Categories
BBD

Vereinfacht.
Quotation

[…] Italien ist nicht Berlusconi, die Italiener werden diesen Mann abschütteln. Die Reiche, von denen man geglaubt hat, sie würden ewig währen, sind auch schnell zusammengebrochen.

Sepp Kusstatscher im ff-Interview. (ff Nr. 30, 23.07.2009)

So einfach ist das also.

Siehe auch 1›

Einen Fehler gefunden? Teilen Sie es uns mit. | Hai trovato un errore? Comunicacelo.

18 replies on “Vereinfacht.
Quotation

Die Bagatellisierung der ewigen Reiche ist ein Fauxpas monumentalen Ausmaßes. Sie sind zwar glücklicherweise schnell zusammengebrochen, aber nicht schnell genug um den Massenmord an Millionen von Juden, Nomaden, Homosexuellen, Andersartigen, Alten, Arbeitsunfähigen zu verhindern. Herr Kusstatscher sollte sich davor hüten den Nazifaschismus, aber auch den entfernt verwandten Berlusconismus, auf die leichte Schulter zu nehmen!

Ah, bravo Kusstatscher… d’altra parte non avrebbe potuto dire nulla di diverso: da una parte c’è il despota che, come un cancro, sta divorando un paese, trascinandolo verso il basso sia in senso economico, che civile che morale. Dall’altra parte c’è il dogma fondamentale dei Verdi, che l’Italia è comunque ed in ogni caso il paese migliore in cui si possa stare.
Messe assieme fanno un commento come quello che puoi leggere sopra…

Ach Sepp; das Hemd ist doch in diesem Fall wirklich näher als die Jacke.
Verfalle doch nun nicht in den “Historienmacher”. Andererseits verstehe ich Dich natürlich auch. Tut Euch zusammen und jagt ihn durch das “Tor” von Bozen. Weißt schon; wo wir standen. Übrigens ist es ja allerdings nur mit dem Weggang diese Scharlatans nicht getan. Das wissen wir ja alle.

Dall’altra parte c’è il dogma fondamentale dei Verdi, che l’Italia è comunque ed in ogni caso il paese migliore in cui si possa stare.

Perché queste affermazioni prive di senso? La posizione dei Verdi non è questa, per i Verdi – se vogliamo aderire al loro punto di vista in modo corretto – la questione nazionale è del tutto subordinata alle problematiche globali e locali. Dell’Italia, ai Verdi, importa relativamente.

Kusstatscher will sicher nicht den Nazifaschismus bagatellisieren, das kann ich ausschließen. Aber er vereinfacht zu viel und bagatellisiert den Berlusconismus. Schon deswegen ist der Satz furchtbar.

@gadilu: Man gewinnt aber den Eindruck den fabivS beschreibt, denn die lokalen Probleme sind ohne die italienische Dimension nicht zu verstehen und zu lösen. Zudem unterstreichen die Grünen regelmäßig die Notwendigkeit Italiens, damit Südtirol nicht vom rechten (rechtsstaatlichen) Weg abkommt. In dieser Hinsicht ist das Kusstatscher-Zitat ganz typisch.

Ein Grundprinzip zieht sich wie ein roter Faden durch die grüne Gedankenwelt: Wenn es in Südtirol nicht das Gegengewicht des italienischen Staates gäbe, dann würde hier alsbald Rechtsstaatlichkeit und Demokratie außer Kraft gesetzt werden.
Dies ist auch der Grund warum Missstände in Südtirol von den Grünen mit enormer Härte kritisiert werden, während Missstände in Italien bagatellisiert, romantisiert und heruntergespielt werden.
Dies ist auch der Grund warum die Grünen gegen beinahe alle Ausweitungen der Autonomie sind und waren. In den 90er Jahren waren die Grünen gegen die Übernahme der Lehrer durch das Land (ich entnehme diese Information dem Buch spaesati von Lucio Giudiceandrea). Heute will man von einer Südtiroler Landespolizei eben sowenig wissen wie von einer richtigen Steuerhohheit oder einer Sportautonomie.
Auf die Idee, dass es gerade die lasche Einstellung zur Autonomie ist, die für das miserable Wahlergebnis im Oktober 2008 verantwortlich ist, scheint von den grünen Chefstrategen noch niemand gekommen zu sein.

Vielleicht ist es auch nicht das Beste, wenn ALLES von Bozen aus geregelt wird, denn durch die Bittdemokratie unseres Landesvaters, durch die doch sehr einseitige Auslegung einiger “Regeln”, könnten wahrscheinlich ein paar, sagen wir mal, komische Dinge passieren, denn mein Vertrauen in unsere wichtigsten Volksvertreter ist nicht gerade das grösste. Andererseits stellt sich die Frage, ob sich mit noch mehr Kompetenzen und einer Steuerautonomie unser doch “grosszügiger” Umgang mit Steuergeldern noch rechnen würde. Oder bist du bereit auf Geld oder andere Annehmlichkeiten unserer so schlechten Autonomie zu verzichten, damit z.B. unsere Sportler mit Südtiroler Fahne und Hymne gefeiert werden können??

@jonny
Langfristig wird auch Südtirol nur das Geld ausgeben können, das es einnimmt, wobei mal ein Kassensturz zu machen wäre, wie es finanziell in unserem Land tatsächlich aussieht. Die diesbezüglichen Publikationen sind wenig überzeugend. Gerade eine Steuerhoheit ist m.E der Schlüssel zu einer wirklich gesamtheitlichen Verantwortung. Momentan kann die Landesregierung Nikolaus spielen, was eben in Südtirol Verhaltensweisen fördert, die zu Recht kritisiert werden.

Beh, che c’è di male se in Sudtirolo si arriverà  a spendere tanto quanto si incassa di tasse? E non, come adesso, che riceve il 114% (calcoli della Ragioneria dello Stato) a fronte del 85-90% (?? aiutatemi voi, ne sapete sicuramente più di me) di competenze devolute da Roma. Sicuramente aiuterebbe il senso di responsabilità  generale, anche in mancanza della sovranità  fiscale.
Le altre regioni, specie quelle a statuto ordinario, sarebbero felicissime di godere di condizioni simili.

Gadilu, negli ultimi mesi mi son sempre più reso conto che i Verdi, prima che un partito politico, sono un fenomeno di costume: la pecora nera, l’hippie, l’alternativo etc.. etc..
Questo non sminuisce la loro portata politica o l’importanza delle loro istanze, tuttavia quest’ipotesi mi chiarisce molti dei loro lati più misteriosi.

Ora quando e da chi son nati i Verdi locali? negli anni settanta da una minoranza interna ai Sudtirolesi. Come in America i figli dei fiori contestavano i meccanismi imperialisti della società  dei loro padri, da noi, in una provincia di contadini e montanari che, per decenni avevano detto massicciamente “Los von Rom”, loro si son dimostrati da subito perfettamente inseriti nel panorama italiano, mostrando i pregi del cosmopolitismo (e fanno bene: un po’ di cosmopolitismo fa bene a tutti, ma sfoggiarlo mi pare di cattivo gusto).
Il fatto è che, questo attaccamento incondizionato all’Italia, che, mi pare, è sentito in maniera ancora più forte dalla parte tedesca del partito, da provocazione giovanile, mi pare davvero sia divenuto un dogma di cui non ci si vuole liberare.
E sai perchè? perchè un Verde che guarda uno Schuetze che sbraita “Los von Rom” si sente inconsciamente come l’uomo che vede la scimmia e si vergogna di discenderne.
Perciò si chiudono gli occhi e non si vedono le cose: l’italia non sta diventando un paese autoritario, i mali cronici di questo sistema vengono relativizzati a macchietta, il berlusconismo passerà  presto (intanto sono 15 anni che plasma la vita politica). L’importante è non essere d’accordo col “Los von Rom” degli energumeni locali, altrimenti il gioco dell’alternativo salta.

Perciò i Verdi difendono la democrazia, finchè si tratta di aeroporti e tunnel (e fanno davvero bene). Ma in cuor loro non ritengono il Waschtl di Sarentino o il Seppl di Silandro, col loro bel trattore e grembiulino blu, in grado di decidere veramente del destino della loro terra tramite un referendum.

Ora mi dirai che le mie sono considerazioni prive di riscontri, che si tratta semmai di casi isolati e che le analisi sociologiche da grandi magazzini sono da lasciare al bancone del bar… Tuttavia a me pare proprio così.

@ Fabius

un po’ di cosmopolitismo fa bene a tutti, ma sfoggiarlo mi pare di cattivo gusto…

Sono d’accordo. Completerei la frase così: un po’ di patriottismo fa bene a tutti, ma sfoggiarlo mi pare di cattivo gusto.

Esatto… per questo sono piuttosto critico con quelli che vanno in giro ad ostentare magliette con l’aquila ad ogni festa, improbabili Lederhosen ad ogni occasione, o al contrario, toppe col tricolore un po’ posticce. E soprattutto mi sta sulle scatole chi si prende la briga di impiastricciare con gli adesivi di “Suedtirol ist nicht Italien” o “Compra italiano – Forza nuova” ogni cartello stradale… però non mi vergognerò mai della mia Heimatliebe nè davanti a quelli che mi vedono come un traditore, nè davanti a quelli che mi vedono come un ultraconservatore testardo!!! Non sono nè l’uno nè l’altro!

Wie verzerrt bei manchen (Ex-)Grünen die Realitätswahrnehmung nach wie vor ist, zeigen zwei Zitate.

Markus Lobis am 7. Februar im Facebook:

Ich fühle mich auch nicht als Italiener. Das hält mich aber nicht davon ab, ein Italien-Fan zu sein und die Italiener sehr zu schätzen. Ich bin überzeugt, dass die große Kulturnation Italien und ihre BürgerInnen aus dem aktuellen politischen Loch herauskommen werden.

Auch ohne Durnistan!

Markus Lobis am 3. März — also bereits nach dessen Rücktritt — im Facebook über Karl-Theodor zu Guttenberg:

Ich bin immer mehr besorgt! Dieser Hype um Guttenberg ist gefährlich. Wer wird der nächste Führer?

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich bin im Facebook nicht mit Markus Lobis »befreundet«. Was ich hier wiedergebe ist also aufgrund seines öffentlichen Profils für jeden frei einsehbar.

@pérvasion
stell dir mal vor wie unsere restgrünen Ideologen schreien würden, wenn es in Österreich oder Deutschland auch nur annähernd berlusconianische Zustände gäbe.

Über die Bagatellisierung der Zustände in Italien könnte man ja ganze soziologische Abhandlungen verfassen. Ich erinnere mich an eine interessante Sendung im Ö1 aus dem Jahre 2005 (vermutlich – kann das Datum und den Titel der Sendung leider nicht mehr rekonstruieren) zum Thema Korruption. Der Gesprächsparter der Moderatorin, ein hoher deutscher Ex-Finanzexperte, der sich nach der Pensionierung ehrenamtlich der Bekämpfung der Korruption widmet. Die hochinteressante Sendung beendete die Moderatorin mit der Frage an ihren Gast, was er denn zu Berlusconi in Italien in diesem Zusammenhang sagt.
Die Antwort war beinahe unwirklich. Ohne überhaupt auf die Frage einzugehen erklärte der deutsche Korruptionsexperte der Moderatorin langatmig wie sehr er Italien liebe und, dass er mit diesem Land familiäre Beziehungen pflege, da seine Tochter dort verheiratet sei und so weiter und so fort. Zur eigentlichen Frage hatte unser Experte nichts zu sagen.

Ich bezweifle, dass es im Zusammenhang mit einem anderen Land zu einer derartigen Friede, Freude, Eierkuchen Antwort gekommen wäre. Leider ist die damalige Antwort im Ö1 exemplarisch im Umgang mit den Missständen in Italien.

NB: sollte jemand irgendwie Beziehungen zum Ö1 haben und in der Lage sein, diese Sendung zu organisieren, auch für diesen Blog, wäre ich sehr dankbar.

Povero Niwo. Non riesce a votare i Verdi – e fin qui poco male – ma non riesce proprio a capire perché quei cattivoni non fanno un partito come se lo immaginerebbe lui.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You are now leaving BBD

BBD provides links to web sites of other organizations in order to provide visitors with certain information. A link does not constitute an endorsement of content, viewpoint, policies, products or services of that web site. Once you link to another web site not maintained by BBD, you are subject to the terms and conditions of that web site, including but not limited to its privacy policy.

You will be redirected to

Click the link above to continue or CANCEL