Nachdem schon das öde »Wasser-Licht-Festival« erfolgreich zum wesentlich cooleren »Water-Light-Festival« aufgemöbelt wurde, wird die Bischofsstadt jetzt noch moderner.
Dabei ist das Rezept auch noch so einfach: Man nehme eine Prise Eventsprech-Englisch (bike), füge etwas Italienisch (festa) hinzu und meide Minderheitensprachen wie der Teufel das Weihwasser. Fertig ist die zeitgemäße Marketingkommunikation.
Deutsch? Gar Ladinisch? Würden (das Geschäft) nur stören.
Auch für die vier thematischen Schwerpunkte lassen sich auf diese Weise ganz einfach tolle Namen erschaffen:
Ausschnitt bikefesta-Website
Also brand festa, ride festa und people festa. Nur bei der Kulinarik ist etwas mehr Vorsicht geboten: Die gelernte Gastronationalistin weiß, dass Essen und Sauf… Schlürfen ausschließlich mit Italien in Verbindung gebracht werden dürfen. Mit einem einfachen Kniff — Englisch raus, noch mehr Italienisch rein (gusto festa) — lässt sich das aber sehr elegant lösen.
Okay, vielleicht wirkt das Ganze ein wenig beliebig und austauschbar, pseudo-international und an der lokalen Realität vorbei konzipiert.
Doch finally… who cares?


Scrì na resposta