Endlich: Die Alpini kommen!

ANA.Eine Orgie von nicht weniger als 400.000 Soldaten und Ex-Soldaten wird sich 2012 über die Landeshauptstadt ergießen. Wie jetzt beschlossen vorentschieden wurde, soll dann nämlich das Nationale Alpinitreffen in Bozen stattfinden.

Schon 2009 hätte Südtirol diese zweifelhafte Ehre zuteil werden sollen, die Landesregierung wollte aber eine allzu explosive Mischung im Hoferjahr vermeiden. Nun konnte sich Bozen (gegen Pordenone) aber mit knapper Mehrheit als Austragungsort für das übernächste Jahr durchsetzen. Landtagsvizepräsident Minniti von Berlusconis PDL jubelt, auch Christian Tommasini von den Demokraten freut sich. Zustandegekommen ist dieser einmalige Erfolg aber dank eines Briefes, den niemand anderes als Landeshauptmann Durnwalder an die Alpinileitung geschickt hat, wie der Bozner ANA-Vorsitzende Scafariello stolz berichtet. Das sei der ausschlaggebende Pluspunkt der Südtiroler Bewerbung gewesen.

In diesem Brief müssen wohl die große Ungeduld und Vorfreude der Südtiroler Bevölkerung zur Sprache gekommen sein, das Land nach mehreren Jahrzehnten endlich wieder militarisiert zu sehen. So viele Alpini — ungefähr einen für jede zivile Einwohnerin Südtirols — hatte es bei uns wohl lang nicht mehr gegeben. Und das ist äußerst schade.

Da passt es freilich schlecht ins Bild, dass das vierte Armeekorps noch in diesem Jahr die Huber-Kaserne in Bozen räumen und nach Verona umziehen soll, wie schon seit langem geplant. Die freiwerdenden Areale sollen ans Land übergehen und von der Gemeinde als Wohnbauareal genutzt werden. Alessandro Urzì und Michaela Biancofiore (beide PDL) sehen jedoch zum wiederholten Mal die Italianità gefährdet: Zum einen würden zahlreiche wohlintegrierte Familien wegziehen, zum anderen identifizierten sich die Südtirolerinnen nun einmal mit ihren heißgeliebten Gebirgsjägern. So kündigten die beiden Politikerinnen Gegenmaßnahmen an: Urzì schrieb dem Verteidigungsminister, während Biancofiore sich mit dem zuständigen Unterstaatssekretär treffen will. Hoffentlich, hoffentlich ist ihr Einsatz nicht vergeblich. Der Landeshauptmann schreibt sicher gerne einen Brief.

Siehe auch:
Militär Politik Satire | | | | | PD&Co. PDL&Co. |

126 replies on “Endlich: Die Alpini kommen!”

Da kommt Freude auf! Hoffentlich feiern sie schön beim Siegesdenkmal, Gerichtsplatz & Co. (kann ich mir schon bestens vorstellen)
Unabhängig davon daß es sich um Militär handelt ist es schon Schwachsinn so eine Riesenveranstaltung unserem kleinen Land und Bozen zuzumuten! 400000 Teilnehmer auf 100000 Bozner Einwohner?! Wenn das wirklich so kommt fährt man besser in der Zeit in Urlaub.

Für wirkliche Visionen, wie etwa einem militärfreien Südtirol, was historisch und gesellschaftlich mehr als legitim wäre, scheint Durnwalder sowieso nicht der geeignete Mann zu sein.

Traurig, dass ein nennenswerter Teil der Bozner Bevölkerung für Ihre Identität unter anderem immer noch militärische Aufmärsche einer uns fremden Armee notwendig hat. Dass sich diese Menschen in diesem Land nicht zu Hause fühlen – wen wunderts? Leuten wie Urzì und Biancofiore ist die italienische Armee in Bozen ja lieber als verfügbarer Baugrund für SüdtirolerInnen gleich welcher Sprachgruppe, die tatsächlich in diesem Land etwas aufbauen möchten.

Non capisco questi toni. La venuta degli alpini è un avvenimento risibile come lo è l’anno hoferiano. O si ride di tutti e due o si tace su tutti e due (mi pare che pérvasion abbia taciuto opportunamente sulla farsa dell’anno hoferiano ed era quindi giunto a metà  dell’opera).

Natürlich kapierst du die „Töne“ nicht, denn wie so oft siehst du mit deinen Scheuklappen nur das was du sehen willst.
Und der Vergleich mit dem Hoferjahr ist auch wieder erster Klasse. Der Vergleich ist aus so vielen Gründen schwachsinnig, daß ich erst gar nicht anfange sie aufzuzählen.
Allein die Größe der Veranstaltung! Ich würd mich auch nicht freuen wenn 400.000 österreichische Gebirgsjäger oder Schützen kommen würden. Nein, danke.

Per me già  due alpini e due Schützen sono troppi. Ma di gente che si esalterebbe a vedere queste idiozie (400.000 Gebirgsjäger) se ne potrebbe trovare. Del resto, basta girare alla larga. E il problema è risolto.

Gratis Wahlwerbung für die deutschsprachige Opposition. Die SVP wird die Absolute verlieren. Der Koalitionspartner „Freiheitliche“ wird ihr gut tun.

@PV: Du bist ein Meister der Argumentation. Einerseits rätst du der SVP in der Gemeinde Bozen mit den italienischen Rechten zusammenzuarbeiten die dieses Treffen, die Monumente und Reliefs zu unantastbaren Mythen und Symbolen der Italianität erklärt haben. Im Landtag soll die SVP aber mit den Freiheitlichen koalieren? Was soll daran positiv sein? Die Ausländerfeindlichkeit?
In Österreich hat sich ja gezeigt dass die beste Rolle für diese Parteien die Opposition ist.

@Lex
Grundsätzlich finde ich Kohärenz langweilig und würde den Konrad Adenauer Ausspruch “ was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“ jederzeit unterschreiben.
In dem von Dir erwähnten Zusammenhang kann man mir diesen Vorwurf ausnahmsweise nicht machen. Ich sehe keinen Widerspruch.
Die Zusammenarbeit mit der italienischen Rechten in Bozen würde ich aus strategischen Gründe empfehlen, um die Grabenkämpfe innerhalb des PDL anzuheizen, was eine Schwächung desselbigen, vielleicht sogar eine erneute Spaltung, zeitigen würde. Das bedeutet also nicht, dass ich die Inhalte des PDL für unterstützenswert halte – im Gegenteil.
Wenn aber die führende Persönlichkeit der SVP sich für das Alpinitreffen eingesetzt haben soll, was dieser Artikel der BBD insinuiert, und somit den Großteil der Bevölkerung vor den Kopf stößt, dann scheint langsam der Zeitpunkt gekommen, dass der Wähler seinen Unmut äußert. Außerdem kann es nicht schaden, wenn ein zusätzlicher starker Koalitionpartner die Machtfülle der SVP begrenzen würde und neue Dynamik in die Landesregierung trüge. Dazu bieten sich die Freiheitlichen als zweitstärkste Fraktion an. Natürlich wäre zu wünschen, dass, nachdem die Radikalität seit geraumer Zeit glaubhaft aus den Positionen der Freiheitlichen genommen wurde, auch eine Intellektualisierung der Partei stattfände.

ich glaube, hier wird mal wieder maßlos übertrieben: wenn man bedenkt, dass in ganz südtirol nur 200.000 Gästebetten existieren, müssen die kolportierten 400.000 alpini im schichtbetrieb schlafen, falls sie länger als einen tag bleiben wollen. selbst wenn sie aber über tag mit autobussen anreisen, bräuchte es in bozen und umgebung 8.000 busparkplätze! (ca. 80 ha flächenbedarf). vom zug reden wir erst gar nicht…
hat sich da jemand um eine „0“ verschrieben? oder gehts nur ums reisserische?

Bereits im „Logo“ der lokalen Alpini-Vereinigung kommt das irredentistische Gedankengut der Vereinigung zum Ausdruck. Die Adler bzw. Geier fliegen nach Norden um den Schlern und Rosengarten einzunehmen.

..und was ist mit den Kriegsverbrechen der Alpini und die nie erfolgte Distanzierung zum Faschismus??

Keine Alpini in Tirol.

und somit den Großteil der Bevölkerung vor den Kopf stößt,

Und woher hast du dieses Allwissen, was den Grossteil der Bevölkerung vor den Kopf stösst?
Vielleicht hat der Schützenaufmarsch den Grossteil der Bevölkerung vor den Kopf gestossen?
N.B. Möglichkeitsform!!! Denn ich kann genau wie du nicht wissen was die Mehrheit der Bevölkerung vor den Kopf stösst!!
Also, langsam mit solchen absolutistischen Behauptungen, denn wahrscheinlich(!!!!!) ist der Grossteil der SÜDTIROLER Bevölkerung nicht so patriotisch wie euer kleiner Kreis von „Südtirol ist nicht Italien“ Fans

Ah, und noch was, im Juli steigt die Europeade in Bozen, da kommen alles Ausländer, und sogar Italiener!!!!
Würde sehr auf der Hut sein!!!!!

bezüglich vor den kopf stossen können wir ja mit unserer mgm und den speckverbänden, kellereigenossenschaften und sennereigenossenschaften etc. auftreten und damit den „eindringlingen“ unsere besten seiten zeigen! sie werden das begeistert aufnehmen und den ruhm unseres landes auch bis in den letzten zipfel des stiefels tragen.
wär doch gelacht, wenn daraus nicht auch für die bergbewohner ein lukratives event wird!

Lieber Jonny, mit einem Mindestmaß an Differenzierung kann man zwischen einer sportlichen, kulturellen oder auch politischen Veranstaltung und einer militärischen unterscheiden. Ich jedenfalls tue das. Du kannst die Gesinnung und die Werte der Teilnehmer an einem Alpinitreffen und an der Europeade wohl nicht im Ernst gleichsetzen.

Wie man durch dieses Blog nachvollziehen kann, bin ich überdies dezidiert ausländerfreundlich gesinnt. Mehrmals habe ich dazu aufgerufen, die Zuwanderung als eine Chance und nicht als eine Bedrohung zu sehen.

Den anstehenden Aufmarsch kritisiere ich aufgrund seiner militärischen Konnotation und speziell wegen der Geschichte der Alpini, von der sie sich zu keinem Zeitpunkt distanziert haben — aber nicht, weil es sich um eine italienische Veranstaltung handelt.

Im Gegenteil: Mich würde es freuen, wenn in Südtirol z.B. auch große italienische Kulturveranstaltungen stattfinden würden. Genauso wie es mich ärgern würde, wenn Bozen sich für ein internationales Militärtreffen bewerben sollte. Ich werde übrigens demnächst darüber schreiben, dass Toblach regelmäßiger Austragungsort internationaler Winter-Militärsportmeisterschaften ist.

@pervasion
Das war gar nicht an dich gerichtet, sondern an jene, die behaupten die Mehrheit der Bevölkerung auf ihrer Seite zu haben. Und natürlich ist die Europeade ganz etwas anderes, wenigstens für dich und mich, aber für andere??
Und noch was, ich bin auch kein Fan von militärischen Sachen im Allgemeinen, aber ich verstehe nicht ganz diese Aufregung, die kommen ein paar Tage nach Bozen, feiern da, was sie zu feiern haben, und das wars dann schon, sie werden keine Südtiroler beleidigen oder angreifen, und sie werden keine Südtiroler Kinder fressen. also lasst sie doch ein paar Tage „ALPINI“ spielen!

feiern da, was sie zu feiern haben
sie werden keine Südtiroler beleidigen

http://www.ana-altoadige.it/
In tale occasione si era solennemente inaugurato, alla presenza del Sovrano, il tanto contestato Monumento alla Vittoria, con un massiccio intervento di Alpini delle Tre Venezie.

l’Avanguardia eloquente delle Penne Nere sui nuovi confini d’Italia

usw

La polemica così come è stata impostata da alcuni di voi è riuscita nel difficile intento (a me, italiano di sinistra e obiettore di coscienza!) di farmi risultare simpatici gli alpini… Immaginatevi che effetto produrrà  sul bolzanino medio!
E a proposito di suscettibilità : mai pensato che gli Schützen che marciano con schioppi e spade (evidentemente dà  fastidio solo il militarismo di marca italiana…) e striscioni con su scritto: „Südtirol ist nicht Italien“, potrebbero offendere noi italiani?

Purtroppo l’articolo di pé si muove mani e piedi nel cerchio della rappresentazione del conflitto etnico (o del conflitto etnico rappresentato). Mani e piedi legate, inoltre. Tze tze.

@enrico
Die Schützen gehören zu Süd-Tirol, die Alpini nicht.

Und der Spruch „Südtriol ist nicht Italien“ sollte in absehbarer Zeit umgesetzt werden und zwar mit den italienischsprachigen Südtirolern!

@ko
ich muss enrico recht geben: soo gehts nicht! dass die schützen rein vom geschichtlichen zeitablauf mehr zu südtirol gehören als die alpini, legitimiert auf keinen fall diese protzigen, stampfenden und steiffedrigen aufmärsche wie wir sie im sogenannten gedenkjahr erlebt haben! ich will auch keine fackelmärsche, die mich nur ans dritte reich erinnern und in keinster weise auch nur irgendeine minimale, positive und verbindende zukunftsstrategie aufzeigen! denn dann sind sie eben genau dasselbe wie der geplante alpiniaufmarsch.
nur wenn man beides gleich lächerlich ansieht und eben unseren speck, käse und wein als verbindenen kitt dazustellt, wird es erträglich.
( kultur eben! )

@Enrico, Gadilu und Pavlov

Man kann die Ideen Pés teilen oder auch nicht. Tatsache ist aber, dass er über den Mechanismen des (angeblich existierenden) ethnischen Konfliktes steht. Kritisiert er doch, was an verschiedenen Stellen dieses Blogs nachzulesen ist, auch vergleichbare Aufmärsche auf deutscher Seite, die österreichische Politik (ich erinnere mich an die FPÖ-Voralberg-Geschichte) oder die italienische Innenpolitik (Lega usw.). Zudem kritisiert er völlig unbefangen, wie es eine falsch verstandene politische Korrektheit auf linker deutschsprachiger Seite leider oft verhindert, auch die lokale italienische Rechte.
Und zwar unabhängig von ethnischen Kategorien (!).
Dass das einige scheinbar für denkunmöglich halten, sagt viel über deren Gedankenwelt aus.
Genau diese Haltung Pés zeigt, dass der Standpunkt der BBD über dem ethnischen Denken steht und unabhängig vom Absender die jeweils verwerfliche Konnotation verurteilt.

Na da darf aber herzlich gelacht werden! Italien selbst ist nicht mal 2 Jahrhunderte alt und wird in der Form das Ende des 2. Jahrhunderts wohl nicht erleben, dafür sorgen schon die korrupten Politiker in Rom.
Und Südtirol wird wieder frei sein. Ich freu mich schon auf die Alpini!!!! hoffentlich gibts ein paar Skandale wie Kränze vor den Denkmälern usw. das wird die Südtiroler nur mehr aufrütteln.

Genau diese Haltung Pés zeigt, dass der Standpunkt der BBD über dem ethnischen Denken steht und unabhängig vom Absender die jeweils verwerfliche Konnotation verurteilt.

Benissimo. Allora vorrà  dire che comincerò a seguire questa interessante piattaforma più assiduamente. Mi dispiace non averne avuto finora la possibilità .

L’esasperazione del concetto di «rappresentazione del conflitto etnico» ti porta paradossalmente a ingabbiare etnicamente anche questa critica. Va bene che un «tedesco» critichi un (evento) «tedesco», come va bene che un «italiano» critichi un (evento) «italiano». Ma se un italiano critica un (evento) tedesco o viceversa questo per te rientra automaticamente nella rappresentazione.

Io invece penso che una critica equilibrata (ben descritta da PV) possa risultare allo stesso tempo super partes ed al di sopra della rappresentazione.

È un parere del tutto personale. Tu ti muovi generalmente bene al di sopra della rappresentazione (secondo il nostro metodo). Qui sopra mi è parso invece di ravvisare dei toni più atti alla reiterazione della rappresentazione, che al suo superamento (che poi di fatto è impossibile, come vado ormai insegnando da mesi). Sottoscrivo invece quanto dici: occorre una critica equilibrata e trasversale (ovvero: sarebbe del tutto legittimo criticare la venuta degli alpini…).

Anche questo è un parere personale: Non condivido che per criticare l’arrivo degli alpini avrei dovuto criticare il Landesfestumzug. Per varie ragioni, come per esempio che dei gruppi folcloristici non sono l’esercito ufficiale di uno stato — ma soprattutto perché ricordo benissimo quale fu la ragione che mi spinse letteralmente ad ignorare la parata di Innsbruck: Fu molto criticata da parte italiana e da parte tedesca, e lo ritenni un fatto positivo. Purtroppo invece nel caso degli alpini gioiscono non solo le destre ma perfino il PD ed il Landeshauptmann. E non ho sentito (né mi aspetto) alcuna critica nemmeno dalla sinistra estrema o dai verdi, che tanto bravi furono a criticare gli Schützen.
E qui purtroppo devo dare ragione a Lucio Giudiceandrea.

Gli Schützen non sono un gruppo folcloristico, ahimé. O meglio: lo sono ma non vorrebbero esserlo (in un senso un po‘ perverso lo sono a maggior ragione per questo, ma è un altro discorso). Del resto, con la tua critica agli alpini vai a braccetto con i vari Lorenz Puff. È necessario?

Consiglio a chi vuole giudicare gli alpini di leggere Mario Rigoni Stern e Giulio Bedeschi; ne sono esonerati quelli che hanno o hanno avuto e conosciuto nel loro parentado reduci, morti o dispersi in Russia…altro che fascismo o guerrafondai…Diversamente questi signori prendono abbagli mondiali tanto da riuscire a paragonare gli Schuetzen agli Alpini, e non si può certo discutere ..sarebbe come parlare ad un sordo…ma mi sembra che sull’agomento „etnico“ qui in Alto Adige siano soprattutto i sordi e ciechi che parlano e si danno da fare tanto…ne vedremo delle belle se sarà  questa gente la classe dirigente del futuro. Ci attende un bel ritorno nel passato.

Gli Schützen non sono un gruppo folcloristico…lo sono ma non vorrebbero esserlo!

Und? Es handelt sich um einen Verein, der mit Sicherheit keine Gebietskörperschaft vertritt. Ich kann keine Vergleichbarkeit erkennen. Außerdem ist die Relation eine gänzlich andere (4000 vs. 400.000 in einer Stadt mit 100.000 Einwohnern).

Del resto, con la tua critica agli alpini vai a braccetto con i vari Lorenz Puff. È necessario?

Natürlich ist Kritik bzgl. der Vorkommnisse aus Sicht der BBD notwendig. Wie will man sonst ein äquidistantes postethnisches Gesellschaftsverständnis glaubhaft vertreten?
Der Kontext aus dem Pés Kritik stammt ist – offensichtlicher geht es nicht – ein anderer.

Ich frage mich wem diese potemkinschen Dörfer der Italianità¡ für ein paar Tage Nutzen bringen sollen. Die deutsche Opposition wird die Rolle der SVP thematisieren, die SVP wird den monetären Aspekt beschwören und auf Nächtigungszahlen verweisen. Die Grünen werden, unabhängig wie sie sich äußern, potentielle Wähler verschrecken (Pazifisten vs. falsch verstandene politische Korrektheit) und sollten im eigenen Interesse besser schweigen.

Was mir völlig unklar bleibt ist die Motivation Durnwalders.

@ PV

I toni della critica di pérvasion sono sbagliati. Lo dimostrano (ad abundantiam) le reazioni „italiane“ raccolte tra lo sparutissimo drappello di lettori del blog. Ma se vuoi avere la prova del nove traduci questo articolo e portalo in un bar di via Resia.

400.000 Alpini in Bozen? Das geht ja gar nicht!
Das auszurechnen brauchts nichteinmal einen Taschenrechner.
Wenn alle mit Bussen kommen, brauchts
6500 Busse
oder 400 Sonderzüge
oder 150000 Autos…
Zu den 400.000 wären noch ein paar Angehörige dazuzurechnen
und, wie in Bruneck beim Schützenaufmarsch in Proportion, 50.000 Polizisten, usw.
Eine halbe Million zusätzliche Personen in Bozen!
Weihnachtsmarkt von der Industriezone bis Rentsch.

@gadilu

traduci questo articolo e portalo in un bar di via Resia.

Das ist ja das Problem. Ist dieses Großereignis deiner Meinung ein Beitrag für die Beheimatung der SüdtirolerInnen italienischer Muttersprache in Südtirol?

Ich bin auch der Überzeugung, dass Schützen und Alpini nicht vergleichbar sind. Die offizielle Geschichte der Schützen endet 1918 – seitdem ist es ein privater Verein (mit politischem Einfluß, politischen Aktivitäten und vielen Mitgliedern, die möglicherweise nicht unbedingt zur progressiv/liberalen gesellschaftlichen Avantgarde zählen und einem Gedankengut nachhängen, das den BBD Grundsätzen diametral zuwiderläuft usw.)
Die Alpini sind Teil der italienischen Armee. Die Geschichte der Alpini hat nicht 1918 geeendet sondern aus Südtiroler Perspektive erst so richtig angefangen. (Zeit des Faschismus, Vernichtungskrieg in Abessinien 1936 mit Einsatz von Giftgas, unmittelbare Nachkriegszeit). Der essenzielle Unterschied besteht darin, dass während dieser Zeit die Alpini immer Teil der offiziellen Armee Italiens waren. Alles was in dieser Zeit geschah liegt demnach im direkten Verantwortungsbereich der italienischen Regierung und dafür hat diese die Verantwortung zu übernehmen.

Es ist zumindest auffällig, dass das Alpini Spektakel von italienischer Seite (bitte um Korrektur, wenn ich irre) wenig kritisiert wird, die diversen Schützenaufmärsche von deutschen Kreisen sehr wohl heftig kritisiert wurden.
Ich kann sehr wohl nachvollziehen, dass die Alpini Teil des italienischen Selbstverständnisses in Südtirol darstellen und Kritik an so einem Ereignis das Mark einer nicht gefestigten Identität trifft. Deshalb noch einmal meine Fragen: Ist dieses Großereignis nützlich die Beheimatung der italienischsprachigen SüdtirolerInnen zu fördern? Ist es für den gesamt-gesellschaftlichen Zusammenhalt nützlich?

@luigi
qui in Alto Adige siano soprattutto i sordi e ciechi che parlano e si danno da fare tanto…ne vedremo delle belle se sarà  questa gente la classe dirigente del futuro. Ci attende un bel ritorno nel passato.

Toller Rundumschlag. Nur erstaunlich, dass die Kompetenzen, die vom Land Südtirol verwaltet werden besser funktionieren, als staatlich verwaltete Kompetenzen. Vielleicht sind die Blinden und Tauben ja doch nicht ganz unfähig…..

@gadilu

traduci questo articolo e portalo in un bar di via Resia.

Questa poi. E se tu traducessi una delle tue (o anche delle mie) critiche agli Schützen e la portassi al bar di un paesino sperduto? Proprio non capisco dove vuoi arrivare. Mi sembra che ormai vai avanti a pretesti, sei sempre più altoatesino. Spero di sbagliarmi.

@Gadilu

I toni della critica di pérvasion sono sbagliati.

Kannst Du ein konkretes Beispiel geben? Und wenn ja: Wie hätte man die Kritik besser formulieren sollen?

Lo dimostrano (ad abundantiam) le reazioni ”italiane” raccolte tra lo sparutissimo drappello di lettori del blog.

Toller Beweis.
Ist das Pé zum Vorwurf zu machen? Oder einem überhöhten Nationalgefühl auf italienischer Seite – über SÄMTLICHE parteipolitischen Grenzen hinweg?

Ich muss schon sagen dass auch ich auf italienischer Seite die Selbstkritik vermisse, welche ein erheblicher Teil der deutschsprachigen Südtiroler gegenüber dem Landesfestumzug aufgebracht hat. Wenn es eine solche gäbe wäre es vielleicht einfacher die ethnischen Grenzen der Kritik zu sprengen.

Ah si? E chi, nel mondo di lingua tedesca, avrebbe mai criticato gli Schützen e le loro patetiche marce?
Molti esponenti dei verdi, ma appartengono per definizione a un partito interetnico. Sono giunte forse critiche dalla SVP o dalla destra tedesca (ipotesi puramente accademica)?
Il problema è sempre quello, antichissimo, della pagliuzza e della trave…

@enrico

Ah si? E chi, nel mondo di lingua tedesca, avrebbe mai criticato gli Schützen e le loro patetiche marce?

Ist im „Alto Adige“ wohl nicht erwähnt worden, mh?

Also mir fallen spontan verschiedene Artikel, Kommentare in der „Tageszeitung“ und der „ff“ ein. Zahlreiche kritische Leserbriefe in den Dolomiten. Äußerungen deutschsprachiger Vertreter der Grünen (die sogar Gegenkundgebungen organisiert haben). Kritik von bekannte Historiker wie etwa Leopold Steurer. Die BBD. Antifa Meran.

Sono giunte forse critiche dalla SVP

Kritik kam von Durnwalder auch am Protestmarsch der Schützen. Damit würden nur Ängste geschürt, aber keine Probleme gelöst.

http://www.orf.at/090522-38557/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2F090522-38557%2F38559txt_story.html

Enrico was hältst Du von Selbstreflektion?

@PV
e ci mancherebbe che Durnwalder, nella sua funzione di governatore di tutti i sudtirolesi/altoatesini, approvasse pubblicamente le provocazioni degli estremisti col pennacchio. Quanto agli altri, compreso Steurer che stimo molto, si tratta di persone dal peso politico, purtroppo molto scarso.
Un po‘ di „autoriflessione“ farebbe bene a tutti, anche a te :)

@enrico
PV hat nun ja doch eine recht illustre Liste von dt. sprachigen Kreisen aufgezählt, die die Aufmärsche der Schützen voriges Jahr teils auch heftig kritisiert haben – und bitte nicht behaupten, die Kritiker waren allesamt WählerInnen der Grünen – das ist nämlich eine Behauptung, die nicht korrekt ist.
Du kannst ja mal aufzählen wer von den italienischsprachigen SüdtirolerInnen das Alpini Spektakel kritisiert.
Festzuhalten ist immer noch, dass die Schützen als privater Verein marschiert sind (trotzdem bin ich kein Freund irgendwelcher Aufmärsche), bei den Alpini handelt es sich um einen Teil der Armee eines Landes. Kannst du darin vielleicht einen Unterschied erkennen?

@niwo
Fino a quando gli alpini non provocheranno la popolazione tedesca (ad esempio portando corone di fiori al monumento alla vittoria, ma non lo faranno) il vostro è solo un processo alle intenzioni, per altro tipico di chi pensa di essere, per principio, dalla parte della ragione.
Marciare innalzando cartelli con su scritto „Südtirol ist nicht Italien“ o con corone spinate, o definire terroristi come Klotz e Amplatz „attivisti“, è una provocazione avvenuta e storicamente documentabile.

@luigi:

quelli che hanno o hanno avuto e conosciuto nel loro parentado reduci, morti o dispersi in Russia…

Capisco quello che vuoi dire, perchè mio nonno, all’epoca era ferroviere e li vedeva passare mal equipaggiati e peggio motivati… prima però spiegaci che ci facevano gli alpini in Russia… e se non ti sovviene ti rinfresco le idee: dovevano essere la spedizioncina italiana che avrebbe dovuto partecipare alla vittoria della Germania sul fronte russo e che rappresentavano; da una parte una specie di omaggio all’amico Hitler e dall’altra l’ennesima escamotage per far apparire l’Italia più importante di quanto non fosse. Poi quella vittoria non ci fu mai e loro, male equipaggiati, morirono in molti di freddo lontano da casa. Si trattò di una tragedia umana e di migliaia vite giovani stroncate dalla brama di gloria di un dittatore con le pezze al culo. Ciò però non toglie che loro si trovassero in qualità  di esercito aggressore in terra straniera e che fossero stati mandati a fare guerra alla Russia. E questo li mette dal mio punto di vista dalla parte del torto.
Gli Schuetzen tirolesi non sono mai andati in Russia semplicemente perchè storicamente erano un esercito solo difensivo. Ed oggi giorno non sono nemmeno più un esercito, ma solo un’associazione culturale che principalmente restaura capitelli e organizza processioni con baldacchini, statue in legno e fuochi la sera. Perciò io il parallelo non ce lo vedo. Una volta anche il Deutsch-Orden era un ordine religioso combattente, oggi, invece si occupa solo della parte religiosa e nessuno ha nulla da ridire se un prete teutonico indossa un mantello con la croce. Così nessuno dovrebbe romperci le scatole a noi Schuetzen se indossiamo cappelli piumati e portiamo armi fabbricate in modo da essere del tutto *inoffensive*

@Gadilu:

traduci questo articolo e portalo in un bar di via Resia.

Questo sembra il rivolto del casino che hai fatto quando ti ho detto che il libro di Techet potrebbe non essere gradito a tutti. Sai cosa? nemmeno i tuoi articoli sarebbero grati in un bar di via Resia. Verresti preso per un mollaccione mezzo filosofo (che in quel contesto sarebe un a dire buono a nulla). Loro vogliono sentirsi dire Viva gli Alpini e Abbasso gli Schuetzen: se ti preme così tanto di quel che pensano in via Resia carezzagli un po‘ il pelo. A me non me ne frega un cavolo, perchè, secondo la mia fallibilissima visione del mondo, è gente un po‘ tonta che ha gran bisogno di svegliarsi…

@enrico:

Ah si? E chi, nel mondo di lingua tedesca, avrebbe mai criticato gli Schützen e le loro patetiche marce?

A parte che non capisco perchè si mettono sempre a diretto confronto gli Schuetzen con gli alpini, quando sono due cose completamente diverse. Ti dico che le critiche agli Schuetzen non vengono solo dai bravi Seppi od Urzì, come puoi pensare. Non arrivano nemmeno solo dai Verdi e dalla sinistra e nemmeno solo dalla SVP.
Non hai idea di che dibattito interno ci sia stato negli Schuetzen stessi prima di partecipare al Landesfestzug e anche dopo molte sono state le critiche interne per alcune scelte discutibili, come quella di non salutare i politici. Il capo degli Schuetzen ha litigato con il drettivo del Burgraviato. Poi i giornali dal Dolomiten, alla FF ne hanno criticato molti aspetti. E infine sono venuti i politici stessi e il dibattito c’è stato anche tra la gente comune.
Ovviamente finchè si continua a leggere l’Alto-Adige, di tutto questo non si sente parlare: i „tedeschi“ sono tutti un blocco. Semmai, poi, i veri prolbemi sono il traffico in vai Resia, il parcheggio dell’Ospedale e la criminale cessione dell’areale ferroviario alla provincia (praticamente il mondo compreso tra San maurizio e Laives).

Chiudo il mio intervento con un link. Di parte, lo ammetto, ma che da un’idea dello spettacolo che ci aspetta e di come sia di dubbio gusto rallegrarsi delle fasce tricolori sotto il Duce in piazza tribunale…

http://www.flickr.com/photos/schuetzenbund/sets/72157607968933343/

Qualcuno che criticherà  l’evento ci sarà : Lidia Menapace in questi casi non ha mai deluso. Ma andrà  a finire che verrà  ostracizzata proprio come quella volta che le saltò la poltrona per aver criticato le frecce tricolori…

@ pé

Abbiamo sempre detto che l’idea di BBD deve essere resa schmackhaft anche agli altoatesini. Diventando uno di loro (cioè altoatesinizzandomi) potrò finalmente scoprire che effetto fa su di me confrontarmi con le tue idee.

Gadilu dice che BBD avrebbe il diritto di criticare gli alpini solo se avesse criticato anche gli Schützen. Ma BBD ha criticato spesso gli Schützen.
Gadilu hat aber oft genug die Schützen oft genug kritisiert. Die Alpini jedoch nimmt er in Schutz. Kann er diesen Widerspruch erklären?

@Smenapace

Gadilu hat aber oft genug die Schützen oft genug kritisiert. Die Alpini jedoch nimmt er in Schutz. Kann er diesen Widerspruch erklären?

Hat er ja in dem Dir vorangehenden Posting: Es handelt sich um ein raffiniertes sozio-psychologisches Experiment, um die hochkomplexen Befindlichkeiten der Barbesucher der „via Resia“ zu ergründen.

@enrico

Fällt Dir die Asymmetrie was die Selbstkritik betrifft nicht auf?
Der ganze Aufmarsch wird eine einzige Wahlwerbung für die Südtiroler Freiheit und die Freiheitlichen. Wenn dann auch noch so Aufnahmen zustandekommen wie die im von FabivS geposteten Link – womit man wohl rechnen kann – dann werden sie sich wahrscheinlich jetzt schon auf das Treffen freuen.

@FabivS

Hervorragender Beitrag.

Fino a quando gli alpini non provocheranno la popolazione tedesca (ad esempio portando corone di fiori al monumento alla vittoria, ma non lo faranno) il vostro è solo un processo alle intenzioni, per altro tipico di chi pensa di essere, per principio, dalla parte della ragione.
Marciare innalzando cartelli con su scritto ”Südtirol ist nicht Italien” o con corone spinate, o definire terroristi come Klotz e Amplatz ”attivisti”, è una provocazione avvenuta e storicamente documentabile.

Die Diskussion nimmt eine etwas eigenartige Form an. Falls dies der Enrico ist der immer bei gadilu schreibt, wovon ich ausgehe, gilt er doch dort als moderater italinischer Mitbürger. Also wenn dies die moderatesten ital. Mitbürger sind, dann wird es auch in Zukunft nicht so einfach mit dem Zusammenleben. Dann können wir gleich bei Zelger bleiben nach dem Motto „Alles trennen dann gibts am wenigsten Probleme“.
So uneinsichtig wie diese Herrschaften hier, wo man doch wirklich die Chance hätte sich geschichtlich in Büchern der verschiedensten Autoren usw. schlauzumachen. Praktisch jeder oben von enrico erwähnte Punkt ist geschichtlich nicht korrekt. Angefangen bei den Alpini, die schon oft in der Geschichte die deutschsprachige Bevölkerung vor den Kopf gestoßen haben, das erste Mal 1919 mit der Annexion des Landes an Italien (also wenn das nix Schlimmes für eine Bevölkerung ist, was dann? Provokation wäre hier wohl heillos untertrieben).
Oder der neutrale Begriff „Aktivisten“ für die Südtiroler Freiheitskämpfer (Freiheitskämpfer und Terroristen sind beides keine neutrale Begriffe), den du schon als pure Provokation bezeichnest, ganz wie die gesamte ital. Rechte. Man schert einfach alle unter einen Kamm und misst wie immer mit zweierlei Maß. So auch bei den Alpini. Wer sich wirklich mit der Geschichte Südtirols und überhaupt Tirols beschäftigt hat, weiß dass die Schützen
nie jemanden angreifen und keinen Krieg führen durften (sogar durch einen Erlass Kaiser Maximilians von Österreich 1511 – „Landlibell“). Jedenfalls nicht ohne demokratische Bewilligung der Landstände. Demnach war Tirol nie Aggressor. Der Feind kam immer von Außen ins Land hinein. Dass dies mit dem italienischen Heer der Alpini überhaupt verglichen wird, widerspricht jeder Logik.
Und zu guter Letzt noch eine Sache. Warum misst man von ital. Seite her immer mit zweierlei Maß? Kennt ihr Quebec oder Katalonien? An jeder zweiten Häuserwand findet man dort Aufschriften mit den Mottos “ Quebec libre, Catalonia is not Spain und viele weitere. Weiters ist in jenen Ländern immer mehr alles einsprachig in der jeweiligen vorherrschenden Landessprache (also französisch bzw. Katalanisch) beschriftet, ohne dass dauernd jemand hergeht und bis zum letzten Bauernhof alles fantasievoll übersetzt haben will.
Man sollte sich auch einmal an die eigene Nase fassen bevor man Südtiroler Eigenheiten, die wirklich oft legitim sind, immer nur kritisiert.

Forse l’unico modo per sanare i conflitti tra due parti antagoniste è provare a capire gli uni le ragioni degli altri. Per i „tedeschi“ può essere utile immaginare quello che rappresentano i raduni degli Alpini per tutte le città  italiane che non siano Bolzano, vale a dire un’invasione pacifica e allegra che provoca i seguenti effetti: malumori da parte degli automobilisti che trovano deviazioni, sbarramenti e piu‘ caos del solito, i negozianti del centro che pregustano affari e incassi triplicati, le famiglie contente di passare tra le bancarelle dove distribuiscono polenta, salsicce, vino, bambini che si divertono a guardare i cappelli piumati e le divise, e infine un pò di discorsi piu‘ o meno retorici davanti a qualche monumento alla Vittoria, all’Alpino, ai Soldati caduti in guerra, dicorsi che tutti applaudono e (quasi) nessuno ascolta. In sintesi, qualcosa di innocuo che non toglie niente a nessuno, fa contenti (quasi) tutti e una volta finito non ci si pensa piu‘.
Forse i „tedeschi“ potrebbero provare a vederla in questo modo, anche se sono vere tutte le cose scritte negli interventi precedenti, che gli Alpini fanno parte dell’esercito, che hanno partecipato alle occupazioni militari del 1919, e invece gli Schuetzen no, ecc.

Come dire: Gli italiani dovrebbero immaginare che cosa rappresentano gli Schützen nel Tirolo del Nord, in Baviera, in Svizzera. Sono un gruppo folcloristico che organizza feste, fa discorsi storico-politici e in fin dei conti nessuno prende sul serio. No, penso che in Sudtirolo non si possa far finta di essere altrove. Il problema è proprio questo: Gli alpini verranno qui facendo finta di essere a Treviso o a Cuneo, senza capire che il monumento alla vittoria di Bolzano non è il monumento alla vittoria di Genova.

Sia gli Schützen che gli alpini devono rispettare le sensibilità  specifiche della popolazione sudtirolese.

D’accordo, in Sudtirolo non si può fare finta di essere altrove, però in questo modo non si torna a fare un processo alle intenzioni come dice Enrico? Perché si da per scontato che gli Alpini vengano a Bolzano facendo finta di ….?

Stiamo attenti. Ha ragione pérvasion quando dice che non possiamo permetterci di considerarci – data l’annessione seguita alla Grande Guerra – una parte qualsiasi dell’Italia. Un alpino di Vercelli conosce la storia del Sudtirolo sicuramente meno d’un qualsiasi altoatesino. E proprio sull’ultimo commento di pé vorrei porre l’accento: la differenza tra la marcia di Innsbruck (che comunque, faccio notare, non s’è tenuta nella „italiana“ Bolzano bensì ha coinvolto in una località  tirolese un corpo paramilitare autoctono) e quella degli alpini, sta nella provenienza e nella consistenza. Sui 400.000 marcianti nel capoluogo, solo una minima parte sarà  costituita da „altoatesini“. Il resto è un prodotto perlopiù estraneo, un corpo „impiantato“ per poche ore nella città , che potrà  essere interpretato (da entrambe le parti in modo speculare) come una dimostrazione di forza. Ho la sensazione che persino gadilu, nel corso dell’analisi sulle dinamiche della rappresentazione etnica, abbia realizzato o persino „rappresentato“ lui stesso uno stereotipo degli abitanti di Bolzano e di tanto in tanto si esprima (in assoluta buona fede) prendendo per buona l’ipotetica reazione di quell’amalgama semi-immaginaria. Su un aspetto però posso dare ragione ai commenti „italiani“ di questo post: una volta finita la festa, svanirà  „il sogno“ (o incubo) temporaneo di 400.000 italoparlanti „in più“ a rinvigorire l’esigua comunità  locale e tutto tornerà  come prima. Quindi non commettiamo i soliti errori, in primo luogo sopravvalutando l’importanza degli alpini nell’identità  italica locale – di questo raduno l’ha decisa il quotidiano Alto Adige e imposta ai suoi lettori, ma vi assicuro che tutto ’sto interesse per una marea di semi-alcolizzati non c’è – e in secundis non confondendo tout court la sfilata di veterani e reduci con una marcia militare(sca) da festa della Repubblica. Ergo: va sottolineato un rischio tangibile per la convivenza, „a difesa“ dei bolzanini democratici o perlomeno non-nazionalisti (un meccanismo che temo non si attiverà ) a dispetto del vittimismo pantirolese e del nazionalismo filo-italico. Un pericolo „a tempo“ e virtuale ovvero con scarsi effetti sul lungo periodo, alla stregua di ogni „rappresentazione“ che ha coinvolto il gruppo linguistico italiano.

offensichtlich können in südtirol gewisse veranstaltungen eben nicht so unbeschwert abgehalten werden wie anderswo.
wir kennen dieses phänomen ja auch aus anderen verzwickten situationen, wo einfach die geschichte der beteiligten parteien ein „normales“ verhalten verbietet. das ist z.b. zwischen der brd und israel so, zwischen der türkei und armenien, zwischen großbritannien und irland und eben auch zwischen italien und südtirol.
umsomehr läge es an „unseren“ bürgerinnen, auch selbst jegliche provokationen zu unterlassen. aber die martialischen fackelmärsche der schützen in bozen (nicht unbedingt der folkloristische umzug in ibk) waren solche provokationen.
es glit hier das grundgesetz der ethik: was du nicht willst, was man dir tu´, das füg´ auch keinem andern zu!

Sia gli Schützen che gli alpini devono rispettare le sensibilità  specifiche della popolazione sudtirolese

Nein, müssen Sie nicht.

Eure Aussagen sind geprägt von Hypokrisie. Ihr habt eine Meinung und versucht diese zu rechtfertigen, anstatt durch eine Analyse zu einer Meinung zu gelangen.
Es ist leicht sich in einem Haufen von primitven Menschen als Intelektuelle zu fühlen.
Ihr habt gar nicht das Recht bestimmte Sachen zu kommentieren. Schon gar nicht Forderungen zu stellen.

@hansi:
bene da oggi in poi possiamo definire anche Osama bin Laden come „attivista“ o se preferite „combattente per la libertà „

bene da oggi in poi possiamo definire anche Osama bin Laden come ”attivista” o se preferite ”combattente per la libertà â€

Sì, davvero si può mettere assieme chi faceva saltare i tralicci per portare i riflettori sulla situazione locale con chi ha spazzato via 2.749 vite umane solo per odio verso gli USA?
Bello, bello; comunque purtroppo non possiamo ancora definire le torture subite in carcere dai „dinamitardi sudtirolesi“ come la Abu Ghraib degli anni ’60. Semplicemente perchè a seguito di quelle infamie Rumsfeld, nel 2003, ha dovuto pubblicamente scusarsi, mentre l’ufficialità  italiana non solo non l’ha ancora fatto, ma ha negato pure l’evidenza!!!

Lieber pervasion,
wenn man sich hier so durch die Kommentare liest, wundert es mich immer mehr, wie du die Geduld und die „tenacia“ aufbringst, immer noch an deine Ideen und Vorstellungen zu glauben, oder wenigstens zu hoffen.
Was nicht zusammen will, bekommt man nicht zusammen!! Und hier will anscheinend niemand „zusammenkommen“, traurig, aber wahr!

@jonny
Nicht so pessimistisch – es wird diskutiert, das ist ja schon mal ein Schritt in die richtige Richtung (so zum Kennenlernen). Und, obwohl der BBD Blog ja von den Kommentaren im Vergleich zu anderen Politblogs, die in den Tiefen des Webs zu finden sind, ein recht moderater Blog ist, sollte nicht jede Äußerung auf die Goldwaage gelegt werden. Im Blog schreibt es sich halt salopper als im realen Leben. Trotzdem, ein leichter Weg ist es nicht die Ideen des BBD Manifests zu einer realpolitischen Angelegenheit zu machen.

Es ist halt einfach so wie man es schon im Landtag gesehen hat. Für die eine Seite sind es halt Terrroristen, für die andere Seite Freiheitskämpfer. Der neutrale Ausdruck ist Aktivisten. Ich erspare mir jeglichen Kommentar zu den Vergleichen von Enrico.
Ich denke wir sollten wieder zum eigentlichen Thema zurückkommen.
Es ist doch zumindest komisch dass man das Siegesdenkmal genau jetzt renoviert und dann kommen 400.000 Alpini in die Hauptstadt Bozen, ca. soviele wie deutsche und ladinische Südtiroler insgesamt. Selbst wenn es reiner Zufall wäre, würde es doch einen faden Beigeschmack behalten und Bilder von 1928 in Bozen kommen auf, wo das Siegesdenkmal mit großem Trara vom faschistischem Regime eingeweiht wurde. Also um die Meinung nochmal zu verdeutlichen. Nix gegen die Alpini an sich, jedes Land hat sein Militär, aber in Südtirol muss das doch nicht sein. Ich denke man sollte eine Lösung finden die Militärgrenze endlich ausserhalb der Autonomie zu verlegen wie das in anderen Autonomien in Europa längst der Fall ist. Dann kann man doch auch trotzdem noch friedliche Feste der Alpini oder Schützen feiern und muss nicht gleich mit einer halben Million Menschen das Land praktisch in einen Belagerungszustand versetzen.

@niwo
Das ist leider nicht Pessimismus, das ist die Realität. „Diskutieren“ bedeutet doch über Themen reden, die Meinungen austauschen mit dem Ziel einen gemeinsamen Nenner zu finden, und das sehe ich hier einfach nicht, nicht mal die kleine Chance dazu!!

E i morti militari e civili causati dai tuoi ”Freiheitskämpfer” dove li metti? Il Dolomiten non ne ha mai parlato?

Generalmente leggo l’Alto Adige, perchè mio padre compra solo quello. E ogni volta che lo leggo mi incazzo, perchè è un giornale che si spaccia per moderato e poi è di una grettezza senza fine; in più fomenta l’odio dietro una maschera di neutralità .
Ma vedo che il gioco dei contrappesi ti piace. Vuoi mettere tutto sulla bilancia: mettiamo pure allora anche i morti degli attivisti… poi quelli durante il fascismo e tutti i militari austriaci uccisi sul fronte italiano combattendo una guerra di autodifesa che loro non avevano mai voluto. E se si vuol dire che, per la precisione, è stata L’Austria a cominciare la guerra, occorre anche precisare che le truppe tirolesi erano *stanziali* e dedite *esclusivamente* all’autodifesa e con i propositi guerrafondai di Vienna avevano ben poco a che spartire.
…Oppure facciamo a meno di raccontare tutta la storia e ci concentriamo sul fatto in questione senza tirare fuori la questione di „Schuetzen e Terroristi“, che con gli alpini non c’entrano proprio nulla. Anche perchè noi italiani abbiamo solo da guadagnarci a lasciar perdere i rapporti avuti in passato con i sudtirolesi.

400.000 Alpini in una città  come Bolzano è una follia sotto ogni punto di vista. E di sicuro molti non faranno i salti di gioia a vedersi un esercito sotto casa, specialmente se non è considerato il proprio.

Non riconoscere che i militanti del BAS furono degli assassini (21 morti e 57 feriti è il calcolo ufficiale delle vittime tra militari e civili, italiani e tedeschi) significa offendere ancora una volta le vittime e le loro famiglie (negazionismo in salsa tierolese?). Ma evidentemente per alcuni quei morti non contano nulla…
Chiamare degli assassini „combattenti per la libertà “ è apologia di reato, chiamarli „attivisti“ è ipocrisia.

FabiuS e gli altri,
avete sentito anche Napolitano come riconosce le colpe della politica nei confronti dei veneti giuliani profughi da una terra veneta abbandonata alla Jugoslavia..perchè non poteva essere difesa dall’Italia umiliata e sconfitta per una guerra in cui la aveva portata un socialista come Mussolini, socialista come quelli che avevano voluto la prima guerra mondiale per l’Italia. Ecco, questa gentre istriana e dalmata è gente che ha subito morti e tragedie familiari, annientati poi anche come popolo e come individui da connazionali che si sono vergognati di loro. Ma i sudtirolesi tedeschi, in Mercedes, col maso o con i campi, o con i ricchi conti in banca o con posti garantiti in Provincia, proprio costoro non possono tanto lamentarsi per una sorte sfortunata, nè avere paura di gente pacifica come gli Alpini. Forza, passate al nuovo secolo,……fate un salto in Europa…

@luigi
Der F.C. Barcelona ist zur Zeit der erfolgreichste Fussballklub der Welt und Katalonien die wohlhabenste Region innerhalb Spaniens. Trotzdem hat der Präsident des FCB die Werbetrommel für die Unabhängigkeitsreferenden in Katalonien gerührt und viele seiner Landsleute sind ihm gefolgt.
Und das obwohl Katalonien nun wirklich nicht mit Südtirol vergleichbar ist. Sie waren und sind ja viel länger bei Spanien als Südtirol bei Italien und spanisch und katalanisch sind beides romanische Sprachen. Mir ist auch neu dass der Großteil der deutschen Südtiroler einen Mercedes fährt, einen großen Hof besitzt, reich sei und noch dazu beim Land arbeitet (wobei man beim Land eher nicht dazu tendiert, reich zu werden soviel ich weiß). Klischees eben…

@fabivS
mi sa che uno dei tralicci fatti saltare dai tuoi ereoi ti è caduto in testa e ha colpito duro. Perché nel tuo delirante conto non ci metti anche i morti delle guerre d’indipendenza dall’Austria, le invasioni barbariche, la bieca occupazione romana e il misterioso assassinio di Ötzi?
Io come italiano mi vergogno per i crimini commessi nella nostra terra dal fascismo (quel fascismo, sia detto per inciso, che, mentre a Bolzano uccideva Innerhofer durante la Domenica di sangue nel resto d’Italia uccideva migliaia di antifascisti). Ma quanti sudtirolesi sono pronti a distanziarsi dagli assassini del BAS, invece di dedicare loro strade e compagnie degli Schützen?

@Enrico

Ich verstehe nicht ganz was Deine Kritik an FabiuS soll. Immerhin hast Du begonnen von Dingen zu schreiben, die nichts mit dem Thema zu tun haben.
Hier geht es darum, dass 2012 eine halbe Million italienischer Soldaten die Hauptstadt Südtirols besuchen werden. Wenn Dir das so gut gefällt, dann darfst Du Dich auch bei Durnwalder und der SVP bedanken.

Mich und wahrscheinlich (wahrscheinlich(!) lieber Johnny, bevor Du wieder einen roten Kopf vor dem Bildschirm bekommst) viele andere Südtiroler hat dieses Verhalten der SVP irritiert. Man kann nur hoffen, dass sie die Absolute verliert.

Sull’uso più appropriato dei termini in relazione ai cosiddetti „Bumser“ vale la pena leggersi il libro di M. Fasser (Ein Tirol, zwei Welten). Lui, piuttosto decisamente, parla di „terroristi“ (e ovviamente spiega il perché). Credo si potrebbe anche dire „attentatori“, tanto per evitare di finire macinati nel solito mulino delle rappresentazioni contrapposte. Per il resto devo constatare che questa discussione (impostata da pérvasion in un certo modo) non poteva che finire come è finita.

Concordo con Gabriele sulla lettura di „Ein Tirol, zwei Welten“. Per il resto, credo non sia attribuibile a pérvasion „la colpa“ della degenerazione di questo post: tra l’altro un mio commento è passato letteralmente inosservato, per la foga dei più. I due mondi si guardano a vicenda con sospetto e lo faranno per molto. Comunque è un po‘ deprimente constatare la moltitudine di ferite non ancora cicatrizzatesi nella coscienza dei nostri concittadini sudtirolesi (=abitanti del Sudtirolo, Alto Adige, provincia di Bolzano – a scanso di equivoci, visto che qui…).

@PV
Genau so soll es sein, wahrscheinlich!!

@gadilu
Hier ist noch lange nicht fertig, bis jetzt haben sie sich nur die Attentäter und Toten der letzten 90 Jahre vorgenommen, wenn das so weitergeht, landen wir wahrscheinlich bei Ötzi, und der Frage, ob ein Schütze oder ein „alpino“ den ersten „Tiroler umgebracht hat!

È letteralmente vergognoso che dalla destra liberale fin giù nella sinistra più estrema o dalla società  civile (ANPI, ambientalisti, pacifisti) non si muova il soffio di una critica nei confronti di questo esercito di ipocriti adulatori di passate glorie. Leggo i resoconti della bellissima adunata bolzanina del 1949 verso cui confluirono gli eroi della guerra d’Africa ed i reduci dalle battaglie in Russia e Iugoslavia. Raduno di una Wehrmacht all’italiana macchiatasi dei peggiori crimini di guerra e accolta a braccia aperte dalla povera repubblichetta italiana, venuta in Sudtirolo a ribadire la sua bella supremazia. Aspettiamo tutti noi italici con ansia la ripetizione di quell’esperienza fascistissima. Vomitevole.

Perché nel tuo delirante conto non ci metti anche i morti delle guerre d’indipendenza dall’Austria, le invasioni barbariche, la bieca occupazione romana e il misterioso assassinio di Ötzi?

Sei tu che hai cominciato a sparare cazzate, io ho solo mostrato a dove portava la tua strada. Che la marcia degli alpini non c’entri nulla nè con gli „attivisti“ nè con il massacro di Teotoburgo è un fatto. Ed in realtà  non c’entra nemmeno con le sfilate degli Schuetzen, perchè gli Schuetzen non sono nessun esercito di nessuno Stato… solo che qualcuno è tardo a capire e allora continua a parlarne ed, anzi, va ancora a ritroso. Adesso abbiamo visto com’è se la discussione va all’indietro.

Ma quanti sudtirolesi sono pronti a distanziarsi dagli assassini del BAS, invece di dedicare loro strade e compagnie degli Schützen?

Anche all’epoca i „Bumser“ non erano universalmente considerati degli eroi e gli attentati erano condannati da molti. Gargitter e Magnago, due nomi a caso, se non mi ricordo male, non erano di quelli che applaudivano le scorribande dei dinamitardi…
Oggi la situazione non è cambiata. Le persone che parlano degli attentatori in buona luce, stacci bene attento, fanno però di tutto per storicizzarne l’attività . Segno che oggi, nessuno, nemmeno i più estremisti approverebbe tali metodi. E loro stessi sono costretti a giustificarsi in continuazione di fronte all’opinione pubblica. L’intera vicenda si presta benissimo ad essere strumentalizzata: quindi chiarisco che io non approvo affatto i mezzi dei terroristi. Io non metto e non metterei mai bombe, rifiuto la violenza e chi è convinto del contrario mi offende.
Però l’idea che hai dei sudtirolesi tutti attaccati ai loro Schuetzen e ai dinamitardi è completamente priva di ancoraggio alla realtà . E, se anche fosse come tu dici, ciò non giustificherebbe alcun raduno degli alpini.

@Enrico
Enrico, ich muss Dich bezüglich deiner Frage des Tagblattes „Dolomiten“ aufklären. Der Chefredakteuer der Dolomiten hat sich vor einer Woche in seinem Leitartikel gegen die österreichische Staatsbürgerschaft der Südtiroler ausgesprochen. Er fällt damit also den Spitzen der SVP (allen voran Durnwalder, Brugger, Zeller) in den Rücken und weiters allen anderen deutschen Parteien in Südtirol, die sowieso für dieses Vorhaben der zweiten Staatsbürgerschaft sind.
Du kannst also ganz ruhig und entspannt auch „Dolomythen“ lesen, diese spiegeln ganz bestimmt nicht die Meinung der Südtiroler wieder und sind dem italiensichem System sehr wohlgesinnt.
Außerdem solte jeder wissen dass die „Dolomiten“ und das ganze dazugehörige Imperium wahrscheinlich nur einer Sache verpflichtet sind: ihrer Loge innerhalb der Katholischen Kirche.
Aufmerksame Leser werden die Manipulation bez. Staatsbürgerschaft dieses erzkatholischen Flügels innerhalb der Medienwelt Südtirols und Österreichs natürlich durchschaut haben, die meisten leider nicht.
Es meldeten sich im wesentlichen zwei ranghohe österr. Politiker zu Wort, die gegen die Staatsbürgerschaft wetterten: Erhard Busek und Andreas Khol. Beide die selben Argumente wie Ebner in seinem Editorial: „Die europäische Staatsbürgerschaft wird kommen, seien wir zufrieden, blicken wir nach vorn, eine zweite Option“ usw. und so fort, pure Panikmache halt.
Nun kennen wir den Hintergrund dieser Personen und ihre Stellung innerhalb der kath. Kirche, ihr Nahverhältnis zu gewissen Logen bzw. erzkatholischen Vereinen innerhalb derselben, und ein gewisser Zusammenhang ist da wohl nicht von der Hand zu weisen.
Ich bin selbst gläubiger und auch betender Christ (wie jeder auch automatisch Katholik in Südtirol), doch die katholische Kirche bzw. der medial verlängert Arm macht mir in Sachen Südtirol wirklich nicht den besten Eindruck. Ich hoffe nur dass der Schuss nicht nach hinten losgeht und noch mehr Leute der Kirche fernbleiben. Weil glauben tun die Leute ja, aber die kath. Kirche hat an Ansehen verloren, auch durch solche Aktionen. Wer die „Dolomiten“ ein wenig beobachtet, weiß ja dass sie nur die offizielle Meinung des Klerus drucken, die keinen Millimeter davon abweichen darf.
Also Enrico und andere, macht euch keine Sorgen um unsere „Dolomythen“, die schreiben für vieles, aber ganz bestimmt nicht für den normalen Südtiroler Bürger (siehe Referendum, Staatsbürgerschaft uvm.). Viele haben die „Dolomiten“ deshalb jetzt abbestellt, da dieses DDR-mäßige Verhalten in klerikalem Gewand nicht jedem schmeckt.

Il contributo di Hansi è commovente. Chissà  cosa ci racconterà  Hansi quando scoprirà  – leggendo il bel libro sull’Athesia scritto da Leo Hillebrand – che il Canonico Gamper, in gioventù, ammirava Mussolini…

…anche Magnago era stato un fascista… ma che vuol dire… tutta l’Italia o quasi è stata fascista salvo poi nel 1945 vedere gerarchi e partigiani sfilare sulle stesse camionette a festeggiare la Liberazione…

Siccome alcuni mi sembrano un po‘ „duri di cervice“, cercherò di spiegare il mio punto di vista da un’altra prospettiva, come dire, più costruttiva. Appartengo a quella parte di società  civile italiana (diciamo, per semplificare, di sinistra) che, in linea di principio, sarebbe pronta a discutere di più o meno tutto col mondo tedesco: dalla revisione della toponomastica a nuove forme di autonomia, al „depotenziamento“ di bombe etniche come il monumento alla vittoria, e via dicendo.
Il punto è che, per fare il grande passo, mi aspetterei anche da parte del mondo tedesco un po‘ di sensibilità  in più. E non la vedo.
Il non capire che le fiaccolate degli Schützen, il motto „Südtirol ist nicht Italien“, la definizione di „attivisti“ o peggio „combattenti per la libertà “ per i terroristi sono provocazioni che ci offendono e non fanno fare un solo passo in avanti al dialogo, è un segnale che la dice lunga. E nessuno mi toglie l’impressione che il solo interlocutore italiano che a voi va bene sia l'“italiano-zerbino“ e autofustigante.
Per questo quando su questo blog si pretende dal gruppo italiano un mea culpa a 360° sugli ultimi 90 anni e si grida al fascismo anche per quello che fascista non è (il raduno degli alpini, è un evento che io non condivido ma il vostro rimane un processo alle intenzioni), mi sento in dovere di ricordavi che anche in casa vostra c’è ancora molto lavoro da fare (dalla rielaborazione del biennio 1943-1945 e del terrorismo degli anni’60, all’attuale massiccia presenza di estremisti di destra tra gli Schützen“).
Come scrivevo in un post che non hai pubblicato, caro pérvasion, sicuramente questo giro abbiamo esagerato con le baggianate, c’è da dire, però, che il tuo articolo si prestava molto bene al genere.

Duri di cervice. Ich verstehe.

Leider muss ich auf italienischer Seite eine substanzielle Kritikunfähigkeit feststellen, was diese Veranstaltung anlangt. Wie bereits »antifascista militante« geschrieben hat, wurde auch von linksextremen Politikern bis heute kein einziges Wort an die dunklen Kapitel der Alpini-Geschichte verschwendet, geschweige denn daran, dass das geplante Alpinitreffen völlig unpassend sein könnte. Wenn es um bestimmte Symbole der Italianità  geht, herrscht leider immer noch weitestgehende Eintracht. Aus diesem Grund ist (in diesem Zusammenhang) auch ziemlich irrelevant, dass du dich als politisch »links« bezeichnest. Dazu fällt mir etwa Guido Margheri ein, der sich erst jüngst zum Verteidiger der tolomeischen Zweinamigkeit bis zum letzten Bergbauernhof profiliert hat.

Während auf italienischer Seite diese absolute Verteidigungshaltung vorherrscht, die keine kritische Diskussion zulässt, kann davon auf deutscher Seite glücklicherweise keine Rede mehr sein. Die Protestmärsche der Schützen wurden, um nur einige Beispiele zu nennen, von Historikern wie Hans Heiss, von der Wochenzeitung ff, von der Tageszeitung, von den Grünen (denken wir an Markus Lobis), von zahlreichen Leserbriefschreibern und nicht zuletzt von diesem Blog [1] [2] [3] mitunter auf’s Schärfste kritisiert. Wenn du also schreibst, wir verstünden nicht, dass die Fackelumzüge der Schützen […] beleidigende Provokationen sind, die uns nicht weiterbringen — dann weiß ich ehrlich gesagt nicht, wen du meinst. Mich wohl eher nicht. Dafür hast du aber anscheinend enorme Schwierigkeiten zu akzeptieren, dass jemand, der die Exzesse auf deutscher Seite aufzeigt auch diesen massiven Militäraufmarsch nicht als harmlose Folklore durchgehen lässt.

Ich verurteile außerdem nicht die Absichten — wie zum Beispiel eine mögliche Kranzniederlegung vor dem Faschistendenkmal — sondern tout court die Opportunität, eine Veranstaltung wie diese in einer Stadt wie Bozen abzuhalten. Das muss gestattet sein.

Übrigens weiß ich sehr wohl, dass es auf deutscher Seite in Sachen Vergangenheitsbewältigung noch sehr viel zu tun gibt. Darauf weise ich in regelmäßigen Abständen hin [1] [2] [3]. Warum ich dann aber nicht genauso auf die Geschichte der Alpini verweisen darf, ist mir völlig unklar.

Du verstehst immer noch nicht was ich meine Enrico. Du musst dir keine Sorgen machen, mit unseren Steuergeldern werden Gesellschaften wie die SMG finanziert, die deutschsprachige Mitarbeiter und Chefitäten haben, die ca. dieselben Vorstellungen wie du haben. Was da an geschichtsfälschenden Sachen rauskommen, kann ich euch zeigen. Ein Gustostückerl hab ich grad auf Facebook zu sehen bekommen. Wie wir alle wissen ist Schloss Tirol bei Meran die Geburtsstätte Tirols (Namensgeber, Grafen von Tirol). Hier die Antwort des SMG vor einigen Stunden auf eine geschichtlich bewanderte Italienerin:

„Qui a Torino oggi nevica…che tristezza !!! Inizio a sentire la mancanza dei cieli azzurri e delle montagne del Tirolo :)) !!!“vor 9 Stunden · Feedback anzeigen (2)Feedback verbergen (2) · Melden

Südtirol – Alto Adige: „Intendi Südtirol = Alto Adige vero Roberta? Tirolo è in Austria…

vor 9 Stunden · Melden
„Si certamente !! Mi riferivo al Sudtirol :))“
vor 8 Stunden · Melden

Liebe Politker, wann hat der Spuk mit unseren Steuergeldern ein Ende?

http://www.facebook.com/altoadige.suedtirol

@pervasion
Il mio ultimo intervento non era riferito a te ma ai vari hansi, fabius, PV, mazinga z e al resto della frazione „Südtirol ist nicht Italien“. I loro interventi con la bava alla bocca quando gli tocchi Schützen e „attivisti“, o quando accenni al collaborazionismo durante l’occupazione nazista, dimostra proprio quello che dicevo sopra. E se sono tanti in un blog come questo dai tratti diciamo „liberal“, figuriamoci come la pensano nei circoli intellettuali della Val Passiria e della Pusteria…
Rimane poi il fatto che in certi tuoi interventi si rispecchia una prevenzione per tutto quello che è italiano a prescindere. È vero che in passato hai anche criticato le pagliacciate degli schützen o l’estremismo di destra tedesco, in un articolo come quello sugli alpini, sbaglierò, ma ci ritrovo una punta di disprezzo in più.

@ Hansi:

wie jeder auch automatisch Katholik in Südtirol

automatisch is gar nix! bin zwar katholisch erzogen worde, aber schon seit geraumer zeit überzeugter atheist. und wohl nicht der einzige im heiligen land tirol…)daneben gibts jede menge agnostiker, zunehmend viele muslime, buddhisten und ein paar hindus, sogar lutheraner und einen haufen taufscheinchristen…

automatisch is gar nix!

Doch, offiziell geht es sehr wohl automatisch, und das meinte ich auch. Soweit ich mich erinnere wurde ich automatisch mit 2-3 Monaten in meinem Heimatort getauft und somit offizell „automatisch“ zum Katholiken, Wahl hatte ich also natürlich keine.
Was die verschiedenen Religionen anbelangt, kann ich dir nur meine Sicht der Dinge darlegen. Für mich sind alle Menschen gleich, ob Christ, Buddhist, Hinduist, Moslem, Atheist. Es kommt noch immer auf den Menschen an und nicht was er „offiziell“ oder „nicht offiziell“ ist.

Was ich ablehne sind fundamentalistische Richtungen innerhalb der Religion. Ob das nun Christen in Amerika betrifft oder den weit verbreitenen Fundamentalismus in Arabien. Das ist aber ein anderes Thema und hat mit dem eigentlichen hier nix mehr zu tun.

@enrico

Überfordert Dich die Themenstellung?
Also nocheinmal: Es geht um 400.000 Alpini, die 2012 nach Bozen kommen sollen. Deine pauschalisierenden Ausführungen über Sprüche von Parteien, die nur 2 Sitze im Landtag haben, gehen am Thema vorbei.

Da ich als sehr hilfsbereit bekannt bin, möchte ich auch an dieser Stelle eine Stütze im sinnerfassenden Diskutieren stellen, also:
Frage: Findest Du, in Berücksichtigung der von „antifascista militante“ erwähnten Punkte, diesen Aufmarsch kritikwürdig? Ja oder nein? Findest Du das generelle Schweigen der offiziellen italienischen Seite kritikwürdig? Ja oder nein?

Gestattet mir zwischendurch eine heitere Einlage — zwei Nachrichten von Südtirol News:

Südtirol News

Südtirol News

Besonders friedfertig die Süd-Tiroler Freiheit: Mit Nadel und Faden gegen diese NAZIonale Veranstaltung vorzugehen erinnert an Mahatma Gandhi. Wer weiß, vielleicht bringt’s ja was.

I loro interventi con la bava alla bocca quando gli tocchi Schützen

Beh, è chiaro. E‘ troppo comodo citare noi Schuetzen per giustificare qualsiasi cosa. „Noi facciamo così, perchè tanto gli Schuetzen son peggio“ è proprio una scusa del cazzo. Di sicuro non siamo perfetti e a volte ci poniamo in modo che risulta poco amichevole, lo ammetto.
Ma è un errore usarci per giustificare gli estremismi altrui. I giovani fascisti di Casa Pound a Bolzano non meritano comprensione perchè esistono gli Schuetzen, nemmeno l’esito del Referendum su Piazza della Pace è merito nostro, neppure il „disagio“, e neanche il disinteresse italiano nei confronti delle scelte politiche riguardanti il nostro territorio, emerso in occasione della Volksabstimmung. E‘ troppo facile darci sempre la colpa.

Errori ne facciamo anche noi ed è normale. Da una parte però noi Schuetzen siamo anche gli unici che, magari in modo teatrale, parliamo di cose scomode che nessun altro si fida di affrontare.
Penso soprattutto alle marce, tanto criticate. Forse affrontare con tamburi e pennachi il problema dei relitti fascisti non è stata la scelta migliore, ma d’altra parte occorre che qualcuno faccia il lavoro sporco di far emergere il problema. E così finiamo dalla parte dei cattivi. Ma criticare è sempre molto facile.
La SVP con la sua sete di poltrone, i Verdi con il loro buonismo e la sinistra italiana con la sua pochezza non avrebbero mai spontaneamente puntato i riflettori su dei monumenti che urtano la sensibilità  di una larga parte della popolazione.

E sul fatto che tra di noi ci siano degli estremisti è ormai assodato. Che all’epoca alcuni abbiano collaborato coi Nazisti è vero. Mi viene alla mente una foto che ritrae il futuro Guendungshauptmann di Lana, Valtiner, in macchina con il Gauleiter tirolese (massimo responsabile territoriale nazista) Hofer, tra la folla in festa.
Sul fatto che però non ci sia stata alcuna rielaborazione della storia, ti devo contraddire. Essere nazi non è Salonfaehig tra gli Schuetzen già  da molto tempo e, da quel che mi risulta, siamo anche una delle poche associazioni private che spendono di tanto in tanto soldi ed energie in conferenze e attività  atte a dissuadere i giovani dal seguire ideologie neonaziste; nel Burgraviato si sta pensando ad una futura collaborazione coi centri giovanili. E fidati che un Bezirksmajor che dice dal palco „l’ideologia nazista è ed è sempre stata solo veleno per la nostra terra“ fa un certo effetto. Sicuro aiuta di più della diffusa pseudo-tolleranza adottata nei confronti dei neofascisti di Casa Pound…

E se te la vuoi ancora prendere con gli Schuetzen sei libero di farlo, come detto, siamo fallibili anche noi. Solo trovo davvero fuori luogo le critiche che rivolgi a Pérvasion, che si è sempre dimostrato di un’equilibratezza e di un’obbiettività  cristallina…

Cari giovani, come Fabius & Co,
vi consiglio di voltare pagina e guardare al vostro futuro, non al passato degli altri; ripetereste quegli errori che vorreste riparare. C’è così tanto da fare, nell’interesse vostro e della società  di cui fate parte, pensate alle cose pratiche, a risolvere i problemi locali, vedrete che parteciparete a risolvere quelli più grandi. Il paese è così come è, non vale la pena mandarlo allo sfacelo, sarebbe controproducente per tutti; però dobbiamo mettere un freno, se non una fine, agli sprechi della cosa pubblica e guardarci dai troppi ladri. Questo è necessario a Palermo come a Bolzano. Se poi vogliamo perdere tempo, continuiamo con piagnistei e diatribe tipo italiani contro tedeschi o tedeschi contro italiani…..chi ha una certa età  e un minimo di saggezza si terrà  alla larga, e voi penserete che sia uno smidollato, ma lo fa solo nel vostro interesse. Lasciate che la Klotz resti nel suo passato….lasciate che Seppi le faccia compagnia….datevi da fare per il vostro futuro, avete perso abbastanza tempo.

Caro Luigi,

e poi vogliamo perdere tempo, continuiamo con piagnistei e diatribe tipo italiani contro tedeschi o tedeschi contro italiani

http://it.wikipedia.org/wiki/Proiezione_%28psicologia%29

Es geht hier um Zukunftsvisionen für Südtirol, und nicht um irgendwelche ethnischen Zerwürfnisse. Mir ist es egal, ob die Meinung, die ich vertrete, Deutsche, Italiener, oder Ladiner vertreten. Ein Beispiel:FabiuS ist glaube ich ein italienischer Südtiroler, die SMG wird von deutschsprachigen Südtirolern geleitet. Zwei völlig verschiedene Welten, obwohl nach deinem schwarz-weißen Weltbild doch spiegelverkehrt in ihren Ansichten. Es geht hier also um die Sache, und nicht um das Wer (Chi).

Il paese è così come è

a Palermo come a Bolzano

Du kannst gerne eingeschlossen in deiner Traumwelt hier in Südtirol weiterleben, daran hindert dich niemand und es ist dein gutes Recht als Italiener. Nur sieht die Realität halt so aus, dass hier der Großteil der Menschen (praktisch alle deutschen Südtiroler) in einer anderen Welt lebt, die von Italien nix mitbekommen, außer man schaut sich mal ausnahmsweise aufmerksam die ersten 5 Minuten des Rai Senders Bozen in der Tagesschau an.
Apropos Paese, ich kann dir nochmal die politischen Verhältnisse in Südtirol bei Wahlen aufzeigen, vergleiche sie dann bitte mit den Provinzen und Regionen unterhalb Salurns:
SVP (Schwesterpartei ÖVP) 48,1 %
Die Freiheitlichen (Schwesterpartei FPÖ) 14,3 %
PDL 8,3 % (Italien)
PD 6,0 % (Italien)
Grüne 5,8 % (neutral)
Süd-Tiroler Freiheit (Freundschaft Liste Tirol und and. öst. Parteien) 4,9 %
Union für Südtirol (BZÖ)2,3 %
Lega Nord 2,1 % (Partei Padaniens)
Unitalia 1,9 % (Italien)

Wenn du also die Lega Nord mal weglässt und die ital. Parteien zusammenzählst, kommst du auf 16.2 Prozent „Italien“ bei Wahlen in Südtirol. Die anderen Parteien ausser der Grünen (die aber auch mit den Nordtiroler und insgesamt österr. Grünen ein besonderes Verhältniss haben) sind allesamt ProÖsterreich und allesamt haben Schwesterparteien wie die ÖVP und FPÖ. Du kannst aber gerne die Realität verweigern und weiterhin in deiner Welt leben, das ist persönliche Freiheit. Wenn es dir dann besser geht solls uns allen recht sein. Nur bitte tu nicht so als wären wir hier normal in Italien, weil dies einfach nicht stimmt. Die Wahlergebnisse sprechen für sich, und du solltest wirklich einmal die Ergebnisse in Italien (auch Aosta, Sardinien, Sizilien, sog. bes. Autonomien die sich allerdings meilenweit von Südtirol unterscheiden, auch politisch) mit denen Südtirols vergleich.

@hansi
wobei in dieser ewigen schwarz-weiss-malerei die ca. 80.000 menschen die in zweisprachigen familien leben, vergessen werden.
dazu kommen die 40.000 menschen, die in den letzten 2 jahrzehnten zu uns gekommen sind.
also 120.000 menschen ( entspricht ca 1/4 der bevölkerung), die sich von vornherein nicht in dieses blöde kasten-denken einordnen lassen (wollen).
von jenen, die es auch in monoethnischen familiensituationen trotzdem nicht wollen, ganz abgesehen.

das ist der 100. post in dieser reihe!

@luigi

Il paese è così come è,

Palermo come a Bolzano,

na da machst du dir es doch ein wenig zu einfach, mein Lieber. Wir Tiroler wurden doch von Italien gezwungen, in diesen Mafia-Staat zu leben. Lass uns doch mal abstimmen…. na dann bye, bye Italy.

Wenn wir über das Modell der Süd-Tiroler Freiheit zur Abstimmung gehen können wir wahrscheinlich mit weiteren 90 Jahren bei Italien rechnen. Bye bye independence.

Lex, hai perfettamente ragione. Qualsiasi iniziativa in senso autodeterministico fatta seguendo gli schemi mentali della destra tedesca non porterà  il Sudtirolo da nessuna parte, nemmeno tra 180 o 360 anni. Questo a prescindere dal fatto che in realtà  Bolzano non è come Palermo, ma nemmeno Reggio Emilia è come Palermo, e nemmeno Udine lo è, ecc. (c’è solo l’imbarazzo della scelta).

Quello che forse pochi capiscono. La destra tedesca (a cominciare da ST-Freiheit) non ha altro scopo che quello di vivere all’ombra della SVP, condizionandone in parte le scelte e cercando di eroderne il predominio (che però rimarrà  ancora a lungo, almeno se questa cornice istituzionale – l’autonomia – non verrà  dichiarata obsoleta). Per essere realmente alternativi alla SVP bisognerebbe dotarsi di una visione strategica totalmente nuova (tipo quella sostenuta da BBD), ma questo è ovviamente impossibile per definizione. Ergo: la destra tedesca ottiene visibilità  mediatica proprio perché i suoi temi sono accademici, oziosi e privi di ricadute pratiche. Non è un caso che i suoi esponenti principali sono uomini del „dire“ (cioè uomini delle „chiacchiere“) e nessuno di loro ha vere e proprie responsabilità  politiche.

@Gadilu

Dieses Phänomen bezeichnet man gemeinhin als Opposition. Und, man wird lachen, auch die Grünen, Unitalia usw. zählen dazu.

Nur sieht die Realität halt so aus, dass hier der Großteil der Menschen (praktisch alle deutschen Südtiroler) in einer anderen Welt lebt, die von Italien nix mitbekommen, außer man schaut sich mal ausnahmsweise aufmerksam die ersten 5 Minuten des Rai Senders Bozen in der Tagesschau an.

Ihr macht alle den gleichen Fehler, ihr geht davon aus, dass eure Meinung die Meinung der Mehrheit der Südtiroler ist, aber das stimmt nicht!!
Ich lebe in der gemischten Südtiroler Welt, und sehr viele ST leben auch in einer gemischten Gesellschaft! Nur weil euch das nicht passt, bleibt es trotzdem so!

Opposizione è una parola ambigua. Si può fare opposizione per opporsi (semplicemente opporsi), opposizione in vista di governare, in un momento successivo, e opposizione per ritagliarsi un ruolo di comodi oppositori. A me risulta abbastanza chiara la distinzione, a te evidentemente no.

Un’altra cosa. Il tuo tono saccente da saputello al primo anno universitario usalo per piacere con qualcuno alla tua altezza. Non avrai difficoltà  a trovarlo.

Ihr macht alle den gleichen Fehler, ihr geht davon aus, dass eure Meinung die Meinung der Mehrheit der Südtiroler ist, aber das stimmt nicht!!
Ich lebe in der gemischten Südtiroler Welt, und sehr viele ST leben auch in einer gemischten Gesellschaft! Nur weil euch das nicht passt, bleibt es trotzdem so!

Na wenigstens Du kennst die Mehrheitsmeinung. Deine Argumentführung scheint mir von bezwingender Logik.

Correggo parzialmente una mia precedente osservazione:

Opposizione è una parola ambigua. Si può fare opposizione per opporsi (semplicemente opporsi), opposizione in vista di governare, in un momento successivo, e opposizione per ritagliarsi un ruolo di comodi parassiti.

Un’altra cosa. Il tuo tono saccente da saputello al primo anno universitario usalo per piacere con qualcuno alla tua altezza. Non avrai difficoltà  a trovarlo.

Ein offensichtlich vorhandener argumentativer Notstand bringt die Kritiker dieses Artikels dazu, entweder bezüglich konkreter Fragen zu schweigen oder unverschämt zu werden.

@PV
ich behaupte nicht, für den „Grossteil“ oder die „Mehrheit“ der ST zu sprechen, ich sage nur, dass ihr mit diesen Anspielungen den Anschein erweckt, zu wissen, was die ST wollen! Ich weiss es nicht, und deshalb ist auch mein „das stimmt nicht“ falsch, richtig ist „wir wissen es nicht“, ok?

No, ma quali „Petitessen“, sei tu che hai detto di chiamarti sega (o säga, che poi si pronuncia appunto sega). E siccome in effetti fai discorsi da sega (altro che „Petitessen“) tutto adesso acquista un contorno più definito.

Ich denke man kann sich ob einiger Verhaltensweisen wirklich schämen, Staatsbürger Italiens zu sein (siehe Mafia, pol. Verstrickungen, Korruption usw.), besonders als angehöriger eines anderen Kulturkreises. Aber ehrlich gesagt muss man sich heutzutage bald mehr dafür schämen, Südtiroler zu sein.
Anhand einiger Beispiele kann ich abermals die Sorgen Enricos entkräften, von deutscher Südtiroler Seite käme keine Kritik.
So. In der heutigen Ausgabe des „Alto Adige“ nun ein Interview mit einem namhaften Architekten aus Südtirol. Dies müsste man eigentlich direkt hier reinstellen, wenn pérvasion oder wer anderes die Ausgabe hat, sonst glaubt man es nicht.
In diesem Interview sagt dieser Mann wortwörtlich, dass “ i monumenti sono sempre al loro posto ed è giusto così“. Und weiter:
„il bassorelievo di mussolini…ce chi ha proposto di toglierlo e spostarlo non si sa bene dove. Sarebbe un errore gravissimo. Quella è una grande opera (sic) del grande scultore Pffrader. È giusto che rimanga li.“ Dann gibt es sogar eine Abfuhr für den lahmen Vorschlag der Grünen, das „Siegesdenkmal“ in einen Geschichtspark umzuwandeln.“Una fesseria“, entgegnet er, und dann meint dieser Herr „non si deve togliere nulla, bisogna invece far si che diventi parti integrale della città „. Und dann erklärt er sich gegen das restuariern, aber nicht der Restauration willens, sondern weil es dann verschandelt wird, es sollte so „schön“ bleiben wie es ist und war.
Ich hab mir das notiert, als ich die Zeitung heute gelesen hab. Es ist ein Skandal. Nirgends auf der Welt würde jemand so etwas beleidigendes für sein eigenes Volk verteidigen, außer in Südtirol. Stellt euch mal vor Gaudà­ hätte in Katalonien etwas ähnliches getan. Eigentlich unsinnig darüber nachzudenken, denn es ist unvorstellbar!
Weiters wurde eine Studie präsentiert (schon gestern), wo herauskam dass scheinbar 86% der deutschen Bozner keine Probleme im Alltag mit den faschistischen Relikten haben (die Fragestellung ist sehr unglücklich). Will man mit solchen Studien faschistische Bauten rechtfertigen und verteidigen? Noch dazu indem man die Landbevölkerung, die immer noch die Mehrheit in Südtirol ausmacht ausklammert?
Dann noch ein Auszug aus dieser Studie. Nur 30% der Italiener in Bozen können ein Gespräch auf deutsch führen, wohingegen 94% (!) der deutschen Bozner eines auf italienisch, laut Studie.

Zu guter Letzt noch eine Seite die auch unseren Enrico interessieren dürfte. Und natürlich alle die glauben auf deutscher Seite gäbe es keine italo-rechtslastigen Tendenzen (das Interview wäre schon Beweis genug, aber einer geht noch).
Hier die Facebook Gruppe „Basta-Schützen“

http://www.facebook.com/group.php?gid=283583125381

Iniziert deutschsprachigen Leuten aus Südtirol mit über 1000, darunter zahllosen deutschsprachigen Mitgliedern. Nun, zufällig kenne ich durch Bekannte zwei dieser Mitglieder, die ich selbst auch schon mehrmals „live“ auf der Straße erlebte. Einer fluchte über Ausländer, eine über eine „walsche“ Lehrperson auf ihrer Heimatuni, die sie kaum verstand (beide Verhaltensweisen verurteile ich z.b. und ich kann mir nicht vorstellen mich so zu äußern). Wer also glaubt solche Seiten werden von ach so toleranten oder mitfühlenden Südtirolern unterstützt, scheint sich zu täuschen.
Ich behaupte einfach dass ein beträchtlicher Teil der Südtiroler geschichts- und identitätslos ist, deshalb auch das schizophrene Verhalten mit bescheuertem Geschimpfe und anschließender Mitgliedschaft auf einer Anti-Schützenseite. Übrigens, in dieser Gruppe „integriert“ ein Video der Sumbu-Brothers – Amico Tirolese- einer rechtsradikalen ital. Band.
Ich bin gespannt auf die Reaktionen des Interviews und die Anti-Schützenseite. Wie gesagt, in anderen Ländern oder Regionen unvorstellbar. Und da soll noch einer behaupten, es käme keine Kritik…diese Entwicklung muss wirklich Wasser auf die Mühlen der rechtslastigen Italiener sein.

Liest euch bei der Facebookgruppe „Basta-Schützen“ genau die „intelligenten“ Kommentare unserer deutschsprachigen MitbürgerInnen durch. Sie bekommen Applaus von rechtsradikalen Italienern, aber bekommens einfach nicht mit. Ja sie spielen das Spiel noch mit und goutieren dies. Mittendrin auf einmal ein Trentiner (oder Welsch-Tiroler, wie sich viele noch gern nennen dort), der die Gruppe „per quelli che amano gli Schützen Tirolesi!!!“ Deshalb auch mein damaliger Post, dass mir als einigermaßen heimatliebender Südtiroler die Trentiner bald am Arsch lieber sind wie ein beträchtlicher Teil der Südtiroler. Die kennen zumindest unsere Geschichte, übrigens auch mittlerweile viele Italiener in Südtirol. Also auch hier, ethnisches Schubladendenken überflüssig, es kommt eben auf die Menschen drauf an.

„per quelli che amano gli Schuetzen tirolesi“… sell isch etzamol meine Gruppe!!! honi zem schaugn giwellt obs, ausser mi, a poor Italiener ummr sein wos Schitzn mogn… eigenltich ‚it viele… obr naja, bessor wianige ols gor kuane! :-)

Seit dem Abgang von Dr. Dr. h. c. (pro contributo realisandi hominis iuram democratiam, poulorum aequitatem atque pro conservatione nationalis culturalisque populorum identitati) Franz Pahl geht es mit der SVP bergab. Diese historische Schwäche sollte man nutzen. Die Absolute wird aber nur zu knacken sein, wenn die Opposition mit einer gemeinsamen Wahlliste antritt.

@fabivS

find i guat :).

Wie gesagt es geht nicht um Italiener gegen Deutsche etc., wir müssen es neu definieren: Wir deutschen, italienischen und ladinischen (Süd)-Tiroler haben halt eine andere Meinung als deutsche, italienische und ladinische Italiener. Thats it, ganz einfach. Das ist Demokratie, und wer gegen Meinungsverschiedenheiten Sturm läuft und überall den ethnischen Kleinkrieg ausruft, versteht von Demokratie nix.
Für alle aber eine kleine Überlegung. Da man auf italienischer Seite (selbst-) kritikunfähig zu sein scheint, gibt es eine Schieflage, wie hier mehrmals angedeutet.
Bemerkenswert ist auch, dass sogenannte moderate italienische Mitbürger („linksgerichtete“ oder „grüne“ – Beschreibungen die ich mittlerweile bezweifle, da man ja auch Grüne aus anderen Ländern kennt) im Bekanntenkreis, in Zeitungen und in Foren praktisch nur im deutschsprachigen Teich fischen, wenn es um Mehrsprachigkeit (was ja an sich super ist, nur bitte mehrsprachige Tiroler, wie geschichtlich korrekt) und/oder langsamen Schwindens der Identität geht. Diese Menschen sieht man aber kaum in rein italienischen Zirkeln Menschen von ihren Ideen zu überzeugen (tja, es gibt ja auch praktisch nur deutschsprachige Verfechter der falsch verstandenen Toleranz wie etwa bei den faschistischen Übrigbleibsel – mit Ausnahmen). Ich hoffe man versteht was ich damit sagen will. Auch hier gilt die Devise:
Cui Bono, wem nützt es, wenn vor allem die deutschen Südtiroler „tolerant“ sein sollen, keine fasch. Denkmäler kritisieren sollen, die eigene kulturelle Vergangenheit beiseite legen sollen (Tirol, Österreich) und die Situation immer lieber belassen sollen, wie sie ist… Diese Herrschaften fischen also genau in jenem Teich, wo man schon überall Geschichts- und Identitätslosigkeit feststellt, ja sogar schon die eigene Tiroler Geschichte verleugnet usw. (siehe Facebook). Auch Sekten tun sich am „leichtesten“ mit psychisch labilen Menschen. Und wir Südtiroler wurden durch die wechselvolle Geschichte bei Italien nun mal „identitätslabil“. Das weiß man weiter südlich nur allzu gut, wie beeinflussbar man ist. Also, Cui Bono?

@ Fabius

Parolacce? PV ha scritto, tempo fa, che il suo nickname è Säga. E ha detto anche che lui non ci sente molto bene, motivo per cui bisognerebbe andargli dritti sulle orecchie e urlare: HALLO SÄÄÄÄÄÄÄÄÄGAAAA!!! Così ha detto lui.

Achso, ich hatte ganz vergessen zu sagen dass der Architekt, der die faschistischen Bauten in Südtirol so schön findet, ein deutscher SÜdtiroler ist.

Dieses einfallende Armeeheer hätte sicher positive Auswirkungen auf die Opposition, was ja auch wieder gut wäre.
Ich hätte schon einen guten Vorschlag für ein zukünftiges Wahlplakat in Bozen bei den heurigen Gemeinderatswahlen:
Eine Hälfte des Plakates ein Alpiniheer mit Trikolore und darüber der transparente Schriftzug SVP mit Logo und „NEIN DANKE“. Darunter blauer Himmel, in der Mitte die Tirolerfahne und die Parteilogos der Opossition (wenn denn, wie ich hoffe, sie mal zusammen in Bozen kandidieren) mit dem transparenten großen Schriftzug FREIHEIT und „Südtirol gehört Dir“. Das wäre doch mal was! Und sicher eine gute Werbung gegen diese SVP, die jetzt öffentlich die „Arbeit“ von Alleanza und co. (früher) übernehmen. Wenn man bedenkt dass man Aussagen wie „Zündler“ (gegen die eigenen Leute, die historischen Tiroler Schützen) oder „Fanatiker“ (Pichler-Rolle gegen Knoll weil er den Alpiniaufmarsch kritisierte) hernimmt, um die Südtiroler zu beleidigen und im Gegenzug das ital. Heer verteidigt, so muss man feststellen, dass sich die politischen Fronten ins Gegenteil verschoben haben. Früher hies das DC, heute SVP.

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