Doch Südtiroler in Schladming.

Bei der Meldung der Tageszeitung und anderer Medien, wonach der italienische Skiverband eine offizielle Beschwerde eingereicht hätte, weil einige Athleten in Schladming vom offiziellen Speaker als »unsere Freunde aus Südtirol« und nicht als Italiener vorgestellt worden waren, handelt es sich offenbar um eine Ente. Ich hatte die Nachricht hier wiedergegeben, zeitgleich jedoch auch den Präsidenten des Skiverbandes, Flavio Roda, angeschrieben und um eine Erklärung gebeten. Seine Antwort lässt kaum Interpretationsspielräume:

Gentilissimo
A nome della Federazione e mia sono stupito della sua mail, visto che non esiste nessuna protesta, anche perché non vedo ragione in merito, non so da dove vengano queste affermazioni e ho provveduto personalmente a smentire tramite ANSA queste voci, e le garantisco di essere onorato di avere tanti sud-tirolesi che rappresentano la nostra Italia. La saluto cordialmente Flavio Roda

Traurig, dass wir als Blog es sind, die für Aufklärung sorgen — und es professionelle Medien offenbar nicht für nötig erachten, bei den im Bericht genannten Personen nachzufragen. Trotzdem drängt sich die Frage auf, wer solche Nachrichten überhaupt in Umlauf setzt.

Nachtrag:

Auch die Organisatoren von Schladming bestätigen, dass es keinerlei Beschwerde gegeben hat:

Sehr geehrter Herr Constantini,

wir haben weder eine mündliche, noch eine schriftliche Beschwerde des italienischen Skiverbandes vorliegen.

Beste Grüße,

Mag. Hans Grogl
i.A. Georg Skopek
Administration Sport
schladming2013
WSV Schladming

Merkwürdig und irreführend bleibt, dass die Nachricht von einem Medium, das sich des Prädikats »approvato FISI« (mit Zustimmung des italienischen Skiverbandes) erfreut, noch immer nicht zurückgezogen wurde.

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