Je suis Gutmensch.
Quotation 370

Blinde Willkommenskultur und grünes Gutmenschentum sind bei der Frage der Integration falsch am Platz, wir müssen uns den Herausforderungen stellen und klare Spielregeln schaffen.

Stefan Premstaller
Vorsitzender der Jungen Generation in der SVP, auf Facebook

Ein erhellendes Zitat des JG-Vorsitzenden. Es steht außer Frage, dass wir uns der Herausforderung Integration stellen und klare Spielregeln schaffen müssen. Was ich bislang jedoch nicht wusste ist, dass die Grünen bei uns in Südtirol, in Italien oder in Europa an der Regierung sind und somit den Status Quo, der für Premstaller offensichtlich untragbar ist, zu verantworten haben.

Ich habe bislang nämlich immer gedacht, dass die — wenn auch bescheidenen — Zuständigkeiten in diesem Bereich in Südtirol von Premstallers SVP verwaltet würden. Und dass auf Staatsebene der SVP-Bündnispartner PD die Verantwortung trage. Und dass in der EU die SVP-Kollegen von der europäischen Volkspartei das Sagen hätten.

Oder sind die Grünen — obschon sie in Südtirol bei den letzten Wahlen unter zehn Prozent geblieben und auf italienischer sowie europäischer Ebene gerade mal mit ein paar Mandataren vertreten sind — inzwischen so mächtig, dass sie den Regierenden ihren Willen aufoktroyieren können?

Bezeichnend für den Zustand des politischen Diskurses ist auch, dass mittlerweile nicht mehr nur für Rechtspopulisten, sondern offenbar auch für Vertreter christdemokratischer (!) Parteien, das Wort “Gutmensch” ein Schimpfwort ist. Ist Premstaller stolz, ein “Schlechtmensch” zu sein?

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12 replies on “Je suis Gutmensch.
Quotation 370

Das wird viele konservative Volltrottel im Land, die nicht mal den Unterschied zwischen Regierung und Opposition kennen, ansprechen. Wer ständig SVP wählt und dann auf die Grünen schimpft ist grundsätzlich zu nix zu gebrauchen.

Esiste una differenza tra aiutare qualcuno e farsi mettere i piedi in testa. Il termine “Gutmensch” si riferisce alla seconda nozione evidentemente.

Hochinteressant finde ich den Kommentar von der “JG – Die Junge Generation in der SVP” auf Facebook:

Wir sind aber nicht die SVP, sondern als Junge Generation eine eigenständige Organisation. Wir vertreten die Interessen der jungen Menschen in diesem Land und nicht jene der Partei.

Ja, was denn nun?

Blinde Willkommenskultur und grünes Gutmenschentum

Wahrlich ein Poet. Wohl von Celan inspiriert. Schwarze Milch …
Nun stellt sich mir die Frage, ob sich Politik derartiger Wortmalereien bedienen sollte, wenn sie Inhalte transportieren will.

Wir sind aber nicht die SVP, sondern als Junge Generation eine eigenständige Organisation.

… aber keine eigenständige Partei und deshalb seid ihr doch die SVP. Ein Teil ist nicht das Ganze, schon klar … aber Teil des Ganzen :)

[…] sind bei der Frage der Integration falsch am Platz

“fehl am Platz” … und “bei der Frage der Integration” klingt auch falsch.

[…] wir müssen uns den Herausforderungen stellen und klare Spielregeln schaffen.

Schon klar. Nur, wer muss das nicht? Ich muss mich auch den Herausforderungen stellen und klare Spielregeln schaffen. Jeden Tag.

Die Grünen sind nicht in der Mehrheit, haben es aber über die Jahre geschafft gewisse Geisteshaltungen und Tabus in den Mainstream zu bringen,die jetzt eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Einwanderung kaum noch möglich macht, ohne gleich angegriffen zu werden.

Man sollte sich die Frage stellen, ob es sinnvoll ist soviele Menschen in unserem Land zu lassen. Das ist nur der Anfang. Bei einer Fertilitätsraten von 4.7 Kinder pro Frau in gewissen Staaten Afrikas wird die Zuwanderung nicht mehr aufhören.

Einwanderung ist keine Lösung. Wer das nicht sehen will, ist blind.

Wenn jemand die Aufnahmefähigkeit und Integrierbarkeit von dieser Menge an Afrikanern in Frage stellt und die Aufnahme von Wirtschaftsmigranten mit fehlender Qualifikation als wenig sinnvoll erachtet, dann dauert es oft nicht lang dass er rechtsextrem sei oder am liebsten die Nafrauganten ertrinken lassen möchte.

Die Langzeitperspektive von ausländischen Analphabeten sich in unserer Gesellschaft zu integrieren ist unrealistisch.

Man schaue nur in die Umgebung des Bahnhofs unserer geliebten Landeshauptstadt. Da sieht man das Ausmaß der Kulturbereicherung.

@gorgias: Auch die Gutmenschenkeule ist meist nicht weit, wenn man den Aufforderungen des Papstes (der für mich persönlich keine religiöse Autorität ist) nachkommt.

@TirolaBua: Ich sehe dort eher das Scheitern der Politik in Sachen Integration/Inklusion bzw. Prävention, aber teilweise auch bezüglich der Repression.

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