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Wehret der blauen Vereinnahmung!

Die österreichischen Freiheitlichen haben für den 17. Februar eine »Zukunftstagung Südtirol« angekündigt, bei der es unter anderem um die Doppelstaatsbürgerschaft, die Verankerung der Schutzmachtrolle in der österreichischen Verfassung und angeblich auch um einen Zuwanderungsstopp für Südtirol gehen soll.

Gegen Vereinnahmungsversuche durch Rechtsextremisten muss Südtirol mit einer Stimme auftreten: Brennerbasisdemokratie fordert Vertreter aller Sprachgruppen und möglichst vieler Parteien auf, deutlich zu machen, dass weder die Autonomie noch die Unabhängigkeitsbestrebungen unseres Landes sich auf Ausländerfeindlichkeit und Egoismus reimen. Gerade während der letzten Jahre hat Südtirol kleine aber wichtige Schritte in Richtung Zusammenleben gemacht. Selbst das Thema Selbstbestimmung wurde in mühevoller Kleinarbeit zumindest teilweise der Vorherrschaft der rechten Sphäre entzogen.

Wer die ethnische Spaltung fördert — den Blauen fällt zum Stichwort Südtirol nur eine auf Blut und Boden fußende Verbundenheit zum einstigen Vaterland ein — muss dringlichst in die Schranken gewiesen werden! Dieses Land braucht das genaue Gegenteil, nämlich Offenheit, Inklusion und Dialog. Wie selbst die Südtiroler Freiheitlichen verstanden haben, ist eine dynamische Fortentwicklung der Selbstregierung nur unter diesen Vorzeichen erreichbar.

I cosiddetti liberali austriaci (FPÖ) hanno annunciato un convegno sul futuro del Sudtirolo, durante il quale saranno trattati temi quali la doppia cittadinanza, l’iscrizione del ruolo di potenza tutrice nella costituzione austriaca e, a quanto pare, perfino lo stop all’immigrazione.

È di importanza vitale che il Sudtirolo appaia unito contro qualsiasi tentativo di monopolizzazione da parte della destra estrema: Brennerbasisdemokratie fa appello ai rappresentanti di tutti i gruppi linguistici e del maggior numero possibile di partiti di affermare chiaro e forte che né l’autonomia né l’indipendentismo sudtirolesi fanno rima con xenofobia ed egoismo. Proprio durante gli ultimi anni la nostra terra ha fatto piccoli ma importanti passi verso la convivenza. Al contempo perfino l’autodeterminazione è stata sottratta, almeno parzialmente, all’egemonia delle destre.

Chi fomenta la scissione etnica — la FPÖ lega il Sudtirolo alla vecchia madrepatria austriaca tramite il concetto di sangue e suolo — deve trovarsi dinnanzi ad un muro invalicabile. Questa terra infatti necessita dell’esatto contrario — ovvero di apertura, inclusione e dialogo. Come hanno compreso perfino i Freiheitlichen sudtirolesi, un incremento dinamico dell’autogoverno è raggiungibile solamente in tale contesto.

Faschismen Kohäsion+Inklusion Migraziun Politik Selbstbestimmung Termin | Doppia Cittadinanza | | | | Freiheitliche | Italiano

9 replies on “Wehret der blauen Vereinnahmung!”

Oje, oje… anche questa ci mancava… tanta, troppa gente chiacchiera sul nostro futuro: sarebbe forse il caso che si cominciasse noi stessi tutti assieme.
Questa visione dell’ autonomia come chiusura nei confronti dei migranti è, poi, francamente, mostruosa… immagino che per molti FPÖ sarebbe un sogno che il Brennero facesse da filtro all’immigrazione. Ma non sarà  così!

Ich denke es ist das natürlichste auf der Welt dass du pérvasion freiheitliche Politik kritisch beurteilst, da du eben politisch komplett das Gegenteil repräsentierst.
Aber in der Südtirol-Frage scheinen sie doch auch wie die Freiheitlichen in Südtirol nicht über irgendwen drüberfahren zu wollen (also die Sache etwas komplexer sehen, auch der besonderen Situation der drei Volksgruppen Rechnung tragen). Jedenfalls ergaben das meine Recherchen im Internet über die letzten Presseaussendungen zu diesem Tehma:

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100212_OTS0075/fpoe-neubauer-zukunftstagung-suedtirol-und-das-vaterland-oesterreich-stoesst-auf-grosses-interesse/channel/politik

Auf jeden Fall muss man auch dankbar sein dass gewisse Sachen eben auch durch die Freiheitlichen Österreichs aufgezeigt werden und wie im Falle des Carabinierivorfalls auch Untersuchungen gefordert werden, was ich hier von linker Südtiroler bzw. Österreichischer Seite vermisse:

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100212_OTS0165/fpoe-neubauer-spindelegger-muss-misshandlungsvorwuerfe-gegen-carabinieri-im-suedtirol-unter-ausschuss-erklaeren

Zum Thema Staatsbürgerschaft hat sich jetzt doch noch ein weiterer hoher Vertreter der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) – neben Wendelin Weingarner neulich in der “Zett” – positiv zu Wort gemeldet:

http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/%C3%9Cberblick/Politik/PolitikTirol/PolitikTirolContainer/262137-8/faschistendenkm%C3%A4ler-in-s%C3%BCdtirol-sind-gesslerh%C3%BCte.csp

Man sieht einmal mehr wie gespalten die Volksparteien bei bestimmten Themen sind. Aber positive Meldungen sind immer gut.

Pervasion hat nicht nur aus linker Perspektive recht. Mit Rechtsextremisten geht man keinen Pakt ein, auch nicht als Mittel zum Zweck! In der Weimarer Republik wurde das zum letzten Mal versucht. Haltet uns bitte die FPÖ vom Hals!!!

Mit Rechtsextremisten geht man keinen Pakt ein, auch nicht als Mittel zum Zweck!

Eben… l’unica cosa di cui SICURAMENTE non abbiamo bisogno da noi è delle trovate di un partito volto all’intolleranza di più o meno qualsiasi forma di diversità …

die fpö ist nur minderheitenfreundlich, wenn es um deutsche volksgenossen geht.
wenn es um andere volksgruppen geht, handelt sie imperialistisch. siehe die haltung der fpö bzw. bzö und ihrem im himmel (?) gelandeten haider bzgl. der slowenen in kärnten.

wenn ihr das unter minderheitenfreundlich einstuft, na danke!

Themen wie die Verankerung der Schutzmachtfunktion in der österreichischen Verfassung bzw. die Frage der Doppelstaatsbürgerschaft, unabhängig wie man dazu steht, sind Angelegenheiten über die letztendlich der österreichische Nationalrat entscheidet. Dazu kann natürlich jede in Österreich gewählte Partei Stellung nehmen.
Abgesehen davon ist das Südtirol-Engagement von Parteien, deren Abgrenzung von rechter Ideologie nicht gegeben ist, für uns mehr als problematisch. Problematisch im geschichtlichen Kontext und problematisch im aktuellen Kontext.
Rechte Ideologie ist der Ruin für jede realistische Chance jemals von diesem Staat loszukommen. Im Dunst der kranken Rechtsideologie werden zudem teils Allianzen geschlossen, die für Südtirol mehr als gefährlich sind. Es wäre nicht das erstemal, dass irgendwelche deutschsprachigen Rechtsextremisten mit italienischen faschistoid orientierten Geheimdienstlern unter derselben Decke standen und stehen. Deshalb, Rechtsideologen können Südtirol vor allem einen Gefallen machen: die Klappe halten.
Allen SüdtirolerInnen, die sich für Südtirol im idipendentistischen Sinne einsetzen, kann trotz vielfach enttäuschender Äußerungen des linken Parteienspektrums, nur wärmsten nahegelegt werden, nicht der rechten Versuchung zu erliegen, sich keiner falschen Freunde zu bedienen.

da kann man Niwo zustimmen, sowas schadet unseren Anliegen letztendlich mehr als es nutzt.

Man kann aber den Rechten auch nichts vorwerfen, sie springen nur in die Lücke, die ihnen die unfähigen und uneinigen Volksparteien derzeit wie auf dem Silbertablett anbieten! Das ganze Theater um Schutzmachtfunktion und Doppelstaatsbürgerschaft wird mehr und mehr peinlich daß man sich manchmal fragen muß, was in diesen “Volksparteien” eigentlich los ist?

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