Quotation (444): Nicht gleichberechtigt nebeneinander.
Rassismus sollte nicht mit Öffentlichkeit belohnt werden

Viele wollen mit Rechten im Fernsehen reden, um sie zu entlarven. Diese Strategie erweist sich allerdings als wenig erfolgreich. Die AfD wurde zum Teil nicht trotz ihres Rassismus gewählt, sondern deswegen. Je mehr wir versuchen, Nazis zu entlarven, desto mehr Plattform und Gehör bieten wir ihnen. Desto mehr Gelegenheit, eigentlich selbstverständliche Vereinbarungen zu hinterfragen. Der Diskurs schleicht so immer weiter nach rechts.

Und nein, die Gesellschaft muss nicht jedem seine Meinung gönnen. Um es mit den Worten von Karl Popper zu sagen: “Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.” Sonst zerstört eine freiheitliche Gesellschaft sich selbst.

Wenn Nazis der Meinung sind, dass ich verbrannt werden sollte, und ich der Meinung bin, dass… nicht – dann dürfen unsere Meinungen nicht gleichberechtigt nebeneinander stehen. Die Wahrheit liegt nicht irgendwo in der Mitte. Eine dieser Positionen ist ganz klar gesellschaftlich zu ächten.

Marina Weisband, ehemals politische Geschäftsführerin und Mitglied des Bundesvorstands der deutschen ‘Piraten’, in einem Kommentar für den ‘Deutschlandfunk’.

Siehe auch: [1] [2] [3] [4]

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