Die katalanische Regierung von Salvador Illa (PSC) stattet die Sprachpolitik mit zusätzlichen personellen Ressourcen aus: Insgesamt 160 neue Stellen sollen demnach beim Departement für Sprachpolitik und beim Consorci per a la Normalització Lingüística (CPNL) entstehen. Damit reagiert die Generalitat auf die zusätzlichen Aufgaben, die sich insbesondere aus dem ehrgeizigen Pacte Nacional per la Llengua und auch aus verstärkten Integrationsanstrengungen im Rahmen der Regularisierung von Sans Papiers ergeben.
Sechzig zusätzliche Stellen sind für das Departement für Sprachpolitik vorgesehen. Sie sollen dessen Planungs-, Verwaltungs-, Koordinierungs- und Evaluierungskapazitäten stärken. Dies soll hauptsächlich dem Schutz der Sprachrechte, dem Ausbau des Systems zur Sprachzertifizierung, sprachlichen Integrationsmaßnahmen sowie der Förderung des informellen Lernens und des Gebrauchs von Katalanisch in der Arbeitswelt zugute kommen. Auch die Präsenz der katalansichen Sprache in der digitalen und audiovisuellen Wirtschaft soll gestärkt werden.
Weitere hundert Stellen sind für das CPNL vorgesehen, das in ganz Katalonien Katalanischkurse für Erwachsene organisiert und hält. Mit dem zusätzlichen Personal sollen sowohl die Lehrkapazitäten als auch die organisatorischen Fähigkeiten ausgebaut werden. Damit will die Regierung dem wachsenden Bedarf an Sprachunterricht und Sprachzertifizierung besser entsprechen. Berücksichtigt wird dabei auch ein möglicher zusätzlicher Bedarf infolge der außerordentlichen Regularisierung von Menschen, die bisher keinen regulären Aufenthaltsstatus hatten.
Der Ausbau ist Teil einer längerfristigen Entwicklung. Im Februar 2025 hatte die katalanische Regierung im Rahmen einer Vereinbarung mit ERC bereits zusätzliche Mittel für den Katalanischunterricht für Erwachsene angekündigt. Ziel war es, die jährliche Kapazität des CPNL bis 2026 auf bis zu 140.000 Plätze auszubauen.
Ebenfalls aufgrund einer Vereinbarung mit ERC hatte die Regierung Illa bereits zuvor erstmals ein Ministerium für (katalanische) Sprachpolitik geschaffen.
Die nun angekündigte Personalaufstockung zeigt, dass die Umsetzung der anspruchsvollen Ziele nicht auf symbolische Maßnahmen beschränkt bleibt. Eine seriöse Sprachpolitik lebt nicht ausschließlich von Bekenntnissen, sondern erfodert zusätzliche Kapazitäten für Sprachunterricht, Verwaltung, Koordination und die konkrete Durchsetzung von Sprachrechten.

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