El Alamein und Castel Benito.

Auch dieses Jahr hat das offizielle italienische Heer (am 26. Oktober) in großem Stil die zweite Schlacht von El Alamein gefeiert, in der faschistische und nationalsozialistische Streitkräfte unter dem Befehl von Erwin Rommel Seite an Seite gekämpft hatten.

Auf dem Webauftritt des Heeres ist eine Zusammenfassung erschienen, in der die Anwesenheit der höchsten zivilen und militärischen Obrigkeiten betont und die Schlacht als eine der dramatischsten und gleichzeitig heroischsten (!) Episoden des zweiten Weltkriegs beschrieben wird.

Die nazifaschistischen Achsenmächte hätten den Alliierten damals hohe Verluste zugefügt: 1.100 zwischen Toten, Verletzten und Vermissten. Da kann man richtig stolz sein.

Zudem erfahren wir, dass heuer auch an das 80. Gründungsjubiläum der ersten Fallschirmspringerschule des Militärs in «Castel Benito» erinnert wurde. Castel Benito ist die Fantasiebezeichnung, die das faschistische Italien der libyschen Stadt Ben Gashir zu Ehren des italienischen Diktators verpasst hatte — und die die italienischen Streitkräfte offenbar noch heute gebrauchen.

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