Kurzbericht: Treffen mit dem A22-Präsidenten.

Nachdem ich sowohl die Brennerautobahn, als auch den Präfekten und das zuständige Landesamt für Kabinettangelegenheiten vergeblich auf die Missstände entang der A22 aufmerksam gemacht hatte (vgl. Bildergalerie), habe ich mich an die stv. Regionspräsidentin Martha Stocker gewandt, die in dieser Eigenschaft ebenfalls für die Autobahn zuständig ist. Wie bereits angekündigt hat Frau Stocker — der ich hierfür danke — umgehend ein Treffen mit Autobahnpräsident Walter Pardatscher organisiert, welches nun am Mittwoch im Landtagsgebäude stattgefunden hat.

Bei dieser Gelegenheit habe ich zunächst meine Verwunderung zum Ausdruck gebracht, dass ein Betrieb in dieser Größenordnung (mit dem jüngst bekannt gewordenen Gewinn) offensichtlich kein definiertes und funktionierendes Sprachmanagement besitzt, sondern manchmal grob improvisiert und auf spontane Hinweise der Bevölkerung angewiesen ist, wie Herr Pardatscher einräumte. Diese Anregung nehme er sehr ernst, versicherte der Präsident — genauso wie die einzelnen Beanstandungen, für die er in Kürze eine detaillierte Stellungnahme zukommen lassen wolle. Wo möglich stehe er für eine zeitnahe Behebung der Missstände.

Wie Herr Pardatscher in seiner Stellungnahme erklären werde, sei eine zweisprachige Lösung aber rechtlich gar nicht immer zulässig, weil die StVO. in Einzelfällen ausdrücklich Einsprachigkeit vorschreibe, oder aber bereits eine genaue Größe für Schild und Beschriftung definiere, woraus sich die Unmöglichkeit ergebe, den Text in mehr als einer Sprache unterzubringen. Eine für mich — und, so hatte ich den Eindruck, auch für Frau Stocker, die leider immer wieder zu Sitzungen abberufen wurde — nicht hinnehmbare Erklärung, da schließlich auch die Zweisprachigkeit gesetzlich vorgeschrieben ist.

Den nunmehr hergestellten Kontakt zum Autobahnpräsidenten bewerte ich jedenfalls sehr positiv. Obschon ich hoffe, dass sich die A22 bald ein eigenes Sprachmanagement gibt — als Freizeit-“Aktivist” kann ich mir eine dauerhafte Zusammenarbeit gar nicht leisten — wird sich im Dialog bestimmt die eine oder andere Lösung ausfindig machen lassen.

Das Treffen selbst war eine sehr konstruktive und hoffnungsvoll stimmende Erfahrung, bei der alle Seiten ihr vollstes Engagement zugesichert haben. Auch Frau Stocker will die Angelegenheit im Weiteren genau mitverfolgen.

Wie es meine Art ist, werde ich jedoch vor allem die konkreten Ergebnisse beurteilen.

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