Categories
Autorinnen und Gastbeiträge BBD

Einige Erwägungen zur Süd-Tiroler Freiheit.

von Fabio Rigali

Im Leben eines jungen Südtiroler Selbstbestimmungsbefürworters passiert es immer wieder, in einer Art Reductio ad Hitlerum (Beispiel: Hitler sagt x, du sagst x, du bist Hitler), mit den Positionen der Süd-Tiroler Freiheit (fortan STF) verglichen zu werden. Dabei geht es meistens darum, dass die eigene politische Meinung mit der vermeintlicher “Bösewichte” wie Frau Klotz u.a. gleichgesetzt wird, nur um klar zu beweisen, dass man auch nicht besser ist. Trägt man gern eine Tracht oder gehört man zu irgendeinem Traditionsverein, dann scheint das ganze noch zusätzlich an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Mag diese Taktik der politischen Argumentation im ersten Augenblick auch nicht unklug scheinen, muss man aber bald gestehen, dass deren Anwendbarkeit meistens mit sehr groben Vereinfachungen der jeweiligen Positionen verbunden ist. Auch die voreingenommene Meinung, dass die STF der Teufel der Südtiroler Politik sei, zeugt im Grunde von nichts als Oberflächlichkeit. Umgekehrt kann auch passieren, dass man, wenn man eine konstruktive Kritik aufwirft, sofort als Gegner empfunden wird: Diese Logik lehne ich ebenso ab, denn dadurch wird eine Vertiefung der Diskussion über die Selbstbestimmung schlichtweg unmöglich.
Ich bin politisch nicht aktiv, aber aufmerksam und teile gern meine Meinung mit anderen: Deshalb habe ich in der Vergangenheit gelegentlich Initiativen der STF gutgeheißen und habe sogar meine Symphatie für einige Persönlichkeiten der Bewegung nicht versteckt; nichtsdestotrotz sehe ich einen klaren Unterschied zwischen meiner Vision und ihrer. Aus diesem Grund habe ich mich verpflichtet gefühlt, mich einmal gründlich mit den Positionen der STF zu konfrontieren: Ich habe ihr Programm online gefunden und kommentiert. Das gesamte Programm ist in 11 Punkte gegliedert, wobei ich mich jetzt aber nur auf die ersten zwei, namentlich “Selbstbestimmung” und “Heimat” konzentriere. Erstens, weil es die umstrittensten und die prägendsten für die Bewegung sind. Zweitens, weil es scheint, dass man zu nicht unwichtigeren Themen wie Umwelt oder Chanchegleichheit in Südtirol eher einer Meinung ist.

1. Selbstbestimmung
Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist in Artikel 1 der Menschenrechtspakte verankert und somit Ausdruck der Freiheit, den ein Volk beanspruchen kann. Die Teilung Tirols und die damit verbundene Annexion Südtirols durch Italien erfolgten gegen die Prinzipien der Vernunft und Rechtschaffenheit, vor allem aber gegen den Willen des Volkes. Seit jener Zeit hat Südtirol immer wieder um seine Existenz bangen müssen und kann sich auch heute noch nicht der Bewahrung der sprachlich- kulturellen Identität sicher sein. Als Minderheit in einem fremden Staat kann auch die Autonomie unser Volk nicht dauerhaft vor Assimilierung und gezielter Italienisierung bewahren. Die Durchführung der Volksabstimmung über die politische Zukunft Südtirols ist daher das einzig gerechte Mittel zur Lösung des Südtirolproblems.

Im Großen und Ganzen, finde ich, haben sie nicht unrecht. Dabei fügen sie aber, wahrscheinlich unbewusst, auch eines der besten Argumente gegen die Angliederung an Österreich an: Wenn bereits die eigene Erfahrung gezeigt hat, dass man sich als Minderheit in einem Nationalstaat auf Dauer nicht bewahren kann, wie kann man es wagen, den Ladinern und den Italienern im Lande eine Zukunft als Minderheit in Österreich vorzuschlagen? Ist der Selbstmord einer oder mehrerer Sprachgruppen als Lösung “fair”? Dazu sollte die STF selbst eine überzeugende Antwort finden…

2. Heimat – Recht auf die Muttersprache: Die Muttersprache ist das wichtigste Element der kulturellen Identität, das Recht auf deren Gebrauch daher unverzichtbar. Allzu oft wird man in Südtirol mit einer Staatsmacht konfrontiert, die nicht deutsch sprechen kann oder will. Die Bestimmungen des Autonomiestatutes sind jedoch eindeutig. Strengere Kontrollen der Sprachkenntnisse bei Vergabe öffentlicher Posten und restriktive Maßnahmen und Sanktionen bei Missachtung dieses Rechtes sind daher dringend nötig. Das Recht auf Gebrauch der Muttersprache ist keine Provokation, sondern muss Selbstverständlichkeit sein. Dasselbe Recht muss auch für die ladinische Volksgruppe gelten.

Ob die Muttersprache wirklich das wesentlichste unter den Elementen der kulturellen Identität ist, obwohl dies selbstverständlich scheint, sollte vielleicht besser jeder für sich selbst und durch die eigene Erfahrung entscheiden. Ob man sich dem eigenen Nachbarn kulturell näher fühlt als einem Sizilianer oder einem Preußen sollte sich jeder zumindest einmal fragen. Ich fühle mich persönlich nicht besser und gar nicht so anders als ein Palermitaner, der Italienisch spricht wie ich, fühle mich aber z.B. meinen Musi-Kollegen noch ähnlicher: Gemeinsam haben wir Lebensvorstellungen, Gewohnheiten, Lebensstil, Heimat, Bräuche und ja, auch Werte. Ob man Dante oder Goethe in der Schule gelernt hat und so weiter, hat meiner Erfahrung nach nie eine bedeutende Rolle im Gemeinschaftsleben gespielt.
Ganz abgesehen davon ist es aber lobenswert, wenn man sich für das Recht auf Muttersprache einsetzt. Vielleicht wäre es sogar besser, sich allgemein und nicht ausschließlich für die zwei genannten Volksgruppen einzusetzen, obwohl es leider wahr ist, dass in der Praxis viel seltener vorkommt, dass ein Beamter nicht gut Italienisch beherrscht.

– Toponomastik: In Südtirol sind noch immer allein die größtenteils erfundenen pseudoitalienischen Ortsnamen amtlich gültig, welche zum Zwecke der Italienisierung eingeführt wurden. Durch diesen Frevel wird nicht nur die geschichtsfälschende Absicht des Faschismus fortgeführt, sondern die nachkommenden Generationen auch ihres historischen Erbes beraubt. Dieser unwürdige Zustand ist weder kulturell noch politisch vertretbar und widerspricht auch internationalen Empfehlungen, die sich für die alleinige Verwendung der historischen Namen aussprechen. Die erfundenen Falschnamen müssen daher umgehend abgeschafft und die historisch gewachsenen Orts- und Flurnamen wieder eingeführt werden.

Die STF hat hier ins Schwarze getroffen. Als offizielle Bezeichnungen sollten lediglich die historischen Ortsnamen dienen: Wo mehrere überliefert sind, soll man alle verwenden (Bolzano-Bozen-Bulsan); wo nur eine Bezeichnung überliefert ist, soll die notwendige Zweisprachigkeit durch funktionelle Übersetzungen (in der Form: Pfandler Alm-Malga Pfandler ) erreicht werden.

– Faschistische Relikte: Mehr als 60 Jahre nach Ende des Faschismus findet man in Südtirol noch immer in fast jeder Gemeinde Relikte aus dieser Zeit. Das Siegesdenkmal in Bozen, das Mussolinirelief am Gerichtsplatz, die Beinhäuser und Alpini- Denkmäler sind einige Beispiele. Diese Relikte dürfen bis heute nicht einmal dokumentiert werden und können daher auch nicht als Mahnmale interpretiert werden. Sie erfüllen noch immer ihren propagandistischen Zweck und stellen eine Beleidigung für die Südtiroler dar. Die Entfernung dieser faschistischen Relikte, sowie umfassende Aufarbeitung der Geschichte ist längst fällig. Auch die Wiedergutmachung des faschistischen Unrechts, welches durch die Enteignung von privaten Grundstücken erfolgte, ist anzustreben.

Damit bin ich ebenfalls einverstanden und noch dazu sage ich, dass Relikte, die den Faschismus verherrlichen nicht nur eine Beleidigung für die Südtiroler sind, sondern auch für jene Italiener (und das waren doch sehr viele) die unter dem Duce gelitten haben — und für ihre Nachkommenschaft. Eine substantielle Entschärfung ist notwendig, wobei dies in einzelnen Fällen nicht unbedingt die Verschrottung des ganzen Gebäudes erfordert, aber sicher die Entfernung der faschistischen Symbolik.

– Italienisierung stoppen: Trotz Autonomie läuft Südtirol Gefahr, assimiliert und zu einer normalen italienischen Provinz zu werden. Besonders der Schule kommt die Aufgabe zu, den Kindern das Wissen über die eigene Geschichte und Tradition zu vermitteln. Die Kinder dürfen nicht in der “Siamo-in-Italia”- Mentalität erzogen werden. Ausländerkinder sollen nicht in italienische Schulen abgeschoben, sondern es soll ihnen die Eingliederung in die deutsche Sprachgemeinschaft ermöglicht werden. Sportwettkämpfe vermitteln nicht nur Leistungen, sondern auch Emotionen. Die Südtiroler Athleten sollen nicht für den italienischen Staat antreten und die eigene Identität verleugnen müssen. Fahnen und Hymnen wecken Emotionen, die wir zur Stärkung unserer Identität nützen sollten. Langfristig sollen unsere Athleten für Südtirol oder ein Gesamttiroler Team antreten können.

Da habe ich leider immer noch den Eindruck, dass die Verbreitung der italienischen Kultur als etwas höchst Schändliches für Südtirol betrachtet wird, etwa nach der Maxime “weniger ist mehr”. Ich kann mich mit diesem Punkt beim besten Willen nicht einverstanden erklären. Ich schätze beide Kulturen gleich hoch und glaube man sollte jedem die Möglichkeit bieten, sie besser kennenzulernen. Also sollte man auch den italienischen Schülern die Tiroler Geschichte und Traditionen vermitteln und das ist ein seit Jahren bekanntes Problem: Man lernt in den italienischen Schulen sehr wenig bis gar nichts über die eigene Heimat, so habe ich selbst in Bozen mehrmals gehört, dass Andreas Hofer ein Bumser war. Peinlicher geht es kaum und doch ist das die Realität! Nicht einzig die italienische Schule ist aber daran schuld: Auch Traditionsvereine, die vielfach ihren Nachwuchs in den deutschen Schulen suchen, werben in den italienischen gar nicht und auch die Aufnahme italienischer Mitglieder wird manchmal noch fast mehr mit Verdacht als mit Freude begrüßt.
Die “Siamo in Italia” Mentalität brauchen wir in Südtirol definitiv nicht, aber gerade auch beim Sport wäre ein bisschen mehr “Fair-Play” von allen Seiten gefragt. Man ist nicht automatisch ein Nationalist nur weil man zu Italien, Österreich oder Deutschland hält; die ganzen italo- oder deutschnationalen Provokationen, die man regelmäßig dabei aufführt, die könnte man sich aber oft ersparen.

– Gemeinsame Heimat Tirol: Nord-, Ost- und Südtirol bilden nicht nur eine geschichtliche, sondern auch eine kulturelle Einheit. Dieser Einheitsgedanke ist zu fördern, und die Landesteile sollen einander näher gebracht werden. Bereits heute ließen sich in vielen Bereichen der Wirtschaft, Politik und Kultur Gemeinsamkeiten nutzen. Konkurrenzdenken der einzelnen Landesteile sollte dem “Wir-Gefühl” Platz machen. Als kleine Region in einem wachsenden Europa kann Tirol nur gemeinsam seine Interessen durchsetzen.

Da kommt wieder der “weniger ist mehr” Gedanke in den Vordergrund: Man denkt immer wieder an ein Tirol ohne Trentino. Dabei redet man von “nicht nur geschichtlicher sondern auch kultureller Einheit” und meint es habe eine solche Einheit mit dem Trentino nie gegeben. Mann sollte aber zwei Tatsachen berücksichtigen: Die heutige Sprachgrenze entspricht nur einer Kristallisierung der sprachlichen Situation der Vergangenheit. Im Trentino gab es sehr lang das friedliche Nebeneinander der italienischen und deutschen Kultur auch viel südlicher als Salurn; vor langer Zeit war es ein Continuum von abwechselnden sprachlichen Mehr- und Minderheiten in den Dörfern zwischen Trient und Bozen. Kirchlich war es noch anders: Das Bistum Trient reichte vor 1964 bis ins Passeier und dies führte zu einem regen Ausstausch.
Zweite Tatsache: Man ist heute sehr unbarmherzig mit den Identitätsproblemen der Trientiner; besonders aufgrund des Irredentismus einiger bürgerlichen Kreise und einiger stark umstrittener Figuren wie Degasperi, Battisti und Tolomei, aber nicht nur. So behauptet man manchmal, sie sollen endlich mal selber entscheiden wohin sie gehören. Man müsste aber gleichzeitig berücksichtigen, dass was den Faschisten in Südtirol wegen der Sprache nicht gelungen ist, im Trentino vollkommen geklappt hat: Man hat die Trientiner von der Schule aus, als Tiroler “entnationalisisert” und in der “siamo in Italia” Mentalität erzogen. Die Folgen waren so tiefgreifend, dass sie selbst bis in die letzten Jahrzehnte mit der eigenen Vergangenheit nicht vorurteilsfrei umgehen konnten: Ich glaube so etwas sollte seinem Nächsten niemand wünschen. Gerade deshalb und aufgrund der eigenen Geschichte, kann man vonseiten der Süd-Tiroler Patrioten in und ausserhalb der STF, ein bisschen mehr Verständnis und Feingefühl gegenüber den Identitätsproblemen der Welsch-Tiroler verlangen.

Das wars. Ich hoffe in Zukunft wird mir niemand mehr vorwerfen gleich wie oder auch gegen STF zu sein: Ich denke nur mal anders.
Kohäsion+Inklusion Politik Selbstbestimmung | | Eva Klotz Fabio Rigali | | Nord-/Osttirol Südtirol/o Trentino | STF | Deutsch

118 replies on “Einige Erwägungen zur Süd-Tiroler Freiheit.”

nur zur einleitung: die „reductio ad hitlerum“ findet leider auch umgekehrt statt und erschwert oft sehr die diskussion: wer ein denkmal aus den 20er jahren nicht sofort abreissen und vernichten will, ist ein faschist.
– nur, damit wieder beide seiten bedient sind!

Secondo me l’articolo avrebbe dovuto intitolarsi: „Alcune considerazioni personali sulla STF“. Di una comparazione sistematica tra le posizioni di STF e BBD c’è poco.

Non hai tutti i torti… direi che si potrebbe senz’altro accogliere l’obiezione.

Post Scriptum (ore 19:25): Ho cambiato il titolo da »STF und BBD — eine Gegenüberstellung« a »Einige Erwägungen zur Süd-Tiroler Freiheit«, sperando che Fabio non abbia nulla da obiettare.

Vabbè, che sarà  mai… cambiategli pure titolo! caro Gadilu, a me interessava la critica sui contenuti, guarda un po‘: se era solo per il titolo facevo a meno di scriverlo…

Ho deciso di cambiare il titolo proprio per evitare che si proseguisse a discuterne, anche perché in sostanza Gabriele ha ragione: Non è un vero e proprio paragone, ma sono considerazioni da un punto di vista BBD-like. Penso che il titolo ora sia più preciso, ma se preferisci torno a quello originale… sperando, sia in un caso che nell’altro, che la discussione si sposti sul contenuto.

Zitat:

wie kann man es wagen, den Ladinern und den Italienern im Lande eine Zukunft als Minderheit in Österreich vorzuschlagen?

Ich finde Fabio hat sehr ausgewogen analysiert. Ich kenne zwar nicht das vollständige Programm der STF, aber ich kann deinen Ausschnitten aus dem Programm keine Wiederangliederung an Österreich entnehmen:

Zitat:

Die Durchführung der Volksabstimmung über die politische Zukunft Südtirols ist daher das einzig gerechte Mittel zur Lösung des Südtirolproblems.

An dieser Stelle wird nur über die Zukunft Südtirols gesprochen, ohne explizit auf eine Zukunfft in Österreich zu verweisen, verbessert mich, wenn es so nicht stimmt.

Aufgabe für Fabio:
Du bist verheiratet, hast zwei Kinder und wohnst in einem Haus mit insgesamt drei Familien. Eines Tages kommst du von der Arbeit Heim. Das Haus steht in Flammen. Allen Eltern sind außer Haus. In jeder Wohnung befinden sich jeweils zwei Kinder. Das Retten von zwei Kindern dauert 2 Minuten. Dir stehen noch fünf Minuten zur Verfügung. Welche Kinder rettest du zuerst?

Già , hai ragione ed hai centrato un’altra questione: nel programma non accenna ad un modello, piuttosto che ad un altro. A dirla proprio tutta manca di un qualsiasi progetto: Italia, Austria, Freistaat o qualsiasi altra cosa ci verrà  proposto, sono possibilità  in linea teorica equivalenti, stando al programma. Ma nella pratica non lo sono, come fanno notare loro stessi.
Adesso non so se è stato un abbaglio che ho avuto solo io, ma mi pare sia possibile affermare che le possibilità  di cui si continua a discutere negli ambienti di STF sono Freistaat ed Austria. E d’altra parte appare chiaro che per gli stessi motivi, per cui viene ritenuto necessario il ricorso la Selbstbestimmung, dovrebbe essere scartata anche la soluzione austriaca.

Loro però insistono su un’altro principio: quello democratico. L’idea di andare a votare e vedere cosa esce fuori in virtù del principio che la maggioranza decide, temo sia un’idea solo apparentemente migliore di altre: non credo sia particolarmente desiderabile votare così a scatola chiusa delle proposte riassunte in una sola parola „Austria“, „Italia“,“Freistaat“. Per questo occorrono dei progetti concreti, la cui formulazione spetta appunto ai partiti. Quando però sarà  ora di formularli, credo dovranno prima rispondere ai dubbi che ho posto.

Nun zu den Hausaufgaben:

Richi, zu Deiner Raetsel kann nur eine Loesung akzeptabel sein: Dass Du ZUERST deine Kinder rettest (sonst wird man behaupten Du bist kein Vater, sondern ein Unmensch), DANN die vom Nachbar, die dir am besten gefaellt und eventuell in der letzte Minute noch ein Kind rettest wenn Du’s packst oder schuagst einfach zu um Dich selber zu retten.
Wenn man den Raetsel umgehen wollte, koennte man auch die Feuerwehr rufen, die anderen Eltern befehlen sie sollen auch ihre Kinder retten, das Feuer loeschen, den Herrgott beten oder sonst auch irgendwas.

Jetz kommt fuer Dich, bitte, die Aufgabe:
Erzaehl uns welche Symbolik sich hinter dein Raetsel versteckt. Welche bedeutung haben die angegebene Zeit und die Zahl der Kinder und Wohnungen und wie soll ein Raetsel zum mehrfach komplexeren Thema der Selbstbestimmung stehen?

[Ich werde wahrscheinlich niemals heiraten, habe keine Kinder und will nicht mit anderen Familien in einem Haus wohnen. Vor allem aber lasse ich meine Kinder nicht allein zuhause. Außerdem kann ich vorher weder wissen, wie lange es dauert, die Kinder zu retten, noch, wieviel Zeit ich insgesamt habe. Und sollte ich es doch wissen, bleibt mir nicht genug Zeit, mir Gedanken darüber zu machen.

Übrigens: Ich hasse Rätsel.]

Danke Fabio. Auf den ersten Teil deiner Antwort habe ich gewartet. ZUERST rettet ein guter Vater seine Kinder, dann die Kinder aller anderen, sofern er es schafft. Das ist nicht geschmacklos, sondern der bittere Ernst im Leben. Wenn’s drauf ankommt, zählen Taten nicht Worte. Das sollten sich pérvasion und gadilu hinter die Ohren schreiben.
In dieser deiner Antwort findest du auch die Antwort auf deiner Frage: […] Wenn bereits die eigene Erfahrung gezeigt hat, dass man sich als Minderheit in einem Nationalstaat auf Dauer nicht bewahren kann, wie kann man es wagen, den Ladinern und den Italienern im Lande eine Zukunft als Minderheit in Österreich vorzuschlagen? Ist der Selbstmord einer oder mehrerer Sprachgruppen als Lösung ”fair”? Dazu sollte die STF selbst eine überzeugende Antwort finden […].
So, und jetzt könnt ihr wieder weiter philosophieren…

Abgesehen davon dass i kein Schreiberling bin, sonder ein Musiker, und dass das aufwerfen einiger Aporien im Programm einer Bewegung niemanden das Recht gibt mir als solchen zu bezeichnen, muss ich leider auch jetz gestehen dass du auch nicht gar so viel „geistreich“ bist: man hat von Anfang an verstanden was du mit deinem Raetsel gemeint hast.

Bezueglich dem Inhalt:
Lieber Richard, lass Dich Zeit: Du sollst Dich nicht angegriffen fuehlen, auch deine Bewegungn nicht, da hat man nur einige Kritiken und Kommentare auf sachliche Weisse gemacht. Schlaf mal darueber und schreib‘ mal morgen etwas gscheider als dass man soll zuerst auf die „eigenen“ schauen… isch nix passiert!

Se capisco il senso della „metafora“ di Ritsch (la casa che brucia e i bambini da salvare), la minoranza tedesca che vive in Sudtirolo è in pericolo di vita. Effettivamente questo non è filosofare. È affermare semplicemente il falso. Capita, quando invece che affrontare la realtà  affidandosi a dati certi e osservativi si preferisce il trastullo di stupidi indovinelli.

Wieso kompliziert, wenn’s auch einfach geht. Ihr macht euch das Leben unnötig schwer. Geht doch mal zu einem Masseur, dann seid ihr weniger verkrampft.
Fabio, wo habe ich behauptet, dass meine Einträge geistreich sind? Zu meinem Rätsel stehe ich auch morgen noch, da hilft auch kein “schlaf mal darüber”. Übrigens: die STF ist nicht meine Bewegung. Frage: Schreibst du auf diesem Blog oder musizierst du hier ;o)

Hallo Ritsch! Erklärst du mir warum du „weißt“ dass es fünf vor zwölf ist? Ich stelle dir auch eine Aufgabe: Die sechs Kinder sind alle in der selben Wohnung; zwei gehören dir und vier gehören den Nachbarn; die Rettung von zwei Kindern dauert zwei Minuten; die Rettung von sechs Kindern dauert fünf Minuten; deine eigenen Kinder wollen sich aber nur retten lassen wenn ihre Freunde auch gerettet werden; du hast eine Stunde Zeit. Die Frage lautet: Wie überzeugst du deine Kinder das Haus zu verlassen und ihre vier Freunde zurückzulassen?

@pérvasion

Der Vergleich hinkt und ist wie gesagt geschmacklos, aber vor allem beweist er, dass ihr nichts verstanden habt.

Der Vergleich ist geschmacklos und unangebracht, allerdings ist das „Ihr“ in deinem Satz nicht richtig. Meiner Meinung nach gehört da ein „Du“ rein.

die STF ist nicht meine Bewegung.

Ahso! schaug mol noch:

http://lana.suedtiroler-freiheit.com/ueber-uns/

Nor hot do jemat, onscheinend ohne Erlaubnis, sogor a Foto (somt Numen) fa Diar Missbraucht… mail ihm holt er sollat dei sofort leschn!

Frage: Schreibst du auf diesem Blog oder musizierst du hier ;o)

Das kannst Du amol entschieden: wenn Du weitertuascht als ob mir ba dr Fuirwehr warn, hem pock i die Posaune aus, wenn Du argumentierst, dann schreib ich zrugg!

[…] Wenn bereits die eigene Erfahrung gezeigt hat, dass man sich als Minderheit in einem Nationalstaat auf Dauer nicht bewahren kann, wie kann man es wagen, den Ladinern und den Italienern im Lande eine Zukunft als Minderheit in Österreich vorzuschlagen? Ist der Selbstmord einer oder mehrerer Sprachgruppen als Lösung ”fair”? Dazu sollte die STF selbst eine überzeugende Antwort finden […].

Honi nou it verstondn wos in diesem Satz it passt… uebrigens: wieso waere Oesterreich, aus einem moeglichst neutralem Sichtpunkt eine wesentlich bessere Loesung als Italien?

@ritsch
Die selbe Frage etwas anders gestellt, du hast 5 Minuten Zeit.
Die sechs Kinder sind alle in der selben Wohnung; zwei gehören dir und vier gehören den Nachbarn; die Rettung von zwei Kindern dauert zwei Minuten; die Rettung von sechs Kindern dauert sechs Minuten; aber wenn du jedesmal drei Kinder nehmen würdest und dabei in Kauf nimmst deine Bandscheiben so zu verletzen, dass du riskierst im Rollstuhl zu landen, dann könntest du es schaffen.
Was tust du??

Und nun zu fabius.
Bin grossteils mit dir einer Meinung, nur eine Sache verstehe ich nicht ganz, warum schreibst du so ein Statement nicht in deiner Muttersprache? Wäre doch irgenwie glaubhafter, oder?

Schon schade, dass der sehr lesenswerte Beitrag von fabivS wegen des ermüdenden Ratespieles um eine „Metapher“ so untergeht…

Kurz meine Stellungsnahme:
1) Ich finde es generell ziemlich toll, dass sich fabivS so eingehend für die Belange der anderen Sprachgruppe interessiert, sogar bei der Musi und den Schützen mitmacht und dann auch noch so ausgewogene, in leidlich gutem Deutsch verfasste Beobachtungen wie oben anstellt.
2) Die Frage, was denn mit den Ladinern und Italienern geschieht, sollte denn Südtirol zu Österreich kommen, hat übrigens auch jemand (ein sog. „mistilingue“) bei einer der vielen Infoveranstaltungen der Union (schon ein paar Jährchen her) gefragt. Frau Klotz meinte daraufhin, dass sie dies nicht zu interessieren brauche, da diese Sprachgruppe sie schließlich nichts angehe. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass sich ihre Haltung bis heute geändert hat. Eine neue Stellungsnahme oder Adjustierung des Programmes der STF wäre hier notwendig, sollte diese Partei es irgendwie Ernst meinen mit der „Unabhängigkeit“!
3) Interessant die Beobachtung, dass die unterschiedlichen Diözesangrenzen auch „interethnische“ Verbindungen gezeitigt hatten — und das noch lange Zeit nach dem Untergang des Habsburgerreiches (kleines Beispiel: der Altdekan von Bozen, Johannes Noisternigg, studierte in Trient Theologie und trug, dies-wie jenseits der Provinzgrenzen, die im italienischen Raum übliche schwarze Soutane mit Hut).
Überhaupt sind aber seit der Entstehung der neuen Provinzen allerlei alte Verbindungen zum Trentino abgebrochen worden, und man denkt deshalb seither nicht mehr in tirolerisch-historischen, sondern nur mehr in ethnisch-sprachlichen Rastern.
4) Wenn ich mir z.B. Zeitungen wie den „l’Adige“ durchlese (und die Online-Kommentare zu den einschlägigen Artikeln mustere), dann kommt mir auch vor, dass die Trentiner ein wenig zweigeteilt sind: Auf der einen Seite die von fabivS angesprochene „Italianisierung“, dann aber wieder ein unglaublich stark sich Bahn brechender Tiroler „Patriotismus“, der selbst vor Geschichtssklitterung nicht Halt macht und das alte Habsburgerreich bzw. die alte Ordnung aufs Höchste glorifiziert oder sich bildgewaltig zu erbittert ausgetragenen Debatten — z.B. jener um die „Inno al Trentino“ — einschaltet (man suche doch hierzu auf youtube Videos von „Valsuganotto“…irgendwie sympathisch :-) ). Jedenfalls weist fabivS ganz recht auf diesen Umstand hin, den wir Südtiroler vielleicht aufgrund unserer so ziselierten, etwas egozentrischen Probleme gar nicht richtig wahrnehmen.

@Ritsch: Hoffentlich hast du meine „Parabel“ verstanden.

@jonny: Es landet niemand im Rollstuhl, es brennt auch gar nicht. ;-)

Fabio, der Blog ist von mir, korrekt. Trotzdem, die STF ist nicht meine Bewegung. Warum wohl? Sie gehört mir nicht, also ist sie auch nicht meine.

Ihr spielt hier alle die großen Philosophen und gebt euch als Allwissend heraus, versteht aber die einfachsten Dinge nicht… und dann kommen noch die „geistreichen“ Kommentare dazu, wie „geschmacklos usw.“.

Gargamel würde zumindest „ekelhaft“ sagen ;o)

Boh, Ritsch, sono molto deluso… potevo immaginare che ad uno che il 17 marzo ha lavorato con la bandiera austriaca appesa fuori dalla finestra dell’ufficio, un articolo del genere non piacesse. Non te l’ho segnalato aspettandomi che tu mi offrissi una birra ed una pacca sulla spalla: l’idea era quella di confrontarsi con gente di altra opinione perchè a me, tanto quanto a te, sta a cuore il tema della Selbstbestimmung ed il futuro del Sudtirolo.
In realtà  però ormai non capisco tutti questi attachi con l’uso dispregiativo ed a sproposito dei termini „filosofo“ o „intellettuale“ e derivati… se non te la senti di commentare davvero, fa pure.

Mi permetto di ricordarti che da quello che hai scritto „Zuerst die eigenen“, verrebbe fuori fuori che Seppi ed urzì sono, a modo loro degli eroi della politica locale… loro sì che fanno di tutto per i propri! Spero tu abbia l’orgoglio di non abbassarti al loro livello…

@ jonny:
Perchè ho scritto in tedesco? L’esperienza mi ha mostrato che gli articolo in italiano vengono commentati poco. Volevo aprire la discussione ad un pubblico più vasto… non potevo sapere che la discussione si sarebbe limitata agli indovinelli…

Für deine Ergüsse ist sogar der unendliche Platz des Internets zu schade, Ritsch — und unsere Zeit sowieso. Du hast hast jetzt 8 Kommentare geschrieben, ohne auch nur den Schatten eines Arguments darin unterzubringen. Damit hast du hinreichend bewiesen, wie hohl dein Kopf ist. Weiterhin viel Spaß beim Selbstbestimmung-Spielen.

@ pervasion: du verstehst mein Argument nur nicht, das zeugt von immenser Ignoranz. Ich habe das einfache Argument geliefert, dass jeder zuerst auf sich schaut, dann auf seine Familie, dann auf Seinesgleichen, und dann kommt lange Zeit nichts.
Und das wollt ihr einfach nicht wahrhaben. Aber so ist das Leben, leider. Ihr könnte es drehen wir ihr wollt, aber es ist so.
Jemand holt euch in die Realität zurück und was macht ihr? Es kommen nicht Argumente, nein Beleidigungen, ich zitiere: geschmacklos, geschmacklos aber vielsagend, schreib’ mal morgen etwas gscheider, der Vergleich hinkt und ist wie gesagt geschmacklos, aber vor allem beweist er, dass ihr nichts verstanden habt…
Wer hier hohl in der Birne ist, lassen wir mal dahingestellt. Wünsche euch nochmals einen schönen Abend.

wie beppi, finde auch ich es schade, dass fabivS interessante analyse durch diese komische diskussion komplett untergegangen ist.

@ ritsch
erstens ist realität nichts statisches, zweitens wird realität subjektiv wahrgenommen. nur weil du für dich die alleinige deutungshoheit für realität in anspruch nimmst, muss es noch lange nicht so sein.
und wenn alle zu jeder zeit der „normativen kraft des faktischen“ erlegen wären, wär nicht wirklich viel passiert. übrigens: die erde ist angeblich rund.

Naja Ritsch, was du da geliefert hast ist eine gute Beschreibung für Rassismus und Fremdenhass. Es gab dunkle Zeiten, da wurden solche Ansichten tatsächlich als »Realität« verkauft, doch die sind glücklicherweise vorbei. Vorerst jedenfalls.

@jonny: Wirklich schade, dass du jemanden, der sich anstrengt die »Sprache des anderen« zu benutzen, so entmutigst, indem du ihn reflexartig auf seine Muttersprache (immer wieder die Muttersprache) reduzierst. Hoffentlich ist dir bewusst, dass diese Einstellung der Mehrsprachigkeit schadet.

Übrigens leiden darunter gerade die italienischsprachigen Mitbürger… niemand hat Thomas Benedikter — oder mich — jemals kritisiert, weil wir Beiträge auf Italienisch verfasst haben.

Wie hilflos du doch bist. Sobald die Argumente fehlen kommt die Nazikeule. Das ist bezeichnend.
Zitat Fabio: „Art Reductio ad Hitlerum“

Da kann man nur mehr sagen: du orms Heiterle.

@ hunter. Die Erde ist rund? Ganz sicher, oder doch nicht? Und wenn sie oval ist?

Der Mensch stammt bekanntlich vom Affen ab, im Inneren ist er ein wildes Tier. Der Mensch lebt und handelt nach Instinkten… oder stammt er nun doch von Adam und Eva ab und lebt und handelt nach den 10 Geboten?

Lass das besser mit den Zitaten, du bist einfach zu wenig Philosoph, als dass du die »Reductio ad Hitlerum« verstündest. Eine Nazi-Analogie kann wie jedes andere Argument zutreffend sein oder nicht. Um mir zu beweisen, dass ich die »Nazikeule« zu unrecht geschwungen habe, müsstest du glaubwürdig entkräften, dass deine Unterscheidung zwischen »Deinesgleichen« und »anderen« (einschließlich der daraus erwachsenden Konsequenzen) rassistisch ist.

gadilu, fabivs, ritsch kenne ich persönlich und schätze alle drei, pèrvasion kenne ich leider nicht persönlich, aber sein Beitrag für’s Landl ist meines Erachtens immens.

Leider zeigt es sich wieder, dass Diskussion im Blog sehr schwer ist. Es fehlt der Blickkontakt, die Stimme, die Gesten.

Deswegen werde ich auch keinen Beitrag hier abliefern, mit fabivs habe ich darüber schon kurz diskutiert.

@ jonny…das schon ist Zündstoff…bedient man sich einer anderen Sprache, welche nicht die erste bzw. zweite ist, die man gelernt hat, und schon sollte man weniger glaubhaft sein.

Wo habe ich zwischen »Deinesgleichen« und »anderen« unterschieden?

Hmmmmm… hier vielleicht?

[…] dass jeder zuerst auf sich schaut, dann auf seine Familie, dann auf Seinesgleichen, und dann kommt lange Zeit nichts.

(Unterstreichung von mir.)

da das niveau der diskussion im keller angelangt und die argumentation zu gunsten von persönlichen vorhaltungen gänzlich zum erliegen gekommen ist, wäre es höchste zeit, einen neuen artikel zu posten, damit dieses völlig sinnentleerte gefasel ein ende hat.

@dauergast
Natürlich hast du Recht, war von Anfang an ein blödes Spiel.

@pervasion
Ich will niemanden entmutigen, ich will auch niemanden auf seine Muttersprache reduzieren. Doch wie man bei anderen deutschen Antworten von fabius sieht, ist dieser Kommentar nicht sein Deutsch. Man soll die Sprache so benützen, wie man sie kann.

@fabius
Capisco la tua intenzione di trovare piú risponso scrivendo in tedesco, ma se lo fai, perché non lo fai con le tue parole, come hai fatto sulle risposte, anche con qualche errore, ma sempre piú credibile del tedesco perfetto del commento.

@agliorsino
Die Frage ist, wie man sie benützt, siehe oben!

Deine Aversion gegen solche »Diskussionen« ist mir bekannt, ich teile aber nicht, dass sie sinnentleert ist: Es ist doch sehr aufschlussreich, welch unglaublich tribalische Position hier ein Politiker vertritt. Und das hat durchaus etwas mit Fabios Beitrag zu tun.

jonny: Fabio hatte mehr Zeit für diesen Artikel als für einen beliebigen Kommentar, und ich habe wirklich sehr wenig korrigiert, bevor ich ihn veröffentlicht habe. Du tust ihm also zweimal unrecht.

@ pérvasion definiere bitte „Seinesgleichen“.

Ich liefere dir vorab meine Definition: Unter „Seinesgleichen“ verstehe ich meinen Freundeskreis, Menschen die ich in mein Herz geschlossen habe. Menschen, die mit mir auf einer Wellenlänge schwimmen. Das sind etwa meine Freunde im Kegelverein oder Freunde von der Freizeit-Fußballmannschaft, ganz egal welche Haut- und Augenfarbe sie haben oder nach welcher Religion sie leben. Es sind Menschen, die mir etwas bedeuten.

pérvasion, wem würdest du z.B. Geld leihen? Lieber einem andersfarbigen Freund oder irgend einem Unbekannten, der aber die gleiche Haut- und Augenfarbe hat wie du? Wohl eher jemandem, den du kennst und vertraust.

Wenn du aber “Seinesgleichen” in Verbindung mit Hautfarbe, Religion, Sprache etc. bringst, dann sieht man welchen Vorurteile du erliegst.

Schwing sie ruhig, die Nazikeule, aber hau sie zuallererst dir selbst auf den Kopf.

Sehr schwach, lieber Ritsch, sehr schwach. Zuerst forderst du mich heraus, zu zitieren, wo du von »Deinesgleichen« sprichst, und erst nachdem ich dir den Beweis liefere, weichst du aus, indem du den Begriff passend definierst.

Es genügt jedoch, ein wenig nach oben zu scrollen, um deine wahre Definition von »Deinesgleichen« zu entlarven. Zitat Ritsch:

In dieser deiner Antwort findest du auch die Antwort auf deiner Frage: […] Wenn bereits die eigene Erfahrung gezeigt hat, dass man sich als Minderheit in einem Nationalstaat auf Dauer nicht bewahren kann, wie kann man es wagen, den Ladinern und den Italienern im Lande eine Zukunft als Minderheit in Österreich vorzuschlagen? Ist der Selbstmord einer oder mehrerer Sprachgruppen als Lösung ”fair”? Dazu sollte die STF selbst eine überzeugende Antwort finden […].

»Deinesgleichen« sind also die Mitglieder nur einer Sprachgruppe, und dir ist wurscht, ob die Italiener als Minderheit in Österreich »Selbstmord« begehen. So schaut’s aus… und darauf kann sich wohl jeder selbst einen Reim machen.

@fabivS
Gratulationen für deinen wirklich interessanten Artikel. Leider nimmt die Diskussion aufgrund der Beiträge (vor allem von Ritsch) einen recht ermüdenden, frustrierenden Verlauf. Das bringt uns leider keinen Zentimeter weiter.

Armer pérvasion, schwach ist deine Leistung. Wo habe ich „Seinesgleichen“ einmal so definiert und einmal anders? Und was du alles von einem einfachen Rätsel herausliest, schlägt ja alle Rekorde. Du siehst Dinge, die gar nicht da sind. Man nennt so etwas auch Verfolgungswahn.

Und siehst du, ich bin wohl nicht einer „Deinesgleichen“, obwohl wir nach deiner Definition vermutlich gleicher Hautfarbe, Sprach- Volksgruppe, Religion usw. sind… und genauso gut könntest du mein Nachbar sein, dessen Kinder ich retten würde. Das ist der feine Unterschied.

@Ritsch
Etliche Leute wie du, sollten sich seriös Gedanken machen, wie sie die Idee der Selbstbestimmung in die Mitte der Gesellschaft kriegen. Dies ist ein gesellschaftlicher Auftrag und Prozess, der keine Gruppen ausschließen darf. Sollte es zu einer Abstimmung kommen ist die Stimme des italienischsprachigen Unabhängigkeitsfürworters genausoviel wert wie die Stimme des Unabhängigkeitsbefürworters mit Migrationshintergrund und die des deutschsprachigen Unabhängigkeitsbefürworters. Dies ist der EINZIGE Schlüssel zum Erfolg – also mal Denkarbeit in diese Richtung investieren und die Zeit nicht mit Parabeln und Gleichnissen verschwenden.

@pérvasion : Ja, ich finde es auch wichtig, dass jeder seinen Senf dazugeben kann und nicht zensiert wird, wie beispielsweise im Blog der STF.

Zum Artikel: Sehr gut und vor allem gut überlegt.

Zur Diskussion: Die Art, wie diese Diskussion gerade verläuft ist typisch. Die Metapher hat nichts (wie übrigens schon einige geschrieben haben) mit der Situation in Südtirol zu tun:

– Südtirol „brennt“ nicht
– Es muss niemand um sein Leben fürchten
– ich muss mich nicht zwingend für eine Kultur entscheiden, die ich retten will.

Das was du hier vertrittst Ritsch ist eine Blut-und-Boden-Ideologie. Du nimmst u.a. die Blutsverwandschaft („Seinesgleichen“) als Argument her um andere Sprachgruppen zu diskreditieren und erhebst damit „deinesgleichen“ über die Rechte anderer Sprachgruppen. Das ist nicht nur intolerant sondern auch ideologisch gefärbt. Das ist nationalistischer Schwachsinn und wer auch immer da deine geliebte „Nazikeule“ schwingt ist aus diesem Grund im recht.

Es passt aber sehr gut zum Selbstverständnis eines Rechtspopulisten wie Ritsch sich ständig in der Opferrolle wiederzufinden. Schließlich Propagiert der Blog der STF diese Haltung rund um die Uhr.

@ m.gruber. Du bist der nächste, der offenbar nicht lesen kann und mir Sachen in den Mund legen muss. Aber bitte, jedem das seine. Ich hoffe nur, dass dieser Verfolgungswahn nicht ansteckend ist.

Anstatt Leute, die anderer Meinung sind, mit Argumenten zu überzeugen, wird hier nur mehr verleumdet. Kompliment an die selbsternannten Philosophen – sehr geistreich!

Kein Wunder, dass ihr euch immer im selben Kreis bewegt und keinen Schritt weiter kommt.

@ Martin P. Jeder Bulle schafft es nicht bis zum Jahrmarkt ;o)

Kein Wunder, dass ihr euch immer im selben Kreis bewegt und keinen Schritt weiter kommt.

Già . Invece i fautori della Selbstbestimmung à  la Ritsch possono vantare enormi risultati (tipo il recente successo riscosso con la genialata del doppio passaporto per „ariani“ tirolesi). Nur weiter so.

Ich glaube dieser Blog und pervasion hat es nicht verdient, von einer Einzelperson derart beleidigt und diffamiert zu werden. Wenn Ritsch aufmerksam die Beiträge und die Stellungnahmen anderer Artikel gelesen hätte, dann hätte er sicher erkennen können, dass hier kein derartiger Umgangston herrscht, wie in Ritsch propagiert. Deshalb: Such dir einen anderen Blog, merkst du nicht, dass du hier einfach komplett falsch liegst. Mein Appell an alle anderen: Einfach ignorieren!

Ich finde es sehr schade wie hier diskutiert wird. Das hat sich der Artikel von Fabio wahrlich nicht verdient, immerhin hat er sicher auch einiges an Zeit darin investiert.

@Ritsch
du bist ein gutes Beispiel dafür, warum alle Patrioten immer gleich pauschal verteufelt werden.

@m.gruber
brav gemacht, anderen gleich NS-Ideologie in den Mund zu legen und die Nazikeule zu schwingen. Du bist da leider typisch für das andere Extrem.

@ ritsch: Damit ich auch was lerne möchte ich dich bitten mir zu sagen an welcher Stelle ich dir Sachen in den Mund lege. Bzw. warum meine interpretation falsch ist.

@Ritsch

@ niwo. Kann dir nur zustimmen.

Schön, dass du mir zustimmst. Ich verstehe dann aber beim besten Willen nicht warum du derartige Aussagen von dir gibst, oder glaubst du diese Aussagen sind hilfreich um die Idee der Selbstbestimmung in die Mitte der Gesellschaft zu bringen. Mit deinen Aussagen zerschlägst du Porzellan und sorgst unter anderem dafür, dass es in Südtirol bisher noch nie zu einer gesellschaftlich, breit verankerten Selbstbestimmungs-Diskussion gekommen ist.

Zwei Worte zur geschmacklosen Metapher. Jeder glaube ich wird froh sein, wenn er nie in die Grenzsituation gerät entscheiden zu müssen, wen er retten soll – ein Großteil der Menschen ist schon hoffnungslos überfordert, wenn sie ganz linear eine einzige Person retten müssten. ALSO: präventiv dafür sorgen, dass die Bude nie brennt.

Non entro nel merito della discussione, però mi fa pensare il fatto che fabivs abbia ritenuto opportuno scrivere il pezzo in tedesco, con il successivo intervento di pérvasion per correggerlo. La cosa mi sembra un pò triste, perché significa che non c’è sufficiente utenza italiana per BBD e che l’utenza tedesca viene allontanata dalla lingua „straniera“ a prescindere dall’argomento.

@Ritsch:

Armer pérvasion, schwach ist deine Leistung.

Ah, beh, se la tua fosse anche solo la metà , sarebbe già  qualcosa… prima ci sottoponi degli indovinelli scemi, una volta risolti ci suggerisci una soluzione, per poi dire che tu quelle cose non le hai mai dette. Morale: di tutto quello che hai scritto tra affermazioni o ritrattazione c’è il principio di conservare sè stessi ed i propri consimili, che è molto comune anche nel regno animale, null’altro.
Non si capisce poi come questo principio, a meno che ora non ti vada di rittrattarlo del tutto, si possa applicare alle cose di cui discutiamo ed in qual modo si metta in contrasto con quello che dicevo io in principio, a meno di non postulare che i consimili siano quelli che parlano la stessa lingua. Tu però rifiuti l’interpretazione e ci porti punto ed a capo: praticamente non hai detto un caSSo, ma hai fatto girare le pa77e un po‘ a tutti!
Assodato questo sarebbe interessante (o forse no) capire il vero motivo del tuo comportamento.

Cavoli, quanti commenti sulla questione della lingua… Essendo il mio articolo diretto sia ai lettori di BBD che a quelli in quota STF e considerando (lo ammetto, è un mio pregiudizio) che questi ultimi forse si sarebbero fatti spaventare da 3 pagine scritte fitte in italiano ed avrebbero avvertito il pezzo come ancora più ostile, lasciando perdere il dialetto locale per ovvie ragioni, ho scelto il tedesco scritto, accettandone le regole.
Certo, ci ho messo un po‘: sono anch’io in quella gran fetta di popolazione che non si sa esprimere sufficientemente bene per iscritto in tedesco (vedi indagine di Simon a riguardo), ma è stato anche un buon esercizio (mai dire mai: 4 anni fa non parlavo quasi una parola, oggi mi chiedono se son cresciuto in Venosta) e forse un po‘ sarà  servito per il futuro. Simon mi ha gentilmente corretto gli ultimi errori. Con la più buona volontà  non ci vedo nulla di perverso…

ich glaube ihr solltet gemeinsam an einen Strang ziehen und nicht euch gegenseitig bekriegen.
Natürlich sind beide Parteien an diesem Streit schuld.

Aber bitte hört doch auf die Unterschiede und Gegensätze zu suchen, anstatt die Gemeinsamkeiten zu finden und diese dann für ein freieres Südtirol gemeinsam umzusetzen.
Italiener, Ladiner wie Deutsche sollten sich endlich für die Freiheit entscheiden.
Denn es ist das Beste für dieses Land, das steht außer Frage, denn bei Italien verkommt es zu einer drittklassigen Hinterland-Provinz.

Blut-und-Boden-Ideologie und ähnliche Derivate sollten im 21. wirklich nichts mehr auf dieser Erde zu suchen haben.
Dass manche Mitglieder der STF rechtsgesinnt ist, gebe ich zu, aber nicht die meisten und auch nicht die Linie der Eva Klotz empfing ich als rechtspopulistisch, sondern eher als linksliberal (sozial, liberal, aber dennoch Heimatverbunden)

Zum Beitrag von Fabio… mir gefällt es wenn man hier über mögliche Wege zur Selbstbestimmung in konkreten auflistet und darüber diskutiert, argumentiert und nicht so sehr die Unterschiede der eigenen Ansichten zwischen einzelnen Personen zu konfrontieren.
Besinnen wir uns darauf auf das Ziel das wir alle anstreben, und zwar die Selbstbestimmung welche zu einer späteren Abtrennung vom Nationalstaat Italien führt und uns Südtirolern (aller Sprachgruppen) ein besseres Zuhause inmitten der EU und auf diesem Planeten beschert.
Peace.

@fabivS :

Ti prego , di rimanere cosà­ come sei !
Sei molto simpatico , anche quando scrivi in tedesco !

Non guardo la grammatica , guardo solo il contenuto !

Danke. mach weiter so fabivS !

Vorrei riprendere la discussione, se possibile, portando all’evidenza alcuni tratti che, a partire dall’intervento di Fabio, si sono prodotti nel corso della discussione (e con questo recuperare anche una delle intenzioni del suo scritto, ovvero esplicitare la differenza tra l’impostazione di BBD e di un movimento come quello di STF nell’orizzonte di una „comune“ ricerca dell’affrancamento di questa terra dal resto della nazione italiana).

Il discrimine tra queste due impostazioni risiede, molto semplicemente, nel concetto di „abitante del Sudtirolo“. Per Fabio (e per BBD) ogni „persona“ che qui vive ed opera è da considerarsi „sudtirolese“ al di là  della lingua o della cultura d’appartenenza. È insomma la determinazione „territoriale“ e non più quella „etnica“ che segnala il criterio d’appartenenza e dunque ogni richiesta d’indipendenza deve/può maturare in base a questo principio. Al contrario – e la posizione di Ritsch è molto esplicita al riguardo – il movimento STF continua a declinare l’appartenenza al Sudtirolo, e dunque continua a definire come propriamente „sudtirolese“, solo e soltanto i suoi abitanti di lingua tedesca e ladina.

Dovrebbe essere evidente a chiunque che una rivendicazione d’indipendenza basata sulla preminenza (non necessariamente accentata in senso razzistico) di un gruppo sugli altri non può che essere votata allo scacco. E questo semplicemente perché ciò segue una logica bloccata (quella della contrapposizione tra maggioranza e minoranza) già  pienamente „risolta“ entro la cornice dell’autonomia. Non è dall’interno di un paradigma culturalista à  la Ritsch che può giungere la legittimazione per un sensato cambiamento di questa cornice istituzionale e insistere su questo tasto porta semplicemente a sbattere la testa contro il muro.

Detto questo, temo però che Ritsch abbia ragione quando ci mostra (dicendo quello che dice) che il superamento del paradigma culturalista non è realisticamente perseguibile allo stato attuale. Ciò comporterebbe infatti la nascita di quel concetto (e di quel „soggetto“) culturalmente „ibrido“ (il „sudtirolese“ indiviso di langeriana memoria, anche se non di filologica stringenza) che resta piuttosto un progetto, un’ipotesi e/o al massimo la felice condizione di una minoranza di persone.

Per questo motivo non è difficile riscontrare nella prospettiva di BBD un margine ancora troppo ampio di utopismo antropologico, reso ancora più evidente dall’ingenuità  di credere che una tale utopia possa trovare realizzazione dalla semplice riformulazione del quadro istituzionale.

@caro fabius
mica é perverso, a me personalmente dispiace, che ti sei fatto correggere gli errori, anch‘ io scrivo in italiano, ognitanto, sapendo di non scrivere e parlare un‘ italiano perfetto, ma é proprio quello che trovo giusto, scrivere come si sa per farlo meglio la prossimo volta.
Comunque complimenti, imparare il tedesco ed il dialetto in 4 anni é un grande lavoro, non mollare!

Fabio hat mich nicht gebeten, seinen Text zu korrigieren. Ich habe es einfach gemacht, so wie ich es bei jedem Artikel (auch bei meinen eigenen und bei jenen von »Muttersprachlern«) sowohl vor, als auch nach der Veröffentlichung mache, wenn mir ein Fehler auffällt. Mein Anspruch ist es, möglichst [!] sprachlich einwandfreie Beiträge im Blog zu sammeln, weil ich an Rechtschreib- oder Grammatikfehlern nun einmal nichts Wertvolles erkennen kann. Ich hoffe, damit ist das Thema endlich vom Tisch und wir können zur Diskussion übergehen — für deren Einleitung ich Gabriele danke.

auch nicht die Linie der Eva Klotz empfing ich als rechtspopulistisch

Sui singoli personaggi la questione cambia. Io Eva Klotz la conosco, anche se non benissimo, e ci ho parlato diverse volte. La stimo molto e mi piace il suo modo di rapportarsi con gli altri. E‘ gentile, disponibile e mai arrogante. Anche le critiche non sono un problema: le accetta volentieri, se sono costruttive e non personali. Non si può definirla di destra e, malgrado la sua forte identità  non è incline a diffidenze o razzismi…
di lei riesco a dire solo bene. Infatti il mio articolo è sul programma, non sulle persone!

Una volta ho mandato un mio amico di Bolzano a comperare un „Diario Tirolese“ presso la sede di STF, per fare un reagalo. Malgrado questo gigante barbuto all’inizio non fosse un grande amico della Klotz, dopo averla incontrata personalmente e averci parlato un po‘, mi ha detto di averla rivalutata positivamente, I giornali italiani purtroppo ne danno un’immagine completamente capovolta, come se fosse il diavolo in persona. Trovo che le facciano un torto!

Direi che i giornali italiani non trattano mai male la Klotz. Già  l’appellativo che le viene sempre appiccicato („pasionaria“) è indice di una certa inclinazione positiva (le viene riconosciuta una motivazione ideale). Ma il punto è un altro: Eva Klotz fa politica perché ciò costituisce la sua personale rielaborazione (non ancora conclusa) del lutto, il suo personale „risarcimento“ alla memoria del padre. Questo afflato funebre caratterizza il movimento STF anche in modo inconsapevole. E soprattutto: il Sudtirolo „futuro“ immaginato dalla Klotz e dai suoi adepti corrisponde, più propriamente, al tentativo di restaurare un Sudtirolo „precedente“ la „contaminazione“ identitaria dovuta all’annessione. Ma così come non si possono resuscitare i morti, altrettanto impossibile è azzerare la storia facendola ripartire da capo.

Kompliment Fabio, Menschen wie du bringen wirklich Schwung in die Selbstbestimmungs Frage weil du alle ansprichst! Vielleicht solltest du doch in die Politik wechseln ;-)

@m.gruber:

Ja, ich finde es auch wichtig, dass jeder seinen Senf dazugeben kann und nicht zensiert wird, wie beispielsweise im Blog der STF.

Der Richtigkeit halber: Auch hier wird der eine oder andere unpassende Kommentar rausgefiltert — deshalb gibt es schließlich eine Moderation.

@gadilu:

Siamo d’accordo su tutto eccetto sulla tua conclusione. A mio avviso la potenziale «clientela» di un progetto ispirato a BBD va cercata solo in minima parte tra gli elettori degli attuali partiti indipendentisti — che sono una minoranza della popolazione, segno che pochi sono disposti ad addentrarsi in un’avventura pensata solo per un gruppo linguistico. Sono piuttosto le persone che oggi votano SVP, Verdi, PD a comporre il bacino a cui attingere.

Ti do parzialmente ragione in merito a Eva Klotz, ma il giornale italiano usa quel „pasionaria“ in maniera ormai superficiale, come un reperto di un’era passata. Nella sostanza però definisce sistematicamente STF un partito di estrema destra (che non è), mentre non ricordo che abbia mai definito neofascisti, reazionari o estremisti quelli di Unitalia (che lo sono).

SETI@home:

ich glaube ihr solltet gemeinsam an einen Strang ziehen und nicht euch gegenseitig bekriegen.

Wenn das Hauptziel die Erlangung der Unabhängigkeit (als Selbstzweck) wäre, würde ich dir beipflichten. Ich denke jedoch, dass der Weg wichtiger ist als das Ziel. Manche sagen sogar, der Weg sei so wichtig, dass das Ziel im Grunde überflüssig ist — doch damit bin ich nicht einverstanden. Meines Erachtens ist es aber unerlässlich, dass man vor einer möglichen Abstimmung schon weiß, wohin die Reise führen soll, dass möglichst alle Südtiroler (ungeachtet ihrer Sprache, Herkunft usw.) »mitgenommen« werden, dass möglichst niemandem ein Nachteil daraus erwächst. Eine Unabhängigkeit, die auf Ritschs Prinzipien fußt, wäre für mich zum Beispiel eine trübere Aussicht, als der Verbleib im status quo — weil sich die gesellschaftliche Lage dadurch voraussichtlich verschlechtern würde. Deshalb ist es für mich unvorstellbar, mit solchen Leuten an einem Strang zu ziehen. Wenn man sich die Wahlergebnisse der letzten Jahre ansieht, wird offensichtlich, dass Leute wie Ritsch die große Bevölkerungsmehrheit auch nicht überzeugen konnten. Ich denke das liegt zu einem erheblichen Teil daran, dass die meisten Südtiroler eine gemeinsame Zukunft für alle hier lebenden Menschen wünschen.

Fazit: Offene und ehrliche Diskussion ja, Nivellierung nach unten nein. Übrigens: Mir ist durchaus bewusst, dass nicht alle in der STF so denken, wie Ritsch.

Sono piuttosto le persone che oggi votano SVP, Verdi, PD a comporre il bacino a cui attingere.

Hmm. La vedo dura. La Svp è un partito a base etnica, costretto (quasi) a non erodere troppo questa sua matrice originaria in quanto ciò aprirebbe immediatamente una crisi esiziale sul suo versante „volkstümlich“ (a meno che proprio da quel versante, in modo del tutto incredibile, non giungano segnali di apertura, oggi del tutto impensabili, in direzione di un superamento del „fronte“ etnico). Non so quanti elettori provenienti da quel bacino siano disposti a forzare una crisi del genere sottraendo il loro consenso al partito di „raccolta“ per spingerlo verso una rivoluzionaria direzione „post-etnica e territoriale“. Il Pd è un partito d’ispirazione più nazionale che territoriale, a vocazione tiepidamente autonomistica. Che da quella parte giungano furori autodeterministici (nel suo elettorato, dico) mi pare altamente improbabile. I Verdi, come è noto, non dimostrano particolare interesse ad occuparsi di un tema che loro ritengono di per sé polarizzante e dunque non sono disposti a scommettere su questo presunto elettorato potenzialmente „eco-sociale-indipendista“ (né, mi pare evidente, dalla „base“ dei Verdi giungono sollecitazioni in tal senso).

Insomma, forse hai individuato il bacino dal quale attingere, ma l’acqua lì scarseggia parecchio e ne puoi cavare al massimo un paio di bicchieri.

Un’aggiunta importante: ma posto che in quel bacino ci sia un po‘ più d’acqua di quanta ne veda io: a quale partito ESISTENTE dovrebbero rivolgersi quegli elettori? BBD esprime un’idea priva di corpo (come ben sai). E allora?

interessante diskussion was ein wenig verwundert ist die tatsache dass jemand an den pranger gestellt wird obwohl er eigentlich nur das sagt wie es viele empfinden es ist ja so dass es immer wieder heisst wir wom toul wir puschtra de boazner de vinschger dess korrner volk oder wir schabner oder de scheiss flotzpisser wir sidtiroler und de nordtiroler deitsche und walsche es faengt ja schon im kleinen an wir und die anderen obwohl die anderen gar nicht so anders sind noch eine anmerkung jemanden dazu auffordern den blog zu verlassen ist die denkbar schlechteste loesung eine diskussion zu fuehren

Sì, purtroppo BBD esprime un’idea priva di qualsiasi rappresentanza politica. Per tanti o pochi che siano i bicchieri d’acqua, non c’è stato ancora nessuno che abbia puntato sulla loro raccimolazione. Evidentemente dal punto di vista del cosnenso altri sistemi sono più efficaci od immediati ed altre idee hanno avuto più facilità  a ritagliarsi un posto nello scenario.
Questo si traduce nel fatto che chi condivide l’impostazione di BBD non trova soggetti adeguati, senza sacreificare una buona parte delle idee di fondo: se va con STF mantiene l’idea di Selbstebestimmung, ma il discorso postetnico va a perdere; se si rivolge ai Verdi mantiene invece l’aspirazione ad un futuro postetnico (anche se a volte ho l’impressione che poi nei fatti ), ma perde l‘ autodeterminazione ed altre legittime aspettative. Ci vorrebbe qualcuno che fondesse per noi i due partiti, se non fosse che dicono ognuno peste e corna dell’altro! ;-)

@mitleser der sich selten zu wort meldet

mi fa piacere che questa volta tu intervenga! :-)

eigentlich nur das sagt wie es viele empfinden…

Io ho lavorato spesso coi bambini: nel loro piccolo vivono di sentimenti e li esprimono senza alcun filtro, diventando spesso degli esempi di egoismo, di emarginazione del (presunto) diverso, di discriminazione. Non racconto nulla di nuovo se dico che in classi di anche solo una decina di alunni dello stesso paesino si creano conflittualità , gruppi di amici e nemici in lotta, che si manifestano immancabilmente il sessismo, la competizione, il disprezzo per i meno abbienti e la stigmatizzazione delle diversità  fisiche o mentali… sono tutti „sentimenti“ ed il fatto che quasi tutti i bambini della terra „empfinden so“ non è un motivo per dare dignità  filosofica al concetto che chi ha gli occhiali vada picchiato, che chi non ha l’ultimo costoso videogioco vada emarginato o che le femmine facciano schifo. Negli adulti per fortuna i sentimenti antisociali non sono così forti, eppure, ove siano presenti risulta difficilissimo combatterli. A volte persino farli venire a coscienza!

Il compito della discussione matura, se vuole essere costruttiva, non è quello di descrivere i propri sentimenti, ma semmai di analizzarli razionalmente; l’analisi potrà  confermare o smentire la loro legittimità .
Esempio: io, come ho scritto, essendo cresciuto in questa realtà , ho creduto per moltissimi anni che la lingua fosse l’elemento principale di identificazione, col tempo mi sono ricreduto, perchè, analizzando questa prima impressione mi son reso conto che nella vita ci sono cose ben più importanti e che la lingua non è altro che un mezzo per esprimerle; è un concetto simile agli occhiali: sono un mezzo per vedere e non segnano una vera diversità  tra un bambino ed un altro (e se pure lo fosse non autorizzerebbe al picchiare). Comunque mi sono liberato da questo pregiudizio e la cosa non mi ha fatto che bene, perciò lo consiglio a tutti.
Limitarsi ad accettare il dato di fatto che certe persone, quando nella vita di tutti i giorni sentono discutere in una lingua diversa dalla loro, provino diffidenza è per tutti una sconfitta inaccettabile. In più finchè ci baseremo solo sui nostri sentimenti grezzi (questo della lingua era solo un esempio, esistono molti altri sentimenti che potremmo analizzare) ogni possibile sviluppo del dibattito politico sarà  condizionato in partenza.

„Razprava je nemogoče z nekom, ki trdi, da ni z iskanjem resnice, ampak da njen lastnik.“
Lep pozdrav iz Koroške

Hoi Lorenz, des gib i etz zua: do bini ibrferdert! Welle Sproch isch deis und wos hoasst sell? :-)

P.S: Schod dassis it drtoun hon in 8 noch Moritzing zu keman: hem bini mit a poor Freind afn Gantkofl gwesn und honi enk fan obm or zuagschaut! :-D

Bin zwar ziemlich fleißige Leserin Eures Blogs, habe aber leider nie Zeit, ihn zu kommentieren. Heute möchte, nein muss ich einiges klarstellen.
@Gadilu
Als Schwester von Eva Klotz verrate ich Ihnen mal ein ganz unbekanntes Bild von ihr: Sie war in jungen Jahren von der Idee eines vereinten Europas begeistert und hat dadurch die Chance gesehen, dass längerfristig die Zugehörigkeit Südtirols zu Italien obsolet werde. Welche Täuschung! Das Europa wurde ein Europa der Nationalstaaten, der Schrebergärtenmentalität, der Begrenzung und der Verhinderung von Freiheit, der Trennung der Völker. Das hat sie erst wachgerüttelt, nicht die „Totenklage“ über den Vater o.Ä.
Dass die großen Opfer aller Südtiroler nicht umsonst gewesen sein sollten, wurde ihr Auftrag und Verpflichtung, klar. Aber mehr als Historikerin, und der Gerechtigkeit und Ideale verpflichtet.
Ihre Einschätzung der Eva Klotz als Idealistin und Ihre Analyse der italienischen Medienberichte zugrunde legend, kann ich bestätigen, daß sie große Wertschätzung von den Journalisten erfährt. Mancher bezeichnet sie als Mythos, was ihr natürlich furchtbar peinlich ist.
Sie ist einfach, ehrlich und eine Vollblut- Demokratin. Sie fordert ein ur- demokratisches Recht ein, nämlich die Selbstbestimmung, egal ob für die Südtiroler, oder andere geteilte Völker oder Völker ohne Staat.
Italien müsste dies, eingedenk seiner eigenen Geschichte (Risorgimento) doch am besten verstehen und nachvollziehen. Warum wird dann dieses Recht so bekämpft, deren Verfechter so angefeindet, die Idee so verteufelt? Es ist das Eingeständnis der Schuld, und die (sicher oftmals überprüfte) Erkenntnis, dass sich der Großteil der Bevölkerung auch heute noch, nach über 90 Jahren, für eine Loslösung von Italien aussprechen würde. Warum sonst fürchtet das demokratische Italien eine friedliche und demokratische Willensbekundung?

Wenn uns Italien nicht abstimmen lässt, ob wir zu diesem Staat gehören wollen, beweist doch nur, dass wir nicht frei sind!

Unsere Super- Autonomie (lachhaft im Vergleich zu allen anderen in Europa) wird sich wegen der demografischen Veränderungen sowieso bald selbst abschaffen, eine zukunftsweisende Lösung der vielen Probleme mit diesem Staat erscheint dringend notwendig.
Die Angst der Italiener muss erst genommen werden, ohne Zweifel!
Aber wir alle sollten diesem Staat mit seiner Verschuldung, seines korrupten Systems und seiner peinlichen Politiker endlich ein Projekt entgegenhalten, das zukunftsweisend ist: Ein kleines aber unabhängiges, ein reiches und eigenverantwortliches Land, ohne nationale (-istische) Bevormundung und Drohgebärden, wo alle drei Sprachgruppen auf Augenhöhe die Entwicklung des Landes gestalten. Wie´s vor der Annexion Südtirol war. Träume? Nein, nicht wenn wir alle daran arbeiten!
“Zuerst ignorieren sie dich,
dann lachen sie über dich,
dann bekämpfen sie dich
und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi

@ B. Klotz

Lei afferma che la morte di vostro padre non abbia determinato l’impegno politico di sua sorella. Mi permetto di dubitarne.

@ Gadilu…

evabbè, adesso non insistere… ogni morte di una persona cara è un momento di rottura e pertanto di riflessione. Anche la morte di mio nonno conincide, se vogliamo proprio vederla così, con il momento in cui il mio interesse si è spostato dalla politica nazionale a quella locale. Ma è, ripeto. coincidenza, perchè si potrebbe anche argomentare che mi son laureato e ho lasciato Bologna (che a volte ancora rimpiango)… L’importante è non fermarsi per sempre al puro dato biografico, ma superarlo con una riflessione a posteriori.

A me ad esempio ha fatto piacere leggere la conclusione dell’intervento della signora Barbara, perchè ci intravvedo un messaggio positivo e lo quoto:

Die Angst der Italiener muss erst genommen werden, ohne Zweifel!
Aber wir alle sollten diesem Staat mit seiner Verschuldung, seines korrupten Systems und seiner peinlichen Politiker endlich ein Projekt entgegenhalten, das zukunftsweisend ist: Ein kleines aber unabhängiges, ein reiches und eigenverantwortliches Land, ohne nationale (-istische) Bevormundung und Drohgebärden, wo alle drei Sprachgruppen auf Augenhöhe die Entwicklung des Landes gestalten. Wie´s vor der Annexion Südtirol war. Träume? Nein, nicht wenn wir alle daran arbeiten!

@gadilu :
Mag sein. Ich finde aber, dass das bei E.Klotz nicht erkennbar ist. Ihr politisches Engagement und die politischen Ziele der STF kann man nicht mit dem Tod ihres Vaters in einen kausalen Zusammenhang setzen. Das reduziert mir das Gesamtbild zu stark.

Ich habe auch nicht das Gefühl, dass E.Klotz eine Partei prägt. In meiner Wahrnehmung schafft sie es immer wieder um sich einen Populistenhaufen zu scharen, der ihre politischen Ziele zwar teilt, aber einen grundlegend anderen politischen Stil pflegt. Das war bei der Union für Südtirol so und ist bei der Südtiroler Freiheit auch nicht anders. Anders gesagt : würde die STF nur aus E.Klotz bestehen wäre sie für mich wählbar.

@ B.Klotz :
Ich möchte nur auf die Behauptung eingehen, dass sich die Autonomie in Zukunft wegen der demografischen Veränderungen selbst abschafft.

Ich weiß nicht welcher (oder ob überhaupt) Statistik Sie dies entnommen haben, aber derartige Hochrechnungen sind mit Vorsicht zu genießen. Ähnlichen Hochrechnungen zufolge wären wir nämlich in X-Jahren alles Chinesen, zum Islam konvertiert, Blondinen und Deutsche gäbe es schon lange keine mehr.

Solche Prognosen entbehren jeder Grundlage, weil sie im Allgemeinen keine größeren Zeitabstände vorraussagen können.

In diesem Zusammenhang möchte ich folgendes Video wärmstens empfehlen :
http://www.youtube.com/watch?v=c7vcKginGG8

m. gruber@

Statistik hat nichts mit Populismus zu tun ,wenn man die Zahlen so sieht wie sie sind. Die STF hat schon vor einigen Jahren auf die demographische Entwicklung in Südtirol hingewiesen. Die neuesten ASTAT Zahlen bestätigen diesen Trend nur. Tatsache ist, dass sich im Rahmen dieser mehr als lückenhaft und fragilen Autonomie keine Instrumente bieten, dem entgegenzuwirken. Da kann die SVP noch so lange Wasser zu Wein predigen. Der Staat wird immer am längeren Hebel sitzen und die Identitätsbildung für die Ausländer gerade in den grösseren südtiroler Städten – vor allem Bozen – entscheidend vorbestimmen. Welche Auswirkungen das für die Autonomie hat, dämmert auch der SVP so langsam. Nur ziehen sie nicht die richtigen Schlüsse. Ich kann mich des Eindruckes nicht verwehren, dass sämtliche Politk der ehemaligen Sammelpartei inzwischen rein auf das Prinzip des Machterhalts ausgerichtet ist. Politik des Beliebigen, Packteleien für den augenblicklich grössten Eigennutz in Hinblick auf die nächsten Wahlen. Null Vision.

@laios :
Achtung : Ich stelle in meinem Beitrag keine Verbindung zwischen Populismus und Statistik her. An keiner Stelle behaupte ich das.

@Barbara Klotz

Bin grösstenteils mit ihrem Bericht einer Meinung.
Nur, und diese Nur ist SO gross, fehlt auch hier wieder all das was BBD fordert, ein Prozess, der alle Südtiroler zu dieser Wahl begleitet, denn man kann nicht zuerst alle Südtiroler abstimmen lassen, und dann erst festlegen, was ihre Abstimmung vielleicht, unter Umständen bewirken könnte.
Und man kann nicht darüber reden, die Angst der Italiener ernst zu nehmen, wenn sie in diesen Prozess weder berücksichtigt, noch miteingebunden werden.

m. gruber@

Ich weiß nicht welcher (oder ob überhaupt) Statistik Sie dies entnommen haben“

Alle Zahlen stammen von der astat und belegen nun mal schwarz auf weiss, dass der Ausländeranteil auch in Südtirol – sogar über dem EU Durchschnitt- zunimmt. Es steht auch schwarz auf weiss, dass die Kinder der Immigranten grossteils einen italienischsprachigen Kindergarten oder eine italienischsprachige Schule besuchen. Was das für die Zukunft Südtirols und für die Zukunft der südtiroler Autonomie bedeutet, welche auf dem ethnischen Proporz aufgebaut ist , liegt wohl auf der Hand. Wenn du diese Tatsache genausowenig als Populismus abtust wie ich und die STF, dann ist es ja gut.

http://www.suedtiroler-freiheit.com/content/view/855/5/
die neusten astat Daten bestätigen diesen Trend, auf welche die STF 2008 hingewiesen hat. Und natürlich lassen sich durch diese Zahlen auch Prognosen ableiten!
http://www.provinz.bz.it/astat/de/service/846.asp
(siehe [Bildung und Weiterbildung]Ausländische Schulbevölkerung in Südtirol – 1995/96-2009/10)

Der dringend erforderliche Prozess der Aufklärung aller Menschen aller drei Sprachgruppen ist für eine 5% Bewegung natürlich zeitlich, logistisch, medial und finanziell schwer durchführbar; dies wäre die Aufgabe der Großpartei, welche die Selbstbestimmung zwar im Programm führt, aber seit je her allergrößte Anstrengungen unternimmt, jede diesbezügliche Diskussion abzuwürgen und zu verhindern.
Sie fürchtet um ihre Pfründe, Macht und Existenzberechtigung, denn in einer normalen, auf mehrere, ausgewogene Parteien fußenden Demokratie würden die Menschen Südtirols anders wählen.
Wir arbeiten mit ganzer Kraft und großem Engagement, haben wichtige Netzwerke mit anderen Minderheiten geknüpft und sind geachtetes Mitglied der Europäischen Freien Allianz, aber hier in Südtirol bestimmen immer noch DOLOMITEN und ALTO ADIGE, wer was wann wo wie gilt.
Die BBD nimmt einen immer größeren Stellenwert in der Diskussion ein, und ich wünschte mir, Ihre Arbeit würde sichtbarer. Viele Menschen lesen Euren Blog, die Synergien (oh Gott, das Unwort der LR Kasslatter) aller Freidenker und Freigeister wären noch zu bündeln und zu intensivieren.

Machen wir uns nichts vor: Erst wenn die Wirtschaft Nachteile und Verluste erleidet, wird sich am Status quo Grundlegendes ändern. Arbeitnehmer sind zu unorganisiert und zu schwach, die Gewerkschaften sind, anders als z. B. in Katalonien, Schottland und Belgien, immer noch national orientiert, sie jammern, protestieren und schimpfen auf den Staat, ziehen aber nicht die Konsequenzen daraus.
Meine Freunde/innen in Katalonien sind mir ein großes Vorbild an Courage, Selbstvertrauen und Stolz; ich wünschte, die Südtiroler würden ihre Schleimerei, Unterwürfigkeit und Verzagtheit überwinden und endlich ihre Chancen wahrnehmen. Andere Minderheiten werden sich befreien und in die Unabhängigkeit verabschieden, Europa wird sich grundlegend ändern, und Südtirol?
Wie gut könnte es uns allen zusammen gehen, in diesem kleinen und reichen Land!
Ich wünsche Euch gute Arbeit, viel Erfolg und Allen ein schönes Wochenende,
Barbara Klotz

Mah, le considerazioni demografiche lasciano in me il tempo che trovano… il problema degli immigrati poi sembra suggerire un’altra via d’uscita per la questione sudtirolese che si profila in figure come Elena Artioli secondo la massima: „vogliamoci bene italiani e tedeschi, dimentichiamo di tutto e uniamoci tutti contro gli islamici invasori“. Se fosse solo la Lega, passi, ma temo che le persone che la pensano in questo modo siano molte di più…

Oggi sul sito di STF ho trovato però una brutta sorpresa, che dopo le belle parole di ieri della signora Barbara Klotz ha assunto il sapore della delusione. A parte che all’interno del loro sito la soluzione Freistaat è da sempre sottorappresentata, specialmente adesso che ci si sforza di ottenere il doppio passaporto, pare che le insegne austriache si siano moltiplicate. Ma non sono una persona da mettersi a contarle per poi andarmi a lamentare…
Invece mi lamento della broschure sulla Selbstbestimmung. A parte che per quanto pochi possano mai essere in Ahrntal gli italiani, non si è presentato nemmeno uno straccio di traduzione; è una questione di principio: chi vuol far rispettare il bilinguismo, non può permettersi di ignorarlo. Poi se si vuol fare davvero informazione più che un solo volantino in tedesco ne occorrerebbe sicuramente anche un altro in inglese per informare il resto d’Europa.
A parte una veloce citazione della soluzione Freistaat all’inizio, le statistiche illustrano chiaramente solo 1 soluzione: quella austriaca. Guardare per credere: la cartina, con il suo suggerimento per i confini toglie ogni dubbio… beh!

REPETITA IUVANT hot ’s vor 2000 Johr ghoassn:

„Wenn bereits die eigene Erfahrung gezeigt hat, dass man sich als Minderheit in einem Nationalstaat auf Dauer nicht bewahren kann, wie kann man es wagen, den Ladinern und den Italienern im Lande eine Zukunft als Minderheit in Österreich vorzuschlagen? Ist der Selbstmord einer oder mehrerer Sprachgruppen als Lösung ”fair”?“

@Barbara Klotz
wie recht sie doch haben. Ich habs auch schon öfters gesagt (und dafür Kritik einstecken müssen), dass sich in diesem Land erst etwas ändern wird, wenn es an die Brieftaschen der Leute geht. Den Idealisten (ob BBD, STF oder wer auch immer) wird dieser Umstand natürlich nie gefallen, aber letzten Endes wird es so kommen, traurig aber wahr.

@ Barbara Klotz:

1. Die Größe einer Partei/Bewegung sollte nicht ihre Politik beeinflussen, sondern umgekehrt. Die Süd-Tiroler Freiheit hat die gleiche Verpflichtung, offen und aktiv auf alle Sprachgruppen zuzugehen, wie die SVP.

2. Zur Synergie habe ich weiter oben das geschrieben.

@laios:

Zu deinen anderen Aussagen:

[..] belegen nun mal schwarz auf weiss, dass der Ausländeranteil auch in Südtirol – sogar über dem EU Durchschnitt- zunimmt.

Kann es sein, dass du den Ausländeranteil Südtirols mit dem Ausländeranteil von NATIONEN vergleichst ? Dann nämlich wäre diese Aussage schon mal nicht korrekt.

[…] dass die Kinder der Immigranten grossteils einen italienischsprachigen Kindergarten oder eine italienischsprachige Schule besuchen. Was das für die Zukunft Südtirols und für die Zukunft der südtiroler Autonomie bedeutet, welche auf dem ethnischen Proporz aufgebaut ist , liegt wohl auf der Hand.

Welche Gefahr besteht denn bitte darin, wenn Kinder italienische Bildungseinrichtungen besuchen, das verstehe ich nicht. Erklär’s mir bitte. Was liegt da so offensichtlich auf der Hand? Behauptest du allen ernstes jeder Migrant, der in eine italienische Schule geht sei eine Gefahr für die Autonomie und jeder der in eine Deutsche Schule geht wäre automatisch gut für die Autonomie? Warum ? Doch etwa alles nur Populismus?

Die Schlüsse die du aus der Studie ziehst sind eine Interpretation derselben. Mehr nicht. Das ASTAT maßt sich in seiner Studie solche Prognosen nicht an.

m. gruber@

Ich glaube nicht, dass das so schwer zu verstehen ist. Frag einmal einen unserer neuen Mitbürger, beispielsweise Sohn oder Tochter albanischer oder algerischer Immigranten, aufgewachsen mit der italienischen Sprache unter Freunden, welche sich mit Italien und nicht mit Südtirol identifizieren als was sie sich eher fühlen: als Südtiroler oder Italiener? Worauf wird das wohl hinauslaufen? Wer das nicht sieht und versteht, will es einfach nicht verstehen. Unterstell mir bitte nicht Populismus oder gar Ausländerfeindlichkeit. Der Grossteil meiner Freunde und Bekannten sind Nicht-Südtiroler: Einwanderer aus verschiedenen Ländern und aufgewachsene Staatsbürger des Landes in dem ich lebe. Ich bin nämlich selbst Ausländer im nicht-deutschsprachigem Ausland. Auch in diesem Land, in dem ich schon seit über 8 Jahren lebe und arbeite, gibt es eine kulturelle und sprachliche Minderheit, die sich mehr schlecht als recht über Wasser hält. Glaub mir, meine Kinder würd ich auch auf die Schule schicken, in welcher die Staatssprache gesprochen wird und die Identifikationsbildung meines Nachwuchses wird mit Sicherheit zu Gunsten der gesamtstaatlich weitaus dominanteren Volksgruppe ausfallen. Wenn du diese Tatsache weiterhin als Populismus auslegen willst, kann ich nichts dafür. Es ist nun einmal so. So leid es mir für die sprachliche Minderheit hierzulande tut.
Die Autonomie ist für Südtirol zu schwach, um für die neuen Mitbürger Südtirols, welche ja vor allem in den grösseren italienisch sprachlich dominierten Stadtteilen aufwachsen, identitätsstiftend zu sein. Wenn sich einmal die Mehrheit im Lande voll und ganz mit Italien identifiziert, wird auch die Autonomie als Instrument, ausgerichtet und konzipiert die deutsch.und ladinisch sprachige Volksgruppe in Südtirol zu beschützen, in dieser Form hinfällig werden.

Als man die Grundlagen der Autonomie zimmerte, war das Thema der Immigration aus Nicht-EU-Ländern noch kein gesellschaftliches Phänomen. Deshalb verfügt unsere Autonomie auch über keinerlei wirksame Zuständigkeiten in diesem, für unsere Zukunft vielleicht wichtigstem Bereich.
Immigranten halten sich in Südtirol mit einer italienischen Aufenthaltsgenehmigung auf und ihre Erstkontakte finden beinahe auschließlich mit italienischen Behörden (Quästur, Polizei, Carabinieri usw.) statt, die sich von anderen italienischen Regionen in keiner Weise unterscheiden.
Zudem hat es die Südtiroler Gesellschaft über lange Jahre und zu einem großen Teil auch heute noch völlig verschlafen diesem Thema entsprechende Bedeutung beizumessen. Die deutsche Schule war froh, wenn sich ImmigrantInnen zum übergroßen Teil in die italienische Schule einschrieb und ImmigrantInnen wird vielfach nicht das Gefühl gegeben, dass sie bei uns willkommen sind. Deutschsprachige Südtiroler neigen meist noch dazu, auch mit gut Deutsch sprechenden MigrantInnen, automatisch Italienisch zu reden. MigrantInnen müssen zwangsläufig die Meinung gewinnen, beim Deutschen in Südtirol handelt es sich um eine Folkloresprache, die bevorzugt von den Eingeborenen untereinander gesprochen wird, im öffentlichen Leben (Polizei, Bahn, Post, Etikettierung usw.) ist das Deutsche ja sowieso eine Sprache der zweiten Liga und mit Nicht Eingeborenen wird eh nur in Ausnahmefällen Deutsch gesprochen.
Zurück zu den Zuständigkeiten der Autonomie. Wir benötigen schnellstmöglich eine regionale Staatsbürgerschaft und die völlige Zuständigkeit im Bereich der Einwanderung. An das Instrument der regionalen Staatsbürgerschaft wird unter anderem die Aufenthaltsgenehmigung für Südtirol gekoppelt. Dies soll/darf natürlich nicht dazu missbraucht werden, der Zuwanderung einen Riegel vorzuschieben. Sie muss aber unmissverständlich aufzeigen, dass Südtirol nicht eine austauschbare italienische Provinz ist, sondern eine Region mit einer eigenen sprachlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Realität.
Die heutige Autonomie ist jedenfalls zu schwach, um langfristig die Mehrsprachigkeit Südtirols zu garantieren. Vom Ladinischen haben wir hier nicht einmal gesprochen – die älteste Sprache unseres Landes kommt unter gegebenen Bedingungen sowieso hoffnungslos unter die Räder. Es gibt einen Automatismus zur Sprache des Nationalstaates. (siehe auch Artikel zum effektiven Sprachengebrauch in Südtirol)
In diesem Sinne kann man laios Thesen durchaus zustimmen.

An das Instrument der regionalen Staatsbürgerschaft wird unter anderem die Aufenthaltsgenehmigung für Südtirol gekoppelt.

Follia pura. Scendi dal Pero.

@laios
Da stimme ich dir zu. Und es muss auch endlich mal Schluss sein mit diesen andauernden Unterstellungen man sei Xenophob, rechtsradikal, populistisch oder sonst was, nur weil man die derzeitige Praxis bei Einwanderung und Immigration kritisiert.

Was z.Z. bei uns stattfindet ist eine neue Form der Majorisierung, nur diesmal nicht durch Italiener welcher vom restlichen Staatsgebiet zu uns verfrachtet werden, sondern durch Zuwanderer von ausserhalb. Wer nicht erkennen will dass das über kurz oder lang zu Verschiebung von Anteilen führen wird und dadurch zu künftig wachsenden Spannungen muss schon blind sein. Dass man diese Ausländer perfekt in unsere Gesellschaft, die ja selbst gespalten ist, integriert und sie zu Südtirolern macht, welche sich mit dem Land so indentifizieren wie wir ist reines Wunschdenken. Wenn überhaupt ist das ohnehin nur mit der 2. Generation möglich. Das zeigen viele Länder die mit exakt derselben Problematik zu tun haben. Und wie gut das dort funktioniert kann sich jeder selbst ein Bild machen. Dabei haben die mit der Besonderheit selbst eine Minderheit in einer anderen Nation zu sein nicht mal zu kämpfen.

Und was die Autonomie anbelangt: schon der verpflichtende Sprachtest hat gezeigt was sie wert ist – gar nichts. Zuerst war nur ein Italienisch-Test verpflichtend, dann ein Italienisch- ODER Deutsch-Test. Jeder weiss wie sich der überwiegende Teil entscheiden wird.
Ladinisch als Landessprache kommt somit erst gar nicht vor und wenn dann hätte es Italienisch- UND Deutsch-Test heissen müssen, so wie z.B. in Quebec (Kanada) wo sonst alle Einwanderer auch nur Englisch wählen würden. Es ist eine Farce und eine Feigenblatt Aktion der Landesregierung.

An das Instrument der regionalen Staatsbürgerschaft wird unter anderem die Aufenthaltsgenehmigung für Südtirol gekoppelt.

Dieser Satz könnte in der Tat falsch verstanden werden. Dies ist ein Vorschlag für eine sinnvolle und m.E. notwendige Erweiterung der Autonomie. Diesselbe autonome Institution, die für die regionalen Staatsbürgerschaften zuständig ist sollte auch die regionalen Aufenthaltsgenehmigungen vergeben. Gekoppelt in dem Sinne, dass die regionale Aufenthaltsgenehmigung einer regionalen Staatsbürgerschaft vorausgeht, nicht dass eine regionale Staatsbürgerschaft notwendig ist um in Südtirol zu leben oder zu arbeiten. InhaberInnen der regionalen Aufenthaltsgenehmigung sollen selbstverständlich unter einem transparenten und nachvollziehbaren procedere die regionale Staatsbürgerschaft erhalten.

Unser gadilu zieht es natürlich vor, wenn die Aufenthaltsgenehmigungen und die Staatsbürgerschaften von römischen Institutionen erteilt werden. Das ist natürlich keine Verrücktheit, sondern für alle Ewigkeiten legitim.

Den Satz

der Aufenthalt in Südtirol muss ausschließlich an die Kenntnis der deutschen Sprache gekoppelt sein

würde wohl jeder normal denkende Südtiroler ablehnen, da Deutsch zwar die »größere«, aber eben nur eine von drei Landessprachen ist.

Dass der Aufenthalt in Südtirol jedoch tatsächlich an die Kenntnis nur einer Sprache gekoppelt ist, nämlich jener der als Staatssprache ein höherer Status gegeben ist, wird jedoch ohne größeren Aufruhr hingenommen. Das zeigt, wie absurd die Logik ist, an die sich die Mehrzahl der Südtiroler längst gewöhnt haben.

Wäre Deutsch die einzige Integrationssprache, wäre dies im Dauerfeuer der Alto-Adige-Berichterstattung längst zerschmettert worden.

Passt auf, jetzt werden sie euch gleich die Nazikeule um die Ohren schlagen. Das ist auf diesem Blog in Mode.

Erstens bitte ich um Beweise, da ein Einzelfall noch keine Mode ergibt.

Zweitens bitte ich zu belegen, dass es nicht eine legitime Beschuldigung, sondern tatsächlich eine »Keule« war.

@pérvasion :
Vergleichen kann man natürlich alles. Auch Äpfel mit Birnen. Nur sollte man darauf achten welche Schlüsse man zieht.

Der Ausländeranteil/zuwachs ist von vielen Faktoren indirekt abhängig z.B. von der Anzahl von Arbeitsplätzen, Arbeitslosenquote der demografischen Dichte und vielen mehr.

Ich kann deshalb beispielsweise nicht den Ausländeranteil einer Großstadt mit der eines ländlichen Dorfes vergleichen und daraus Schlüsse ziehen.

Genauso verhält es sich mit dem Vergleich Region – Nation. Wenn ich Südtirol mit einer Nation vergleiche, dann wäre das ja so, als würde ich Südtirol auf eine ganze Nation Hochrechnen und dann beide vergleichen.

Südtirol ist aber nicht geieignet für eine Hochrechnung, da es kein Modell einer Nation ist. Es würde eine riesige Fehlerquote entstehen. Südtirol ist nicht repräsentativ für die Gesamtheit der EU-Staaten.

Betrachtet man ausschließlich Nationen, von denen Südtirol in den oben gennannten Punkten (Arbeitsmarkt, demografischer Dichte u.s.w.) ein Modell sein könnte, so sieht man, dass diese Staaten einen ungleich höheren Ausländeranteil als Südtirol haben. Z.B.: Schweiz 21%, Österreich 10%, Luxemburg 40% (die Zahlen sind von orf.at)

@laios:
Meine Fragen hast du nicht beantwortet. Ich hab sie auch ziemlich rhetorisch gestellt. Mein Fehler. Aber eine Antwort lese ich dennoch aus deinem Beispiel. Die entscheidende Bemerkung fällt in einem Nebensatz: „[…] welche sich mit Italien und nicht mit Südtirol identifizieren“. Du sagst nämlich:

Frag einmal einen unserer neuen Mitbürger, beispielsweise Sohn oder Tochter albanischer oder algerischer Immigranten, aufgewachsen mit der italienischen Sprache unter Freunden, welche sich mit Italien und nicht mit Südtirol identifizieren als was sie sich eher fühlen: als Südtiroler oder Italiener?

Das entscheidende ist also in erster Linie nicht die Schule, die die Kinder besuchen, sondern ihr Soziales Umfeld. Es ist nicht zentral von Bedeutung, ob die Kinder eine italienischsprachige, oder deutschsprachige Schule besuchen ! Klar hat Schule einen marginalen Einfluß, aber Identität eintsteht nicht in erster Linie im Klassenzimmer. Wie du in deinem Beispiel übrigens indirekt selbst anmerkst, da das Wort Schule darin nicht mal vorkommt.

Also kannst du auch nicht behaupten, dass Migranten, die italienischsprachige Schulen besuchen eine Gefahr für die Autonomie wären.

Wenn dir das Wort Populismus misfällt könnte ich auch grob vereinfachende, undifferenzierte, den Sachverhalt entstellende, alarmistische Aussage dazu sagen … aber das ist mir zu lang ;)

m gruber@

Da geb ich dir ohne weiteres recht, dass das Soziale Umfeld vor der Schule ausschlaggebend für die Identifikationsfindung ist. Doch was sagt diese Aussagen aus? Meinst du etwa, dass Kinder von Einwanderern, welche den italienischen Kindergarten und die italienische Schule besuchen dennoch von ihrem Sozialen Umfeld für eine Identitätsprägung gewonnen werden können, welche im Rahmen der gegenwärtig konzipierten Autonomie zu Gunsten der deutsch- und ladinisch sprachlichen Minderheit ausfallen wird? Thesen und Prognosen als Schlussvolgerungen von statistischen Daten, bleiben Thesen so lange nicht neue Daten erhoben wurden, welche diese Thesen beweisen. Dennoch lassen sich gut Schlüsse ziehen, welche den Sachverhalt ganz und gar nicht alarmistisch entstellen, sondern auf Sachverhalte und Erfahrungswerte – in diesem Fall auch aus anderen Ländern – beruhen.

@m. gruber:

Mit der grundsätzlichen Aussage, man dürfe Südtirol nicht mit Nationen vergleichen, hätte ich nichts anfangen können. So wie du es jetzt definiert hast, kann ich dir hingegen zustimmen. Ich versuche seit geraumer Zeit, auf den Unterschied zwischen Vergleich und Gleichsetzung hinzuweisen.

Ich beziehe mich damit übrigens nicht auf die hier entbrannte Zuwanderungsdebatte… denn für mich kann es grundsätzlich nicht zuviel Zuwanderung geben. Es geht immer auch um die Rahmenbedingungen, also um unseren Umgang damit. Im Falle einer proportional-ethnisch ausgerichteten Autonomie (für deren Überwindung ich mich nicht zufällig einsetze) ist es klar, dass die »Zuwanderung in eine Sprachgruppe« problematisch sein kann.

Wieso schreiben hier die Ängstlichen alle so, als würden alle Einwanderer automatisch italienische Nationalisten werden, nur weil sie die italienische Schule besuchen? Man kann doch italienisch sprechen und trotzdem ein Selbstbestimmungsbefürworter werden, oder ist das verboten oder sogar unmöglich?
Da muss ich euch leider enttäuschen, ich persönlich kenne zwei neue Mitbürger( seit 11 bzw. 7 Jahren in Südtirol), die über unsere Geschichte mher wissen als viele Südtiroler, und sich auch eine eigene Meinung gebildet haben. Und wenn die Zwei es können, dann könnes es doch andere auch!?!?!

@jonny
es gibt immer Ausnahmen, die Frage ist aber wie entscheidet sich der überwiegende Teil, also die Mehrheit dieser Zuwanderer?
Und hier denke ich muss man nicht ängstlich sein sondern einfach nur ehrlich und realistisch.

@anonym:
Zugegeben … für eine Gruppe, die mich schon aufgrund meiner Schulwahl vorverurteilt würde ich mich auch nicht überzeugen lassen…

@laios: Jonny hat auf deine Frage schon z.T. geantwortet.

Meinst du etwa, dass Kinder von Einwanderern, welche den italienischen Kindergarten und die italienische Schule besuchen dennoch von ihrem Sozialen Umfeld für eine Identitätsprägung gewonnen werden können, welche im Rahmen der gegenwärtig konzipierten Autonomie zu Gunsten der deutsch- und ladinisch sprachlichen Minderheit ausfallen wird?

Ja, wenn man nicht -wie du- es tust alle in eine Schublade steckt und die Autonomie/Selbstbestimmung nicht nur als Schutzwall für Deutsche und Ladiner gegen herbeigeredete italienische Assimilierungsversuche allen schmackhaft macht.

@anonym
wer weiss das schon, wie sich wer wann entscheidet?!?!
oder weisst du vielleicht wie die mehrheit der südtiroler entscheiden würden, wenn sie etwas zu entscheiden hätten??
na also, woher willst du dann wissen, wie sich die mehrheit der ausländer entscheiden würden, wenn sie etwas zu entscheiden hätten!?!?

Ich glaube schon, dass eine unausgewogene Zuwanderung in eine Sprachgruppe — ungeachtet der politischen Einstellung dieser Personen — ein Problem darstellen kann, solange wir eine ethnisch ausgerichtete Autonomie haben. Dass sich auch Zuwanderer einer Sprachgruppe zugehörig erklären müssen (sobald sie gewisse Rechte erwerben) ist ein erschreckender Anachronismus, der die Unzulänglichkeiten des derzeitigen Systems deutlicher als bisher aufdeckt. Aus diesem Grund kommt es auch notgedrungen zu Überlegungen, wie man aus Ausländern nicht Südtiroler, sondern Deutsche, Italiener und Ladiner machen kann… was ja ein absoluter Unsinn und Ausdruck von Hilflosigkeit ist.

Niemand hier kann das Eine oder das Andere mit Fakten belegen, sonst hätte man schon eine wissenschaftlich fundierte Studie durchführen müssen.
Allerdings kann man sehr wohl eine realistische Einschätzung abgeben. Was ist also wohl wahrscheinlicher?

@pervasion
natürlich könntest du recht haben, aber wer ist schuld daran? doch nur unsere deutsche politik, die alle ausländerkinder mit all ihren „problemen“ gerne in die italienischen schulen abgeschoben hat, in der hoffnung, unser deutschsein nicht zu gefährden. und jetzt werden diese abgeschobenen, die jetzt männer und frauen sind, als gefahr für unsere autonomie vorgeführt! das soll mal einer verstehen?!?!
Und ja, solange unserer autonomie proporz und volkszählung wichtiger sind als können und sprachkenntnise, solange wird sich hier nichts ändern

@wahrscheinlich ist, dass wir immer weniger werden und die ausländer immer mehr, es liegt an uns damit umzugehen und den richtigen weg zu finden.

Ja, richtig erkannt — es liegt an einer völlig verfehlten oder im besten Fall fehlenden Integrationspolitik, und es liegt am ethnozentrischen Modell. Wir dürfen das Problem aber trotzdem nicht leugnen, sonst fliegt uns das System eher morgen als übermorgen um die Ohren.

Wie du nämlich ebenfalls richtig schreibst, müssen wir einen Weg finden, der wachsenden Gruppe der neuen Südtiroler hier eine neue Heimat anzubieten, mit der sie sich identifizieren kann, und dafür ist Einsicht die erste Voraussetzung.

@pervasion:
Ich sehe auch das Problem, dass zuviel Zuwanderung in eine Sprachgruppe ein Problem sein kann und evtl. auch wird. Vielleicht erwecken auch meine Beiträge den Eindruck, dass ich das Problem kleinreden möchte.

Ich finde es nur nicht richtig in diesem Zusammenhang vom „Ende der Autonomie“ zu sprechen und dies auf Migranten, die eine italienische Schule besuchen zu reduzieren.

Unser gadilu zieht es natürlich vor, wenn die Aufenthaltsgenehmigungen und die Staatsbürgerschaften von römischen Institutionen erteilt werden. Das ist natürlich keine Verrücktheit, sondern für alle Ewigkeiten legitim.

Per dir la verità  io sono contrario a qualsiasi permesso di soggiorno. Già  l’espressione stessa „permesso di soggiorno“ mi fa vomitare. Tu invece vuoi rendere questo obrobrio giuridico più capillare. Pensa un po‘.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.