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Berufsnationalismus.

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Foto: LVH.

Staatlichkeit sei auch heute noch sehr attraktiv, gab Politis-Gründer Thomas Benedikter vor nicht allzu langer Zeit hier im Blog zu bedenken. Man brauche sich nicht über separatistische Tendenzen zu wundern, wenn viele Rechte auch weiterhin nur Staaten vorbehalten sind. Diese Aussage lässt sich herunterbrechen auf vergleichsweise unbedeutende Veranstaltungen wie die Berufsweltmeisterschaft (World Skills), deren aktuellste Ausgabe gerade im brasilianischen São Paulo zu Ende gegangen ist. Bislang hatten Südtirolerinnen und Südtiroler als »Team South Tyrol« an der Veranstaltung teilgenommen, diesmal jedoch war man gezwungen, als Team Italy an den Start zu gehen. Ob der italienische Staat dafür gesorgt hat oder der Veranstalter, kann ich nicht sagen und ist zum Zwecke dieses Beitrags ziemlich unerheblich. Was zählt, ist dass es als kleiner Mosaikstein zur Attraktivität von Eigenstaatlichkeit beiträgt, wenn die vorherrschende nationale (und nationalistische) Logik regelmäßig regionale Vielfalt und Sensibilitäten ver- und überdeckt, indem sie in ein gleichmacherisches »nationales« Korsett gezwängt werden.

An das offenbar sehr erfolgreiche Südtiroler Team geht meine Gratulation.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/

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13 replies on “Berufsnationalismus.”

Unsere Vertreter bei den World Skills in Sao Paolo gingen als Team South Tyrol- Italy an den Start, nicht als Team Italy.

Bei 2:23 kann man es sehen….

Auch von mir natürlich meine Glückwünsche…

Ein gutes Beispiel für mediale Manipulation was der AA da macht. Einfach aber langfristig effektiv wenn man es einfach so hinnimmt…

… es ist wie bei der Frage um die doppelte Staatsbürgerschaft!
Wann beginnt man endlich die nationalen Schubladen zu zu lassen?!
Da wäre Sao Paulo der richtige Anlass gewesen – mit der “Südtiroler Tiroler-Fahne” endlich einfach die EUROPA-Fahne zu schwenken! – WER KÖNNTE DA ETWAS DAGEGEN HABEN ? !
Reicht das Gedächtnis und der Schneid dazu? Bei den Politikern, beim LVH, und immer dort, wenn eine “ITALIEN-Mann/Frauschaft” nur aus SüdtirolerInnen besteht und trotzdem meinen, ohne Trikolore geht´s nicht ? !

… man darf wirklich gespannt darauf sein, wann und ob überhaupt je einmal zu erfahren sein wird, warum die Trikolore so eifrig, wie nach Regieplan gezeigt, geschwungen wurde.
Das diese offensichtlich auch in Maretsch “dabei” war, zeigt wie krank Südtirol ist und ob es nicht besser wäre, die Bezeichnung AltoAdige/Hochetsch einzuführen, denn um Südtiroler zu sein müsste man schon Tiroler sein ! !

Krank ist ein gräßliches Wort, ProEuregio. Jeder darf die Flagge schwenken, die er will! Aber das war hier nicht möglich, Südtirol wird nicht als Südtirol akzeptiert, es muss sich als zu einer Nation angehörig ausgeben.

… ebenso würde ich die Tiroler Grünen und die weiteren Mandatare im Nationalrat bitten, sich “gleichzeitig” und nachhaltig dafür einzusetzen, daß wer will, den einfach “nur” Europäischen Pass bekommt ! !

Wenn die Grünen jetzt schlau wären, würden sie das Gante mit einer generellen ermöglichung der doppelten Staatsbürgerschaft verbinden..
Und gleichzeitig die europäische fördern.

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