Um den gestrigen Runden Tisch von Rai Südtirol ist eine politische Debatte entbrannt, weil keine Oppositionspolitikerinnen eingeladen waren.
Dazu schreibt die TAZ in einem Bericht:
Eine offizielle Stellungnahme von RAI Südtirol blieb auf Anfrage der [Tageszeitung] aus – eine Genehmigung aus Rom, die 72 Stunden vorher eingeholt werden müsse, sei dafür erforderlich.
– TAZ
Das ist doch ein Witz: Für eine öffentliche Stellungnahme muss sich der öffentlich-rechtliche Sender der angeblichen Vorzeigeautonomie eine Genehmigung aus Rom holen — und das auch noch mit einer Vorlaufzeit von drei Tagen. Dabei geht es nicht um eine Positionierung der gesamten Rai, sondern lediglich um eine Einordnung einer eigenen Sendung.
Diese entmündigende Praxis ist das Paradebeispiel für den strikten römischen Zentralismus: ein System, das mit Selbständigkeit — in diesem Fall: redaktioneller Freiheit — nur wenig zu tun hat.
Hinweis: In diesem Beitrag geht es bewusst und ausdrücklich nur um die Bevormundung von Rai Südtirol und nicht um das Thema der Sendung und die außen vor gelassene Opposition.

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