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Sigmund Kripps Fairness.

Sigmund Kripp: Abstimmung.

Sigmund Kripp, Mitglied des Grünen Rats, hat via Facebook seine Beteiligung an der Abstimmung der Süd-Tiroler Freiheit bekanntgegeben:

Eine mitbewerbende Partei hat ein unverbindliches Referendum zur Frage der sogenannten Selbstbestimmung Südtirols gestartet. Als Grüner und als Befürworter von Volksbefragungen habe ich natürlich auch mit abgestimmt!

Auf Nachfrage gibt Herr Kripp an, die Bedenken über das einseitige Vorpreschen der rotweißen Partei zu teilen. Trotzdem könne es jetzt ein positives Signal für »die Sache« sein, wenn sich an der Umfrage ein Vielfaches der eigentlichen STF-Wählerschaft beteiligt. Es werde dann zwar sicherlich erneut den Versuch geben, das Ergebnis zu delegitimieren oder wenigstens kleinzureden, ignorieren könne man es aber wohl trotzdem nicht — und zwar deshalb, weil eine hohe Beteiligung (ungeachtet des Anteils an Ja- und Neinstimmen) zeigen könne, dass die Menschen »über das Thema reden wollen«.

Siehe auch:
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Bild: Sigmund Kripp

Mitbestimmung Politik Selbstbestimmung | STF-Befragung | Sigmund Kripp | Social Media | Südtirol/o | STF Vërc | Deutsch

21 replies on “Sigmund Kripps Fairness.”

Aus genau denselben Grund habe ich auch an der Befragung teilgenommen. Mal sehen, ob auch andere Befürworter basisdemokratischer Initiativen über ihren eigenen Schatten springen können, z.B. Christoph Moar.

Hallo Succus, ich habe diesbezüglich beim letzten Freitagssalon in Brixen sehr dezidiert und auch völlig öffentlich meine Meinung ausgedrückt, wie ich es auch schon seit Monaten gemacht habe:

Gegen ein korrekt ausgeführtes, sicheres und anonymes Referendum habe ich nichts einzuwenden, wenn es auf einer breiten zivilgesellschaftlichen Basis fußt. Ich bin übrigens ganz bestimmg nicht “gegen-Selbstbestimmung”, sondern lediglich “pro-Europäisch” eingestellt, das ist ein sehr wesentlicher Unterschied. Ich würde mich zwar nicht auf die Strasse stellen, um Unterschriften für ein solches Referendum einzusammeln, aber wenn die Unterschriften da sind, würde ich als Basisdemokratischer Befürworter sogar dafür kämpfen, dass es auch abgehalten werden darf.

Böse Zungen haben aus meiner Kritik an der Technik und an der parteipolitischen Vereinnahmung (jawohl, diese Kritik äußere ich weiterhin, darf ich wohl) eine wie auch immer hypothetissche Ideologie konstruiert. Selbst auf mehrfachem Nachfragen meinerseits konnte mir nicht gezeigt werden, wo ich diese mir unterstellte Ideologie denn jemals ausgedrückt hätte.

Weiters, ganz offen im Freitagssalon gesagt:

Ich finde es persönlich falsch, dass ein solch sensibles Thema parteipolitisch vereinnahmt und missbraucht wird. Diese Meinung darf ich subjektiv haben und trete damit auch ganz bestimmt niemandem zu Nahe. Ich finde es unklug, bereits die konkrete Frage zu stellen, ob man eine Selbstbestimmung durchführen möchte oder nicht. Der richtige Ansatz darf aus meiner Sicht eine Metaebene davor angesetzt werden: sich also zunächst auf einer breiten Ebene, mit einem Prozeß der in der Zivilgesellschaft fußt, darüber unterhalten *wie* der Ablauf einer theoretischen Selbstbestimmungsfrage sein könnte. Ob also Sprachgruppen getrennt voneinander befragt werden oder nicht, wie gefragt werden kann, welche Auswirkungen und Quoren zu befolgen sind. Erst wenn ein breiter zivilgesellschaftlicher Konsens darüber besteht, wie die Frage gestellt werden könnte, könnte man den Schritt wagen, zu fragen ob man ein Referendum durchführen sollte.

Für mich ist das derselbe Gedanke, den man auch bei unternehmerischen Verhandlungen anwenden kann (die Harvard Verhandlungsmethode). Sich zuerst, völlig losgelöst von der Frage über die verhandelt wird, über die Spielregeln der Verhandlung zu unterhalten. Wenn alle Teilnehmer die Spielregeln mit konstruiert haben, besteht Aussicht auf eine Verhandlung, bei der es nur noch Gewinner gibt.

So, wie die STF diese Frage durchführt, ist das aus meiner Sicht leider ein Bärendienst für die Idee einer Selbstbestimmung, da weit im Vorfeld Animositäten zwischen den Sprachgruppen provoziert werden – wer sich dieser Tage besonders mit italienischen MitbürgerInnen unterhält, kann das nicht von der Hand weisen. Probiert das Gespräch mal aus.

Insofern, bitte ich euch alle: lasst mich hierbei raus. Ich habe keine Ideologie, wie mir unterstellt wurde. Ich finde das Thema zu ernst, als dass man es für eine billige Wahlwerbung verheizen sollte. Das darf meine Meinung sein, zu der ich weiterhin stehen möchte.

Wenn weniger eine einzelne Partei, und mehr eine breite Zivilgesellschaft involviert wird, dann springe ich gerne über etwaige Schatten. Einen lieben Gruß.

Sollte ein zivilgesellschaftliche Konsens darüber erreicht werden, wie eine solche Frage gestellt werden kann, und sollte dann eine basisdemokratische Entscheidung darüber gefällt worden sein, dass ein Referendum gestellt werden soll, dann muss dieses Referendum auch gestellt werden. Ich bin tatsächlich ein Befürworter von Basisdemokratie, so weit dass ich selbst für Stephan Lausch und seine Initiative freiwillig Unterschriften beglaubigt habe.

Du stellst das so dar, als würden sich Pro-Selbstbestimmung und Pro-Europäisch ausschließen… meiner Meinung nach ist das aber ein völliger Trugschluss.

Man achte darauf, wie oft in diesem Brief “Basisdemokratie” vorkommt. Über den Rest am besten den Mantel des Schweigens …

Sollte ein zivilgesellschaftliche Konsens darüber erreicht werden, wie eine solche Frage gestellt werden kann, und sollte dann eine basisdemokratische Entscheidung darüber gefällt worden sein, dass ein Referendum gestellt werden soll, dann muss dieses Referendum auch gestellt werden.

Und wenn dann noch Weihnachten und Ostern auf denselben Tag fallen, wirst du dann auch das Ergebnis des “gestellten Referendums” akzeptieren?

ok. nicht mit allem einverstanden:

Erst wenn ein breiter zivilgesellschaftlicher Konsens darüber besteht, wie die Frage gestellt werden könnte, könnte man den Schritt wagen, zu fragen ob man ein Referendum durchführen sollte.

was ist ein “breiter zivilgesellschaftlicher konsens” und verträgt sich das z.b. mit der forderung nach einem null-quorum und niedrigen zugangshürden für direktdemokratische abstimmungen?

Hallo Christoph Moar,

auch ich bin mit deiner Argumentation einverstanden, möchte allerdings zwei Kritikpunkte anbringen:
Erstens bin ich begeisterter Pro-Europäer und habe das auch mehrfach ausgedrückt. Siehe hier.
Das Festhalten an die Nationalstaaten ist eines der Grundübel, wieso Europa auf halben Weg stehen geblieben ist. Die Gründerväter Europas wollten angesichts der Kriege gerade die Nationalstaaten als Ursache der Kriege überwinden. Deshalb sollte jeder Pro-Europäer eine Diskussion über die Zukunft der Nationalstaaten befürworten.
Nicht nachvollziehen kann ich dein Argument, dass zuerst ein breiter gesellschaftlicher Konsens herrschen müsste, dann müssten der Großteil der von den Grünen und anderen gesellschaftliche Gruppen propagierten basisdemokratischer Initiativen mit dem Hinweis, dass eine breite gesellschaftliche Diskussion nicht stattgefunden hat, abgelehnt werden. Eine Methode, diese Diskussion zu ermöglichen, sind für mich gerade basisdemokratische Initiativen.

In diesem Sinne lasse ich dich nun raus und alles Gute.

Hallo Succus,
danke dir, und wünsche noch gutes Debattieren hier. Ich muss mich bei Pervasion noch präzisieren, wie ihr auch anhand der Orthographie unschwer erkennen könnt war mein Beitrag sehr schnell verfasst, insofern ist mir bewusst, dass ich an einer (und auch mehr) Stellen missverstanden werden kann.

@pervasion

Du stellst das so dar, als würden sich Pro-Selbstbestimmung und Pro-Europäisch ausschließen… meiner Meinung nach ist das aber ein völliger Trugschluss.

Ja, ist es. Das wollte ich so nicht ausdrücken. Meine Zeile war eine Verkürzung dessen, was sich eigentlich zugetragen hat. Ich wurde dort gefragt, ob ich “gegen die Selbstbestimmung” sei. Ich habe geantwortet, dass ich nicht dagegen bin. Ich sei aber auch nicht für eine von der STF vereinnahmte Abstimmung, weil ich mich mehr als Europäer verstehe, der sich nicht direkt mit dem politischen Ziel der STF identifizieren kann. Sorry, Pervasion, mein Satz oben war zu knapp. Hoffe das ist damit klarer was ich ausdrücken wollte.

@hunter

was ist ein ”breiter zivilgesellschaftlicher konsens” und verträgt sich das z.b. mit der forderung nach einem null-quorum und niedrigen zugangshürden für direktdemokratische abstimmungen?

“Breit” kann ich nicht definieren. Aber ich formuliere es so: die 30 oder so zivilgesellschaftlichen Vereine, die die Initiative für mehr Demokratie unterstützen, sind für mich ein breiterer zivilgesellschaftlicher Konsens als eine einzelne Partei wie die STF, die dieses Umfrage lanciert. Also ganz praktisch betrachtet. Stephan Lausch hat die Diskussion um Direkte Demokratie von der Mitte der Zivilgesellschaft aus lanciert, und nicht von einer Parteizentrale aus. So war das gemeint.

@succus

Eine Methode, diese Diskussion zu ermöglichen, sind für mich gerade basisdemokratische Initiativen.

Stimme dir uneingeschränkt zu. Für mich ist eine beliebige Partei, auch die STF, aber nicht Basisdemokratisch genug, darum finde ich es schade, dass ein solch wichtiges Thema im Rahmen eines Wahlkampfs vereinnahmt wird. Akzeptiere aber jede/n, der anders darüber denkt.

Einen herzlichen Gruß, und wie eingangs erwähnt, wünsche noch gutes Debattieren.

Es wäre schön, wenn mehr Bürger so denken könnten. Jedoch erwarte ich mir vor allem bei den italienischsprachigen Mitbürgern wenig Verständnis. Eine italienischsprachige Südtirolerin schrieb folgendes auf Facebook:

Xxy: Scusate, vorrei capire se avete ricevuto anche voi l’invito al voto per il referendum sull’autoderterminazione? Non ci posso credere. Siamo doppiamente nella m… qui in Alto Adige. Non ci bastavano quelli che stanno a Roma, dobbiamo sorbirci anche questa calamità ? Io non voglio nessuna autoderteminazione. Io sono e resto italiana nel bene e nel male. Come si permettono di mandarmi questa roba? Ma è costituzionale tutto ciò? Non importa se siamo un paese in mano a chi sa chi, non importa se tutta l’Europa ci prende per i fondelli e pazienza se si dovrà  sacrificare ancora. Far leva sulla debolezza dei sentimenti degli italiani in questo momento di crisi profonda è una porcheria. Mi auguro che tutti noi ce ne rendiamo conto. O si sta con l’ Italia… Più o meno come diceva Garibaldi (O si fa l’Italia o si muore). Io continuo a sperare, io voglio lottare. Questo paese meraviglioso è la mia patria pur con tutte le pezze e i rattoppi.

Xxy: Dillo alla Cloz….. ( scritto italianizzato, cosà­ se legge, si inca**a….).
2. Oktober um 19:49

Xxy: L’ho ricevuto anch’io e mi stavo chiedendo cosa farne….
2. Oktober um 19:49 via Handy

Xxy: Però l’autodeterminazione potrebbe essere positivissimissima. Se posso autodeterminarmi che la Cloz vada fuori dalle azze, mi autodetermino subito.
2. Oktober um 19:51

Xxy: Ovviamente battuta era…
2. Oktober um 19:57 via Handy

Xxy: O lo rispedisco al mittente o lo butto nella pattumiera. Ben inteso nella carta!
2. Oktober um 19:57

Xxy: denuncia per attacco alla Costituzione art 5
2. Oktober um 19:58

Xxy: Art. 5
La Repubblica, una e indivisibile…
2. Oktober um 20:03

Xxy: Ricevuto. Certo che di soldi, evidentemente, ne girano!
2. Oktober um 20:08

Xxy: Ciao anche sul Renon abbiamo ricevuto scritto trilingue in famiglia abbiamo le idee molto chiare e condividiamo il tuo bellissimo cuore !!!
2. Oktober um 20:08 via Handy •

Xxy: Penso che potremmo essere una terra esemplare, penso che le persone “normali” lo vorrebbero proprio con tutto il cuore senza distinzione di etnia. Anzi credo che tutti noi lo sappiamo, ma lasciamo che certi personaggi agiscano indisturbati. Questo accade qui e altrove. Così la nostra bellissima e incomparabile Italia con tutte le sue ricchezze e potenzialità  è sempre una nave che sta per colare a picco. Eppure si, mai affondata! Per questo io non perdo le speranze.
2. Oktober um 20:17

Xxy: Sono nata a Bolzano da genitori nati a Bolzano, i miei figli sono nati a Bolzano, lavoro e pago le tasse a Bolzano. Sono italiana. Dobbiamo pagare io e i miei figli per questo? Devo pagare per ciò che è stato fatto quasi cent’anni fa? Nessuno mai ha parlato dello sradicamento di noi, italiani, provenienti da regioni diverse, privi di quel substrato di cultura popolare omogenea, che ci potesse dare una identita’. Veneti, trentini, siciliani, emiliani. Popoli e culture ricchissimi, con una grande varietà  di vicende storiche e culturali. Questa è anche la grande bellezza del nostro Paese ed insieme la grande sfortuna. Sarebbe bello che qui, vera Mitteleuropa, si confrontassero le culture, tedesca e italiana, senza più paure, sospetti, recriminazioni, vendette. Che meraviglia sarebbe, quale lezione per l’Europa. Invece siamo qui sempre a discutere sui nomi dei masi. Una comunità  tedesca che ha paura di perdere identità  e quella italiana che non l’ha mai avuta. Perché devo sentirmi più, a casa mia, in Toscana che qui, nella mia terra, dove sono nata e dove sono nati i miei genitori? Bella l’idea di una regione indipendente del sudtirolo! Chissà  perché però non mi fa star tranquilla l’idea che a proporla sia Klotz e Knoll. Mi vien da chiedere in quale campo di lavoro sbatterebbero me e i miei figli!
2. Oktober um 20:57

Xxy: ATTENZIONE. !Questo è solamente la propaganda d’un partito sudtirolese! ! A voi il giudizio!
2. Oktober um 23:18 via Handy

Xxy: IL TRICOLORE
Sventola sul pennone
la bandiera,
segno di pace
lavoro e libertà .
Per lei dieder la vita
schiere d’eroi,
sprezzanti del pericolo
pieni di forza e privi di viltà .
In loro verde età 
scesero agli inferi,
abbandonando il corpo
tra campi e colline in fiore.
Con il vostro sangue
coloraste le zolle
per far sventolare oggi
il tricolore.
Vessillo
che mi sei musa,
spiega le ali e fai volar le note.
Fammi cantar le gesta
al mondo intero
nel Patriottico Inno di Mameli,
simbolo di Patria e di Italianità .
Natale Miriello

Xxy: Ces histoires d’indépendances régionales qui courent en Europe en ce moment (Ecosse, Catalogne etc)sont complètement irresponsables et irrationelles!! Si nous pensions davantage “européen” ça ne nous viendrait màªme pas à  l’idée. Ou alors faire une Europe des régions, en détruisant les nations. Car le problème c’est que ce mouvement est le symptome du retour du nationalisme un peu partout; il en est aussi la conséquence. Ces régionalismes sont des micronationalismes miroir du retour des nations. Et c’est cela qui est dangereux: malheureusement les gens ne se souviennent plus des catastrophes que ce mode de pensée a pu causer en Europe. La piqure de rappel des guerres de Yougoslavie n’a servi a rien. S’il est normal d’àªtre attaché à  la terre de ses pères, il n’y a pas plus de grandeur à  àªtre italien qu’allemand, français ou bosniaque…..

Xxy: In un epoca dove non sappiamo riconoscere che le microidentità  locali non sono più nulla, dove la globalizzazione ha portato il grande sudtirolo ad avere la maggior parte dei bar e ristoranti in mano a Cinesi, Indiani, etc, dalla Venosta alla Badia, lasterile questione dell’Italianità , mi lascia veramente disgustato, Io sono Italiano, vivo in Italia e ne sono fiero, Bolzano è la mia città , ed è (sin’ora) in Italia, in Europa.

Xxy: firmiamo per togliere i soldi ai partiti e rivediamo i compensi ai ns politici, forse non hanno tutti quei soldi da buttare, perchè la mia lettera come la ho ricevuta è andata a finire nel gabinetto, così sono sicuro che nessun’altro la possa leggere.
3. Oktober um 21:26

Die Italiener in ST sind ein eigener Kosmos…
Sehr empfehlenswert zu diesem Thema das Buch von Giudice-d’Andrea: “Noi italiani del Sudtirolo”, welches leider nach meinem letzten Wissensstand vergriffen ist und eigentlich Pflichtlektüre an allen Schulen sein sollte.
Die deutschsprachigen Südtiroler sind ein Volk ohne Vaterland das eine Heimat hat, die Italiener sind ein Volk mit Vaterland, aber ohne Heimat.
Und vor allem ohne regionaler Kultur.
Ich meine hiermit um es nochmal zu unterstreichen die Italiener in Südtirol, welche großteils von ihren ursprünglichen Regionen entwurzelt wurden. Wo sonst in Italien gibt es kein Brauchtum und keinen Dialekt in einer ländlichen Region? Auch deswegen kommt m.A.n. dieser Argwohn und oftmals auch Spott und Hohn gegenüber der ST-Tradition: Bedingt durch das Bewusstsein der eigenen kulturellen Kastration.
Nur logisch ist daher die Orientierung an den zwei Säulen der Identität, welche in ST unter den Italienern fast abgöttisch gefeiert werden: Die Tricolore und L’Inno di Mameli, mitsamt dem nationalistischen Schlepptau wie Militär, Denkmäler etc…
“Eingesperrt” im urbanen Raum, 60% davon in Bozen, igeln sich viele Italiener ein in einem Land, welches ihnen noch immer fremd ist und blockieren jede Art von Veränderung. Bis hierher aber nicht weiter ist die Devise: Ihr habt die Autonomie (von Italiens Gnaden, der Grundtenor), “prendete i soldi da Roma” und jetzt ist aber Schluss. Kopf in den Sand und aus.
In diesem Licht sehe ich oft diesen herben Beißreflex gegenüber schon dem alleinigen Andiskutieren von Alternativen für die Zukunft. Ein Reflex der zu den immerselben faschistoid angehauchten Plattitüden auf der FB-Seite des AA führt. Aber wie im Kommentar gelesen: Alles immer in das gabinetto werfen, frei nach: “aus den Augen aus dem Sinn”, hilft Niemandem.
In diesem Licht ist dieses Referendum ein Befreiungsschlag gegen die Lethargie (“Weiter wie immer”), gegen das Leugnen des Offensichtlichen (“ST ist nicht Italien”), gegen das Schönreden des Nichtvorhandenen (“ST, ein mehrsprachiges Land”), gegen die Parallelwelten die nicht kommunizieren (“Tedeschi e Italiani”).
Vielleicht wird endlich begonnen, auf allen institutionellen und gesellschaftlichen Ebenen, ohne Floskeln und Schönfärberei den Status quo zu analysieren und über die Zukunft des Landes gemeinsam zu diskutieren.
Und dafür brauchen wir genau eine “Watschen ins G’sicht”, wie dieses Referendum von einigen empfunden wird.

Da steht:

…Die Italiener in ST sind ein eigener Kosmos…

Um das festzustellen, mussten Sie das Buch von Giudice-d’Andrea lesen?
Mir genügt schon ein kurzer Spaziergang über die Talferbrücke um zu wissen, wo ein eigener Kosmos beginnt- und das nicht etwa seit gestern!

Und da steht auch noch:

…Vielleicht wird endlich begonnen, auf allen institutionellen und gesellschaftlichen Ebenen, ohne Floskeln und Schönfärberei den Status quo zu analysieren und über die Zukunft des Landes gemeinsam zu diskutieren….

Ha!?… anfangen zu diskutieren???? Sie haben wohl die unzähligen wie ungezählten Diskussionen auf allen nur erdenklichen Ebenen rund um die erwähnte Problematik verschlafen!? Wir feiern demnächst die Podiumsdiskussion Nr. 775 Sollten Sie nicht anwesend sein, ich bin es auch nicht bzw. auch nicht mehr …

Ich wünsche mir, dass die Italiener in Südtirol sich endlich als “sudtirolesi” sehen, und nicht als “altoatesini”. Sie dürfen gern in Lederhosen rumlaufen und Jodeln, oder einfach nur in der Musikkapelle mitmusizieren, der freiwilligen Feuerwehr beitreten, … und sich als Tiroler fühlen – dann sind sie auch hier zu Hause und haben eine Heimat.

Auch Belsy ist nicht in Südtirol geboren (sondern in Indien), aber hier aufgewachsen und hat sich der hiesigen Kultur angepasst. Ja sie ist sogar zum ladinisch/tirolischen Aushängeschild geworden. Warum können das nicht auch unsere italienischen Mitbewohner?
Es ist nun mal so: die Italiener sind zu uns hergezogen, und müssen sich hier einleben, sich anpassen, nicht umgekehrt.

Für unsere Grünen muss es schon ein gewaltiges Wagnis sein, für etwas mehr Demokratie Farbe zu bekennen. Wenn jetzt auch noch die Postfaschisten und die Volksparteiler unterschreiben, sehe ich mich in meinen wildesten Befürchtungen bestätigt.

Ich kann hier nur Herrn Kripp, der ein Parteigänger der Grünen ist, in dieser Angelegenheit loben, da sich die Grünen ansonsten diesem Thema “im Stile der SVP” verweigern. Hoffentlich färbt das auf die “restlichen Grünen” auch ab!
Hut ab vor Herrn Kripp.

L’indipendenza del Sud Tirolo da ottenere attraverso l’autodeterminazione che trova le basi attraverso il consenso popolare da validare con un plebiscito è un diritto naturale internazionalmente riconosciuto .

La stessa costituzione italiana all’art. 10 si conforma al diritto internazionale unanimemente riconosciuto , fino al punto di aver ratificato con la legge 881 del 25 ottobre 1977 il “patto di New York” sui diritti civili e politici dell’assemblea delle nazioni unite del 16 dicembre 1966, in largo anticipo su quanto fece per esempio la Svizzera che lo renderà  attivo solo nel 1992.

Detto patto mette il principio di autodeterminazione, tra quelli inderogabilmente tutelati.

Inutile ricordare che il diritto internazionale ha valenza sovra-costituzionale, a meno che la Repubblica Italiana non voglia porsi al di fuori del diritto internazionale ONU e degli stati che aderiscono a tale organizzazione i quali essi stessi riconoscono mutuamenteb la repubblica.

Dunque l’iniziativa della consultazione plebiscitaria non ha solo una valenza di legittimità , bensì anche di legalità  nazionale ed internazionale.

Un “in bocca al lupo” ai cittadini sud- tirolesi di poter raggiungere presto la propria indipendenza, che sarà  un bene comune , a prescindere dall’etnia dei residenti .

E’ un grave errore infatti pensare che i residenti di lingua italiana non potranno, a fronte degli stessi principi sopraenunciati, non godere più dei diritti civili entro il futuro sud-tirolo indipendente.
Al contrario essi saranno cittadini come gli altri e non hanno nulla da temere, semmai da guadagnare a vivere in un nuovo stato economicamente più forte .
Potranno parlare la loro lingua, vivere, lavorare e partecipare alle scelte politiche, attraverso i propri rappresentanti , scelte che saranno per la gente e vicino alle gente, e non più imposte da una capitale lontana .

Schön, jetzt bleibt nur noch die Frage, ob die Ansicht Sigmund Kripps innerhalb der Grünen mehrheitsfähig ist? Das würde mich als umweltpolitisch interessierten Menschen freuen.

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