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Sextner Ökoismus.

Die Gegner neuer Skipisten, Liftverbindungen und touristischer Übererschließung haben in der Ökologie, im Landschaftsschutz, in der Nachhaltigkeit ausgezeichnete Argumente.

Das reicht offenbar nicht. Wie die Tageszeitung A. Adige heute berichtete, ließ sich Hans Peter Stauder, Frontmann der Sextner Bürgerliste und grüner Landtagskandidat, eine ganz besondere Begründung einfallen, warum ein Zusammenschluss des Helm-Skigebiets mit Osttirol nicht in Frage komme: Die Gäste würden dann vor allem »in Österreich« übernachten, wo alles günstiger sei, und »auf unseren Pisten, auf unserer schönen Bergseite« skifahren.

Hoch lebe die Euregio, der stets beschworene »europäische Geist« und die angebliche Grenzenlosigkeit.

Siehe auch:

Ecologia Grenze Medien Nationalismus Tourismus Wirtschaft+Finanzen | | | AA | Nord-/Osttirol Südtirol/o | EU Euregio Vërc | Deutsch

4 replies on “Sextner Ökoismus.”

Hoch lebe die Euregio und hoch lebe der stets beschworene »europäische Geist«.

… und die unsichtbare Grenze.

Die Gäste würden dann vor allem »in Österreich« übernachten, wo alles günstiger sei, und »auf unseren Pisten, auf unserer schönen Bergseite« skifahren.

Nicht nur das, auch das Skigebiet auf Osttiroler Seite wäre attraktiver und ausbaufähiger als das auf Südtiroler Seite, nur die Südtiroler wollen das nicht wahrhaben (zugeben?)
Und bitte nicht vergessen: Die Osttiroler würden die Südtiroler geradezu in die Arme schließen, obwohl sie selber wesentlich mehr in den Zusammenschluss am Helm einbringen können. Profitieren würden aber beide, die Osttiroler etwas mehr, weil sie ein günstigeres Angebot dem Gast verkaufen können. Alles nichts weiter, als purer Neid auf den anderen Mitbewerber um Feriengäste.
Und bitte nicht vergessen: Die Feriengäste fahren seit Jahren schon nicht nur wegen des Skifahrens und weil dort alles billiger ist, lieber nach Osttirol … aber das ist eine andere Geschichte … Frage: warum sind die Osttiroler überall herzlich willkommen und überaus gefragte Arbeitnehmer, während man die Südtiroler lieber von hinten sieht?

Schade und unglaubwürdig wenn derart abstruse Argumente vorgebracht werden. Es gäbe genügend hochkarätige ökologische und volkswirtschaftliche Einwände gegen dieses Projekt. Was wird thematisiert? Ein möglicher Abfluss an Kaufkraft zu unseren Landsleuten im Osttiroler Pustertal. Die Europaregion der Sonntagsreden läßt grüßen. Vielleicht findet der Projektgegner Stauder ja bei unseren selbsternannten Marketingexperten aus alta pusteria, die sich krampfhaft vom Osttiroler Pustertal abgrenzen möchten und in Winnebach, an der nicht mehr existenten Grenze, den Eingang ins Pustertal markieren möchten, unerwartet Gehör.

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