LEC mich am Brenner.

In einem für Südtirol hochsensiblen Bereich wie dem (Transit-)Verkehr wird an der A22 seit Oktober 2016 und noch bis April 2021 ein — 3,8 Millionen Euro teures — Pilotprojekt durchgeführt. Unter dem Namen BrennerLEC (Low Emissions Corridor) werden mithilfe einer EU-Finanzierung (Life-Projekt) Schritte getestet, die zur Senkung von Luft- und Lärmverschmutzung beitragen sollen.

Allerdings klingen Maßnahmen wie dynamische Geschwindigkeitsbeschränkungen, befahrbare Pannenstreifen und »intelligente« Beschilderung ungefähr so innovativ und testbedürftig wie Dampfmaschine und Wählscheibentelefon.

Anlass für diesen Beitrag ist jedoch die fehlende Zweisprachigkeit, denn obschon

  • die Autobahnbetreibergesellschaft zu über 80% in öffentlichem Besitz ist
  • Landesumweltagentur und IDM Südtirol zu den Projektpartnerinnen gehören
  • die Teststrecke nur Südtirol und das Trentino umfasst und
  • das Projekt von öffentlichem Interesse ist

hält man es bei BrennerLEC nicht für nötig, Publikationen wie die Auswertung des »öffentlichen Bewertungsfragebogens« auch auf Deutsch zu veröffentlichen.

Das öffentliche Interesse wird nicht zuletzt auch dadurch bestätigt, dass an der ersten Phase der Befragung 635 Teilnehmerinnen aus Südtirol, 597 aus dem Trentino und nur 83 nicht in der Region Ansässige teilgenommen hatten.

Siehe auch: [1] [2] [3] [4] [5]