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»Überraschende« Entdeckung.

Tofles dl CAI.

Was bisher — vom CAI und von anderen AVS-Anklägern — unterschlagen wurde: Auch der italienische Alpenverein nimmt es mit der Mehrsprachigkeit und -namigkeit nicht so genau. Wie in Val Badia, wo zum Teil einsprachig italienisch (s. Abbildungen), zum Teil italienisch-deutsch, in den seltensten Fällen ladinisch beschildert wird.

Deshalb einige Fragen an den CAI:

  1. Wie sitzt es sich im Glashaus?
  2. Wie will man den Nationalismus-Vorwurf von der Hand weisen, wenn diese Beispiele zeigen, dass es dem CAI offensichtlich nicht um Mehrsprachigkeit, sondern um Italianisierung geht?
  3. Darf man es hinterfotzig nennen, in der Öffentlichkeit für »Respekt« zu werben, den man anderen selbst nicht gewährt?
  4. Wie schaut es denn mit der vielbeschworenen Sicherheit aus? Gilt die nur für Italienerinnen?
  5. Wo bleibt das Autonomiestatut, auf das sich der CAI beruft? [Wo das Einschreiten des Präfekts?]
  6. Historische Einnamigkeit nein, tolomeische Einnamigkeit ja?
  7. Wollen wir diese Bilder dem CAI-Dossier für Innenminister Maroni hinzufügen?

Ich freue mich auf eine Antwort.

Siehe auch:
Nationalismus Ortsnamen Plurilinguismo Politik Recherche | Italianizzazione | Ettore Tolomei Roberto Maroni | | Ladinia | AVS CAI Regierungskommissariat | Deutsch

67 replies on “»Überraschende« Entdeckung.”

Man sollte halt die Klappe nicht so weit aufmachen, wenn man selbst nicht besser ist. Es würd mich wundern was der Cai gefressen hat, dass er plötzlich so aggressive Töne anschlägt.

mich wundert ein bischen, dass das erste schild anscheinend zweisprachig ist, alle anderen nicht. kann es sein, dass die bezeichnungen nur ladinisch sind. kann da jemand etwas dazu sagen, der die sprache beherrscht oder kennt?

Nein, Corvara heisst auf deutsch Kurfar (auch wenn kaum mehr verwendet) und auf ladinisch Curvea. Dieses Schild ist also auch einsprachig italienisch.

Der Cai soll sich was schämen, aber eine Entschuldigung, Eingeständnis oder ein mea culpa ist von dieser Seite sicher nicht zu erwarten…

…gleichlautend?
Ich war und bin der Meinung Corvara hiesse auf deutsch Kurfar…
Die Werbefritzen wissen es offensichtlich auch!
Google mal nach Kurfar…

@pérvasion
danke für die info. es handelt sich hier also eindeutig um das gleiche „problem“….wäre wirklich interessant zu wissen was der CAI dazu zu sagen hat

Curvea ist grödnerisch. Soll hier also nicht zur diskussion stehen, es ist klar dass die Gadertaler Corvara auf ihre Schilder haben wollen.

In una versione radicale del rispetto del plurilinguismo e delle minoranze, quindi, dovrebbero trovare posto tutti questi nomi: Curvea, Corvara, Corvara (ripetuto) e Kurfar. Lo so, è una cazzata. Ma continuando a discutere ci si arriva.

@gadilu: Das wäre die logische Konsequenz des aktuellen Systems und der Forderung des Cai. Alternativ könnte man den ganzen Ballast an Exonymen auf ein Minimum reduzieren (Städte und größere Orte, Flüsse…).

@carlo: Und du glaubst der AA ist interessiert den Cai zu entlarven?

@gadilu: Netter Sarkasmus. Trotzdem: Sind vier Ortsnamen für dich kein Ballast? Wir können ja an jeder Ortseinfahrt ein Totem des „Respekts“ aufstellen mit allen sprachlichen und dialektalen Varianten, Exonymen, Erfindungen und sonstigen Kasperiaden. Brixen – Bressanone – Porsenù – Persenon – Prichsna – Prix’n – Brixen am Eisack – Bressanún – Brixia. Vielleicht fallen dir noch ein paar mehr ein.

Die ladinischen Gemeinden könnten ja die Exonyme sofort abschaffen, ohne Änderungen am Statut. Und auch für die übrigen Ortsnamen muss eine Lösung gefunden werden. Die hier diskutieren anerkennen nicht alle das Autonomiestatut als letzte aller Wahrheiten, ganz wurscht wieviel Häme du dafür übrig hast.

@gadilu
il proverbio sarà  inflazionato ma rende benissimo la situazione. il problema non è più il sacrosanto tri-linguismo dei segnavia, ma è stato trasformato nel fatto che il CAI ha installato (chissà  quanto tempo fa) in Val Badia alcuni cartelli monolingui. questo secondo gli stolti (del proverbio) lava la coscienza dell’AVS e dei vari TV che recentemente di cartelli monolingui ne hanno installati quasi 60.000 (sessantamila!!!sechzigtausend!!!). sembra di essere tornati ai tempi di tangentopoli quando i socialisti e i democristi si discolpavano con la motivazione che tanto i soldi li prendevano tutti…

@alexander
für mich diese Wegschilder sind absolut „sbagliato cartello“.
die Wegmarkierung muss immer dreisprachig sein (wenn die gebrauchten Toponyme schon existieren), ohne Ausnahmen!

Cerco di ridurre il mio sarcasmo al minimo. Il punto è che riesco ancora a guardare a queste cose „da fuori“ e, devo dire, per questo trovo tutte queste discussioni sulla toponomastica a dir poco tediose.

L’AVS ha installato cartelli monolingui in alcune zone, come lo stesso CAI ha scritto nella sua bellissima relazione per il ministro Maroni — e non 60.000. Insomma, la situazione è quella di sempre, alcune sezioni hanno optato per il mantenimento di Tolomei, altre no, altre ancora hanno operato una scelta. Sicuramente gli eccessi andavano condannati, ed io non ho esitato a farlo. Ma allora, onestamente, vanno condannati gli eccessi di tutti, ma vedo che la disponibilità  a farlo manca. Inoltre ti garantisco che i cartelli monolingui o al massimo bilingui (italiano-tedesco) riguardano gran parte della Val Badia; chi non si accontenta di un compromesso (proposto dall’AVS) ma chiede l’italianizzazione delle montagne fino all’ultima pietra (rispettando alla lettera lo spirito di Tolomei) non può permettersi qualcosa del genere, salvo accettare di venir tacciato di nazionalismo e colonialismo.

@ gadilu
salvaci dal tedio e suggerisci la tua soluzione (possibilmente realistica e praticabile). beato te che riesci ancora a vedere queste questioni da fuori. io invece mi ci sento tirato dentro fino al collo controvoglia (vorrei assolutamente occuparmi di altro…me ne sbatto di tolomei, dei pubblici schèi, di simeoni e i suoi farisei…ma non riesco a sbattermi la dignità  di sudtirolese autonomista di lingua italiana sotto le scarpe).
mi sembra importante semplicemente per sentirmi bene in casa nostra (al contrario di te non amo molto la condizione di etranger sempre e comunque…)
danke!

@pervasion
sinceramente la sistematica eliminazione dei toponimi ladini mi da ancora più fastidio di quella dei toponimi italiani e tedeschi. ma chi „chiede l’italianizzazione delle montagne fino all’ultima pietra (rispettando alla lettera lo spirito di Tolomei)“???

Sehr interessant! Auch die Fragen an den CAI! Warum wird aber die Öffentlichkeit von Euch nicht darüber informiert? Warum macht Ihr keine Pressemitteilung dazu?

Eure Beiträge sind gut und interessant, doch nur „Eingeweihte“ finden Eure Seite!

Macht ja weiter!!!!!!

Ja, wir Grödner sagen Curvea zu Corvara. Ob die Gardertaler wirklich den italienischen Namen Corvara benutzen, und keinen eigenen haben weiss ich nicht. Das Schild auf dem Foto ist jedenfalls einsprachig italienisch, da daneben auch die einsprachig ital. Bezeichnung Colfosco steht.

Die Gardertaler haben sich schon vor einiger Zeit entschlossen in der Tourismuswerbung italienische Bezeichnungen zu bevorzugen. Dies ist zwar historisch/ethisch nicht korrekt, aber vom Marketing her schlau: die Doppelbezeichnungen schaffen nur Konfusion, und auf den Navis findet man oft eh nur die italienischen Bezeichnungen…

Grad gestern wurde ich von Gästen aus Magdeburg gefragt: „wo gehts hier nach Ortisei?“… ich habe ihnen daraufhin etwas Geschichtsunterricht gegeben. :-)

Corvara heisst auf Ladinisch Corvara und hat ethymologisch nichts mit „Raben“ zu tun, wie so oft erklaert wird. Toponyme mit „Cor“ sind weitverbreitet und aller Ansicht nach vorroemisch. Die ofizielle italienische Form ist einfach ein und diesselbe. Die Groednischerische Endung -ea – Curve(r)a – entspricht der gadertalerischen Form -ara (oder italienischem -aia, lautlich angepasst, muesste es also im italienischen Corvaia lauten).

Qualcuno mi sa dire dove é stata scattata questa ormai famosa fotografia? Vorrei proprio andare a vedere di persona i cartelli in questione.
Non avendo fatto nessuna difficoltà¡ a trovare centinaia di cartelli monolingui apposti da AVS e TV nella sola lingua di Goethe pensavo di riuscire a trovare traccia di questi splendidi esemplari fotografati in Val Badia e/o dintorni. Ho provato pure a contattare qualche amico badioto di Antermoia e di Corvara ma …. nix…. nessuno mi ha saputo dire qualcosa!

Sicuro di una risposta saluto cordialmente,

Echter Walscher S.T.

Och so schwierig sind die nicht zu finden… wenn du von Antermëia richtung S. Martin de Tor fährst wirst du direkt an der Landesstraße zahlreiche Schilder finden, die nach »Antermoia« und »San Martino« weisen. Ich habe kein einziges gefunden, auf dem die ladinischen Ortsnamen aufscheinen. Vielleicht gibt es sie. Im Gemeindegebiet von Corvara sind ebenfalls alle Schilder, die nach Calfosch weisen, einsprachig italienisch. Diejenigen, die zum Jëuf de Frea/Frara führen, sind meist (aber nicht immer) zweisprachig deutsch-italienisch (aber niemals ladinisch) beschriftet. Im Gemeindegebiet von La Ila ist die Situation durchwachsen. Nach La Ila selbst weisen Schilder mit der Doppelbezeichnung La Ila/La Villa und La Villa/Stern (also immer Italienisch und nur abwechselnd Ladinisch und Deutsch).

Die vier abgebildeten Schilder befinden sich (von oben links im Uhrzeigersinn): 1. Zwischen Antermëia und S. Martin de Tor, direkt an der Landesstraße; 2. In La Ila Alta; 3. Zwischen La Ila und San Ciascian; 4. Zwischen Corvara und Calfosch, direkt an der Hauptstraße.

Danke für die Infos. Ich werde sicherlich einer der naechsten Tage mal hinfahren um mir die Situation selber anzuschauen. Ich sehe dass Du dich da oben gut auskennst deshalb frage Ich Dir ob Du mir sagen kannst wer diese Schilder montiert hat und seit wieviele Jahren sie dort sind? Einfach nur ein wenig Klarheit zu machen!

Ich bin einfach für eine zwei-dreisprachige Beschilderung unserer Kultur…

Ich freue mich schon auf der Antwort und möchte auch eine interessante Gruppe über diesen Thema auf Facebook signalisieren.

Ciao,
Echter Walscher Südtiroler

In dieser Diskussion wird viel zu häufig Zweisprachigkeit (bzw. Mehrsprachigkeit) mit Zwei- bzw. Mehrnamigkeit verwechselt.
Ich glaube, dass weite Kreise in Südtirol die Zweinamigkeit, in Ladinien evtl. auch Dreinamigkeit der Gemeindenamen und evtl. sonstigen wichtigen Toponyme akzeptieren würde. Dies als Kompromiss um zwischen den Sprachgruppen keine Gräben aufzureißen. International ist die Mehrnamigkeit nicht Usus. Die UNO gibt diesbezüglich sogar die Empfehlung, dass prinzipiell die Einnamigkeit anzuwenden ist und diese historischen Kriterien zu folgen hat. Gesetz hierfür gibt es ja noch keines, obwohl das Land Südtirol die primäre Zuständigkeit besitzt. (dazu noch unten)
Nun diskutieren wir im Falle von den AVS Tafeln und CAI Tafeln größtenteils nicht über wichtige Toponyme, sondern über die sogenannte Mikrotoponomastik. Die Grenze zwischen Mikro- und Makrotoponomastik ist natürlich fließend, die derzeitige Diskussion hat allerdings schon hauptsächlich den fahlen Beigeschmack, dass es dem CAI und anderen Kreisen einzig und allein darum geht, in unserem Lande soviel als möglich Italianità  in der Namensgebung zu retten und durchzuboxen. Dies alles unter dem Deckmantel der Mehrsprachigkeit. Unser Land soll mehrsprachig sein und alle Hinweise, die nichts mit dem Toponym zu tun haben, müssen zweisprachig oder dreisprachig angeführt werden. Nur verstehen eben viele darunter Mehrnamigkeit und nicht Mehrsprachigkeit. Wenn der CAI Chef in einem Dolomitenartikel davon spricht, dass er sich in Südtirol sogar englische Hinweisschilder wünschen würde, und dass er in Österreich häufig mehrsprachige Hinweisschilder gesehen hat, möchte ich konkret von ihm wissen was er darunter versteht. Versteht er darunter, dass schwieriger Weg oder Klettersteig übersetzt wird oder möchte er Untere Weißzintscharte, Nevesferner, Hühnerspiel und Kofleralm ins Englische übersetzen. Sozusagen ein englischer bzw. internationaler Prontuario für die Südtiroler Namen. Auf die internationalen Reaktionen wär ich ja mal gespannt.
Zurück zum fehlenden Toponomastik Gesetz. Der Südtiroler Landtag hat hierfür die primäre Kompetenz. Es wird angenommen, dass wenn dieses Gesetz nicht einen wesentlichen Teil des tolomeischen Prontuario akzeptiert, es von Rom rückverwiesen wird. Bei den derzeitigen politischen Zuständen in Rom ist dies sogar ziemlich sicher. Danach gibt es die Möglichkeit die Rückverweisung international anzufechten, wo möglicherweise eher der UNO Richtlinie gefolgt wird. Diesen Weg scheint die SVP zu scheuen, deshalb werden wir wohl auf absehbare Zeit keine gesetzliche Regelung in dieser Materie haben.

DAS GROßE ACH UND OH WEH !

Auch wenn ich damit euren kommentaren zuwider laufe halte ich das ganze problem an sich für herbeigeredet, künstlich erzeugt.

Mir fehlt bei der ganzen diskussion die frage nach dem ZWECK/SINN von mehrsprachigen/mehrnamigen ortsschildern.
Ich möchte fragen, was für einen Sinn/Zweck mehrsprachige/mehrnamige ortsschilder überhaupt haben ? Wird dadurch irgendetwas besser ?

Dienen diese etwa nur dazu einen minderwertigkeitskomplex zu befriedigen, ein angstgefühl zu besänftigen der in unserer identität/geschichte begründet liegt ?

Zu glauben wir betreiben mit mehrsprachigen/mehrnamigen Schildern Minderheitenschutz oder sonst was nützliches ist doch ein trugschluss, da wir in diesem Land langsam aber sicher alles aufteilen (Öffentliche Ämter, Orts/Namensbezeichnungen). Dadurch schafft man aber keine Einheit, man trennt.

– Wie wär’s denn mit extra angefertigten Computertastaturen (Deu.,Ital.,Lad.) in öffentlichen Büros damit sich niemand mehr ausgegrenzt fühlt.

– oder mehrsprachigen aufschriften auf zigaretten, damit auch die deutsch und ladinischsprachige bevölkerung weiß, dass rauchen schädlich ist.

– oder wir könnten alle Kulturschaffende, die öffentliche gelder erhalten (=die meisten) mit einem Gesetz dazu zwingen, ihre publikationen in allen drei Sprachen abzufassen.

– ab dem 18. lebensjahr soll im ausweis neben dem vollen namen auch der Spitznamen jedes Bürgers geschrieben werden. Schließlich benutzt den vollen namen eh niemand.

… wir plärren schon wieder mal auf extrem hohem niveau, über eine sache die im grunde belanglos ist.

@niwo
In diesem „Streit“ geht es doch fast niemandem um Zweisprachigkeit oder Zweinamigkeit, es wird doch nur ein Grund gesucht, um Hass gegen die andere Sprachgruppe, und Misstrauen in der eigenen Sprachgruppe zu schüren.
Natürlich ist das Verhalten des AVS nicht autonomiekonform, aber deshalb so ein CASINO zu machen, grenzt schon an Marktschreierei, denn wie man sieht macht es der CAI auch nicht viel anders oder besser.Und die Ladiner werden hier bei uns sowieso immer vergessen. Die Hauptschuld aber tragen unsere Politiker, die seit Jahrzehnten nicht imstande sind, die Toponomastik gesetzlich zu regeln.

ah giusto per rendervi partecipi, un amico ha inviato all’alto adige la foto in questione…

Ormai è passata una settimana e non ne hanno parlato: ennesima conferma che l’alto adige ormai è diventato un giornale di estremisti che pubblicano articoli solo per fare polemica…

Il che conferma che CAI, ALTO ADIGE & Company hanno montato questa polemica ad arte… e sono sicuro che „dietro le quinte“ ci siano i „soliti“ dei partiti di destra italiani.

@Luca
sono sicuro che tutto il casino è esploso in seguito ad un comunicato stampa dei primi di agosto ben dettagliato e documentato con fotografie (quelle che poi hanno pubblicato tutti i giornali nei giorni successivi) redatto (dopo che una interrogazione in Consiglio Provinciale sul tema presentata ai primi di giugno non aveva ottenuto nessuna risposta…) dal partito dei Verdi.
non credo che gli Ecosociali (vedi anche tutte le prese di posizione successive a favore del bi-trilinguismo dei toponimi sui cartelli) si siano trasformati da paladini della convivenza e della interetnicità  in squadristi „della destra italiana“.
tutto quello che ho scritto è facilmente verificabile consultando gli archivi stampa ed il sito del Consiglio Provinciale.
attenzione a queste uscite così facilone e banalizzanti…

i verdi e gli eco-sociali spesso, pur di „differenziarsi“ dai propri conterranei mandano a quel pease l’identità  di questa terra.

in ogni caso resta il fatto che l’alto adige dell’altra campana se ne fotte.

il fatto che l’Alto Adige non pubblichi è disdicevole anche se questo esempio basato su pochi cartelli vecchi di molti anni (seppur da condannare fermamente!) non è nemmeno lontanamente paragonabile alla campagna sistematica (migliaia di cartelli posizionati in pochi mesi) condotta da AVS e da vari Tourismusvereine.
l’identità  di questa terra è multilinguistica e multiculturale ormai da quasi un secolo…il vero fatto pazzesco è che noi siamo qui oggi (nel 2010) a discutere ancora di queste cose e a mettere in discussione principi di convivenza e rispetto reciproco che dovrebbero essere blindati. io mi illudevo che lo Statuto di Autonomia avesse sancito queste fondamenta ma evidentemente (vedi anche le varie derive estremistiche, secessionistiche, neofasciste,ecc.) non bisogna illudersi…

„l’identità  di questa terra“

Forse l’identità  di questa terra è un pochino più complessa e sfuggente di quel che immagini. Tanto che chi cerca di comprenderla per quel che è (complessa e sfuggente) passa per colui il quale la manderebbe a quel paese (già , ma a QUALE paese?).

gad: certo è complicata la situazione ma non è facendo i difensori dell’attuale statuto di autonomia che la situazione cambia. ad esempio è inspiegabile che dello sbarba & company si siano scagliati contro AVS soltanto per aver installato cartelli con toponimi corretti e non con invenzioni tolomeiane… e facendo così non fanno altro che dare terreno fertile agli squdristi del PDL…

Vedi Luca, lo statuto d’autonomia va difeso perché offre una garanzia finora insuperata per le prerogative di una terra complessa come questa. E in ogni caso va difeso dagli attacchi unilaterali. Lo statuto d’autonomia può semmai essere cambiato, ma non a colpi di cartelli.

su quello sono d’accordo con te che non va cambiato a colpi di cartelli.

Però di certo andrebbe aggiornato, ponendo fine a certe ingiustizie… come ad esempio ufficializzare i toponimi tedeschi

„ufficializzare i toponimi tedeschi“

Ma questo anche subito! Sarebbe compito della giunta provinciale, che invece di lavorare a questo scopo preferisce lasciare libero campo alle associazioni „private“ affinché si combattano a colpi di monolinguismo.

Für Carlo:
ich habe nicht ueber die tolomeische Kultur geschrieben! Ich bin der Meinung dass die tolomeische (wie Du sie nennst) nicht das richtigste System ist, keine Sorge.
Ich habe über unsere Kultur geschrieben:
MEINE KULTUR + DEINE KULTUR + SEINE KULTUR = UNSERE SÜDTIROLER KULTUR

Wer davon nicht profitieren kann wird es bereuen. Die Welt verbessert sich zum Besseren!

Hast Du mal „spaghetti mit Specksugo“ ausprobiert?

x Luca di nuovo: vuoi una recensione dei redazionali, articoli, foto, denunzie, lettere aperte ecc. che ho mandato IO (non un amico) al Dolomiten tra aprile e agosto 2009 (in tempi in cui il quotidiano Alto Adige non sapeva neanche cosa fossero i cartelli dei sentieri) ?
In tempi „non sospetti“ ho scritto anche al Kaiser Luis tramite la pagina web della Provincia dedicata alle discussioni tra cittadini e „il Presidente“. Pensi che abbia ricevuto un cenno di riscontro?

EWS: Das kannst du aber nicht vergleichen. Der AA hat eine Kampagne zu diesem Thema gestartet, also müsste er allen Beteiligten eine Stimme verleihen. Sonst bedeutet das für mich, dass er sich vor den Karren einer gewissen Politik spannen lässt.

Die Dolomiten veröffentlichen erfahrungsmäßig jeden Leserbrief, außer sie finden ihn beleidigend und/oder ehrverletzend. Dann aber begründen sie dies in einer Antwort an den Leserbriefschreiber. Deshalb wundert mich deine Schilderung.

An Luca und gadilu:
Mit „ufficializzare i toponimi tedeschi“ wäre nur die halbe Arbeit getan, und es gesteht die gefahr, dass die andere notwendige hälfte nicht mehr gemacht wird: die erfundenen tolomeischen Namen endlich aus dem Weg räumen.

Ich bin für die ganze Lösung, nicht halbe Arbeiten. Und eben hier scheiden sich die Geister. Von italienischer Seite wird befürchtet dass dadurch viele ital. Namen verloren gehen (zu recht: man ist sich wohl bewusst, dass ein grossteil davon nur erfunden ist).

Frau Klotz spricht von etwa 200 gewachsenen ital. Namen – ob das stimmt weiss ich nicht. Ich schlage vor, dass ein unabhängiges Institut (Eurac?) die Namen überprüft und eine Liste jener Namen erstellt, die bereits vor Tolomei existiert haben. Und dann soll die Landesregierung die Namen absegnen: jeweils ein-, zwei- oder dreinamig.

Dass man dann (ein Zeit lang) auf „alten“ Karten oder Navis falsche/alte Namen findet, damit habe ich absolut kein Problem: Karten werden alleweil aktualisiert, und irgendwann verschwinden diese falschen Namen in der Vergessenheit.
So finde ich in meinem Atlas immer noch Birma statt Myanmar, Bombay statt Mumbai oder Leningrad statt Petersburg. Und finden die Welt nicht mehr nach Leningrad?!?

Das Problem ist ja, dass sogar „historisch gewachsene“ italienische Namen (Bolzano, Laives, Bressanone) von den Hinweisschildern des ASV verschwunden sind. Die Klotz widerspricht sich selbst, auf der einen Seite fordert sie Einnamigkeit, aber wenn es um Deutsche Exonyme geht, wird umgehend Zwei- bzw. Dreisprachigkeit gefordert. Natuerlich haben ladinische Exonyme keinen Platz (Funes, Eores, Codun, Tueresc (Taufers), Valdaura, Sorafurcia, San Laurenz, Falzes, Vandoies, Redant, Dìer, San Scimun (Stegen), San Ioere (St. Georgen), Albeies (Albeins), usw. und so fort (siehe auch „Karte der historisch gewachsenen Namen“.

@Carlo:
Wo bitte wiederspricht sich Frau Klotz? Sie hat nie die Berechtigung für gewachsene Namen wie Bolzano aberkannt. Sie hat immer nur die Abschaffung der tolomeischen Erfindungen verlangt.
Und damit ist Frau Klotz die wahrscheinlich einzige Politikerin die konsequent ein Ziel verfolgt und sich nicht beirren lässt.

Und wenn du schon den AVS kritisieren willst, so bitte auch den CAI, der ebenso „historisch gewachsene“ deutsche und ladinische Namen hat verschwinden lassen…

In der Sendung hat Eva Klotz dem AVS (derselbe ist auch Mitersteller der beruechtigten Karte mit historisch gewachsenen Namen) durch und durch die Stange gehalten. Sie hat die unbezahlbaren Arbeitsstunden der AVS-Freiwilligen gewuerdigt (Deutsch ueber alles, auch in den ladinischen Taelern ist der AVS so fortgefahren). Ich habe kein Wort des Bedauerns gehoert, dass auch „historisch gewachsene“ italienische Namen wie Bozen und Brixen aus der Beschilderung des AVS getilgt worden sind.

Auf http://www.noeles.info behauptet Albert Pizzinini von den Ladins „En resposta al AVS à n metù su tofles dutes per talian…“.
Also hat der CAI „als Antwort auf den AVS“ nur einsprachig italienische Schilder aufgestellt. Stimmt das? War das also Absicht?
Während man dem AVS noch nachsagen kann, die Mitglieder seien deutscher Muttersprache und haben die Schilder eben in der eigenen Sprache geschrieben, muss man hier dem CAI böswillige Absicht unterstellen. Der CAI ist also schlimmer als der AVS (laut Pizzinini) … :-(

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