Nationalunterricht.

Italien landet im PISA-Vergleich regelmäßig auf den hinteren Rängen. Worauf haben wir also alle gewartet? Genau: Auf den neuen Unterricht in »Staatssymbolik«, bei dem Schulkinder die Nationalhymne lernen, die Flagge schwenken und den Wert des Risorgimento erfahren. Daneben soll analog zum Schulsporttag ein »Schultag der nationalen Einheit, der Verfassung, der Hymne und der Flagge« eingeführt werden. Man kann sich schon bildlich vorstellen, was damit gemeint ist. Der Vorschlag stammt vom PD (2009), wurde vom PDL (2011) übernommen und soll nun gemeinsam beschlossen werden. Was vor allem aus Diktaturen bekannt ist — und uns auch hierzulande aus dem Faschismus in Erinnerung ist — wird also bald wieder Realität: Wenn unsere ausgeweidete Autonomie dies nicht zu verhindern weiß, werden in Hinkunft nicht mehr nur unsere Athleten die Nationalhymne anstimmen müssen.

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