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Führungslos in die nächste Welle.
Corona

Sehenden Auges steuert Südtirol wieder auf die Katastrophe zu. Eigene Maßnahmen, die wohl nötig wären und die der Landeshauptmann auch ergreifen möchte, sind nicht möglich, weil unser Land noch immer als weiße Zone eingestuft ist.

Besonderheiten wie die im Vergleich mit Italien geringere Impfquote — was mit Blick auf den restlichen deutschen Sprachraum wohl auch »kulturell« bedingt sein dürfte — würden gesonderte Wege nötig machen.

Klar, LH Kompatscher könnte auch erneut nach vorn preschen und den Konflikt mit Rom riskieren. Doch wer kann ihm verübeln, dass er das nicht tut, wo ihm doch bislang auch im Land regelmäßig vorgehalten wurde, dass Südtirol zu klein und eine weltweite Pandemie nicht auf Landesebene zu lösen sei?

So müssen wir eben tatenlos mit ansehen, wie die Lage erneut eskaliert. Und hoffen, dass es so schlimm nicht kommen wird.

Freilich, auch wenn die Landesregierung handeln würde, könnte sie (wieder) Fehler machen. Aber zumindest die Möglichkeit, es diesmal richtig zu machen, sollte man haben.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/ 5/

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22 replies on “Führungslos in die nächste Welle.
Corona

Der ital. Zentralismus feiert fröhliche Urstände. Von Südtirol bis Sizilien muss alles gleichgeschaltet sein. Jetzt werden wir bestraft, weil keine – obwohl mehr als nötig – strengeren Regeln zugelassen werden, da Restitalien relativ gut dasteht. Wenn wir dann mal besser dastehen als Restitalien, müssen wir die strengen Regeln wieder mittragen.

Der Artikel ist vollkommen populistisch und eigentlich Deiner (@Simon) nicht würdig. Es kommen, neben den wirklich an Perfektion grenzenden Stellungnahmen, leider auch mancherorts rein emotional geführte Statements zum Tragen. Schade.
Punkt 1 – ob eine “Katastrophe” kommt, sei bitte – bevor sie eintritt – dahingestellt.
Punkt 2 – Willst Du Dich allen Ernstes als Befürworter der schwachen Impfquote in Südtirol darstellen? Hast Du mal gesehen, wer die Impfverweigerer in diesem Land überhaupt sind? Wenn Du Dich bei Deinem Intellekt dort einreihen willst, bitte gerne… (und bitte keine Belehrungen über wissenschaftliche Theorien, wir haben davon in anderen Foren bereits genug). Ich persönlich bin geimpft, weil mir mein Arzt das geraten hat – aber ansonsten hätte es für mich genügt auf den Landhausplatz zu schauen um schleunigst die Vormerkung zu erledigen.
Punkt 3 – Südtirol ist tatsächlich zu klein, um eine weltweite Pandemie zu “lösen” (?). Oder wollen wir von Allitz, Spinges oder Ahornach die Welt verändern? Ohne unnötige Polemiken zu öffnen, es würde genügen, dass Du Deine Vorschläge formulierst.
Punkt 4 – “tatenlos” und “eskaliert” reihen sich vom Muster in Punkt 1 ein. Ich glaube nicht, dass Südtirol tatenlos agiert. Und der Begriff Eskalation dürfte inmitten der vierten Welle heillos überzogen sein.
Punkt 5 – Handlungsspielraum Landesregierung. Klar, man kann sie kritisieren, aber man sollte dies konstruktiv und sachdienlich tun. Deshalb, Du bist herzlich eingeladen konstruktive Vorschläge zu bringen. Eine rein populistische Auseinandersetzung mit dem Thema bringt uns sicher nicht weiter, sondern nähert den Blog dem Umfeld von Unterholzner und Konsorten….

ad 1) und 4) Ob sie tatsächlich kommt, ist dahingestellt. Dass wir im Moment darauf zusteuern, scheint mir recht unleugbar.

ad 2) Ich bin kein Befürworter der relativ geringen Impfquote in Südtirol. Aber ich nehme sie zur Kenntnis und bin der Meinung, dass daraus politische Konsequenzen (im Sinne von Maßnahmen) zu ziehen wären.

ad 3) Natürlich können wir von hier aus keine Pandemie lösen. Das Argument, das von Gegnerinnen eines autonomen Vorgehens vorgebracht wurde, ist irreführend und falsch — doch mit solchen Vorwürfen sah sich der LH eben konfrontiert, weshalb ich ihm nicht verübeln kann, dass er diesmal nicht vorprescht und den Konflikt mit Rom sucht, indem er eigenmächtig Maßnahmen setzt.

ad 5) Sonst sagst du immer, nur Expertinnen sollen sich äußern, jetzt verlangst du sogar Lösungsvorschläge von mir. In dem Beitrag hier geht es darum, dass die Landesregierung kaum autonome Handlungsspielräume hat, um mit eigenen, der spezifischen Situation in Südtirol angepassten Maßnahmen den Versuch (!) zu unternehmen, das erneute Hochschnellen der Infektions- und Hospitalisierungszahlen noch abzuwenden.

Konkrete Vorschläge hat der LH ja meines Wissens schon anklingen lassen, er darf sie aber nicht umsetzen, solange Südtirol noch als Weiße Zone eingestuft ist.

Wenn du nach meinen eigenen Vorstellungen fragst, kann ich dir als Laie sagen, dass ich mir vor allem eine Verschärfung der Testpflicht vorstellen könnte — auch für Geimpfte.

Reply 1 und 4 – deine Terminologie scheint einem amerikanischen B-Movie und Katastrophenthriller entnommen zu sein. Meiner Ansicht nach ist das der Sache nicht dienlich, da nahezu alle Regierungen die Pandemie einigermaßen im Griff haben. Außer Bolsonaro, den betrachte ich als Gefahr für die Menschheit.
Reply 2 – auch ich befürworte sie nicht und wäre für strengere Regeln. Z.B. würde ich mir wünschen, dass ein Test für Nichtgeimpfte soviel kosten sollte wie ein PCR-Test, also rund 100 Euro. Dann möchte ich die Pseudo-Experten und Impfverweigerer sehen.
Reply 3 – Kompatschers Sondermaßnahmen waren bisher nur Kosmetik. Er sollte die Irrfahrten sein lassen, da er ohnehin nicht sehr glaubwürdig erscheint.
Reply 5 – Richtig, Lösungsvorschläge können nur von Experten kommen. Vielleicht hast Du in Deinem Netzwerk einige, dann stünde es Dir frei diese auch nur per simplem e-mail an einen Landesrat oder Abgeordneten zu stellen. Die Landesregierung hat wenig Spielraum, das stimmt, aber sie könnte den, den sie hat, besser nutzen und beispielsweise mehr Kontrollen durchführen lassen. Aber sind die altbekannten Lobbies dagegen. Wir sitzen somit zwischen den Stühlen.
Auch ich hätte als Geimpfter nichts gegen eine vermehrte Testung – im Gegenteil, sie würde mich sogar beruhigen. Und wenn Du mich fragen würdest, wäre ich für ein viel härteres Vorgehen gegen Impfgegner.
Demokratie ist klar, aber der Pragmatiker Draghi hat es vorgemacht. 3G am Arbeitsplatz, Österreich und Deutschland beneiden Italien hierfür. Da könnte sich Kompatscher mehr als eine Scheibe abschneiden – Draghi spricht nicht viel, aber er setzt um. Beim anderen ist es umgekehrt.

ad 1) und 4) Es steht dir frei, meine Wortwahl nicht zu mögen.

Bolsonaro: Auch ich finde ihn schlimm, aber hast du zufällig Vergleichszahlen zu Brasilien (natürlich im Verhältnis zur Einwohnerinnenzahl)?

ad 2) Ich denke, wir sollten so viel testen, wie möglich, um Infektionsketten zu vermeiden. Da sind die € 100,- pro Test gerade das falsche Rezept. Wollen wir die Pandemie in den Griff kriegen oder uns an den Ungeimpften rächen?

ad 3) Da sind wir völlig anderer Meinung.

ad 5) Mehr Kontrollen durchführen lassen? Von wem? Forst? Arbeitsinspektorinnen? Eine Landespolizei haben wir leider nicht.

close 1 und 4 – Uns unterscheiden manche Sichtweise und die grundlegende Art Dinge zu analysieren. Ich traue prinzipiell keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe und da ich in einem internationalen Unternehmen arbeite, genieße ich das Schwätzchen mit verschiedensten Personengruppen aus nahezu aller Welt. Es ist eine wahre Freude sich mit anderen Kulturen auszutauschen und ich genieße das persönliche Verhältnis, es ist so schön natürlich.
close 2 – ein Standpunkt, den man durchaus vertreten kann. Ich bevorzuge jedoch pragmatische Handlungsweisen und Impfgegner sind für mich – abgesehen von individuellen Einzelpersonen – ein Risiko für die Gesellschaft. Vor allem seit ich gesehen habe, wer sich im Fahrwasser von JWA, Holzeisen, Unterholzner und Konsorten tummelt.
close 3 – definitiv. Ich bin Südtiroler durch und durch, aber was ich an einzelnen Landleuten absolut nicht ausstehen kann, ist ihr Drang zur Selbstdarstellung und die Tatsache der Welt erklären zu wollen wie sie zu funktionieren hat ohne je das eigene Tal verlassen zu haben. Ein Übel des zu schnellen Reichtums nach dem Krieg.
close 5 – Italien und Südtirol sind mit Polizeiorganen übersät, es gibt kein anderes europäisches Land, das mehr verschiedene besitzt. Während die Arbeit für die Mehrzahl der staatlichen Organe im Sinne eines “9 to 5” interpretiert wird, glänzen Stadt- und Dorfpolizei mit schikanösen Methoden. Carli und Gschliesser haben einigen Südtirolern bereits ihr wahres Gesicht gezeigt; leider ist auch das Südtirol. Manche arbeiten um sich selbst darzustellen (Verweis auf 3).

Normalerweise lasse ich Dir als Hausherr das Schlusswort, denn Ehre, wem Ehre gebührt.
Ich erlaube mir eine Ausnahme zu machen, da Du 2 sensible Stellen in mir geweckt hast.
Zum Einen wehre ich mich vehement in die Nähe vom Impfskeptikern gerückt zu werden – ich bin das absolute Gegenteil davon. Zweitens ist das Fälschen von Zahlen mein Beruf und wer versucht mich in meinem core business anzugreifen, erntet nicht mal ein müdes Lächeln.

Ja das Missmangement der Politik lässt sich nicht mehr verbergen und findet auf mehreren Ebenen statt.
1. Impfung hilft nicht oder viel zu wenig ( siehe massenhaft sog. Impfurchbrüche): Konsequenz noch mehr Impfung. Green Pass den Impfstatus betreffend wird höchstwhrscheinlich herabgestuft, weil Impfung nicht (oder zuwenig) wirkt, Konsequenz : Immer öfter und in kürzeren Abständen impfen.
2. Patienten in den Krankenhäusern, meist im höheren Alter und vorerkrankt, Konsequenz: Durchimpfen der immer Jüngeren obwohl das Narrativ der Herdenimmunität durch Impfung längst widerlegt wurde.
3. Sterile Immunität längst widerlegt, Konsequenz: Impfpflicht für bestimmte Berufe, längerfristig für alle in immer kürzeren Abständen.
4. Neuartige Impftechnik mit ungewissen noch nicht geklärten Risiken in vorläufiger Zulassung, anstatt herkömmliche gut erforschte Totimpfstoffe.
5. Kein Aufstocken der Kapazitäten in der Sanität, stattdessen Entlassungen von dringend benötigtem Personal.
6. Sinnlose Lockdowns mit kurzfrisitigem Effekt (wenn überhaupt) aber enormen Langzeitschäden, bzw. anstatt Bereitstellung von sanitärer Pflege für Erkrankte, sinnbefreites Vermeidenwollen von Krankheitsentstehung durch menschenunwürdige Aktionen.

Was die immateriellen Schäden angerichtet in unserer Gesellschaft anbelangt, kann man sich nur an den Kopf fassen. Angefangen bei den Kindern, wo jeder weiß dass in der Kindheit geprägtes Verhalten meist lebenslang bestehen bleibt, als da wären : Ich bin a priori ein Gefährder, ich muss Maske tragen, ich muss zu anderen Abstand halten, im Zweifelsfall stehe ich anderen in Krankheit nicht bei (Umgang mit Alten und Kranken in den Heimen). Empathie, Toleranz, Ermutigung zu selbstbestimmtem Leben, das war alles gestern. Jetzt werden andere Verhaltensmuster für das Leben gelernt.

Dass das nicht nur vorübergehende, halt für kurze Zeit notwendige Maßnahmen sind, sehen wir an der Entwicklung in Österreich. Leute werden wieder eingesperrt, weil die Sanität angeblich wieder überlastet ist (Personal fehlt). Dann Impfpflicht für alle ab Februar, wer sich weigert dem drohen horrende Strafzahlungen, oder wer nicht zahlen kann, sogar Gefängnis. Ich sagte es ja, bis zum Lager für Ungeimpfte ist der Weg nicht mehr weit. Willkommen im Faschismus und Apartheitsystem. Die Evidenz für das Ganze wird natürlich nicht bekanntgegeben, weil es keine gibt ( Geimpfte können sich weiterhin anstecken und andere infizieren, sowie das Gesundheitssystem belasten gleich wie Ungeimpfte, da es bei einem Virus der eine Zoonose ist, keine wirksamen Imfstoffe gibt). Das ficht die Verantwortlichen aber weiter nicht an. Die Hexenjagd geht weiter. Dass das auch bei uns kommen wird, ist abzusehen. Aber nein es wird weiter fleißig, relativiert , abgewiegelt und verharmlost. Dass die “soziale” Seite in allen facetten in der Politik da federführend ist, und in der Geschichte immer war, ist weiter nicht überraschend.

Meinungsfreiheit und Kritikmöglichkeit sind die Grundpfeiler einer Demokratie. BBD öffnet durch seine impfskeptische Sichtweise jedoch Tür und Tor für Kommentare, die durchaus dem Bereich “Verschwörungstheorien” zuzuordnen sind.
Was soll man bei so einem Kommentar noch hinzufügen? Er steckt voller Verallgemeinerungen, die aufgestellten Behauptungen werden weder belegt und entbehren zur Gänze dem allgemeinen wissenschaftlichen Konsens. Die Kommentare von @Waltraud sind prinzipiell ellenlang und zeigen einen erhöhten Frustfaktor gegenüber der allgemeinen politischen Lage.
BBD tut sich keinen Gefallen derartig populistischen und oberflächlichen Kommentaren keinen Einhalt zu gebieten, man rückt sich damit in die Nähe anderer in Südtirol bereits vorhandener Onlinemedien wie salto und UT24 in welchen Impfgegner und sonstig Enttäuschte ihrem Unmut freien Lauf lassen können.
@Waltraud, versuchen wir beide es mal mit einer Sachdiskussion: wir sind eine 4köpfige Familie, alle vollständig geimpft, ich als Ältester bereits seit Monaten. Wir sind – gottseidank – alle kerngesund und würden wir erkranken, wäre unser Verlauf gemäß den Aussagen unseres Hausarztes und der Ärzte, die uns geimpft haben, in der Regel deutlich abgeschwächt. Dies gilt v.a. für Long-Covid. Nun, wie sollen wir deine Aussagen, dass “Impfung nicht (viel) hilft” bewerten? Bist du Expertin? Wenn ja, über welche Ausbildung verfügst du? Die Frage ist legitim, da deine (Fach?)Meinung ja im Widerspruch zu jener unserer Ärzte liegt.
@Waltraud, 2. Sachfrage: unsere Kinder erfreuen sich bester Gesundheit, auch in psychischer Hinsicht, auch zukünftige psychische Folgen der Pandemie sind heute noch nicht in Sicht. Auf welcher wissenschaftlicher Erkenntnis beruht deine Aussage, dass sich unsere Kinder in der Zukunft als “lebenslange Gefährder (? wovon überhaupt?)”) betrachten werden?
@Waltraud, darf man dich als Expertin betrachten und du hast uns Normalsterblichen etliches voraus oder gehörst du zu den Teilnehmern am Landhausplatz, die zwar Frei-heit grölen, aber nach dem Takt eines karrieregeilen Skilehrers ihre Arme bewegen?

Ich weiß eigentlich nicht was ich Ihnen konkret antworten soll. Nur soviel: Als die ersten Grund- und Menschenrechtseinschränkungen über die Bevölkerung verhängt wurden, da schwante mir schon gleich Schlimmeres und dass es “länger dauern” würde, dafür gibt es einschlägige Beispiele in der Geschichte. Mark Twain sagte: “Geschichte wiederholt sich nicht, sie reimt sich”. Aufgrund der Entwicklungen vor allem in Österreich ( das Schweigen der Staatschefs anderer europ. Länder ist dröhnend) ist nicht Gutes zu erwarten. Aber, und auch das ist typisch: Die Elefanten, die im Raum stehen, werden nicht gesehen.
Zu meiner Person kann ich Ihnen nur soviel sagen: Ich habe es nicht nötig meinen Körper für eine trügerische Freiheit zu verkaufen, die mir “gnädigerweise” mal ein Jahr, dann wieder 9 Monate oder zukünftig auch kürzer, gewährt wird und die ich mir danach auf ein Neues erkaufen muss. Das habe ich nicht nötig. Das vielleicht habe ich manchen anderen Normalsterblichen voraus.

@Waltraud, danke für die Antwort, obwohl es eigentlich keine ist. Denn auf meine konkreten Fragen ist es Ihnen nicht gelungen auch nur annähernd zu antworten. Das zeigt den populistischen Charakter Ihres Posts und ich appelliere nochmals an BBD, wenn auch vergebens, rein populistischen Kommentaren ohne fachlichem Background den Hahn zuzudrehen.
Ich gehöre nicht zu jenen, die Ihnen vorschreiben wie Sie mit Ihrem Körper umzugehen haben, appelliere jedoch an das Solidarietätsprinzip, das schlussendlich den wahren Gehalt einer Gemeinschaft (auch Gesellschaft) ausmacht. Gerade Sie haben den Begriff Empathie gebraucht, dieser klingt aus Ihrem Munde wie Hohn.
Die Pandemie hat die ganze Welt überrannt. Dass das Individuum Einschränkungen seiner Grundrechte damit zu erwarten hat, war eigentlich klar. Da Sie jedoch bereits schon mal sehr einseitig den Begriff der Grund- und Menschenrechte interpretiert haben, erlaube ich mir Ihnen zu erklären, dass der gesamte Wertekatalog auch ohne Pandemie grundlegend relativ zu betrachten ist. Denn – um ein einfaches Beispiel zu formulieren – wenn ein Krankenhaus voll ist, ist das Grundrecht der medizinischen Versorgung zwar auf dem Papier gegeben, aber in der Realität eben nicht.
Dieser Verweis sollte Ihnen helfen den von Ihnen so oft bemühten Rechtekatalog besser zu verstehen – wenn Sie denn überhaupt wollen.

BBD öffnet durch seine impfskeptische Sichtweise jedoch Tür und Tor für Kommentare, die durchaus dem Bereich “Verschwörungstheorien” zuzuordnen sind.

@domprobst
Ich hätte da auch eine Frage bzw. Bitte an dich: zeige mir eine Stelle in einem BBD-Artikel der “impfskeptisch” ist bzw. der die gängige Lehrmeinung von Experten diesbezüglich in Frage stellt. Wenn du das nicht kannst – wovon ich ausgehe – bitte ich dich der Fairness halber, deine Behauptung zurückzuziehen. Wir wollen hier nämlich auf Basis von Fakten und nicht aus der Luft gegriffen Anschuldigungen diskutieren. Fr. Astner hast du eh in unserem Sinne widersprochen.

@Domprobst
Na wenn die Gewährung unserer Grundrechte vom gerade vorherrschenden Zustand des Gesundheitssytems abhängt (was ja stets als Rechtfertigung aller einschränkenden Maßnahmen ins Feld geführt wird) dann stehen wir wirklich gut da. Jahrelang Kapazitäten abbauen, dann in einer Zeit einer angeblich noch nie dagewesenen Krise noch Personal entlassen, und dann weil man ja überlastet ist “schweren Herzens” der Bevölkerung seit dem Krieg nie dagewesene Grundrechtseinschränkungen aufbürden, die aus der Schmiede totalitärer Staaten stammen, das ist wirklich schlüssig. Impfzwang und Apartheit sind da jetzt auch legitime Mittel. Also man könnte die Sanität ja noch weiter herunterfahren, jetzt da eh schon alle Hemmungen gefallen sind, man könnte die Daumenschrauben ja noch weiter anziehen. Um die passende Diktion ist ein Schallenberg ja nicht verlegen. Da kann schon mal ein “Frustfaktor” aufkommen. Ich glaube man sollte sich besser um die primäre Aufgabe kümmern, nämlich um die Versorgung von Kranken, denn mit faschistoiden Maßnahmen die Bevölkerung zu spalten und gegeneinander aufzuhetzen um das eigene Versagen zu kaschieren, wird halt auch einmal auffliegen. Denn die Ausbreitung des Virus werden wir eh nicht aufhalten, es sucht sich Wirte Geimpfte und Ungeimpfte in immer neuen Varianten, springt von Tieren auf Menschen wie es in der Evolution immer schon war. Da ist der Grund des Übels anzugehen, die immer schlechter funktionierende Sanität, vor allem der Personalmangel.. Auf Risikogruppen und Vorerkrankte wird ein besonderes Augenmerk zu legen sein, wie halt bei allen anderen Viruserkrankungen auch. (Die nahezu zur Volkskrankheit gewordene Krankheit Diabetes scheint da eine besondere Rolle zu spielen). Und noch etwas: Das Solidaritätsprinzip kommt da an ein Ende wenn es um die Integrität des eigenen Körpers geht, denn ICH muss mit den Folgen eines medizinischen Eingriffs zurechtkommen, der MEINEM Körper zugefügt wird. Da hilft mir dann ggf. auch keine Solidargemeinschaft. Vor diesem Hintergrund überhaupt eine Impfpflicht anzudenken, bzw. Menschen zum Impfen zu nötigen, ist letztklassig. Aber das Ganze wird schon noch länger gehen, denn Ideologien sind langlebig und das Eingestehen von Fehlern nicht unbedingt Teil der politischen Kultur wie Alexander Meschnig schreibt:

https://www.achgut.com/artikel/corona_politik_verzockt_macht_nix_wir_erhoehen_den_einsatz

@Waltraud, ich bedanke mich zwar für Ihr Feedback, aber ich möchte die Diskussion hiermit beenden.
Die konsequente Versteifung auf Verletzung von willkürlich interpretierten Grundrechten mit Verweis auf Faschismus (was komplett etwas anderes ist) zeigt, dass Sie – wie im medizinischen Bereich – ein absoluter Laie sind und deshalb jegliche Diskussion Zeitverschwendung ist.
Ich gebe Ihnen in punkto Abbau von Sanitätsleistungen in Teilen Recht, das Übel an der Wurzel zu packen, bedeutet jedoch nicht die Krankenversorgung zu verbessern, sondern an den Entstehungsursachen von Viren zu arbeiten.
Ihre konsequente Betonung des “ich” und “mein” zeigt nichts anderes als Ihren narzisstischen Charakter, sodass mein Verweis auf den Solidarietätsgedanken einer Gesellschaft ebenso unnütz ist wie der Hinweis, dass die Folgen einer Impfung wissenschaftlich erwiesen sich im extrem tiefen Prozentsatz bewegen. Wie bereits erwähnt, es gibt Millionen Menschen, die geimpft sind und keine Folgen (wie Sie das nennen) erleiden.
@Harald, ich nehme den Begriff “impfskeptische Sichtweise” zurück, da ich geglaubt hatte so etwas gelesen zu haben. Da ich es jedoch nicht mehr finde, gebe ich Dir vollkommen Recht und entschuldige mich in aller Form bei BBD.
Trotzdem bleibe ich bei meiner Kritik/Ansatz, Kommentare wie jenen von Waltraud prinzipiell zu moderieren, denn – wie die Diskussion zeigt – führt sie ins Nichts, Waltraud ist absoluter Laie auf vielen Gebieten, maßt sich jedoch an genau in diesen Thematiken im Recht zu sein.
Man mag mir das Recht auf Meinungsfreiheit erwidern, ich vertrete jedoch die Auffassung, dass bei hanebüchenen Interpretationen es keine Meinungsfreiheit mehr gibt. Vor allem dann nicht, wenn die Behauptung nicht bewiesen werden kann.

Moderationshinweis: Bitte keine persönlichen Charakterisierungen.

Sie können mir gerne unterstellen medizinischer Laie zu sein, trotzdem gibt es ein bestimmtes Grundwissen zu medizinischen Themen, das allgemein bekannt ist.
Aber sei es wie es sei, es ist unbestritten dass ein medizinischer Eingriff in den eigenen Körper von jedem der ihn vornehmen lässt genauestens auf Vor- und Nachteile zu überprüfen ist, und ein solcher nur nach persönlichem Gutdünken vorzunehmen oder abzulehnen ist. Sollte eine Person zu dem Schluss kommen dass sie durch einen medizinischen Eingriff eher Nachteile als einen Nutzen zu erwarten hat, dann hat sie das Recht ihn abzulehnen, zumal wie bereits erwähnt die Folgen dann auch selbst zu tragen sind, so oder anders. Kein Mediziner und schon gar keine politischen Akteure können einem diesen Entschluss abnehmen. Wenn ich z.B. überzeugt bin keinen Nutzen von den momentan zugelassenen Impfstoffen zu haben, weil ich z.B. nicht in die Risikogruppe falle, andererseits aber Impfschäden befürchte, so muss mir das zugestanden werden. Denn Nebenwirkungen bis hin zu Schäden sind bei jedem medizinischen Eingriff möglich, erst recht bei Impfstoffen die bis jetzt nur eine vorläufige Zulassung für Notfälle haben und deren Wirkungen bzw. Langzeit(neben)wirkungen nur für max. 11 Monate bekannt sind. Also Eingriffe in den menschl. Körper als sozialen Akt hochzustilisieren ist auf keinen Fall gerechtfertigt und geht absolut zu weit. Das nicht zulassen zu müssen gehört zum Naturrecht. Aber Sie als bekennender Kollektivist können ja ihre persönlichen Überlegungen Ihren Körper betreffend hintanstellen und sich sozusagen mit Leib und Seele samt Familienmitgliedern der Gemeinschaft hingeben und der Politik zu Diensten sein.
Wenn aber manche Leute dies nicht wollen, und diese deshalb bestraft werden (2 G) weil man sie von bestimmten öffentlichen Einrichtungen (die sie über Steuern z.T. mitfinanziert haben) ausschließt, dann ist das Diskriminierung und Apartheit und Nötigung zu medizinischen Eingriffen kann mit Faschismus verglichen werden. Dies deshalb weil das alles WILLKÜRLICH erfolgt, denn wenn jemand seine Gesundheit nachweisen kann (Test) und dies immer noch nicht genügt (im Gegensatz zu jenen die es nicht müssen), dies zudem nur in der Freizeit zum Tragen kommt, bei der Arbeit ( Steuern abführen) aber nicht relevant ist, dann ist ein Punkt erreicht der mit gesundheitsrelevanten Argumenten nicht zu rechtfertigen, und somit reine Willkür ist die durch nichts zu entschuldigen ist. Aber wie gesagt, ich habe die Genugtuung da nicht mitzumachen und meine Stimme dagegen zu erheben und das ist nicht wenig. Denn es wird die Zeit kommen, da werden uns unsere Kinder fragen: Warum habt ihr das alles zugelassen.

Gewährung unserer Grundrechte

Wir haben es stets mit konkurrierenden Grundrechten zu tun, die gegeneinander abgewogen werden. So widersprechen sich zum Beispiel Grundrechte bezüglich Freiheit mit Grundrechten bezüglich Sicherheit.

Jahrelang Kapazitäten abbauen

Wir haben da zwei Ebenen. Eine langfristige und eine unmittelbar notwendige kurzfristige. Dass das Gesundheitssystem teilweise kaputtgespart wurde ist evident. Das kann ich aber in der Akutsituation nicht rückgängig machen. Ich kann nicht in wenigen Wochen Intensivpfleger ausbilden usw. Natürlich wäre die Propagierung eines gesunden Lebensstils wünschenswert. Aber das ist eine langfristige (vielfach verabsäumte) Strategie. Wenn die Pandemie einmal da ist, hilft das nix. Die Leute sind bereits “Risikogruppe”

Vor diesem Hintergrund überhaupt eine Impfpflicht anzudenken

Impfpflichten sind nicht so etwas Außergewöhnliches. In Italien gibt es für Kinder 10 Pflichtimpfungen. Rund 30 Jahre herrschte in Österreich eine de facto Pockenimpfpflicht.

ich nehme den Begriff “impfskeptische Sichtweise” zurück

danke für die fairness

@Waltraud, last reply and close:
Sind Sie eine Berühmtheit, dass Ihr bestimmtes Grundwissen zu medizinischen Themen allgemein bekannt ist?
Offensichtlich gehören Sie zum sog. “harten Kern”, dem mit keinerlei fundiertem Argument beizukommen ist; aus diesem Grund werde ich jegliche Diskussion mit Ihnen einstellen.
Mit Kopfschütteln lese ich Ihre Interpretation des “Naturrechts”, aus welcher vollkommen klar ersichtlich ist, dass Sie über das Recht und dessen Anwendung absolut keine Ahnung haben.
@BBD, last attempt and close:
ist das wahrlich das Diskussionsniveau, das Ihr erzielen wollt? Willkürlich formulierte Behauptungen, ohne jegliches Fachwissen geäußert, einfach nur wirres Zeug, gepaart mit seit Jahrzehnten aufgebautem Systemfrust!
Meinungsfreiheit gut und recht, aber wenn jemand starrköpfig behauptet, dass die Erde eine Scheibe ist, warum sollte man diesen überhaupt in ein Diskussionsforum lassen? Besser wäre es derartige Kommentare von Grund auf zu moderieren, aber bitte – nehmt es als Anregung.

@Harald
Es gibt tatsächlich versch. Impfverpflichtungen, aber die Länder in der Eu wo solche gelten sind die Ausnahme und auch dort werden sie, v.a. in Südtirol kritisch gesehen, mit der Begründung dass das Individuum nicht zu einer Aufgabe der körperliche Integrität durch Repressalien genötigt werden darf. Deswegen ist eine Impfpflicht immer kritisch zu sehen, da sie wie gesagt in letzter Konsequenz den Einzelnen selbst betrifft und daher in die Verantwortung des Einzelnen gehört. Im Fall der von dir genannten Beispiele handelt es sich allerdings um ganz andere Voraussetzungen. Alle Pflichtimpfungen betreffen Kinder, die Impfungen schützen diese selbst meist lebenslang oder zumindest temporär im sensiblen Kindesalter vor schwerer Krankheit, denn ich wüsste nicht dass es da später eine Pflicht zum Auffrischen gibt. Außerdem erfolgen genannte Impfungen mit traditioneller Impftechnik, wohingegen von neuartigen Impfstoffen nur mehr der von Pfizer für unter 30ig jährige empfohlen wird und auch dieser ein beträchtlicher Risiko für Herzmuskelentzündungen darstellt. Also ist anzunehmen dass diese Impfstoffe auch für über 30ig jährige nicht gerade unbedenklich sein. Eine Impfung gegen Erkältungskrankheiten kann aber niemals einen sicheren Schutz garantieren, da ja Viren bekanntlich mutieren und man schon bei der Grippeimpfung sieht dass die Impfstoffe ständig der realen Situation hinterherhinken. Aktuell wird immer noch der Corona-Impfstoff der gegen die ursprüngliche Wuhan Variante entwickelt wurde eingesetzt. Da es deshalb auch nie eine Herdenimmunität geben wird, sondern allenfalls Kreuzimmunitäten zu anderen Coronaviren macht eine Impfpflicht für alle sinnlos.
Natürlich ist die Risikogruppe bekannt, aber gerade deshalb kann man eben darauf den Fokus legen und nicht Maßnahmen die z.T. diskriminierend und unverhältnismäßig sind, auf alle ausrollen. Denn Covid mag eine gefährliche Krankheit für manche Einzelne darstellen, ist aber keine Bedrohung für eine Gesellschaft als Ganze, die derart brachiale Maßnahmen rechtfertigen würden, das belegen viele Studien. Gerade dieser Aspekt hat sogar die UN-Menschenrechtsorganisation in Hinblick auf Österreich zu einer Stellungnahmen bewogen.
Natürlich kann man die Akutsituation in der Sanität nicht rückgängig machen, aber diese noch durch Entlassungen zu verstärken, anstatt ein Krisenmanagement zu installieren um die akute Notsituation zumindest temporär zu entschärfen, das ist unverantwortlich. Aber die Impfung als alleiniger Heilsbringer und die Kontaktbeschränkungen werden es schon richten. Wenn die Grundrechte also nicht nur durch längerfristiges Missmanagement sondern durch akute Fehler und gar schon präventiv eingeschränkt werden, so ist das nicht zu akzeptieren. Denn es gab schon öfters Krisensituationen in den Spitälern durch akute Wellen von Infektionen, dies ist beileibe nicht die größte, wie es immer dargestellt wird, aber wie man das Ganze händelt ist ein Versagen das es so bisher nicht gegeben hat. Die politische Einflussnahme und das daraus geschlagene politische Kapital ist der noch größere Skandal. Panikmache auf allen Kanälen ist angesagt und Menschen wie Prof. Stefan Homburg, Prof. of Public Economics an der Leibnitz Universität in Hannover, der täglich auf twitter seine Berechnungen präsentiert, die sind längst schon zu Sarkastikern mutiert, anhand der Ungereimtheiten die verbreitet werden. Eine seriöse Einordnung des Ganzen hat noch nicht stattgefunden, aber die Auswirkungen für die Gesellschaft haben eine Dimension angenommen, die uns noch lange beschäftigen wird.
Dazu Thomas Maul:

https://www.achgut.com/artikel/corona_protokollieren_und_fakten_sichern

Nachtrag an alle abseits-des-Mainstreams-Denker:
Der deutsche Bundesverfassungsgerichtshof hat letzthin bestätigt, dass die sog. Bundesnotbremse zur Eindämmung der Corona-Pandemie rechtens war und – noch viel wichtiger -, dass die getroffenen Maßnahmen ANGEMESSEN und VERHÄLTNISMÄSSIG waren (https://www.sueddeutsche.de/meinung/bundesnotbremse-bundesverfassungsgericht-bund-laender-treffen-regierung-1.5476743).
Dies bestätigt im Übrigen das was @Harald und meine Wenigkeit bereits seit Wochen gebetsmühlenartig in unseren Zeilen versuchen den skeptisch eingestellten Personen beizubringen: Der Verfassungskatalog ist nicht absolut zu betrachten, sondern in Relation zur gegebenen Situation!
Es wäre mehr als wünschenswert, dass sich @Waltraud und alle anderen skeptisch und kritisch eingestellten Personen – bevor sie sich zu spezifischen Fachthemen äußern – grundlegend informieren bzw. ihre Allgemeinbildung schärfen. Die Behauptung Grundrechte werden in der Corona-Pandemie mit Füßen getreten, ist rein subjektiv und entspricht in keinster Weise der Wahrheit, wie heute festgestellt.
Es sei mir somit erlaubt, dem Beispiel Cato des Älteren folgend, immer wieder darauf hinzuweisen, dass die Qualität eines Blogs mit den Kommentaren der Blogger steht und fällt. Das Zulassen von unqualifizierten Aussagen durch Personen, die offensichtlich ebenso unqualifiziert in der jeweiligen Materie ihre pseudo-wissenschaftliche Ergüsse zum Besten geben, spiegelt zwar das Grundrecht zur Meinungsfreiheit wieder, kann und soll aber nicht Maßstab für eine fachliche Diskussion sein.

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