Mit Blick auf Olympia hat der Südtiroler Straßendienst — wie hier an der Autobahnabfahrt Brixen-Pustertal — kürzlich neue Schilder (ohne Entfernungsangabe) montiert, die den Weg nach Antholz und Anpezo weisen:
Damit wurde nicht nur der (typisch italienische?) Schilderwald aufgeforstet, sondern auch ein Beitrag zur Unsichtbarmachung der Ladinia geleistet — oder zumindest eine gute Chance verpasst, ihr entgegenzuwirken. Beim überdimensional hervorstechenden Cortina fehlt nämlich nicht nur der amtliche Zusatz d’Ampezzo, der es unter anderem von Kurtinig in Südtirol unterscheidet, sondern vor allem der ladinische Ortsname Anpezo.
Quelle: Google Street View
Der steht inzwischen — wie etwa auf obigem Schild in Sorabances an der Grenze zur Gemeinde Toblach zu sehen — schon seit einigen Jahren auch in der (noch immer) zu Venetien gehörenden Gemeinde gleichberechtigt auf den Ortstafeln, so wie wir es aus Südtirol kennen.1Hierzulande ist aber in der Regel der ladinische Ortsname erstgereiht.
Dabei folgte der Südtiroler Straßendienst hier einer minorisierenden Logik, die leider keine Ausnahme, sondern auch gegenüber ladinischen Ortschaften hierzulande konsolidierte Praxis ist: Ladinische Toponyme werden nur in der Ladinia selbst berücksichtigt, doch kaum steht ein Schild auch nur wenige Kilometer außerhalb ladinischen Bodens, werden nur noch die deutschen und italienischen Exonyme angegeben. Wie beim neuen Kreisverkehr an der Einfahrt in die Val Badia.
Cëla enghe: 01 02 03 04 | 05 06 07
- 1Hierzulande ist aber in der Regel der ladinische Ortsname erstgereiht.



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