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Pflicht zur Gesundheit.

Wie weit darf sich der Staat einmischen? Perspektiven auf Maßnahmen der Pandemiebekämpfung – Essay

von Max Elia

„Ich gehöre nicht dazu. Werde ich heute darauf angesprochen? Wie rechtfertige ich mich, fällt mir eine Ausrede ein? Zur Geburtstagsparty heute Abend will ich nicht. Ich bin nicht erwünscht. Sie sagen, ich gehöre nicht dazu, ich sei ein Verschwörer, ein Gefährder der allgemeinen Ordnung. Täglich werde ich gnadenlos einsortiert. Die Fronten sind verhärtet, auch wenn ich das nie wollte. Bald wird mir die Arbeitserlaubnis entzogen. Das Geld und die Zeit, mich dreimal die Woche freizukaufen, hab ich nicht und will ich nicht haben. Einen Ausweg gäbe es, ja, aber ich habe kein gutes Gefühl dabei und vorschreiben lassen will ich mir eigentlich auch nichts. Den Verschwörungstheorien, die herumschwirren, glaub ich nicht, aber je mehr der Druck auf mich steigt, desto misstrauischer werde ich und desto mehr krieg ich das Gefühl, an den Geschichten, die sie herumerzählen, könnte doch was Wahres dran sein.“

Was sich nach einer Erzählung aus einem dystopischen Roman anhört, ist, für einen nicht unerheblichen Teil unserer Gesellschaft, derzeit gelebte Realität. Das Einzige, was sie sich zuschulden kommen lassen haben, war, auf eine vielgepriesene und heilsbringende Methode der Behandlung zu verzichten: die Impfung.

Auf der anderen Seite herrscht ein entgegengesetztes Narrativ. Menschen, die sukzessive ihre Freiheiten wiedererlangen, ins Theater, Fitnesscenter und Restaurant gehen, prahlen mit ihrem Status. Um jeden Zweifel so schnell wie möglich aus der Welt zu schaffen, posaunen sie es immer wieder in die Welt hinaus: „Ich, geimpft? Natürlich! Willst du meinen Green-Pass sehen? Nein? Ich zeig ihn dir trotzdem, schau!“
Es sind dies die Helden unserer Gesellschaft, die in selbstloser Opferbereitschaft die Impfung über sich ergehen lassen haben. Eigeninteresse war selbstverständlich keines im Spiel. Man macht es ausschließlich für die Alten, für die Schwächsten.

Dies sind zwei, wenn auch überspitzte, Perspektiven auf eine gespaltene Gesellschaft, nicht nur weltanschaulich, sondern real. Gespalten in Menschen mit QR-Code und Menschen ohne.

Eines vorweg: Impfen ist wichtig! Der Autor dieser Zeilen ist selbst geimpft und möchte an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass alle zugelassenen Corona-Impfstoffe wirksam gegen schwere Verläufe von COVID-19 schützen. Sie wurden nach allen wissenschaftlichen Standards geprüft und durchliefen alle rechtlichen Hürden erfolgreich. Wer nicht will, dass er*sie bei einer COVID-19 Infektion, mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 10%, im Krankenhaus landet, dann mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 14% intensivmedizinisch behandelt werden muss und anschließend mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 34% stirbt (Quelle: RKI, Abschnitt 12), aber auch bei leichten oder symptomarmen Krankheitsverläufen an noch nicht klar erforschten, aber häufig berichteten Langzeitfolgen wie „Müdigkeit, Erschöpfung und eingeschränkte Belastbarkeit, Kurzatmigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Schlafstörungen, Muskelschwäche und -schmerzen sowie psychische Probleme wie depressive Symptome und Ängstlichkeit“ (Quelle: RKI, Abschnitt 9) leiden will, sollte sich unbedingt und schnellstmöglich gegen das Corona-Virus impfen lassen.

Wir befinden uns also, wie beschrieben, in einer ausgesprochen verzwickten Situation. Doch was nun, was ist das Ziel?

Herdenimmunität! Ohne die Impfverweigerer gäbe es das Virus nicht mehr und alles wäre vorbei. Also muss man sie zum Impfen zwingen.
Nein, so einfach ist das leider nicht. Die Gefahr, das Virus zu verbreiten, ist zwar bei Ungeimpften um ein Vielfaches höher als bei Geimpften, aber mittlerweile wissen wir, mit ziemlicher Gewissheit, dass wir SARS-CoV-2, so schnell nicht mehr loswerden. Die Pandemie, also der Zustand einer „neuen, aber zeitlich begrenzten […] starken Ausbreitung einer Infektionskrankheit“, entwickelt sich langsam aber sicher zur Endemie, also dem „Zustand, bei dem ein Erreger dauerhaft zirkuliert und es lokal immer wieder zu Krankheitsausbrüchen kommt“ (Quelle: Drosten sieht Wandel von Pandemie zu Endemie). Das heißt konkret, dass auch Geimpfte, im Laufe ihres Lebens, alle paar Jahre wieder mal Viren des SARS-CoV-2-Stamms begegnen werden, sich infizieren und ihre Immunität dadurch wieder erneuern und weiter ausbauen. Die Meisten werden davon wenig bis gar nichts mitbekommen, weil das Immunsystem das Virus bereits kennt und gut bekämpfen kann (Quelle: Das Coronavirus-Update von NDR Info). Die Entscheidung, sich impfen zu lassen ist also nicht eine Entscheidung zwischen „werde ich an COVID-19 erkranken oder nicht“, sondern diejenige, ob ich „meinen Körper vor meinem ersten Kontakt mit dem Virus darauf vorbereite, ihn warne und trainiere, oder nicht. Diese Entscheidung haben die meisten Personen unserer Gesellschaft bereits getroffen. Daran wird sich, auch mit allen Überzeugungsbemühungen und Werbekampagnen, nicht mehr allzu viel ändern lassen. Sollten wir stattdessen also einfach alle Maßnahmen fallen lassen und können mit reinem Gewissen, Vollgas in die nächste Welle reiten?

Nein, so wird das leider auch nichts. Die aktuellen Fallzahlen und Krankenhauseinweisungen zeigen, dass wir den Sprung zur Endemie noch nicht geschafft haben. Nach wie vor gilt es, eine Überlastung des Gesundheitssystems unbedingt zu vermeiden. Man darf das Risiko zu hoher Inzidenzen und damit das Risiko, dass nicht allen Menschen eine ausreichende gesundheitliche Versorgung zuteil wird, auf keinen Fall eingehen. Dass Orte, in denen viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, den Green-Pass verlangen oder Ungeimpfte ganz außen vor lassen, um einen explosionsartigen Anstieg der Infektionen zu vermeiden, ist damit gerechtfertigt.

Worüber aber diskutiert werden muss, ist ob vor allem die jetzt beschlossene Ausweitung der Zerftifikatspflicht auf die gesamte Arbeitswelt, angemessen und zielführend ist, wenn man doch weiß, dass zumindest bisher ein Großteil der Infektionen im privaten Umfeld stattfanden. Jemandem das Recht, seiner*ihrer Arbeit nachzugehen, seiner*ihrer Lebensgrundlage, zu verweigern, nur weil er*sie anders denkt, ist höchst problematisch und kaum zumutbar. Heute, in einer Gesellschaft, in der mehr als 80%, der über 60-Jährigen geimpft sind, stellt ein*e COVID-19 Infizierte*r nicht mehr annähernd dasselbe Risiko dar, wie noch im Februar. Außer eben für Ungeimpfte. Die sind das jetzt ja aber wirklich auch freiwillig.

Bisher war die Gesundheit eines Menschen doch immer Privatsache, oder?

Ein Ungeimpfter geht aus eigenem Entschluss ein höheres Risiko ein, wegen Corona auf der Intensivstation zu landen, genauso wie eine Raucherin das Risiko in Kauf nimmt, an Lungenkrebs zu erkranken. Beide werden sich im Nachhinein zwar fragen, warum sie es so weit kommen haben lassen, aber die Schuld dafür tragen sie alleine.

Haben wir in einer Demokratie nicht auch ein Recht darauf, uns selbst zu schaden?

Klar, man schadet durch seine Nicht-Impfung indirekt auch allen anderen, weil die Kosten für eine eventuell notwendige Behandlung die Allgemeinheit tragen muss. Man könnte durchaus darüber diskutieren, ob Menschen, die sich aus Gleichgültigkeit, Dummheit, oder welchen Gründen auch immer selbst schaden, die Kosten für eine Behandlung im Krankenhaus selbst übernehmen sollten. Aber müsste man das dann nicht genauso auch bei Rauchern tun? Was wäre dann mit Menschen, die oft und gerne Fast Food essen? Was machen wir mit Extremsportlern, die sich, aufgrund der Gefahren, in die sie sich freiwillig begeben, verletzen? Wo zieht man hier die Grenze? Sie sehen schon, wo das Ganze hinführt.

In unserem Staat hat jede*r das Recht auf Leben, auf ein Intensivbett, wenn er*sie es braucht, egal warum es dazu kommt und das ist gut so.

Bei den bisherigen Corona-Maßnahmen war die Situation noch eine völlig andere. Viele Menschen, die sich unbedingt schützen lassen wollten, hatten noch nicht Möglichkeit dazu. Hier ging das Recht auf Gesundheit eindeutig vor und alle mussten die Einschränkungen mittragen.
Jetzt aber bleiben wir, nach einem weitgehend erfolgreichen Impfmarathon, kurz vor der Ziellinie, dem lang ersehnten Sprung von der Pandemie zur Endemie, einfach stehen. Die Fallzahlen steigen wieder und es wird weitere, vermeidbare, schwere COVID-Infektionen und Todesfälle geben, leider. Aber berechtigt uns das dazu, die Leidtragenden abzustempeln, sie zu benachteiligen, ihnen grundlegende Menschenrechte, wie das Recht auf Arbeit, auf einmal abzusprechen und ihnen eine Pflicht auf Gesundheit vorzuschreiben?
Und was ist mit den Genesenen? Müssen wir sie wirklich zwingen, wenn sie nach eigenem Ermessen befinden, eine für sich persönlich ausreichende Immunität, auch sechs Monate nach der Infektion, zu besitzen, sich impfen zu lassen, nur weil es von der Wissenschaft empfohlen wird?

Wir sollten aufhören, Menschen in zwei Kategorien einzuteilen und Nicht-Geimpfte zu diskriminieren, sowohl juristisch als auch zwischenmenschlich. Einfach so Menschen an den Rand der Gesellschaft zu drücken, ist ungemein gefährlich. Was macht das mit jemandem, wenn er oder sie täglich direkt konfrontiert und bloßgestellt wird? Bei einigen wird das Vertrauen in die demokratischen Prozesse unseres Rechtsstaates, bereits jetzt schon, so nachhaltig zerrüttet sein, dass man sie kaum mehr vom Gegenteil überzeugen kann. Wir können die Bühne der Nicht-Geimpften (jeder Dritte in Südtirol!!) doch nicht ernsthaft den Schwurblerkönig*innen unseres Landes, von denen wir leider reichlich haben, überlassen. Gewiss wird sich bei den nächsten Wahlen, irgendein*e rechts-konservative*r Mist-Erzähler*in finden, der*die genau die Sorgen dieser Menschen ansprechen wird. Die Sorgen der Ausgegrenzten, die, die nicht bei jeder dahergelaufenen Mode mitmachen, die, die an Altbewährtem festhalten. Der Schaden, den solche Menschen in der Politik anrichten, ist, für eine progressive Gesellschaft in einer sich ständig ändernden Welt, enorm.

Es ist also langsam an der Zeit, mildere Töne anzuschlagen. Corona wird nicht mehr verschwinden, auch mit einer 100-prozentigen Impfquote nicht. Jede*r kann einen Beitrag dazu leisten, in seinem*ihrem Umfeld zu sachlichen Diskussionen über die Vorteile der Impfung anzuregen, aber wir sollten aufhören, ständig von oben herab mit dem Finger auf andere zu zeigen. Ungeimpfte Menschen sind nicht automatisch schlechter, weil ihnen die Risiken einer Impfung zu groß vorkommen und Geimpfte sind nicht automatisch besser, nur weil sie sich, vor allem aus Eigeninteresse, schützen.
Die Politik sei dazu angehalten, Maßnahmen zu erlassen, die das Schlimmste, also eine erneute Überlastung des Gesundheitssystems, verhindern, aber trotz allem auf deren Verhältnismäßigkeit zu achten und gewisse Grundrechte, wie jenes auf Arbeit, zu respektieren.

Disclaimer: Um den Umfang dieses Artikels nicht zu sprengen, wurde auf die Problematik, dass es für Kinder unter 12 Jahren noch kein Impfangebot gibt, nicht eingegangen.

Dieser Beitrag ist auch auf Salto.bz erschienen.

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11 replies on “Pflicht zur Gesundheit.”

Auf diesen haarsträubenden, von sachlichen Fehlern strotzenden und noch dazu überlangen Essay könnte man mit einem doppelt so langen Beitrag antworten. Das wäre vollkommen unnütz, da der Autor wohl absolut informationsresistent zu sein scheint und die geneigte Leserschaft von BBD damit wohl über alle zumutbaren Geduldsgrenzen strapaziert würde. Ich möchte mich daher nur auf ein Thema konzentrieren, das diesen seltsamen Autor anscheinend am Herzen liegt: “Bisher war die Gesundheit eines Menschen doch immer Privatsache, oder?” schreibt er. Das ist eine kuriose Einstellung abseits jeder Realität. Meine Gesundheit war noch nie meine Privatsache. Nur ein kleines Beispiel: Um meinen Führerschein zu behalten, muss ich alle fünf Jahre eine ärztliche Untersuchung über mich ergehen lassen, weil meine Gesundheit eben nicht meine Privatsdache ist. Alle anderen Verkehrsteilnehmer haben ein Recht darauf, vor einem Autofahrer geschützt zu werden,dessen Gesundheit eine Gefahr für sie darstellt. Ganz zu schweigen vom Alkoholtest, den ein Autofahrer überstehen muss. Ich kann mir vorstellen, dass Impftestverweigerer wie der Kurzzeit-Schützen-Landeskommandant aus Prinzip auch einen Alkoholtest verweigern. Außerdem werden sich solche Menschen wohl auch außer irgendwelchen unbekannten und ungeprüften Tätowierungsfarbstoffen sicher nichts unter ihre Haut spritzen lassen.

Haarsträubend? Vor sachlichen Fehlern strotzend? Ein absolut informationsresistenter Autor?
Solche Anschuldigungen bedürfen meines Erachtens sehr wohl einer Erklärung und eines Beleges. Ansonsten sind sie haltlos und ich würde bitten, sich im Ton etwas zu mäßigen.
Dein Vergleich ist auch nicht ganz stimmig. Im einen Fall geht es um Unterlassung, im anderen um den Zwang zu einem körperlichen Eingriff.

P.S.: Wie lang die Beiträge auf BBD sein dürfen, liegt in unserem Ermessen.

In Bezug auf die Länge hat der Kommentator lediglich seine Meinung kundgetan – und ich finde das darf er.
Dass Gesundheit nicht Privatsache sei, pflichte ich ich dem Kommentator ebenfalls bei. Man bedenke beispielsweise, dass es viele Menschen gibt, die an Passivrauchen erkranken und/oder sterben (tüchtigere Menschen als ich finden hierzu sicher eine Vielzahl an Belegen).
Noch viel wichtiger ist es dem Narrativ der Privatsache bei Erkrankungen allgemein entgegenzuwirken. Welche Art von Gesellschaft sollte dies sein in welcher jeder nur an sich denkt und dies – im Zuge einer Pandemie – auch so umsetzt? Jede zivilisierte Gesellschaft lebt vom Solidarietätsprinzip und dieses Gedankengut kommt, bei all den kritischen Tönen, die durchaus willkommen sind, viel zu oft zu kurz.
Dem entsprechend finde ich persönlich auch den Ton des Kommentars nicht überzogen.

Meiner Meinung nach reißt Staffler Elias Aussagen aus dem Kontext: Wo Elia schreibt, dass Gesundheit Privatsache sei, geht es um die Selbstgefährdung — nachdem der Autor ja bereits festgestellt hat, dass sich insbesondere mit der Impfmöglichkeit die Voraussetzungen geändert haben. Deshalb ist für mich auch die Analogie mit dem Führerschein unzulässig, denn dort geht es ganz vorwiegend um Fremdgefährdung.

Ja. Der Kommentator darf den Artikel zu lang finden.
Ich denke, dass der eine (!) Satz bezüglich der Privatsache hier aufgebauscht und missverstanden wird. Der Autor hat einfach eine landläufige Frage gestellt. Und unter “Privatsache” kann man auch verstehen, dass es zum einen Datenschutz bezüglich gesundheitlicher Aspekte gibt und zum anderen Menschen das Recht haben, darüber zu entscheiden, ob und wie sie sich medizinisch behandeln lassen möchten. So hat ein Ungeimpfter z. B. auch das Recht, einen Platz auf der Intensivstation abzulehnen, wenn er/sie das möchte.

Gewalt (bis hin zum Mord) und Beleidigungen gehen ausschließlich von einer Seite des Meinungsspektrums aus. Es sind meistens dem rechtsextremen Lager nahestehende Menschen, die entweder aus naiver Überzeugung oder aus politischem Kalkül sich gegen Impfen, Testen usw. aussprechen (nicht aber gegen das Tätowieren mit unbekannten Farbstoffen). Da sich nun auch BBD, so wie bereits UT24, auf die Seite dieser Realitätsverweigerer geschlagen hat, ist es wohl an der Zeit, auch diese Seite für immer zu verlassen. Schade darum, denn die Anfänge waren gut, das Ende aber jämmerlich.

Da sich nun auch BBD, so wie bereits UT24, auf die Seite dieser Realitätsverweigerer geschlagen hat,

Wie bitte?
Ich muss dir jetzt leider massive Realitätsverweigerung vorwerfen, wenn du mir nicht schlüssig erklären kannst, inwiefern auf BBD Gewalt propagiert wird oder Beleidigungen ausgesprochen werden und wo wir uns gegen Impfung und Testung aussprechen?
Wir tun in jeder Hinsicht das Gegenteil. Wir verachten Gewalt, moderieren Beleidigungen (im Gegensatz zu anderen Medien) konsequent aus (deine gegenüber dem Autor haben wir stehengelassen, damit man sie thematisieren kann) und pflegen auch in unseren Artikeln keinen beleidigenden Ton (gegenüber wen auch immer). Wir haben zur Teilnahme an den Testungen sogar explizit aufgerufen (https://www.brennerbasisdemokratie.eu/?p=61986) und die Probleme beim Impffortschritt immer wieder thematisiert.
Nochmals: Zeige mir ein einziges Beispiel, das auch nur einen deiner Vorwürfe gegenüber BBD bestätigt. Wenn du das nicht kannst (wovon ich ausgehe), bitte ich dich, diese Unterstellungen zurückzunehmen.

Ich denke, man sollte hier die Kirche wirklich im Dorf lassen. Ich finde den Text des Autors sehr gut, wenngleich ich die Position Gesundheit=Privatsache nicht teile. Vielleicht könnte der Autor hier nochmals näher darauf eingehen, denn offensichtlich ist die Aussage nicht vollständig klar.
Dass in diesem Text zu Gewalt aufgerufen wird und dass BBD sich “auf eine Seite schlagen würde” ist wahrlich nicht zu erkennen.
Staffler, dessen Positionen ich großteils nicht teile, der Person selbst jedoch fundiertes Wissen und z.T. ausgewogene Argumentation zuerkenne, dürfte einen schlechten Tag erwischt haben.
Wir freuen uns auf weitere Argumente des Herrn Staffler, so wie wir ihn alle kennen.

Mal abgesehen von der Tatsache, dass hier mehr Sternchen vorkommen als in einem Kindermalbuch finde ich den Beitrag sehr gut. Mäßigende Kommentare sind in diesen Zeiten leider selten geworden. Bis auf diesen Beitrag und den von Felix von Wohlgemuth vor einigen Wochen sowie den Aussagen eines Sepp Kusstatscher auf Rai Südtirol sieht und hört man wenige solcher mäßigender Wortmeldungen. Von den Kommentaren auf Facebook ganz zu schweigen. Man mag einwenden, dass soziale Netzwerke nicht gerade eine optimale Diskussionsplattform sind. Trotzdem beteiligen sich jetzt einige Leute an der Stimmungsmache, die vorher meist sachlich diskutiert haben. Eine liberale Gesellschaft wird es akzeptieren müssen, dass es Leute gibt, die sich einfach nicht impfen lassen wollen. Durch Beleidigungen, tagtägliche Facebookkommentare (“unsoziale, sture, wissenschaftsfeindliche Impfgegner”) wird sich nicht viel ändern. Und dann müssen wir uns auch fragen, wie viel Druck von oben eine liberale Gesellschaft verträgt…

Moderationshinweis: Anmerkungen zum Schreibstil, die nichts mit dem Thema zu tun haben, sind überflüssig und schaden der Diskussion. Bitte verzichten Sie darauf.

Wobei dein Kommentar so klingt, als ob die Stimmungsmache, inkl. Beleidigungen hauptsächlich von einer Seite des Meinungssprektrums ausginge. Das wage ich zu bezweifeln.

Man kann nicht aus der Tatsache, dass ich nur die Beleidigungen einer Seite erwähnt habe ablesen, dass ich so tun will, als ob die andere Seite nicht auch beleidigen würde. Sonst hätte ich auch die ausgleichenden, mäßigenden Wortmeldungen der zitierten drei Herren nicht ausdrücklich lobend erwähnt. Es ist lediglich so, dass ich mich fast ausschließlich in den Kommentarbereichen von seriösen Medien aufhalte, wo es fast nur Impfbefürworter sind, die Umgeimpfte beleidigen. Mir ist schon klar, dass in Facebookgruppen oder Telegram-Kanälen von (radikalen) Impfgegnern auch Beleidigungen gegen uns Geimpfte vorkommen, ganz zu schweigen von den Beleidigungen, Beschimpfungen und Bedrohungen gegen die politisch Verantwortlichen.

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