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Endlich: Ungehorsam bei Beflaggung.

Mehreren Medienberichten zufolge hat sich nun auch SVP-Obmann Philipp Achammer kritisch zur Anordnung der italienischen Regierung geäußert, den italienischen Kriegseintritt 1915 durch das Aushängen der Trikolore an öffentlichen Gebäuden zu feiern. »Unverständlich«, »unangemessen« und »unpassend« nannte der Landesrat die damit zusammenhängende Symbolik.

Vor 100 Jahren hatte das Königreich Italien dem ehemaligen Bündnispartner Österreich-Ungarn den Krieg erklärt.

Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) kündigte indes an, vom Rechtsamt des Landes prüfen zu lassen, ob die Anordnung überhaupt bindend sei. Er wolle sie jedoch in keinem Fall umsetzen.

Dass dem Zentralstaat endlich Grenzen aufgezeigt werden und nötigenfalls sogar vor Ungehorsam nicht Halt gemacht werden soll, ist eine erfrischende Nachricht. Von der Autonomiepartei war man Derartiges nicht mehr gewohnt.

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19 replies on “Endlich: Ungehorsam bei Beflaggung.”

… wann ist GENUG wirklich genug ? !
Vorgestern die Gebäudeabstände, gestern die Ordensfrauen die ihre mitmenschliche Christenpflicht getan haben, heute der Fahnenzwang …

Klingt sehr vielversprechend. Genau in so einem Falle braucht es etwas (Tiroler) Rückgrat und (Tiroler) Herz und ist ziviler Ungehorsam vollkommen angebracht. Aber es sind auch Zweifel angebracht, was nun schlussendlich “passieren” wird. Wieso z. B. lässt LH Kompatscher die Anordnung prüfen, wenn er sie so oder so nicht umsetzen will?
Ich befürchte, dass letztendlich – aus irgendeinem Grund, den man sicherlich findet – die Bürgermeister der Aufforderung doch nachkommen werden, und zwar alle 116.

Eine Frage an Euch:
Wird das rechtliche Folgen haben für LHM, Bürgermeister und lokale Institutionen?

Könnte durchaus sein. Wer aber auch nur ein kleines bisschen Rückgrat hat, nimmt diese billigend in Kauf bzw. lässt es darauf ankommen.

wer uns eine derartige Unverschämtheit zumutet ist ein Kriegstreiber.
Der solchen Unsinn befolgt ist ein Landesverräter und wir werden feststellen können, welcher Bürgermeister diesen Unsinn befolgt.
Eventuelle rechtliche Konsequenzen sind sofort dem Europäischen Gerichtshof zu melden und die ganze Welt soll wissen, was man uns da zumutet.
Internationale Presse einschalten und den Faschistenstaat bloslegen, oder?

Nicht jede Form von — auch unangemessenem — Nationalismus ist automatisch Faschismus… das wäre eine Verharmlosung! Und nur weil man — zu welchem Anlass auch immer — eine Trikolore hisst, wird man dadurch nicht gleich zum Landesverräter. Mal davon abgesehen, dass ich das sowieso für eine extrem problematische Kategorie halte, wenn wir nur mal bedenken, was im Laufe der Zeit alles als Landesverrat verkauft wurde. Man kann vielleicht Ideale, Prinzipien, Ideen verraten, aber doch nicht ein Land.

… ich erinnere in diesen Tagen der Wahlergebnisanalyse und dem Beginn der 100-Jahr-Feiern daran, dass ruhig einmal unsere italienischsprachigen-Mitbürger-guten-Willens sich auch einmal melden möchten, ob es sie überhaupt gibt, sie sind wohl “starke” Nichtwähler und ducken sich, während die ewig-Gestrigen immer Oberwasser haben!

Die Carabinieri drehen heute ihre Runden in den Dörfern und fotografieren die Gemeindeämter ohne Beflaggung!

Auch die Region Trentino-Südtirol hat, anderslautenden Beteuerungen von Ugo Rossi zum Trotz, die Flagge ausgehängt — und zwar nicht auf Halbmast. Genauso die Provinz Trient.

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