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Rappresentare gli italiani.

Quando i Verdi, qualche giorno fa, andarono a sbattere contro l’autodeterminazione, Christian Tommasini (PD), interpellato dai giornali, disse che quella «tigre» non andava accarezzata. Fu l’ammissione, nemmeno troppo velata, di voler rinunciare a prendere in considerazione una delle ipotesi di evoluzione di questa terra — per pura e semplice paura. Ma la paura, come afferma giustamente Riccardo Dello Sbarba, è una cattiva consigliera. In questo contesto, ad esempio, impedisce di riflettere sulla differenza tra un processo «etnico», certamente pericoloso, ed uno «interetnico», potenzialmente capace di condurre questa terra ad un futuro indiviso.

Invece i due ministri democratici, Tommasini e Repetto, hanno sentito la necessità di scrivere all’A. Adige per ribadire la loro contrarietà perfino al passaggio della polizia alla provincia. A loro avviso infatti le competenze andrebbero richieste solo qualora un servizio funzionasse male, ed in ogni caso quando al contempo si riuscisse a far risparmiare lo stato*. Argomentazioni strampalate, che ridurrebbero l’autonomia ad un semplice pretesto funzionale ed economico, senza tener conto delle specificità di questa terra.

Se ora è vero, ed io ne sono convinto, che una buona fetta dei sudtirolesi di lingua italiana sarebbe disposta a parlare di indipendenza, a patto di farlo con piena dignità, è evidente che lo stretto legame che quasi tutti i partiti «italiani» hanno con il centralismo romano crea un problema di rappresentanza. Ammesso cioè che i rappresentanti politici «tedeschi» volessero interloquire con gli «italiani» su questo tema — e lentamente ne stanno comprendendo l’importanza — ora come ora sarebbe impossibile farlo per la ragione stessa che gli italiani, da questo punto di vista, non sono adeguatamente rappresentati.

E non si tratta tanto di un deficit dei partiti nazionali, quanto invece dell’intero sistema politico sudtirolese etnicizzato — per via del quale si sta rischiando di far arenare in partenza un dibattito stimolante e doveroso sul nostro comune futuro. A medio termine solo l’apertura dei partiti coinvolti nei confronti di tutti i cittadini che vi siano interessati, indipendentemente dall’appartenenza linguistica, potrebbe garantire un confronto vero. Ecco quindi che se l’SVP o la stessa Süd-Tiroler Freiheit dovranno giocoforza rivolgersi direttamente ed attivamente ai concittadini italiani, cambiando radicalmente atteggiamento nei loro confronti, il ruolo dei Verdi come partito interetnico per definizione potrebbe diventare fondamentale.

In questo frangente è difficilissimo capire se questa svolta avverrà tra cinque mesi o tra cinquant’anni. Però è un’evoluzione imprescindibile se vogliamo avvicinarci seriamente al traguardo dell’indipendenza. E questo evidenzia come lo stesso «processo» contribuirebbe a trasformare la politica — ed al contempo la società — in senso post-etnico.

*) Se la sicurezza — per fortuna — non è un problema che attualmente ci affligge, sarebbero sicuramente migliorabili la formazione, la collaborazione transfrontaliera e soprattutto il bilinguismo delle forze dell’ordine. Se pensiamo a quest’ultimo punto ci rendiamo conto come non sia vero nemmeno che il servizio oggi sia già perfetto. Inoltre, il controllo del territorio fa indubbiamente parte di un’autonomia matura ed evoluta.

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16 replies on “Rappresentare gli italiani.”

Oggi, sul CdAA, altro articolo di fuoco di Flor contro l’autodeterminazione. (La tesi: chi è per l’autodeterminazione è antiautonomista, punto. E chi è antiautonomista è un irresponsabile).

Ah, proprio in questo istante – sto seguendo il discorso d’insediamento di Silvio Berlusconi da presidente del PDL – si parla di “lucida follia” e di “visionarietà “… :)

Non penso di sbagliare. I Verdi (perlomeno di due consiglieri provinciali) di Selbstbestimmug non ne parleranno più. Discorso chiuso, finito, amen. Quindi, quando tu dici “il ruolo dei Verdi come partito interetnico potrebbe diventare fondamentale” affermi qualcosa che non avverrà  mai. Almeno fino a quando non ci saranno più i vari Dello Sbarba, Heiss, Foppa, Kusstatscher ecc. ecc. ecc. Basta saperlo.

dann muss die ebene dieses blogs verlassen und eine ebene des öffentlichen diskurses gestartet werden, mit menschen, die das anliegen vertreten und bewerben.

ein forum, eine plattform oder was immer, dem man sich anschliessen kann. mit allen mühseligkeiten, die das öffentliche nachdenken und in-die-zukunft-schauen mit sich bringt. denn dieser digitale “think-tank” hier wird dann so etwas wie eine bewegung, um nicht zu sagen partei (?). vielleicht so etwas, wie stefan lausch mit der direkten demokratie geschafft hat.

kontinuierlich präsent, ausdauernd, nachhakend, fast schon penetrant. aber eben öffentlich auch in direktem und realen dialog mit den politikern.

@otto
Über diese Möglichkeit wurde bereits nachgedacht, ohne sie zu konkretisieren. Die Notwendigkeit dieses Schrittes ist unbestritten, die Arbeit hierfür enorm.

aber daran misst sich eben auch die wichtigkeit des anliegens bei südtirols bevölkerung: wenn niemand mitmachen will, interessiert es eben auch niemanden!

wenn dagegen diese plattform enormen zulauf hätte, erübrigte sich jeder zweifel.

wer also ist imstande, den funken rüber zu bringen? die bbd? die stf? die svp? die grünen? die verbände?
wer wird zum sprachrohr für die idee?

irgendein sprichwort sagt: nichts kann eine idee aufhalten, deren zeit gekommen ist.

ist sie das jetzt für das thema SB? oder doch nicht? ist es nur berlusconi, der antipathieen erzeugt? oder kommt die eva mit dem zopf jetzt zur hochblüte?

mir kommt vor, es würde die menschen reizen, sich näher mit dem thema zu beschäftigen, aber es gibt keine geordnete vorgangsweise, kein “zentrum” zur gliederung der gedanken und politischen ideen.

@otto
Die Frage ist doch, welchen Sinn diese SB haben soll. Ist der einzige Sinn DIESER SB von diesem “korrupten, kaputten” Staat wegzukommen, um weniger Steuern, weniger Strafen zu zahlen? Oder sieht man in der SB die Chance, das Trennende abzuschwächen, das Gemeinsame zu stärken? Lassen wir mal das Tirolersein bei Seite, was ist der Sinn einer SB?
Natürlich werden sich jetzt viele Gespräche um dieses Thema ergeben, im Gasthaus, am Stammtisch, vielleicht sogar in einigen Familien. Aber ich bin überzeugt, dass diese Gespräche nicht das Thema behandeln, das hier im Mittelpunkt steht. Mir kommt es vor wie wenn jetzt viele “ROMA LADRONA” schreien würden, nur weg von diesem Staat! Aber das ist nicht die Lösung der Probleme, die z.B. die italienischen Mitbürger immer wieder anprangern. Es gibt nur eine Zukunft für die Selbstbestimmung, weg von der ethnischen Trennung, weg mit Proporz, weg mit der Sprachgruppenzugehörigkeitserklärung, und hin zu einem mehrsprachigem Miteinander, ich habe es schon einmal gechrieben, mir ist egal, ob in einem öffentlichem Amt ein Deutscher, Italiener, Ladiner, Ungar, Tscheche oder Albaner sitzt, wichtig ist nur, dass er mit mir in meiner Sprache komunizieren kann, und davon sind wir samt unserer “BESTEN” Autonomie der Welt noch weit entfernt!
Und woran liegt das?

es liegt sicher an der apartheid, die das system “autonomie-südtirol” geschaffen hat. wir leben vollkommen nebeneinander. die zelgersche doktrin wirkt heute – paradoxerweise – stärker, als zum zeitpunkt seines sagers!

zu den gründen, eine SB zu wollen: beides! beides ist argument. ich denke, in dieser frage gibt es einfach mehrere gründe, keinen puristisch einzigen. mal wirkt die ethnische frage stärker, mal die ökonomisch-soziokulturelle.

trotzdem ist eine gewisse änderung festzustellen, weil sich der darüber diskutierende personenkreis doch markant erweitert hat.

Ein gewisses Nebeneinander der Sprachgruppen ist vermutlich nur allzu menschlich; aber zwischen Stammtisch und Aperitivo wird das Ganze ohnedies etwas lockerer gesehen.

Fakt ist: Zukünftige Änderungen stehen und fallen mit dem Wohlwollen oder der Ablehnung der Deutschsüdtiroler – das Gros der Teilnehmer an der Selbstbestimmungsdiskussion ist dann auch deutschsprachig. Und weil dem Repertoire des Post-Ethnizismus die Vermittlung von Gefühl und Bodenständigkeit – mithin realistischer Aussichten – zu fehlen scheinen, haben populistische Bewegungen Zuspruch und Zulauf, weil sie aus der gewachsenen Identität heraus argumentieren und eine Erreichbarkeit von noch weiter reichender Deutschsüdtiroler Emanzipation suggerieren. Ist “die Italiener mit ins Boot zu holen” Programm, hängt das weniger von deren Willen ab, auch mal richtig in Entscheidungsverantwortung zu stehen, als vielmehr von der Akzeptanz und Freimütigkeit der Deutschsüdtiroler selbst. Die so oft propagierte Öffnung der Svp ist so gesehen ein “muss”, und kein “könnte”. Die ethnische Klausel der Volkspartei ist der eigentliche politische Schlagbaum zwischen den Sprachgruppen.

Ich kann mir schwer vorstellen, dass es nur darum geht, eine Identität zu schaffen, die noch nicht existiert. Viel eher sollten wir zuerst eine kritisch-neugierige Distanz wahren und wagen, auf dass die Kultur der anderen unserer eigenen Sinn und Persönlichkeit verleiht.

Bei den Italienischsprachigen scheint es ein größeres Maß an Zurückhaltung, an Berührungsängsten zu geben, was das Erlernen bzw. Verwenden des Deutschen betrifft. Genau hier muss entkrampfende und charmante Rhetorik ansetzen. Die Schwierigkeit, den Hauptteil der italienischen Muttersprachler in einen neuen Identitätsfindungsprozess jenseits neogermanischer oder romanischer Kultursubstrate kreativ mit einzubinden, scheitert meiner Erfahrung nach an derem Unvermögen, ihren Minderheitsstatus in Südtirol anzuerkennen. Realitätsverweigerung ist auf Dauer freilich riskant. Deutschem Tatendrang steht eine Lethargie entgegen, die durch längst bekannte Faktoren wie Ausschluss von Macht oder sich fortsetzender ökonomischer Marginalisierung verstärkt wird. Die demographische Abwärtsbewegung wird ohnehin nur von sich italienisch erklärenden, extraeuropäischen Immigranten verlangsamt. So sind die nächsten zwei Jahrzehnte entscheidend, will man italienischer Sprachkultur einen bedeutenden Platz im Neuen Südtirol sichern.

Sicher ist: der Impuls muss von der italienischsprachigen Seite selbst ausgehen. Bozen ist das “Jerusalem” in dieser Debatte, die geteilte Stadt, das Schlüsselloch zur wahrhaft befriedeten Gesellschaft.

Daten, auch Schätzungen, bezüglich der Zahl mehrsprachiger Familien bzw. sich als mehrsprachig bewusster Mitbürger wären interessant. Ihr Selbstverständnis ist ohne Zweifel ein (sic) produktiver Ansatz, attraktive sprachgruppenübergreifende Zusammenhänge zu formulieren.

Ciao G,
non si tratta del “fricchettone in giacca e cravatta” (che ricordi… ;o)
Rama è la nuova versione di algiz; leggermente maturato. Algiz è in pensione. Ovvero: in die Sommerfrische.

Weil das Recht des Stärkeren unvermindert weiter Geschichte schreibt, müssen sich die italienischen Muttersprachler schleunigst gefühlsmäßig hier in Südtirol einrichten – und zwar bequem. Nicht zuletzt im Hinblick auf die nach dem zweiten Weltkrieg doch oft besonnenen Südtirol-Entscheidungen Italiens schuldet die Deutschsüdtiroler Gesellschaft “unseren Italienern” ein Mitwirken an gemeinsamer Heimatbildung und eine betont freundschaftliche Haltung. Erst danach sehen wir weiter.

Selbstbestimmungstendenzen mit Ziel Unabhängigkeit bzw. Loslösung sind weltweit “in”; aus nationalstaatlicher Sicht virulent. Weil die “Globalisierung” von ihren Masterminds jenseits der Bereicherung von Konzernen auch als weltweite Befriedung durch ökonomische Verstrickungen angedacht worden ist, und auch einer Art globaler (also solcher fiktiver und steriler) Kulturkreation Vorschub leistet, fallen große Bevölkerungsteile in einen zutiefst menschlichen (weil überschaubaren) Regionalismus, Provinzialismus zurück.

(Europäische Gebiete mit Sympathie für Selbstständigkeit finden sich in erster Linie deshalb mehr oder weniger mit dem Status Quo ab, weil die materiellen Verhältnisse ihren Bewohnern ein recht angenehmes Leben (um es zu untertreiben) ermöglichen. Deshalb wird das Selbstbestimmungsrecht in unseren Breiten noch meistens in Diskussionen drapiert. Der EU-Rahmen suggeriert eine größer werdende, beruhigende Rechtssicherheit mit multinationaler Verstrickung.)

Beispiele für diesen regionalen Emanzipationsprozess als Reaktion auf globale Tendenzen hin zu Autoritarismus und bedenklicher Gleichmacherei finden sich rund um den Globus: Erfolgversprechende schottische Bestrebungen zur Eigenstaatlichkeit, der “Präzedenzfall Kosovo”, die de-facto von Georgien unabhängigen Länder Abchasien und Süd-Ossetien, Loslösungs-Bestrebungen von Aceh in Indonesien und die bereits (blutig) erreichte in Ost-Timor, Santa Cruz in Bolivien … selbst in Texas (!) macht die Idee von Eigenstaatlichkeit die Runde.

Mehr noch: In den letzten Jahre haben bemerkenswerte, teils unerwartete staatliche Zerfallsprozesse eingesetzt: Die Spaltung der ukrainischen Gesellschaft verschärft sich, der Irak ist nach ethnischen Säuberungen in drei Teile zerfallen und man wartet dort auf einen Moment der Schwäche der amerikanischen Besatzer, der Sudan zeitigt Risse, Belgien wird bald nur noch von Bier, Schokolade und der Miss-Belgium-Wahl zusammengehalten.

Die Welt ist einer ständigen Dynamik unterworfen. Jetzt aber beschleunigen katalysierende Momente wie die unerhörte Aushöhlung von Bürgerrechten, die so genannte “Wirtschaftskrise”, schon zur Regel gewordene Präventivkriege und soziale Spannungen durch Migration und Rohstoffknappheit die Entwicklung dieses Planeten.
Weil die allgemeine Stoßrichtung in Richtung post-demokratischer Regierungssysteme mit “korporativem Feudalismus” geht (Italien ist dafür ein nicht schlechtes Beispiel, Argentinien schon ein sehr gutes), regt sich Widerstand nur ganz selbstverständlich.

Aber Südtirol hat es gut. Das Problem wird bald nicht mehr das Arrangement mit dem italienischen Staat sein; vielmehr steht in den nächsten zwei, höchstens drei Jahrzehnten das Überleben der italienischsprachigen Gruppe als solcher auf dem Spiel. Der Reichtum dieses Landes wird weit mehr aus dem Pluralismus des Miteinander gespeist, als man allgemein annimmt oder zugeben will.

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