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Zan-Gesetz, A. Adige verbreitet CPI-Position.

Die faschistische Bewegung CasaPound (CPI) soll am Freitag sowohl in Trient als auch in Bozen gegen den soganannten Zan-Gesetzentwurf (nach dem Namen des Einbringers) — mit dem homo- und transphobische Äußerungen jeder Art auch in Italien unter Strafe gestellt werden sollen — auf die Straße gegangen sein.

In einem Onlinebericht (wird hier bewusst nicht verlinkt), vermutlich aber auch in der Printversion, berichtet die Tageszeitung A. Adige über die Kundgebungen der Rechtsextremistinnen. Der kurze Artikel besteht zu rund zwei Dritteln aus einer unkommentiert wiedergegebenen Pressemitteilung der faschistischen Bewegung. Auch nur einen Hinweis darauf, dass es sich bei CPI um einen menschenfeindlichen, rechtsextremistischen, neofaschistischen Verein handelt, sucht man in dem Bericht vergeblich.

So wird CasaPound von dem Blatt abermals als völlig legitimer Teil des öffentlichen Diskurses reingewaschen und normalisiert — und das noch dazu bei einem hoch sensiblen Thema wie der Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/ 5/ 6/ 7/ 8/ 9/

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One reply on “Zan-Gesetz, A. Adige verbreitet CPI-Position.”

Italien, verallgemeinert gesagt, hat leider ein großes Problem mit sog. “anderen” Geschlechtsformen. In keinem europäischen Staat ist das Affentheater um ein befürwortendes Gesetz so hoch; man spürt auch den Einfluss der Kirche. Die Rechtsparteien bedienen sich billigster Rhetorik um die grundlegende Ablehnung dieser “Formen” zu schüren und zu erhalten. Die SVP bekleckert sich, wie so oft in diesen Dingen, ebenso wenig mit Ruhm. Dabei finden sich in den Reihen der Lokalpolitiker und – funktionären doch einige Personen, die – nicht offiziell, aber immerhin – doch eine gewisse Nähe zu den verhassten “froci” aufweisen.
Es ist wie gehabt, der Kirche und der ihr nahe stehenden Partei und deren Medien, sind das Geld wichtiger als die Moral.

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