Categories
BBD

Nationalunterricht.

Italien landet im PISA-Vergleich regelmäßig auf den hinteren Rängen. Worauf haben wir also alle gewartet? Genau: Auf den neuen Unterricht in »Staatssymbolik«, bei dem Schulkinder die Nationalhymne lernen, die Flagge schwenken und den Wert des Risorgimento erfahren. Daneben soll analog zum Schulsporttag ein »Schultag der nationalen Einheit, der Verfassung, der Hymne und der Flagge« eingeführt werden. Man kann sich schon bildlich vorstellen, was damit gemeint ist. Der Vorschlag stammt vom PD (2009), wurde vom PDL (2011) übernommen und soll nun gemeinsam beschlossen werden. Was vor allem aus Diktaturen bekannt ist — und uns auch hierzulande aus dem Faschismus in Erinnerung ist — wird also bald wieder Realität: Wenn unsere ausgeweidete Autonomie dies nicht zu verhindern weiß, werden in Hinkunft nicht mehr nur unsere Athleten die Nationalhymne anstimmen müssen.

Siehe auch:

Nationalismus Politik Scola Symbolik Vorzeigeautonomie Zentralismus | | | | | PD&Co. PDL&Co. | Deutsch

54 replies on “Nationalunterricht.”

… worauf wollen wir uns – neben dem Katz-und-Maus-Spiel in Autonomiebelangen – noch einlassen?
Wie wär’s mit Europaregion ohne nationale Zugehörigkeit?

Wie wär’s mit Europaregion ohne nationale Zugehörigkeit?

Weil z.B. die Nordtiroler wissen, wie angenehm es ist, zu Österreich zu gehören. Kaum ein Staat der Welt bietet so viele Möglichkeiten und Sicherheiten (vor allem was den sozialen Bereich betrifft…)
Gebe es eine Volksabstimmung in Nordtirol, wahrscheinlich würden mind. 99,9% für einen Verbleib bei Österreicher stimmen.
Wie würde eine Volksabstimmung in Südtirol aussehen?
Wir werden es NIE wissen!

also wenn sie in österreich verpflichtend das singen der – im gegensatz zur mameli – alles andere als martialischen hymne in den schulen einführen wollten, würden die grünen, ob des übersteigerten nationalismus berechtigterweise auf die barrikaden steigen. auch würde das argument der “rücksicht auf die vielen kinder mit migrationshintergrund” kommen.

eine martialische, antieuropäische und in südtirol nicht beheimatete hymne scheint hingegen für die südtiroler grünen kein problem.

ich versteh die welt nicht mehr. in südtirol steht alles kopf.

Dieses Vorhaben ist derart krass, dass sich womöglich sogar die Grünen zu einer Kritik durchringen können. Aber du hast völlig recht: In Südtirol steht alles Kopf (wie wir ja aus den Diskussionen um faschistische Monumente, Ortsnamen, Integrationssprache und eben auch Unabhängigkeit wissen)…

Gäbe es kein Ausland, das einem als Maßstab dienen könnte, hätte ich den Eindruck, wir (BBD) stehen Kopf und alle anderen gerade — doch wenn man sich umsieht, muss man zum Schluss kommen, dass tatsächlich das Gegenteil der Fall ist.

Ich habe es in diesen Tagen schon einmal in einem Post festgehalten. Würden die Südtiroler sozialdemokratischen und ökosozialen Kräfte (diese wenigen die es gibt) richtig über Italien informiert sein und nicht mit romantisierenden Scheuklappen rumlaufen, gäbe es viel mehr Unabhängigkeitsbefürworter aus dieser Ecke, um nicht zu sagen viel mehr als aus der Rechten…denn geschichtlich sind die Rechten eher die Selbstbestimmungsgegner und nicht die Linken. Nur bei uns ist dies anders bzw. wird es auch gern anders dargestellt…man braucht nur nach Katalonien bzw. Schottland zu schauen und schon ist man schlauer.
Dass Italien solche Sachen nun einführt ist für die rosaroten Brillenträger zwar hilfreich der Wahrheit ein wenig näher zu kommen, insgesamt aber eine Schande in einem politischen Friedensprojekt wie der EU. Ich könnte mir vorstellen dass man nun wohl auch in Rom bald einen Offenbarungseid von der politischen Vertretung der Südtiroler erwartet. Wenn man bedenkt dass unser Land samt seiner Bevölkerung unfreiwillig (das muss man wohl auch immer betonen dass es keiner vergisst) zu Italien kam, wäre so ein nationalistisches Vorhaben wie das erzwungene Absingen der italienischen Hymne in Südtirols Schulen ein sehr schlechtes Zeichen der Völkerverständigung innerhalb Europas.

Quando un Paese sta toccando il fondo, si ricomincia con gli afflati nazionalisti… e quando sono introdotti dall’alto, servono solo a salvare quel poco che c’è di salvabile di un’unità  mai completamente conclusa, perchè fondata sugli squilibri di un centralismo antiquato ed inefficiente.

Io dico subito che l’Inno italiano per quel che mi riguarda non sarà  argomento delle mie lezioni. Anche perchè tra tutti è sicuramente uno dei più sanguinari ed irrispettosi degli altri europei… per quel che riguarda le feste “comandate” i bambini stessi non sanno che farsene ed è difficile anche solo provare a farli partecipi di concetti così estranei alla loro realtà . Per quel che mi riguarda dopo aver costruito il 18 febbraio l’omino sorridente di Hofer, il “generale Barbone” dei trentini, mi sforzerò di raccontare qualcosa della Resistenza, vero momento positivo della storia italiana dal 1861, quando canteremo “Bella ciao” per il 25 aprile.

Una considerazione per i lettori “nazionali”: se pensiamo che ai tempi del PCI inno, nazione e bandiera erano considerate cose da “fascisti”, possiamo misurare quanta strada abbia fatto il PD…

Wo sind denn eigentlich all jene Verteidiger der Schulautonomie, die sich darüber echauffieren, dass die Landesregierung den Schulen einen gemeinsamen Kalender »aufzwingt«? Gegen die Hymnenpflicht haben sie jetzt wohl nichts?

zitat siegfried brugger in der heutigen “dolomiten”

Das ist absoluter Stumpfsinn. Zuerst sollte die Politik diesen Staat einigermaßen in Ordnung bringen, dann kann sie vorschreiben, dass die Hymne gesungen wird.

auch auf die gefahr hin, dass ich mir eine verleumdungsklage einhandle, aber der inhalt dieser aussage ist idiotisch.

1. es hat den anschein, als ob alles nur mehr an der bewältigung der krise gemessen wird. diese verdammte krise hat mit dem vorliegenden gesetzesvorschlag überhaupt nichts zu tun.

2. suggeriert der gute herr brugger, dass – wenn wir keine krise hätten – es legitim wäre, ein derartiges unterfangen auf den weg zu bringen.

abgesehen davon, dass die italienische hymne ob ihres anachronismus, ihrer antieuropäischen diktion und ihres blutrausches ohnehin ein fragliches aushängeschild für eine europäische demokratie ist (vergl. österreich, wo um die formulierung töchter/söhne gestritten wurde), so ist ein derartiger nationalkult in jedem falle abzulehnen – krise hin oder her. wir sind ja nicht in nordkorea.

Hat eigentlich jemand was von den Grünen gehört? Ihr Schweigen wird langsam ohrenbetäubend.

Ihr Widerstand gegen die Einführung der Tiroler Landeshymne (»Sensibilität«, »Respekt«, »Unbehagen«…) war ja »vorbildlich«. Sie haben dagegen gestimmt, obwohl sich sogar die italienischen Rechtsparteien enthalten haben. Da sind sie päpstlicher als der Papst. (Hinweis: Mir ist die offizielle Einführung der Tiroler Landeshymne schnurzegal, ich will nur den Widerspruch unterstreichen.)

@ pervasion

in der rai tagesschau hat sich hans heiss kritisch geäußert. presseaussendung hab ich keine gesehen.

völlige zustimmung zum restlichen posting. auch mir ist die hymne schnurz. wobei mir martialische hymnen – also auch das andreas-hofer-lied – generell zuwider sind. für mich ist “tirol isch lei oans” die landeshymne. wobei ich das “lei oans” einfach als poetischen ausdruck der natur- und menschenverbundenheit verstehe. zudem schwankt der text zwischen euphorie und melancholie (mei weh und mei wohl bzw. mei wiag und mei grab), was ich als sehr wohltuend empfinde angesichts all der überzogenen heldenhymnen andernorts.

@hunter :clap:

Laut Brugger wäre es also zulässig, unseren Kindern die italienische Hymne aufzuzwingen, wenn Italien keine Krise hätte. Na, lieber Herr Brugger, das sind aber erschreckend schwache Grundsätze. Aber vielleicht benötigt man als SVP Parlamentarier in Rom ja mittlerweile keine solideren Leitlinien mehr.

also Ihr lieben um die grünen so besorgten blogteilnehmer, ich versuchs mal:

– ich denke, alle staaten der welt haben eine hymne. vom demokratischsten bis zur ärgsten diktatur. sind deswegen die demokratischsten auch diktatorisch?

– auch unser vielgeliebtes töchtersöhnevaterland hat eine, sogar gendermäßig korrekte.

– seht bitte italien nicht immer nur aus der sicht des kleinen südtirol: es gibt tatsächlich etwa 55 millionen italiener, von denen sich wahrscheinlich doch auch einige in ihrem land wohl fühlen und sich deswegen erlauben, eine hymne zu haben/zu singen. ich denke kaum einer von denen orientiert grundsätzlich jede seiner politischen handlungen stets und immerzu an den bedürfnissen der paar deutschsprachigen südtirolerinnen.

– wenn es nun minderheiten wie uns gibt, brauchen wir die hymne ja nicht zu singen! unsere so übertollen autonomieparlamentarier werden diese kleinigkeit sicher durchbringen, auch, weil sie den staat nichts kostet. dafür sollen dann die freiwilligen (bitte auch hier keinen zwang!) ihre demlandtiroldietreue-schwüre (was immer das auch bedeutet..) singen.

– ich singe in keinem falle mit!

– ich denke, alle staaten der welt haben eine hymne. vom demokratischsten bis zur ärgsten diktatur. sind deswegen die demokratischsten auch diktatorisch?

Nicht die Tatsache, dass Italien eine Hymne hat, erinnert mich an eine Diktatur.

– auch unser vielgeliebtes töchtersöhnevaterland hat eine, sogar gendermäßig korrekte.

Ich habe kein Vaterland. Und, dass Österreich eine Hymne hat, ist doch kein Argument für irgendwas. Wie gesagt: Dass Italien eine Hymne hat, ist doch nicht das Problem. Was das für eine Hymne ist, könnte ein Problem sein. Und dass deren Absingen vorgeschrieben wird, ist ganz sicher eins — jedenfalls hierzulande.

– seht bitte italien nicht immer nur aus der sicht des kleinen südtirol:

Das ist hier unsere selbst auferlegte Aufgabe.

es gibt tatsächlich etwa 55 millionen italiener, von denen sich wahrscheinlich doch auch einige in ihrem land wohl fühlen und sich deswegen erlauben, eine hymne zu haben/zu singen. ich denke kaum einer von denen orientiert grundsätzlich jede seiner politischen handlungen stets und immerzu an den bedürfnissen der paar deutschsprachigen südtirolerinnen.

Eine sehr gute Beschreibung der nationalstaatlichen Logik, ein Hauptgrund, warum ich Nationalstaaten verabscheue.

– wenn es nun minderheiten wie uns gibt, brauchen wir die hymne ja nicht zu singen! unsere so übertollen autonomieparlamentarier werden diese kleinigkeit sicher durchbringen, auch, weil sie den staat nichts kostet.

Das wird sich noch herausstellen. Dem Staat sind ja seine »Symbole« sehr wichtig, besonders, weil er sich in seiner Einheit bedroht fühlt. Da wird eben versucht, mangelnde Substanz durch Äußerlichkeiten zu kompensieren.

dafür sollen dann die freiwilligen (bitte auch hier keinen zwang!) ihre demlandtiroldietreue-schwüre (was immer das auch bedeutet..) singen.

Wie gesagt, ich brauche keine offizielle Hymne. Mal davon abgesehen, dass dem Land Tirol die Treue nicht die Hymne ist. Wenn es aber ein pazifistisches und inkludierendes Lied gäbe, hätte ich auch nichts dagegen einzuwenden.

– ich singe in keinem falle mit!

Ich ja auch nicht. Aber das ist irrelevant, solange es den Schülern per Gesetz vorgeschrieben wird.

@pervasion
stimme mit dem meisten ja auch überein. aber demlandtiroldie treue i s t halt bei vielen die hymne geworden: laut, grölend, abstoßend.

den nationalstaat zu schwächen ist ja auch der zweck der autonomie. also gehen wir es halt darüber an.

ich galube nicht, dass der staat gewalt anwendet, wenn unsere lieben kinderlein einfach nicht mitsingen. die allein vorsingende lehrerin tut mir aber leid.

ich galube nicht, dass der staat gewalt anwendet, wenn unsere lieben kinderlein einfach nicht mitsingen. die allein vorsingende lehrerin tut mir aber leid.

Was haben wir dann, eine neue Option, zwischen Eltern, die ihre Kinder auch zum Absingen der Hymne in die Schule schicken und den Eltern, die sich weigern ihre Kinder zu diesem nationalistischen, anachronistischen und minderheitenfeindlichen Spektakel zu schicken? Man kann natürlich alles verharmlosen, besonders wenn die Missstände vom Nationalstaat kommen. Einige Leute scheinen hier ja erstaunlich viel Verständnis aufzubringen.
Sollten wir aufgrund des Autonomiestatutes, wobei ich mir nicht sicher wäre, ob unsere Teilautonomie hier nicht vom Staat übergangen wird, tatsächlich in der Lage sein den Hymnenzwang von der deutschen und ladinischen Schule fernzuhalten, nicht aber von der italienischen Schule, würde ein Auseinanderdriften der Schulen zementiert.
Interessant, dass von Leuten, wie etwa einem von Hartungen, die bei der Diskussion um die 5-Tage Woche, sofort ein ethnisches Problem und die Gefahr des Auseinanderdriftens zwischen deutscher und italienischer Schule konstruierten, hier bisher nicht zu hören sind.

@ otto

wollte dir antworten, aber pervasion hat das bereits in vortrefflicher art und weise erledigt. und es freut mich, dass du seiner argumentation einiges abgewinnen kannst.

nur noch einmal zur betonung: es geht nicht darum, dass italien eine hymne hat. wenngleich ich die italienische hymne als fürchterlich empfinde, wenn man sie im europäischen kontext sieht. aber das ist sache des italienischen staates, wie er sich dem rest der welt präsentieren möchte (da lob ich mir oh canada :-)).

es geht einfach über eine komplett anachronistisches gesetz. daran ändert auch “ziviler ungehorsam” nichts. es ist ein wenig wie in nordtirol, wo man das andreas-hofer-lied per gesetz nicht “verunstalten” darf. wegen herabwürdigung und so scheiß. schwachsinn.

@hunter
alles klar, aber über diese absurden italienischen gesetze ist einfach nicht wert, sich aufzuregen, die kommen seit jahren und die südtiroler aufschreigemeinde hüpft im kreis. ned amoi ignorieren!
nach ein paar monaten, spätestens jahren, ist alles wieder vorbei.

ned amoi ignorieren!

Das würde ihnen ja passen. Nichtmal ignorieren kann man etwas, was uns nicht betrifft, aber sicher nicht sowas. Ignoriert wird ohnehin schon viel zu viel.

thumbs down für attwenger grenzt an blasphemie :-).

vulgäre aber gleichzeitig messerscharfe und treffsichere protestkultur gepaart mit großem alternativ-musikalischen potenzial (mittels akkordeon und schlagzeug). in new yorker underground-clubs ebenso zu hause wie auf festivals in pakistan oder im beisl im mühlviertel.

Interessant, dass von Leuten, wie etwa einem von Hartungen, die bei der Diskussion um die 5-Tage Woche, sofort ein ethnisches Problem und die Gefahr des Auseinanderdriftens zwischen deutscher und italienischer Schule konstruierten, hier bisher nicht zu hören sind.

Was in diesem Zusammenhang ebenfalls zu thematisieren wäre, ist die Integration von Zuwanderern. Wenn sie in den italienischen Schulen, die sie ja noch immer mehrheitlich besuchen, zum Absingen der Hymne und womöglich zum Hissen der Staatsflagge gezwungen werden, kann man sich gut vorstellen, was das für ihre Integration in Südtirol bzw. für ihre Einstellung zum gesellschaftlichen und institutionellen Rahmen ihrer neuen Heimat bedeuten würde. Aber das scheint niemanden zu kümmern… Hauptsache, man kann den Hymnen-Schmarrn von den deutschen und ladinischen Schulen fernhalten. Doch diese Einstellung greift leider viel, viel zu kurz.

Aber das scheint niemanden zu kümmern… Hauptsache, man kann den Hymnen-Schmarrn von den deutschen und ladinischen Schulen fernhalten. Doch diese Einstellung greift leider viel, viel zu kurz.

Dies greift in jedem Falle viel zu kurz. Die italienische Hymne hat in Südtirol auch in italienischen Schulen aus verschiedensten Gründen nichts zu suchen. Neben dem Argument der MigrantInnen, denen man dort eine Hymne aufzwingen würde, die von einem Großteil der BewohnerInnen Südtirols abgelehnt wird, ist eben auch das Argument der gesellschaftlichen Kohäsion zwischen den Sprachgruppen von Gewicht. Irgendwann müssen wir wohl Akzente setzen, wenn wir ein gemeinsames Identitätsbewusstsein aller Sprachgruppen in Südtirol lebenden Menschen schaffen möchten. Nationalstaatliche Symbole sind ein Instrument der Assimilierung, nicht ein Instrument um die Kohäsion zwischen den Sprachgruppen zu fördern. Dass in diesem Zusammenhang von den Grünen beinahe nichts zu hören ist, ist bezeichnend.

@ niwo

erlaube mir, auch dir “kurzheit” im denken vorzuwerfen.

was mich an dieser diskussion so stört. schon wieder glaubt man, es ginge hier auch nur im entferntesten um südtirol. ich bin hingegen der meinung, dass KEIN schüler auf dem ganzen italienischen staatsgebiet – oder wenn man will in ganz europa – dazu verdonnert werden sollte, in der schule eine nationalhymne zu singen und schon gar nicht eine mit textzeilen wie “Siam pronti alla morte” oder “Già  l’Aquila d’Austria, Le penne ha perdute. Il sangue d’Italia, Il sangue Polacco, Bevé col cosacco, Ma il cor le bruciò.”

das ist antieuropäisch und generell anachronistisch.

generell belächeln wir europäer doch gerne die amerikaner wegen ihres übersteigerten patriotismus. und jetzt fangen sie bei uns (in europa) auch mit dem blödsinn an … das ist das wahrlich bedenkliche und nicht ob das lied nun in den deutschen schulen oder den ladinischen schulen oder den italienischen schulen in südtirol gesungen wird, oder nicht.

Interessant, dass von Leuten, die bei der Diskussion um die 5-Tage Woche, sofort ein ethnisches Problem und die Gefahr des Auseinanderdriftens zwischen deutscher und italienischer Schule konstruierten, hier bisher nicht zu hören sind. […] Dass in diesem Zusammenhang von den Grünen beinahe nichts zu hören ist, ist bezeichnend.

Bezeichnend di cosa? Ti riesci forse a figurare Foppa o Heiss oppure il sottoscritto cantare a squarciagola “Fratelli d’Italia” e chiedere al corpo insegnante di lingua tedesca (che nelle materie umanistiche è spesso d’orientamento alternativo) di fare lo stesso? Suvvia. Se mettono l’inno a scuola, salirò anch’io sulle barricate: a Firenze come a Bolzano. Ma questo non accadrà . Farsi un’orgia onanistica preventiva (!) nel scagliarsi contro una progetto di legge (bipartisan, certo, ma pur sempre un progetto) ancora all’esame di una Commissione parlamentare è francamente stucchevole. La qui presente discussione rappresenta un conflitto (simbolico) che nemmeno esiste sul piano della realtà : nessun sudtirolese ora è costretto per legge a studiare (men che meno a cantare) l’inno di Mameli – e sfido chiunque dei presenti a immaginare che ciò possa accadere nel prossimo futuro in una scuola tedesca/ladina del Sudtirolo.

Inviterei quindi a non aspettare un comunicato stampa dei Verdi quasi fosse la venuta del Messia. La SVP basta e avanza. Più importante: inviterei alla calma tutti quanti, perché è proprio con queste inutili polemiche su ogni puttanata – gonfiando presunte notizie bomba e offrendo loro quotidianamente enormi casse di risonanza mediatica con fiumi d’inchiostro sparse su giornali e blog – che da anni infestiamo il mite clima sudtirolese con teatrini e spettacoli etnico-dipendenti.

Per il resto, concordo con l’ultimo commento di Hunter.
Buon proseguimento.

Se mettono l’inno a scuola, salirò anch’io sulle barricate: a Firenze come a Bolzano. Ma questo non accadrà .

Ti attendo sulle barricate, la legge è stata approvata dalla camera. Oppure preferisci attendere che venga votata anche dal senato?

La qui presente discussione rappresenta un conflitto (simbolico) che nemmeno esiste sul piano della realtà : nessun sudtirolese ora è costretto per legge a studiare (men che meno a cantare) l’inno di Mameli – e sfido chiunque dei presenti a immaginare che ciò possa accadere nel prossimo futuro in una scuola tedesca/ladina del Sudtirolo.

Non si dovrà  cantare, ma si dovrà  studiare. Per legge. Anche nelle scuole tedesche/ladine del Sudtirolo.

Caro Simon, non dimentico e prendo atto della mia ampia sottovalutazione del caso – a scorrere questa discussione e i rimandi al mio commento di allora, mi hai caricato di una tale responsabilità  da sembrare quasi che una mia diversa opinione sul tema potesse essere risolutivo della questione, quando così non è (lo so che lo sai). Siccome né io né te possiamo molto – se non criticare questa decisione da meri spettatori e “fare opinione” – e visto che chi di dovere ha clamorosamente fallito (i due SVP alla Camera con la ridicola conquista ottenuta del “non dover cantarlo” – che a parer mio equivaleva a non doverlo studiare, ma tant’è), organizziamo una manifestazione o una qualsivoglia azione persuasiva in Sudtirolo (anche se il Landtag s’è già  espresso chiaramente e vedremo se non c’è proprio alcun spazio di manovra nella cornice dell’autonomia scolastica: a tal proposito sarebbe da interpellare un costituzionalista) o meglio ancora in Italia e ti aiuterò a promuovere tale “campagna di sensibilizzazione”. Dico sul serio. Altrimenti, su cosa stiamo qui a discutere?

Farsi un’orgia onanistica preventiva (!) nel scagliarsi contro una progetto di legge (bipartisan, certo, ma pur sempre un progetto) ancora all’esame di una Commissione parlamentare è francamente stucchevole.

Se ne sono occupati tutti i media in Sudtirolo e in Italia, dove i giornali hanno sbattuto la notizia in prima pagina, dando per quasi certa l’approvazione del provvedimento. Ci sia dunque concesso discuterne, anche in modo acceso.

Se ne sono occupati tutti i media in Sudtirolo e in Italia

Appunto. Dare ulteriore risalto a notizie simili, essendo consapevoli delle conseguenze (cioè: alzare il solito polverone polemico a sfondo identitario) lo trovo un atteggiamento poco utile. Il discorso pubblico sudtirolese, come detto, è eternamente inquinato da queste “discussioni” (un coro di dichiarazioni con gli stessi identici argomenti da 20 anni) che – sappiamo benissimo – non portano ad alcun risultato. Tutto qui.

Suvvia. Se mettono l’inno a scuola, salirò anch’io sulle barricate: a Firenze come a Bolzano.

Wenn, ja wenn e soweit kommt, ist es aber schon zu spät für dir Barrikaden, da wäre es doch besser präventiv vorzugehen, oder wollen die Grünen warten, bis das Gesetz durch ist? Und dann??

Ma questo non accadrà .

Woher kannst du wissen, dass es nicht soweit kommt? Ist es dein Vertrauen auf die italienische Politk? Ich hoffe natürlich, dass du recht behältst. Sollte es aber anders kommen, dann müssen sich die Grünen den Vorwurf gefallen lassen, den Ernst der Lage verkannt zu haben, denn das Schweigen kann auch als Zustimmung ausgelegt werden.

Und dann?

jonny, riesci ad immaginarti una classe di una scuola tedesca costretta a studiare (o persino a cantare) l’Inno d’Italia? Io no.

Ist es dein Vertrauen auf die italienische Politik?

Nessuna fiducia, anzi. Semplice realismo politico: “Fatta la legge, trovato l’inghippo”. Anche dovesse essere approvata (mi pare che in questa discussione importasse a pochi l’anacronismo della proposta, bensì la sua applicazione alle minoranze) non verrà  certo “rispettata” in Sudtirolo.

Sui Grüne: non sono il portavoce del partito. Immagino abbiano lasciato ai partiti “specialisti” del tema di esprimersi con la solita veemenza contro un simile provvedimento. Ricordo inoltre che in Parlamento la SVP siede con due deputati e tre senatori; i Verdi nemmeno uno. Mi chiedo perché ci si attenda sempre così tanto da un partito d’opposizione senza potere.

Hanno votato contro l’introduzione dell’inno tirolese (la destra italiana si è astenuta).

Hanno votato contro il nome Vertikale per la palestra d’arrampicata di Brixen (la destra italiana si è astenuta).

Hanno lanciato l’ubi nomen ibi patria come principio per la toponomastica.

Hanno negato (Kusstatscher) l’esistenza di una minoranza tedesca in Sudtirolo.

Magnago, tra parentesi, usava quell’espressione in un altro senso, che non condivido. E ovviamente non condivido l’uso che ne fa Kollmann.

Hanno votato contro l’introduzione dell’inno tirolese (la destra italiana si è astenuta).

Voterei anch’io contro qualsiasi istituzionalizzazione di un inno “imposto” da una parte sull’altra (che sia Mameli o zu Mantua in Banden).

Hanno votato contro il nome Vertikale per la palestra d’arrampicata di Brixen (la destra italiana si è astenuta).

Come spiegò Staffler, la proposta grafica “Vertickale” era un compromesso legato alle lamentele degli assessori PD. Personalmente mi sta bene Vertikale – così come Acquarena: una terra plurilingue deve potersi permettere l’asimmetria linguistica di intitolazioni “creative” (plurilinguismo laico anziché bilinguismo fiscale). Detto sinceramente? Diatribe sulle denominazioni non m’appassionano affatto.

Hanno lanciato l’ubi nomen ibi patria come principio per la toponomastica.

Notoriamente non condivido l’approccio di Brigitte in merito (sempre riguardo alla laicità  del bilinguismo). Ma le riconosco l’assoluta buona fede della sua battaglia contro cancellazioni unilaterali – anche se riparatorie di un torto storico – di buona parte della toponomastica italiana (altro tema che comunque non mi scalda più di tanto e che, pur non banalizzandolo, credo non debba scaldare così tanto gli animi né dell’una né dell’altra parte).

Hanno negato (Kusstatscher) l’esistenza di una minoranza tedesca in Sudtirolo.

Difatti, in Sudtirolo (su scala provinciale) non c’è una minoranza tedesca: è una minoranza nazionale stanziata in Sudtirolo, provincia dalla larga autonomia. E il post di Sepp, se ben ricordo, segnalava un elemento comunque degno di nota: la Verteidigungspsychose (bzw. il timore di essere assimilati) di parte del gruppo linguistico tedesco, se raffrontata alla consistenza numerica delle restanti popolazioni dell’area linguistica tedesca, fa abbastanza sorridere. Confini nazionali o meno, i sudtirolesi sono in contatto con l’entroterra tedesco (austriaco e germanico) e hanno la facoltà  di intensificare e arricchire tali rapporti. Vale lo stesso per gli italiani del Sudtirolo. Lo scrissi a suo tempo qui.

Magnago, tra parentesi, usava quell’espressione in un altro senso, che non condivido. E ovviamente non condivido l’uso che ne fa Kollmann.

Ci mancherebbe altro.

Voterei anch’io contro qualsiasi istituzionalizzazione di un inno ”imposto” da una parte sull’altra (che sia Mameli o zu Mantua in Banden).

Non ho criticato, di per sé, che abbiano votato contro l’inno. L’esempio serve a far capire perché mi aspetto una presa di posizione anche sull’introduzione a scuola dell’inno di Mameli. Anche se fosse introdotto «solo» nelle scuole italiane. Poi sul fatto che nel caso di zu Mantua in Banden si trattasse di un’imposizione si potrebbe discutere, visto che i partiti più estremamente identitari, da parte italiana, si sono astenuti.

Come spiegò Staffler, la proposta grafica ”Vertickale” era un compromesso legato alle lamentele degli assessori PD. Personalmente mi sta bene Vertikale – così come Acquarena: una terra plurilingue deve potersi permettere l’asimmetria linguistica di intitolazioni ”creative” (plurilinguismo laico anziché bilinguismo fiscale). Detto sinceramente? Diatribe sulle denominazioni non m’appassionano affatto.

Ciò non toglie che i Verdi abbiano votato contro.

Notoriamente non condivido l’approccio di Brigitte in merito (sempre riguardo alla laicità  del bilinguismo).

E anche qui: Non è importante che tu condivida o meno. Fatto sta che sul «versante opposto» i Verdi sono ipersensibili, iperrispettosi, »päpstlicher als der Papst« come ho affermato poco fa, mentre nel caso di cui stiamo dibattendo… nulla. Non giova certo alla credibilità . Come ha scritto bene hunter, se in Austria a qualcuno venisse un’idea simile, i Verdi sarebbero sulle barricate.

Difatti, in Sudtirolo (su scala provinciale) non c’è una minoranza tedesca:

Non nascondiamoci dietro a un dito. In Sudtirolo vivono una minoranza tedesca e una ladina, secondo qualsiasi definizione internazionale di minoranza. E Sepp Kusstatscher è giunto a dire che di minoranza non si tratta, perché in Europa ci sono 100 milioni di tedeschi. E allora, per definizione (di Kusstatscher), in nessun paese al mondo potrebbero esistere minoranze di lingua inglese, spagnola, cinese, francese. Cavolate. E come dimostra l’Alsazia è perfettamente possibile l’assimilazione o l’autoassimilazione di una minoranza di lingua tedesca in contatto con l’entroterra tedesco. Anche se l’Alsazia non è paragonabile al Sudtirolo, dimostra efficacemente l’assoluta falsità  della tesi di Kusstatscher.

Ci mancherebbe altro.

E allora risparmiami provocazioni di questo calibro.

La mancata presa di posizione dei Verdi non mi stupisce: è del tutto trascurabile, in linea con l’indebolimento (e la conseguente scarsa sensibilità ) sul fronte nazionale. Privi di rappresentanza parlamentare (al contrario dei Verdi austriaci), sono divenuti un partito squisitamente “sudtirolese” pur restando privi di mandato “etnico” (difesa della minoranza) e generalmente poco incisivi o pressoché irrilevanti – rappresentano al massimo 1/10 dell’elettorato provinciale, composto soprattutto da ambientalisti di lingua tedesca. Qualcuno qui potrebbe persino rallegrarsi di ciò, ma preferisce immaginare l’italianizzazione dei Verdi.

Non nascondiamoci dietro a un dito. In Sudtirolo vivono una minoranza tedesca e una ladina, secondo qualsiasi definizione internazionale di minoranza. E Sepp Kusstatscher è giunto a dire che di minoranza non si tratta, perché in Europa ci sono 100 milioni di tedeschi. E allora, per definizione (di Kusstatscher), in nessun paese al mondo potrebbero esistere minoranze di lingua inglese, spagnola, cinese, francese. Cavolate. E come dimostra l’Alsazia è perfettamente possibile l’assimilazione o l’autoassimilazione di una minoranza di lingua tedesca in contatto con l’entroterra tedesco. Anche se l’Alsazia non è paragonabile al Sudtirolo, dimostra efficacemente l’assoluta falsità  della tedi di Kusstatscher.

Diciamo così: i tedeschi del Sudtirolo sono una minoranza molto, molto “particolare”: non rappresentano un popolo minacciato, con una lingua propria, isolato geograficamente. Ladini, baschi, fiamminghi, sardi sono minoranze poco consistenti sottoposte a forti pressioni esterne. Un sudtirolese invece ha la facoltà  di esprimersi nella propria madrelingua con altre 100 milioni di persone in Europa, sintonizzarsi su decine di canali d’informazione in tedesco, contare su una sterminata letteratura e cultura in lingua, frequentare tra le migliori università  del continente e persino condurre Wetten dass… dinnanzi a milioni di telespettatori nella nazione europea più potente. Naturalmente un largo autogoverno decentrato (con ancoraggio internazionale) è conditio sine qua non: l’Alsazia ha subito un’assimilazione a più riprese e – come dici – un processo di auto-assimilazione quasi cosciente. Non c’è stata una Sammelpartei a raccogliere le istanze etno-linguistiche e oggi non sussiste alcun malcontento da minoranza minacciata – gli alsaziani, anziché puntare il dito contro Parigi, se la prendono con gli immigrati votando per i nazionalisti di Le Pen e l’UMP. E comunque, se il tedesco alsaziano è minimamente sopravvissuto alla storia, ciò è merito della posizione limitrofa al ricco Baden e a Basilea. Grazie alle relazioni economico-commerciali e culturali, il tedesco ora viene insegnato in scuole bilingui.

E allora risparmiami provocazioni di questo calibro.

Il meccanismo psicologico da te innescato segue quel filone: i Verdi sarebbero favorevoli all’assimilazione del gruppo linguistico tedesco.

Sui Verdi, Valentino ha ragione rimane un partito/movimento squisitamente sudtirolese. L’ultimo sondaggio a livello locale di cui mi ricordo è quello dello scorso settembre e dava i verdi in aumento al 9,6%, da qui all’autunno 2013 può variare ancora, ma una certa base rimane affezionata. Mentre a livello nazionale per i verdi la situazione è tragica, le percentuali oscillano di poco da quelle del cosiddetto prefisso telefonico (06 – 09). Nei sondaggi si attestano tra lo 0,9% all’1,3%, è impensabile un recupero oltre il fatidico 4%, peggio ancora se dovesse passare la nuova legge elettorale di impronta proporzionale con una soglia del 5%. Le alternative per un voto parlamentare sono per l’elettorato di sinistra più moderato un voto all’area ecodem del Pd o per quella più antagonista un voto alla Sel o Idv.
I verdi a livello locale, privi di una rappresentanza nazionale, rimangono comunque un interlocutore importante per temi di carattere ambientale e sociale. Su temi come quello della SEL hanno dimostrato molta coerenza e coraggio, su battaglie come quelle contro il parco eolico al Brennero non ho visto nessun ecodem del Pd o della Sel (il loro rappresentante a livello locale si è distinto negativamente su temi quali quello della toponomastica).

Quello del parco eolico a Brennero è un tema che mi sta molto a cuore, è un progetto che dal mio punto di vista va assolutamente abbandonato. Ogni tanto seguo la pagina web del movimento contrario al progetto, e oltre a numerosi cittadini contrari, le associazioni alpinistiche avs, öav, dav e caa , i verdi ed i freiheitlichen, non ho notato nessun rappresentante della cosiddetta sinistra bolzanina o italiana. Alla manifestazione dell’anno scorso sul Hohe Lorenzen non ho notato la loro presenza, né mi è sembrato leggere prese di posizione. Per loro è più importante che la cima venga nominata Monte San Lorenzo oppure Monte Sella il Sattelberg, ma per il resto assoluto silenzio. Negli ultimi mesi ho salito spesso la cima con gli sci, un posto magnifico che andrebbe a perdere molto del suo fascino. Al ritorno trovo spesso dei volantini di alcuni volontari nord tirolesi che si battono contro il progetto, peccato che anche dalla nostra parte non ci sia un’altrettanta risonanza.
http://unsersattelberg.wordpress.com/

Diciamo così: i tedeschi del Sudtirolo sono una minoranza molto, molto ”particolare” […]

Se Kusstatscher avesse detto questo se ne sarebbe potuto parlare. Ma non ha detto questo. E non era nemmeno sottinteso, perché anche su richiesta ha ripetuto la sua versione «radicale». Che tu non la pensi come lui va bene ma non cambia il suo punto di vista.

Farsi un’orgia onanistica preventiva (!) nel scagliarsi contro una progetto di legge (bipartisan, certo, ma pur sempre un progetto) ancora all’esame di una Commissione parlamentare è francamente stucchevole. La qui presente discussione rappresenta un conflitto (simbolico) che nemmeno esiste sul piano della realtà : nessun sudtirolese ora è costretto per legge a studiare (men che meno a cantare) l’inno di Mameli – e sfido chiunque dei presenti a immaginare che ciò possa accadere nel prossimo futuro in una scuola tedesca/ladina del Sudtirolo.

Jetzt ist es also so weit. Und auf die Einwände von Karl Zeller, um zumindest die deutschen und ladinischen Schulen von der Pflicht auszunehmen, wurde im Parlament geantwortet, es gebe keine deutschen und ladinischen Schulen in Südtirol. Das seien italienische Schulen mit deutscher und/oder ladinischer Unterrichtssprache. Aufgrund eines kritischen Berichts der österreichischen Kronenzeitung hat sich sogar die italienische Botschaft in Wien eingeschaltet und wissen lassen, dass die Südtiroler Italiener seien und es deshalb keinen Zweifel gebe, dass sie die Hymne singen müssen. Wenn es um die nationale Symbolik geht, funktioniert Italien präziser, als eine Schweizer Uhr.

Ich glaube, man kann doch das eine sagen: gerade eine starke nationale Würde verträgt sich am besten mit dem Ertragen kultureller Eigenheiten von Minderheiten.

(Stresemann, Verh. d. Reichstags, 9. Februar 1926, Bb 388, S. 5364 D).

Es gab in Österreich eine Zeit, als nicht Deutsch unterrichtet wurde, sondern “Unterrichtssprache” Und genau das wird heute von den Grünen wieder gefordert.
Gleichzeitig wurde auch das “Österreichische Wörterbuch” in den Schulen eingeführt. Dies war jener Zeitpunkt, als es mit der Qualität der österr. Pflichtschulen radikal bergab ging, und die Qualität der privaten Schulen zunahm ……

Leave a Reply to fabivS Cancel reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *