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SaniBook: Die Profi-Impfvormerkung.

Ich habe mich — via SaniBook —  zur Coronaimpfung angemeldet.

Dabei wird man nach Eingabe von sanibook.sabes.it automatisch auf appcupmobile.civis.bz.it weitergeleitet. CUP steht für Centro unico di prenotazione, auf Deutsch wäre das die ELVS oder Einheitliche Landesvormerk(ungs)stelle.

Gebucht wird dabei nicht eine Coronaimpfung, sondern durch alle Schritte hindurch eine Vaccinazione Sars-Cov-2. Mit diesem Trick hat der Gesundheitsbetrieb wohl wieder ordentlich Speicherplatz eingespart, wofür ihm Dankbarkeit gebührt.

Schwärzungen (Datum) von mir

Der Vorgang selbst ist recht unkompliziert. In wenigen Schritten ist die Vaccinazione gebucht — sofern man allen Bedinungen zustimmt und sich auch sonst nicht von der kreativen Schreibweise ablenken lässt.

Schwärzungen (Datum, Steuer-, Telefonnummer, E-Mail-Adresse) von mir

Am Ende der Prozedur wird der Termin noch mit zwei nützlichen Benachrichtigungen — via SMS und via E-Mail — bestätigt:

Schwärzungen (ältere Nachricht, Terminnummer, Datum, Uhrzeit) von mir

Nützlich und patientenorientiert finde ich vor allem, dass weder der Ort angeführt wird, noch worauf sich der Termin bezieht (also die Coronaimpfung pardon Vaccinazione). Muss man schon selber wissen.

Über die SaniBook-App lässt sich der Termin noch in den Kalender eintragen. Vorausgesetzt, man permittiert, das Appunktament dem Calendar zu aggiungieren.

Da soll noch wer behaupten, wir hätten es nicht mit Profis zu tun. Und bei der Impfung selbst? Da kann eigentlich gar nichts mehr schiefgehen.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/ 5/ 6/ 7/ 8/

Gesundheit Service Public Sprachpfusch Tech&Com | Bilinguismo negato Coronavirus Italianizzazione | | | Südtirol/o | Sabes | Deutsch

4 replies on “SaniBook: Die Profi-Impfvormerkung.”

Das Ganze hat wahrscheinlich schon System. Interessant finde ich nämlich die Tatsache, dass es umgekehrt nie (!) vorkommt, dass etwa ein Wort “nur” in deutsch geschrieben ist. Kann natürlich auch gar nicht sein, denn dann machen schon am nächsten Tag Urzì & Co. eine Eingabe.

Wie wird eigentlich verhindert, dass jemand mit der Steuernummer von Dritten einen Termin vormerkt? Soweit ich mich erinnere gab es da keinerlei Sicherheitsvorkehrung oder sonstige Abfrage.

Das Sprachliche werde ich jetzt der Sprachstelle melden. Dass die Bestätigung weder eine Angabe zum Gegenstand noch den Ort enthält, an dem die Leistung erbracht wird, ist allerdings wohl nicht Sache der Sprachstelle.

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