auch, was geschieht, wenn man öffentliche Dienste liberalisiert: Nach rein ökonomischen Gesichtspunkten lohnt es sich betriebswirtschaftlich nicht, Services flächendeckend anzubieten. Volkswirtschaftlich sähe die Rechnung aber oft anders aus.

Es gäbe auch betriebswirtschaftlich interessante Lösungen, wenn man ein wenig Kreativität walten ließe. In kleinen Gemeinden könnten die Postdienstleistungen, so wie in anderen Ländern teils schon der Fall, durch eine Papierwarenhandlung, den örtlichen Lebensmittelladen oder einen Gastbetrieb durchgeführt werden.
Nur, wenn ein Südtiroler Betrieb mit einem staatlichen Monopolisten mit so einer Idee in Kontakt tritt, gibt er im Wirrwarr der Bürokratie und dem latenten Gefühl, dass Südtiroler Betriebe dort sowieso ausgebootet werden, eh bald wieder auf und investiert seine Zeit für andere Ideen.
Was das “ausbooten” betrifft, spreche ich aus Erfahrung. So haben sich z.B. am Bahnhof Bozen auch Südtiroler Betriebe um eine Anmietung von Räumlichkeiten für das Restaurant oder eine Bäckerei bemüht. Aber lieber vergibt Centostazioni seine Räumlichkeiten einer nationalen Kette, die dann Personal einsetzt das kein Deutsch spricht. Südtiroler Produkte oder andere regionale Bezüge sucht man deshalb am Bahnhof Bozen vergeblich.

das problem ist in der tat weder italien- noch südtirolspezifisch. die postämterdiskussion gibt es in nord- und osttirol seit bald einem jahrzehnt oder noch länger. unzählige wurden geschlossen. in einigen jedoch – wie auch von niwo erwähnt – so genannte postpartner-stellen eingerichtet – in lebensmittelläden usw.

Mir ist bewusst, dass das Problem weit verbreitet ist, übrigens nicht nur im Bereich der Post, sondern bei vielen privatisierten Dienstleistungen von öffentlichem Interesse. In diesem Fall hätte es aber mit der Übernahme der Postzustellung durch das Land (als es noch Geld hatte, scheint eine Ewigkeit her) eine Lösungsmöglichkeit gegeben.

P. S.: Wann kommt eigentlich unser neoliberaler B.- und erklärt uns, dass es viel effizienter und produktiver sei, diese Dienste zu privatisieren, Filialen zu schließen, Stellen zu streichen und im Übrigen die Bergdörfer endlich verfallen zu lassen? ;)

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