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Lega und FdI mit CasaPound in Grosseto.
Fließende Übergänge

Zwischen dem 2. und 5. September geht im toskanischen Grosseto das jährliche Fest der neofaschistischen CasaPound über die Bühne. Wie schon vor zwei Jahren mit dabei: Vertreter von FdI und der an der Südtiroler Landesregierung beteiligten Lega.

So sollen etwa am Samstag, den 4. September der EU-Parlamentarier Vicenzo Sofo (FdI), der italienische Senator William De Vecchis (Lega) und der italienische Kammerabgeordnete Mario Lolini (Lega) mit Carlotta Chiaraluce (CPI) über die Zukunft Europas debattieren.

Am 3. September ist eine Einlage des Kabarettisten Stefano Chiodaroli angekündigt, der sich auch für ein offizielles Einladungsvideo hergibt:

Ferner ist ein Konzert geplant, bei dem neben ZetaZeroAlfa des ehemaligen CPI-Chefs Gianluca Iannone auch die Bozner Faschoband No Prisoner um Andrea Bonazza auftreten soll.

Für weitere Grenzverschiebungen zwischen rechtem und rechtsextremistischem Spektrum sorgt die Teilnahme der Journalisten Gianluca Veneziani (Libero), Francesco Borgonovo (La Verità) und Vittorio Feltri, der seit Juli auch Mitglied von FdI ist.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/ 5/

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3 replies on “Lega und FdI mit CasaPound in Grosseto.
Fließende Übergänge

Bei allen unterschiedlichen Standpunkten, die zwischen BBD und meiner Person herrschen mögen – man muss den Bloggern auch echt mal ein dickes Lob aussprechen!
Während sich die Südtiroler Medien auf Bilder von gerissenen Schafen, Statements von unwichtigen Politikern und in den Bach gestürzte Kleinwagen zu spezialisieren scheinen, erfährt man gewisse wichtige Dinge auf BBD.
Dass dort auch Hintergrundinformationen geboten werden, ist den Autoren (und Kommentatoren) hoch anzurechnen. Gerade selbsternannte moderne Medien in Südtirol tun sich damit immer noch schwer und übernehmen die Pressemitteilung zur Gänze.
Umgangssprachlich formuliert, ist – was hier abgeht – aber mehr als paradox und der Südtiroler sollte sich tatsächlich fragen, wie lange er solch einem Treiben als Betrachter noch beiwohnen möchte. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen, knapp 100 Jahre nachdem der Faschismus begonnen hat irrsinnig großes Leid über das Land zu bringen, poussieren die Freunde der Partei, die seit 70 Jahren das Vertrauen der Bürger genießt, offen mit Rechtsradikalen, die den Faschismus als Zukunftsmodell sehen und dies auch offen so kommunizieren.
Ich war jahrzehntelang Parteimitglied der SVP und habe auch an der Basis mitgearbeitet, seit der Koalition mit der Lega bin ich es nicht mehr. Das Leid, das der Faschismus meiner Familie zugefügt hat, kann zu keiner Zeit dem Parteiopportunismus geopfert werden. Es erstaunt, dass ich mich mit einer derartigen Meinung in der Minderheit befinde.

Ausnahmsweise muss ich mich dem Domprobst anschließen. Ich möchte aber ergänzen, dass nicht nur der Faschismus irrsinniges Leid über unser Land gebracht hat, sondern dass sich dieses Leid noch einmal gesteigert hat, wenn Faschismus und Nationalsozialismus zusammengearbeitet haben. Da sollte uns eigentlich besonders hellhörig machen, wenn sich faschistische Tendenzen aller Art breitmachen. Was mich persönlich stört: Hier auf dieser Seite zeigt Simon immer wieder bedenkliche Entwicklungen, Missachtungen von Minderheitenrechten usw. auf, aber von unseren Politikern scheint niemand diese Seite zu lesen, jedenfalls erfolgt niemals die absolut notwendige Reaktion.

… pflichte D u. H gerne bei!
Was zur weiteren Kolonisierung ab 1945 geschah und geschieht ist auch nicht ohne …

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