Das Land hat gestern die landesweite Aktion zur dritten Ausgabe der Co,ol – Dry January Challenge vorgestellt, mit der Menschen dazu motiviert werden sollen, einen Monat lang auf Alkoholkonsum zu verzichten. An sich eine gute Sache.
Doch leider gibt es die Sensibilisierungskampagne nur auf Deutsch und Italienisch, während die ladinische Sprache vollständig fehlt. Selbst dem Englischen wird — beginnend beim Titel — mehr Platz eingeräumt als der kleinsten Amtssprache des Landes. Dabei fällt mir kein schlüssiger Grund ein, warum die Sensibilisierungskampagne nicht dreisprachig sein kann und soll.
Website der Aktion (Ausschnitt) – auch hier ist Deutsch, wie inzwischen immer öfter, in der Sprachwahl zweitgereiht
Die Cookie-Info auf der Website der Kampagne ist übrigens nur auf Englisch verfügbar, was wohl gesetzwidrig sein dürfte. Und auch die im Rahmen der Aktion empfohlene App für iPhone und Android gibt es ausschließlich in der »Sprache Shakespeares«.
Website der Aktion (Ausschnitt)
Darüber hinaus beherrschen Deutsch und Italienisch das Bild, sowohl online als auch bei den Drucksachen.
Dabei sollte es längst selbstverständlich sein, dass landesweite Kampagnen zumindest die drei Landessprachen berücksichtigen. Sonst ist das nicht nur alles andere als co,ol, sondern auch respektlos und diskriminierend.
Zwar bezieht das Land die ladinische Sprache bereits immer wieder auch dann ein, wenn — leider — keine gesetzliche Verpflichtung dazu besteht (vgl. 01 02 03 04). Doch das sollte noch viel konsequenter geschehen.



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