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Schottinnen meinen: Better together.

Die Bürgerinnen Schottlands hatten gestern zwischen 7.00 und 22.00 Uhr Ortszeit die Möglichkeit, frei und demokratisch über die Auflösung der Union mit England, Wales, Cornwall und Nordirland zu befinden. Es war ein völlig undramatischer und friedlicher Prozess, der in jedem Fall eine politische Neuausrichtung des Landes bewirkt hat.

Ein positiver Entscheid hätte möglicherweise der Grundstein für einen Umbau der Europäischen Union im Sinne der Subsidiarität sein können.

Stattdessen haben sich die Schottinnen bei sehr hoher Stimmbeteiligung (rund 86%) dafür entschieden, »nur« das Vereinigte Königreich zu verändern: Obschon sich mit Glasgow die größte — eindeutig sozialistisch geprägte — Stadt des Landes (und drittgrößte Stadt Großbritanniens) für die Eigenstaatlichkeit aussprach, konnte sich das »Ja« landesweit nicht durchsetzen. Edinburgh, wo die Konservativen traditionell stärker sind, votierte hingegen für die Aufrechterhaltung der Union.

Alex Salmond, schottischer First Minister und erster Verfechter der Unabhängigkeit, rief alle dazu auf, das Abstimmungsergebnis vorbehaltslos anzuerkennen:

Our referendum was an agreed and consented process. And Scotland has by majority decided not – at this stage – to become an independent country. I accept that verdict of the people and I call on all of Scotland to follow suit in accepting the democratic verdict of the people of Scotland.

— Alex Salmond (SNP)

YouGov, dasselbe Institut, das noch vor wenigen Tagen als erstes einen Vorsprung von YesScotland festgestellt hatte, sagte bereits wenige Minuten nach Abschluss der Abstimmung um 22.00 Uhr voraus, dass sich die Schotten für die Rettung des Vereinigten Königreichs ausgesprochen hatten. Dies deutet darauf hin, dass »der Schwur« von David Cameron, Ed Miliband und Nick Clegg die erhoffte Wirkung erzielen konnte. Die Anführer der drei größten britischen Parteien hatten mit dem auf »Pergament« geschriebenen Dokument noch vor wenigen Tagen versucht, die Schottinnen für einen Verbleib zu gewinnen, indem sie ihnen weitreichende Selbstverwaltungsrechte in Aussicht stellten. Selbst ein Umbau des Königreichs in eine Föderation ist nun denkbar.

Siehe auch:
Mitbestimmung Politik Umfrage+Statistik | Indyref1 Zitać | Alex Salmond David Cameron | | Scotland-Alba United Kingdom | EU SNP | Deutsch English

51 replies on “Schottinnen meinen: Better together.”

eine nähere analyse ist in der tat sehr interessant.

glasgow ist mehrheitlich „yes“. dort hockt im stadtparlament nur ein einziger tory – bei 79 abgeordneten. die stadt ist somit fast zu 100 prozent sozialdemokratisch-grün-liberal.
edinburgh ist mehrheitlich „no“. dort sind von 58 räten elf tories.

Hallo Karl-Heinz, hab das mit der NATO weiter unten erklärt. Es ist mittlerweile auch bei uns im Radio auf Südtirol 1 bestätigt worden, dass sich die NATO besonders über das Ergebnis gefreut hat. Gründe siehe eben weiter unten. Die Häme und das Gespotte disqualifiziert sich selbst. Man kennt es aus der Geschichte, das kommt meistens dann wenn jemand unbequeme Wahrheiten ausspricht.

Nennen wir das Kind ruhig beim Namen. Eu, USA und NATO (und v.a. die Öl-und Finanzelite die zu ihnen gehört) haben die stolzen Bravehearts und ihre Unabhängigkeit besiegt. Sie hatten natürlich den gesamten Mainstream hinter sich. Ich bin sehr enttäuscht und auch traurig über diese Entwicklung.

Steffl, ganz ganz richtig: Die jüdisch-bolschewistisch-finanzkapitalistisch-freimaurerische Weltregierung der Illuminaten hat die Bravehearts besiegt. (((Klarer Beweis: Chemtrails!)))

Tja milf, das was du schreibst ist zwar lustig, aber innerhalb der EU regiert nun mal der Mainstream (die Finanzlobbys hab ich mir ausgedacht oder? Schlaf weiter, gute nacht), den Rest deiner Verschwörungstheorien kannst du behalten.

Noch eine Kleinigkeit an den schlaumeierischen „milf“ und andere. Falls mir jemand hier in diesem Blog beweisen kann, dass sämtliche hohe politischen Vertreter der USA, der EU, der ges. Natostaaten und die Mainstreammedien nicht dezidiert und offiziell GEGEN die Unabhängigkeit Schottlands argumentiert haben, können mich alle hier in Zukunft einen „Verschwörungstheoretiker“ schimpfen. Wenn nicht bitte ich diese beleidigenden Posts zu unterlassen.

Wenn du eine Behauptung aufstellst solltest aber du die Beweise liefern. Sicher ist nicht alles ganz sauber abgelaufen, doch im Großen und Ganzen halte ich die Abstimmung in Schottland für ein nachahmenswertes, gelungenes Beispiel echter Demokratie.

Ich halte es ja auch für gelungene Demokratie. Das Ergebnis ist auch ob des Gegenwindes sehr beachtlich. Beweise: ich hab Nachrichten geschaut und von Obama bis Barroso (einschl. großer Zeitungen) haben fast alle negativ über eine Möglichkeit der Unabhängigkeit gesprochen. Was daran Verschwörungstheorie sein soll und ohne Beweis möchte ich wissen…

Verzeih mir, wenn du böse bist! Ich habe nur beispielsweise den Zusammenhang zwischen dem Ausgang der gestrigen Abstimmung und der NATO nicht verstanden und bitte da um etwas Nachhilfe.

Hab heute grad keine Lust, aber ein anderes Mal wenn du wieder artig bist erklär ich dir vielleicht einmal was die NATO ist, welche Positionen sie vertritt und wer alles dabei ist :).

Ok weil du es bist und es noch nicht bis zu dir durchgedrungen ist, dass sich in Schottland große Teile der britischen Atomwaffen befinden. Die Unabhängigkeitsbefürworter sind aber gegen Atomwaffen und wollten diese abbauen. Da dies natürlich nicht im Intetesse der NATO ist, hat sich diese im Vorfeld dezidiert gegen das Yes gestellt und sich damit in eine Reihe von mächtigen Gegnern der Unabhängigkeit gestellt. Da die Medien eher die Meinung dieser mächtigen Unabhängigkeitsgegner wiedergeben, versteht sich dass sich dies auch auf das Ergebnis auswirkt.

Zitat aus „in Europa gibt es viele Schottlands“ (http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-09/schottland-unabhaengigkeit-referendum-ergebnis/seite-2)

Trotz der scheinbaren Europaferne des Dramas spielt Brüssel eine Schlüsselrolle. Die Europäische Union hat sich zu einem bürokratischen Durchwurstelapparat entwickelt, der dem Aufflammen von Nationalismus wie gelähmt zusah. Der Versuch in den achtziger Jahren, Aufwallungen von Provinzialstolz in einem „Europa der Regionen“ aufzufangen, scheiterte kläglich. Wenn ich heute einen unserer Bezirksräte anrufe, meldet er sich mal aus Barcelona und mal aus Brüssel von Treffen einer „Versammlung der Regionen“ oder einem „Ausschuss der Regionen.“ Niemand nimmt die durch Europa jettenden Lokalmatadoren ernst.“

Mehr als eine Selbstbestimmung einer Region scheint mir eine Reform von Demokratie und Verwaltung notwendig zu sein. Auf welcher Ebene soll sich in Zukunft eine Subsidiarität entfalten: Kommune, Bezirk, Provinz, Region, Staat?

Auf welcher Ebene soll sich in Zukunft eine Subsidiarität entfalten: Kommune, Bezirk, Provinz, Region, Staat?

Darüber können wir jetzt ja wieder die nächsten 30 Jahre diskutieren. Evtl. auch die eine und andere Sonntagsrede mit dem Begriff Europa der Regionen ausschmücken.

Die Schotten haben durch ihren Unabhängigkeitskurs nun zumindest drei Londoner Parteigranden soweit gebracht sich mit dem sogenannten „Last-Minute-Schwur“ stark Richtung Devomax positioniert zu haben. Andere Regionen, wie Nordirland, Wales und evtl. sogar Cornwall oder Nordengland werden ähnliche Forderungen stellen. Da wird möglicherweise kein Stein auf dem anderen bleiben.

Nehmen wir uns doch an Salmond ein Beispiel. Better together hat sich durchgesetzt und basta. Die ganze Veranstaltung war ein Verdienst der friedlichen Demokratie und darüben können wir uns alle freuen und vielleicht auch ein bisschen Europäer-Stolz raushängen lassen. Jetzt enttäuscht herumzunörggeln und nicht-wahr-haben-wollend der EU oder den USA oder sonst welchen Verschwörungstheorien Schuld geben zu wollen, finde ich unglaublich arrogant (als wären die Schotten keine mündigen Wähler) und zeugt von schlechten Verlierern.

http://www.zauberfuchs.com/meinung/alltagsdinge-episode-012/

Cameron: „The people of Scotland have spoken, and it is a clear result.“
In Hinblick auf die Prognosen, die ein Kopf-an-Kopf Rennen vorhergesagt haben, mögen 55,3% deutlicher sein als erwartet. Absolut betrachtet sind es aber keine 50%, sondern etwa 46,8% der Wahlberechtigten, die für einen Verbleib gestimmt haben. In 4 Städten lagen die Yes-Wähler sogar vorne.
5 von 9 Schotten haben also mit No gestimmt. M.M.n. ein eher knappes Ergebnis.

Jede Zahl ist „klar“, aber es ist keine „deutliche“ oder „überwältigende“ Mehrheit. Absolut gesehen sieht es so aus:
46,8% No
37,8% Yes
15,4% Nichtwähler
Ein deutliches Votum wäre eine absolute Mehrheit oder zumindest eine 2/3-Mehrheit unter den Wählern gewesen.

Wie Alex Salmoned sagte 45% sind etwas auf dem man Aufbauen kann, besonders wenn Westminster denn Zeitplan nicht einhält

Die Frage ist, wie haben USA, Nato, EU usw. auf das Stimmergebnis eingewirkt und nicht ob diese für den Erhalt des Vereinigten Königreichs in den bestehen Grenzen sind. Denn das alleine kann doch nicht so entscheidend für das Wahlergebnis gewesen sein.
Wenn ja, dann müssten Sie erklären wie dieser Einfluss von statten gegangen ist? Glauben Sie die also tapferen Braveheartes haben sich von den Äußerungen Barrosos und co. einschüchtern lassen? Oder wie ist das genau abgelaufen?

Gorgias, weiter oben erklärte ich schon wie ich das mit der NATO meinte, nämlich dass Schottland bei GB für sie wegen den britischen Atomwaffen enorm wichtig ist. Und vor allem die Medien (Mainstream) spielen halt doch eine große Rolle bei solch wichtigen Entscheidungen, weil sie ja nur den pol. Kurs der Eliten wiedergegeben. Siehe auch aktuell Ostukraine, früher Vietnam und viele andere. Die Medien beeinflussen IMMER die Meinung der Leute. Das Ergebnis finde ich wie gesagt – bei all dem intern. Gegenwind – sehr beeindruckend.

Die größte Verschwörungstheorie wäre es, wenn man meinen würde, dass die Medien (die immer die pol. Leitkultur wiedergeben) keinen Einfluss auf das Wahlverhalten der Leute hat. Wir können das Beispiel Südtirol hernehmen. Ohne medial aufgebauschte Rentengeschichte waren die Oppositionsparteien nahe 30 Prozent, kurz danach am Boden.

Zusammenfassend finde ich dass, das Referendum eine Sternstunde der eur. Demokratie war, ich es aber kritisiere, dass man sich in der ganzen westl. Welt und vor allem in der EU (und den Medien) im Vorfeld sehr negativ dazu äußerte. Ich finde das könnte die unsicheren Wähler doch noch zu einem No bewogen haben. Ob das den Ausschlag für die Niederlage gab, darüber kann nur spekuliert werden.

Die schottische Bevölkerung hatte die Möglichkeit für einen längeren Zeitraum sich ausgiebig bei beiden Seiten zu informieren. Es gab viele Veranstaltungen die zum Thema informierten und auch aktiv besucht wurden, so dass eine mögliche einseitige Information der sog. Mainstreammedien ausgeglichen werden gekonnt hätte . Des Weiteren ist mir nicht aufgefallen dass der BBC und alle großen schottischen Medien einseitig berichtet hätten. Das einfach ins blaue über eine generalisierung zu behaupten ist nicht seriös.

Ich finde diese Sichtweise einfach naiv. Weil es sehr wohl vor allem psychologisch eine Rolle spielt, dass die gesamte pol. Elite der westl. Welt alle erdenklichen Schreckensszenarien über die Medien verbreitet haben.

Die schottische Bevölkerung hatte die Möglichkeit für einen längeren Zeitraum sich ausgiebig bei beiden Seiten zu informieren

Das stimmt, und es ist in meinen Augen wie ich schon betonte eine Sternstunde der Demokratie und ein großes Vorbild für uns alle. Nur: vor allem die ältere Bevölkerung, die mehrheitlich mit NO stimmte, ist viel leichter über die Mainstreammedien beeinflussbar als die Jungen. Und hier hat sich v.a. die ältere Bevölkerung m.E. nach von Obama, Rasmussen, Cameron, Merkel und co. beeinflussen und einschüchtern lassen. Das ist meine Einschätzung. Ich bin aber insgesamt sehr enttäuscht von unserer offiziellen europäischen neoliberalen (und neokonservativen in den USA) Politik. Aber das betrifft bekanntlich leider nicht nur die Einstellung dieser Politikerklasse zu Schottland, sondern geht weit darüber hinaus.

Das massive Einwirken auf die Schotten hat sicher einen Einfluss gehabt, angesichts dessen ist das Ergebnis respektabel. Ob für das vielzitierte Modell eines Europa der Regionen eine de facto Selbstverwaltung (falls sie nicht nur versprochen, sondern auch gewährt wird) besser ist als ein eigener Staat wird sich zeigen. Was sich aber schon gezeigt hat,ist, dass bei dieser und auch bei anderen Abstimmungen, die Bürger letztendlich Angst vor der eigenen Courage haben. Sie entscheiden sich für das Bekannte, Vertraute, den Status quo und zaudern und zögern zu neuen Ufern aufzubrechen. Deshalb sind Volksabstimmungen, die FÜR etwas neues oder anderes sind, nicht leicht zu gewinnen. Leichter mobilisiert man die Menschen immer GEGEN etwas zu stimmen, indem unzählige Wenn und Aber angeführt werden. Wenn es darum geht nur eine Meinung zu äußern ok, wenn es aber ernst wird bleibt man doch lieber beim Alten. Deshalb ist für mich das Ziel ein föderalistisches Europa der Regionen durch Volksabstimmungen zu erreichen nicht zielführend bzw. ein sehr weiter Weg. In Südtirol ist ich dieses Ziel wahrscheinlich überhaupt nur dann zu erreichen, wenn andere Regionen (z.B. Venetien oder Lombardei) vorangehen und somit die Courage der Südtiroler beflügeln. Geradezu erbärmlich sind die hämischen Kommentare bestimmter Forumsteilnehmer, die sich genüsslich an der (vermeintlichen) Niederlage des schottischen Referendums weiden.

Randbemerkung: Reinhold Messner behauptete heute in einem Interview zu seinem geburtstag auf 3Sat, dass Südtirol nach einem Los von Italien aus der EU wäre und somit nicht überlebensfähig. Auch hätte Südtirol keine Chance in der EU aufgenommen zu werden, da Italien sicher dagegen wäre.

… bei so viel Häme zum Ausgang einer basisdemokratischen Äußerung von Seiten mancher EU- und Nato-Exponenten und EU-Bürger müssen wir wohl wieder 30 Jahre warten wie oben auch Niwo anmerkt!
Warten darauf, dass dann nachwachsende EU-Bürgerinnen erkennen, dass Europa – bestehend aus den selbstsüchtigen Nationen wohl nicht ernst genommen wird und deshalb auch weiter über sämtliche Verhandlungstische gezogen wird, weiterhin von UK erpresst wird usw. usw. …
Da erscheint mir die Schweiz als das wesentlich demokratischere Europa, aber dieser Gedanke wird unsere LandesPolitiker wohl total überfordern!

demographie der ja- und nein-sager:

Nein-Sager:
– 55 jahre und älter (66%)
– höheres und mittleres management (die „oberen 25 prozent“ der bevölkerung) sowie wenig bis nicht qualifizierte arbeiter (die „unteren 25 prozent“ der bevölkerung)
– wähler der konservativen (nur einer von 23 stimmt mit ja) sowie labour und libdems
– weiblich (56 % nein-sagerinnen)

Ja-Sager:
– 16 bis 55 jahre (in dieser altersgruppe erreichen die ja-sager beiderlei geschlechts zusammen 54%)
– angestellte (untere führungsschicht) und facharbeiter (die „mittleren 50 prozent“ der bevölkerung)
– wähler von snp, grünen und sozialistischen parteien
– männlich (wenngleich auch insgesamt mehr männer nein als ja gesagt haben – nämlich 53%)

alter, sozialer status und ideologische affinität waren also wesentlichere faktoren als das geschlecht.

Die Yes campaign hat schon angekündigt nicht aufzugeben, und meiner bescheidenen Meinung nach wird es bald wieder zu einem Referendum kommen. Die Autonomie versprechen Westminsters sie nie und nimmer einzuhalten. Viel zu komplex ist die Lage auf der Insel, erste MP haben schon Widerstand angekündigt, Yes Parteien gewinnen Mitglieder wie noch nie usw.

Fall Brixen: Wie gesagt, Volksabstimmungen die FÜR etwas Neues oder Anderes sind, sind nicht zu gewinnen. Nicht bei lokalen Themen und auch nicht bei Abstimmungen zu einer allfälligen Unabhängigkeit. Das Volk will nichts Neues und wenn es auch offensichtlich besser ist als der status quo.

Apropos „Verschwörungstheorien“. Innerhalb kürzester Zeit haben sich in Schottland im Web Gruppen geformt, die inzwischen alleine bei einer Petition beinahe 100.000 (!) Unterzeichner gefunden haben. Bei dieser und einigen anderen Petitionen ist von Wahlbetrug die Rede und es wird die Wiederholung der Wahl gefordert, es liegen scheinbar auch Beweisvideos der Fälschung bei. Bei andern wiederum wird das unfaire Verhalten der Mainstreammedien gegenüber der Yes-Fraktion angeprangert. Auch Russland (wohl nicht ganz selbstlos) sieht Unregelmäßigkeiten beim Referendum. Ob da wohl ein bissl was dran ist oder alles nur Hirngespinste?

http://www.faz.net/aktuell/politik/referendum-in-schottland/schotten-zweifeln-referendum-an-die-britische-verschwoerung-13168907.html

http://www.focus.de/politik/ausland/internationale-standards-verfehlt-russland-sieht-unregelmaessigkeiten-bei-schottland-wahl_id_4146773.html

Fest steht, die Leute trauen der Poltik einfach nicht mehr über den Weg. Man kann auch hier in Südtirol immer nur hoffen, dass alles regelmäßig abläuft bei Wahlen. Bei solchen Dingen hat man leider keinen Einfluss und ist auf das Funktionieren des Rechtsstaates angewiesen.

Bei solchen Dingen hat man leider keinen Einfluss und ist auf das Funktionieren des Rechtsstaates angewiesen.

Ich glaube, das stimmt nicht ganz. Meines Wissens darf bei uns jeder Bürger bei der Stimmauszählung seiner Heimatgemeinde dabei sein. Im Wahllokal anwesend sowieso. Klar, wenn das Wachpersonal in der Nacht die Wahlurnen austauscht, kann man nix machen, aber zumindest bei der Auszählung hätte man zumindest für seine Heimatgemeinde Gewissheit. Muss man nur noch für jede Gemeinde eine willige und vertrauenswürdige Person finden…

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