Christoph Perathoner befasst sich mit den Grubdlagen des völkerrechtlichen, europarechtlichen und verfassungsrechtlichen Minderheitenschutzes
Das »Nachschlagwerk« ist die Habilitationsschrift von Christoph Perathoner. Der ehemalige SVP-Politiker und Anwalt erarbeitete eine umfassende Darstellung der Grundlagen des völkerrechtlichen, europarechtlichen und verfassungsrechtlichen Minderheitenschutzes in Europa (mehr dazu demnächst in einem Podcast mit Prof. Peter Hilpold).
Perathoner behandelt unter den völker-, europa- und verfassungsrechtlichen Aspekten auch die mehr als ein halbes Jahrhundert alte Südtirolautonomie.
Als Ladiner aus Gröden vergleicht er in seiner Habilitationsschrift die Lage der ladinischen (Südtirol, Trentino, Venetien) und der friaulischen Sprachminderheit (Friaul-Julisch Venetien) in Italien und ergänzt die Analyse mit einem Exkurs über die rätoromanische Sprachgemeinschaft in der Schweiz.
Die Rätoromanen in Graubünden, die Dolomitenladiner in den Regionen Trentino-Südtirol und Venetien sowie die Friauler in der Region Friaul-Julisch Venetien sind die Reste der ehemaligen Urbevölkerung in dieser Alpenregion. Perathoner analysiert — bezugnehmend auch auf die historischen, rechtlichen und sprachwissenschaftlichen Rahmenbedingungen — die Unterschiede in den angewendeten Schutzstandards.
Perathoner versucht die Frage zu beantworten, wie kleine Sprachgemeinschaften ihre Identität bewahren können, ohne in einer zunehmend globalisierten Welt an Sichtbarkeit zu verlieren. Nachzuhören demnächst in einem Podcast mit Christoph Perathoner.

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