Schon bald sollen in Plodn, das vor wenigen Jahren von der Region Venetien zu Friaul-Julien wechselte, mehrsprachige Schulangebote mit Italienisch, Deutsch und Plodarisch eingeführt werden. Wie Martin Hanni für Salto berichtet, könnte auch die ladinische Schule in Südtirol ein Vorbild für Plodn sein. Professor Paul Videsott zitiert er diesbezüglich wie folgt:
Was am ladinischen System besonders gut funktioniere, sei, »dass sich Deutsch und Italienisch gegenseitig in Balance halten und das Ladinische davon letztlich profitiert, denn keine der beiden anderen Sprachen dominiert«. In Graubünden – ebenso wie im Fassatal – sei die Situation anders. Dort werde neben dem Rätoromanischen nur eine Mehrheitssprache unterrichtet, wodurch die Minderheitensprache stärker unter Druck gerate.
– Prof. Paul Videsott (zitiert von Martin Hanni)
Dies ist auch ein wichtiger Grund, warum sich die Erfahrungen der ladinischen Schule nicht auf die deutsche Schule in Südtirol übertragen lassen. Auch hier geriete nämlich die Minderheitensprache Deutsch unter Druck, weil daneben nur eine Mehrheitssprache — nämlich Italienisch — unterrichtet würde.

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