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Zanlos.

Im italienischen Senat konnten sich gestern — mit entscheidender Hilfe von Heckenschützen aus den Reihen von Mittelinks — die Rechten (FdI, FI und Lega) durchsetzen: In geheimer Abstimmung verhinderten sie den Übergang des Hauses zur Artikeldebatte bezüglich des sogenannten Zan-Entwurfs, mit dem endlich auch in Italien homo- und transphobische Diskriminierungen unter Strafe gestellt worden wären.

Die Abgeordnetenkammer hatte den Entwurf schon vor rund einem Jahr genehmigt. Übereinstimmenden Einschätzungen zufolge ist es nun aber äußerst unwahrscheinlich, dass es noch zur Verabschiedung der Vorlage kommt, zumindest in der laufenden Legislaturperiode.

Damit bleibt Italien auf absehbare Zeit eines von wenigen EU-Ländern ohne Gesetz gegen transhomophobe Diskriminierung. Das ist nicht nur ein abstrakter Makel im internationalen Ländervergleich, sondern bestimmt vor allem die tägliche Lebenswirklichkeit vieler Menschen — auch in Südtirol. Ihnen wird weiterhin ein wichtiges Mittel fehlen, um sich gegen Übergriffe und Benachteiligungen jeder Art zu wehren, und das ist bitter.

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